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Das Wichtigste im Bauernendspiel

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    Das Wichtigste im Bauernendspiel

    Was gehört eurer Meinung nach zu den wichtigsten Grundkenntnissen im Bauernendspiel, die der Leihe (also unter 1000 DWZ) kennen sollte?

    Ich finde, er sollte die Opposition und das Bauernquadrat kennen. Darauf aufbauend folgen Kenntnisse, wie man Endspielen K+B gegen K gewinnt/remis hält, sowie Verbundende und Isolierte Freibauern. Wie man einen Freibauer zur Ablenkung benutzt, ist auch wichtig.

    Meint ihr, dass das genug an Bauernendspiel ist? Zu viel dürfte das nicht sein, da dies keine schweren Themen sind.
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    #2
    AW: Das Wichtigsten im Bauernendspiel

    Das Thema Opposition würde ich noch auf Fernopposition, Diagonalopposition und Virtuelle Opposition erweitern. Verbundene Freibauern sind fraglos wichtig, aber was sind „isolierte Freibauern“? Ist nicht jeder Freibauer isoliert?

    Nimzowitsch sprach von drei „privilegierten Freibauern“, was neben den verbundenen Freibauern die gedeckten Freibauern und die entfernten Freibauern wären. Wie man mit diesen umzugehen hat, sollte man wissen. In diesem Sinne sollte man auch die Regel des Gemeinsamen Quadrats (Wanderndes Quadrat) kennen, die dabei hilft, mit isolierten Freibauernpaaren etwas sinnvolles machen zu können. Übrigens ist es auch wichtig, wie man sich Freibauern überhaupt erstmal bildet. Dafür notwendig ist ein Verständnis des Kandidatenbegriffs und wie man sich mit Kandidaten bei Bauernmehrheit an einem Flügel einen bildet (Kandidat voran!).

    Dann gibt es im Bauernendspiel noch so nette Sachen wie Korrespondierende und verminte Felder, das Dreiecksmanöver, der Bodycheck, das Umgehungsmotiv, das Reservetempo und natürlich die Schlüsselfelder (auch Randbauern haben Schlüsselfelder). Ganz wichtig ist der Durchbruch, der auch am meisten Spaß macht und mit dem man den Gegner böse überraschen kann.

    Für die Verteidigung sind noch wichtig Sprengung, Blockade und Festung.

    Bährsche Regel dagegen habe ich nie verstanden, ist aber wohl noch am ehesten verzichtbar, denn wie die Quadratregel ist die Bährsche Regel ja nur eine Regel, mit der man sich Dinge, die man auch so berechnen kann, herleiten kann.

    Das Bauernendspiel ist das grundlegendste Endspiel und am leichtesten zu lernen. Das sollte für den Schachspieler als erstes eingeübt werden. Die Liste, die Du aufgezählt hast, ist jedenfalls auch für Laien unter DWZ 1000 definitiv nicht genug. Das Bauernendspiel ist im Prinzip nicht so schwer, als daß es auch von Laien nicht in Gänze verstanden werden könnte. Man sollte die ganzen Motive nur in einfacher und verständlicher Sprache und mit klaren und einleuchtenden Beispielen behandeln. Selbst wenn die Themen vielleicht nicht alle direkt beim ersten Mal verstanden werden können, hat man sie doch so zumindest schon mal gehört, so daß das Verständnis dann beim nächsten Mal leichter wird (wenn man sich z. B. mal ein Endspielbuch zur Hand nimmt und diese Dinge noch einmal lernt).
    Zuletzt geändert von Kiffing; 23.04.2012, 21:47. Grund: Begriffvertauschung korrigiert
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      #3
      AW: Das Wichtigsten im Bauernendspiel

      naja ich habe nicht mal 1000DWZ und erkenne wenn ein Bauer rückständig ist wenn wie ich mit einem König und bauer in umwandel kann oder auch auf halten kann wenn möglich so alles grundlegende halt und das hat nicht lange gedauert das zu lernen ich habe leider keinen plan wie lange wir das im training behandelt haben aber nicht so lange eigentlich reichen die ganz grund legenden sachen aus bauern endspiele sind relativ leicht aber endspiele fallen mir persönlich sowieso am leichtesten

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        #4
        AW: Das Wichtigsten im Bauernendspiel

        Die Liste, die Kiffing erstellt hat, ist ganz schön beeindruckend (mit gut der Hälfte der Begriffe kann ich zwar nichts anfangen, aber das will ja nichts heißen ...).
        Ein Anfänger (ob 1000 oder 1400 hängt eher von den taktischen Fähigkeiten ab) sollte meiner Ansicht nach das K+B gegen K aus beiden Sichten mit einfacher Opposition, Quadrat, König auf 6. Reihe und ähnlichem kennen. Er sollte wissen, dass es darauf ankommt, seine Bauern nicht zu blockieren und wenn möglich mit seinem König ins gegnerische Lager einzudringen.
        Das, was darüber hinausgeht, wissen viele 1800er+ nicht einmal...

