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Schottisches Vierspringerspiel

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    Schottisches Vierspringerspiel

    Das schottische 4SS ist eine eröffnung, welche sowohl von lonny wie auch mir (sogar mit beiden farben) gerne gespielt wird. Auf höherem niveau wird es gerne als remis-waffe benutzt, aber auf unserem sterblichen niveau ist es eine gute eröffnung und einfach zu verstehende eröffnung. Hier ist die hauptstellung:

    Folgende merkmale können aufgelistet werden:
    • Offene stellung --> Viele taktischen möglichkeiten überall
    • Schnelle entwicklung beidseitig --> ja nicht ins hintertreffen geraten!
    • Weiss hat die besser bauernstruktur (2 inseln für weiss, 3 inseln für schwarz), schwarz hat das schwache feld c5 aber Schwarz hat den einzigen zentrumsbauern

    Bis vor ein paar jahren ist in dieser stellung nur der zug 10.Bg5 gespielt worden. darauf muss schwarz seinen d-bauer schützen, entweder mit c6 oder Be6. Be6 wird als leicht schwächer angesehen, weil der läufer sich zu früh auf eine passive rolle einlässt und mit dem manöver Ne2-d4 angegriffen werden kann.
    Früher war die idee, nach c6 11.Qf3 zu spielen. Nach Be7 12.Rae1 hat weiss eine ernstzunehmende initiative. Aber später hat schwarz herausgefunden, dass die drohende verdopplung der f-bauern gar kein problem ist, das daruas gewonnen läuferpaar wiegt den schaden auf, seit dem wird auf 11.Qf3 mit Bd6, Rb8 oder sogar ganz simpel h6 geantwortet, wonach schwarz zumindest theoretisch keine probleme mehr hat.
    Aus diesem grund wurden später 2 neuer pläne entwickelt im 11ten zug, entweder 11.Ne2, mit der idee am königsflügel zu spielen, z.bsp. mit springerüberführung über d4/g3 nach f5, oder 11.Na4, mit der idee gegen das feld c5 zu spielen. Ebenfalls eine wichtige idee ist in beiden variante der brechzug c2-c4, um einen schwachen bauern auf d5 festzulegen. Falls schwarz dies verhindert, wird öfters c3 und sogar b4 gespielt, um die schwarzen felder am königsflügel festzulegen.
    Es stellte sich heraus, dass die beiden springer-züge zwar mehr erhoffen lassen als der damenzug, aber schwarz jedesmal sehr aktive figuren bekomm mit zügen wie h6, Re8, Rb8, Bg4, Rb4 und ein gut getimeten c6-c5, d5-d4 kann schwraz oft die initiative geben. Es bleibt ein spiel bei welchem beide seite gleiche chancen haben, weiss (vor allem in der Na4-variante) eher statische, schwarz eher dynamische.
    2012 hat dann Kramnik dann den zug 10.h3 anstelle von 10.Bg5 auf höchstem niveau eingeführt, nämlich gegen Aronian. Der zug ist keine neuerung an sich, da bereits über 100 jahre vor ihm ein gewisser Tinsley diesen zug gegen Lasker spielte, aber seit dem hat das nie mehr gespielt. Der zug ist seit dem sehr gross im kommen auch bei sehr starken GMs und hat den zug 10.Bg5 fast abgelöst.
    Die idee hinter dem zug ist es, dass das feld g5 gar nicht so toll ist, er kann mit h6 und danach Rb4 unangenehm angegriffen werden, und oft wird der läufer später sowieso nach f4 zurückgenommen. Weiss würde gerne den läufer nach f4 stellen und die dame nach f3, aber wenn er es direkt macht ist Bg4 immer ein problem, deshalb wird dieser zug zuerst verhindert. Sobald die dame auf f3 steht, greifft sie auch den bauern auf d4 an,weshalb schwraz oft als antwort nach 10.h3 doch c6 spielt. Danach ist das weisse spiel klar, er spielt die dame nach f3 und den läufer nach f4. oft muss schwarz die schwarfeldrigen läufer tauschen mit Bd6, weil sonst gar kein gegenspiel mit Rb8 möglich ist, was ein eingestädnis ist, ist doch der schwarzfeldrige läufer der gute läufer von schwarz. der weisse springer auf c3 kann entweder nach e2 oder nach a4 gehen, je nachdem ob weiss lieber am damenflüge oder am königsflügel spielt, und natürlich auch in funktion der schwrazen aufstellung. die GM-partien zeigen dass fast alle ihren springer nach e2 nehmen, das feld scheint flexibler zu sein.