        @Dragon:Könntest du bitte grobe Satzzeichen setzen und/oder vor dem Senden eines Beitrags diesen zumindest noch einmal durchlesen? Gute Rechtschreibung erwartet ja keiner, aber die Form sollte doch vielleicht so sein, dass man den Inhalt versteht.
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        T.Kakko

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          #5
          AW: Das Wichtigsten im Bauernendspiel

          Zuerst kommen natürlich die Matts mit "Dame + König gegen den nackten König" sowie "Turm + König gegen König". Ich gehe mal davon aus, dass er das bereits intus hat.

          Dann folgen die einfachsten Bauernendspiele: Am besten beginnend mit den Endspielen "ein Bauer gegen null Bauern" (und hier im speziellen Randbauer, Bauer auf b- bzw. g-Linie, übrige Bauern). Als nächstes kommen "zwei Bauern gegen einen" und "zwei Bauern gegen null Bauern. Bei zwei Bauern gegen Null Bauern kommen natürlich alle Varianten (verbundene Bauern, 1 Linie dazwichen 2 Linien dazwischen mehr als 2 Linien dazwischen). Das sind die absoluten Basics. Diese sind - obwohl es den Anschein macht - nicht immer ganz einfach. ich schaue mir diese gelegentlich auch wieder an und stelle dann oft fest, dass ich die eine oder andere Regel wieder vergessen habe.

          Wenn er hier begriffen hat, wann der/die Mehrbauer gewinnt und wann nicht (Themen Schlüsselfelder, Opposition, Pattfallen/Pattrettung, Königsquadrat), dann kannt er weiter gehen mit 1 Figur + Bauer gegen Bauer und dann so weiter wie von den anderen beschrieben.
          ________________________________________________
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            #6
            AW: Das Wichtigsten im Bauernendspiel

            Bei Bauern an zwei Flügeln ist das Verständnis des Wettrennens wichtig. Man sollte immer miteinbeziehen, daß Schachgebote auf der Umwandlungsreihe ein Tempo gewinnen. Wichtig sind hier Quadratregel und Hindernis.

            Für alle Endspiele elementar ist das Prinzip des aktiven Königs, der im Endspiel vier Bauerneinheiten stark sein soll.
            Zuletzt geändert von Kiffing; 24.04.2012, 19:27. Grund: Edit
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              #7
              AW: Das Wichtigsten im Bauernendspiel

              Gut, dass dieser Thread erstellt wurde weil grade ich sowas glaube ich noch gut brauchen könnte da ich (noch) DWZ los bin...
              Ich mag solche "Anfänger-Thread" sehr. Vorallem weil sie wirklich helfen und wenn RedCat auch schn besser Schach spielen kann wird er das hier auch gebrauchen könnnen

              (@hako du hast im Titel dieses Thread's einen kleinen Fehler eingebaut )
              Ist korrigiert, danke
              Kiffing
              visiblefreedom.de

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                #8
                AW: Das Wichtigste im Bauernendspiel

                Wow, danke für die lange Liste (an ganz sooo viele Motive hab ich nciht gedacht)
                Ich fasse mal alles Gesagtes zusammen.

                Grundlegend ist natürlich:
                • Quadrat
                • Opposition (in allen Varanten)


                Dann die einfachen Endspiele
                • K+B gegen K
                • K+2 B gegen K (verbundene, isolierte Freibauernpaare)
                • K+2 B gegen K+B


                Dazu die Motive
                • Sperrung
                • Blockade
                • Festung
                • Schlüsselfelder
                • verminte Felder
                • Dreiecksmanöver
                • Bodycheck
                • Umgehng
                • Reservetempo


                Eine beachtliche Liste!
                Philosophie über einen Donut:
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                  #9
                  AW: Das Wichtigste im Bauernendspiel

                  ich würde eines der beiden bücher empfehlen:
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                  Zitat von Sam Collins
                  I think people need to emphasise skills over knowledge. It's no good playing 30 moves of Dragon theory if you blunder on move 31. The fact that modern tournaments can be watched with engines creates a false impression that chess is easy, and players often forget to work on basic skills like calculation.

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                    #10
                    AW: Das Wichtigste im Bauernendspiel

                    Bernd Rosens Buch kann ich absolut auch empfehlen. Das kann man auch gut mitnehmen. Sehr empfehlenswert ist auch Sihlmanns Endspielkurs. https://www.schachversand.de/startse...cher/9927.html.

                    Sihlmann und Rosen gehen sehr moderat und vor. Man kann mit beiden Bücher langsam "mitwachsen". Ich würde beide empfehlen, da man manchmal etas noch auf eine andere Art erklärt haben will, oder die Eselsbrücke bzw. die Regel mal in Rosen eingänglicher formuliert ist und mal in Sihlman.
                    Zuletzt geändert von schoentalegg; 27.04.2012, 16:12.
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                      #11
                      AW: Das Wichtigste im Bauernendspiel

                      Rosens Buch "Fit im Endspiel" ist in der Tat sehr gut. Es erklärt die grundlegenden Endspieltechniken ausgezeichnet.
                      Philosophie über einen Donut:
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