    [Event "?"]
    [Site "?"]
    [Date "????.??.??"]
    [Round "?"]
    [White "?"]
    [Black "?"]
    [Result "*"]

    1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Nc3 Nf6 4.d4 exd4 5.Nxd4 Bb4 6.Nxc6 bxc6 7.Bd3 d5 8.
    exd5 cxd5 9.O-O O-O 10.Bg5
    ( 10.h3 c6 11.Qf3 Rb8 12.Bf4 Bd6 13.b3 )
    10...c6 11.Qf3
    ( 11.Ne2 )
    ( 11.Na4 )
    11...Be7
    ( 11...Bd6 )
    ( 11...Rb8 )
    ( 11...h6 )
    12.Rae1 *
    Zuletzt geändert von ToBeFree; 30.07.2014, 03:11. Grund: ich habe die Stellung jetzt manuell eingegeben und exportiert; demnächst vielleicht den "kaputten" Code mitliefern ;)
    Zitat von Sam Collins
    I think people need to emphasise skills over knowledge. It's no good playing 30 moves of Dragon theory if you blunder on move 31. The fact that modern tournaments can be watched with engines creates a false impression that chess is easy, and players often forget to work on basic skills like calculation.

    #2
    AW: Schottisches Vierspringerspiel

    ja eine sehr interesante stellung wie ich finde mit lecher farbe würdet ihr lieber spielem und warum....??? (nach dem 10 zug von schwarz)
    gruss lonny

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      #3
      AW: Schottisches Vierspringerspiel

      Hier noch aus aktuellem anlass, warum der zug 10...c6 oder 10...Be6 wichtig ist:

      [Event "?"]
      [Site "?"]
      [Date "????.??.??"]
      [Round "?"]
      [White "?"]
      [Black "?"]
      [Result "*"]

      1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Nc3 Nf6 4.d4 exd4 5.Nxd4 Bb4
      ( 5...Bc5 6.Nxc6 bxc6 7.Bd3 d6 8.O-O Ng4 $5 )
      6.Nxc6 bxc6 7.Bd3 d5 8.exd5 cxd5 9.O-O O-O 10.Bg5 Be7 $6 11.Bxf6 Bxf6 12.
      Qh5 $1
      ( 12.Nxd5 $6 Bxb2
      ( 12...Qxd5 $4 13.Bxh7+ )
      )
      12...g6 13.Qxd5 Qxd5 14.Nxd5 Bxb2 15.Rab1 Be5
      ( 15...Rb8 16.Nxc7 )
      16.Rfe1 Bd6 17.Nf6+ Kh8
      ( 17...Kg7 $2 18.Ne8+ Kh6 19.Nxd6 cxd6 20.Be4 )
      18.Be4 c6 19.Bxc6 Rb8 20.Rxb8 Bxb8
      {bei sehr guter verteidigung ist diese stellung evtl. knapp haltbar
      dank dem läuferpaar, aber alle chancen stehen natürlich mit weiss.}
      *

      Zitat von Sam Collins
      I think people need to emphasise skills over knowledge. It's no good playing 30 moves of Dragon theory if you blunder on move 31. The fact that modern tournaments can be watched with engines creates a false impression that chess is easy, and players often forget to work on basic skills like calculation.

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        #4
        AW: Schottisches Vierspringerspiel

        Super ! Danke Lestat! Das ist seit geraumer Zeit mein Repertoire mit Weiß.Wenn Interesse besteht poste ich ein paar Partien von mir man muß nicht 11.Df3 spielen11. Sa4 ist die "moderne von Lakdawala empfohlene Variante,z.b in Nakamura-Karakin oder man muß nicht einmal 10.Lg5 spielen10. h3 ist ein sehr flexibler Zug ,der sich nicht festlegt,wo der Läufer hin entwickelt wird
        ich will diese Welt weder bewerten ,noch beweinen,ich will sie so verstehen,wie sie ist

        (Baruch Spinoza)

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          #5
          AW: Schottisches Vierspringerspiel

          ich würde auch gene einige partien sehn ewentuel mit kurtzen kommentaren ( pläne idean usw ) gruss lonny

          Kommentar


            #6
            AW: Schottisches Vierspringerspiel

            Heute komm ich nicht mehr dazu aber ich werde morgen Mittag b.z.w heute Nacht ein paar Gm Partien b.z.w Die berühmten Partien Nakamura-Karjakin ,ein paar Rudolf Spielmann Partien sowie die berühmte Partie Bondarewski -Smyslov wo Weiß einen ganz Anderen Aufbau nämlich mit 7.Dd4 statt Ld3 mit der Idee 0-0-0 wählt welcher von Smyslov im Prinzip widerlegt wird wählt,und auch ein paar Patzerpartien von mir posten
            ich will diese Welt weder bewerten ,noch beweinen,ich will sie so verstehen,wie sie ist

            (Baruch Spinoza)

            Kommentar


              #7
              AW: Schottisches Vierspringerspiel

              [Event "Cuernavaca m"]
              [Site "Cuernavaca"]
              [Date "2004.12.09"]
              [Round "1"]
              [White "Nakamura, Hikaru"]
              [Black "Karjakin, Sergey"]
              [Result "1-0"]
              [ECO "C47"]
              [WhiteElo "2620"]
              [BlackElo "2576"]
              [Annotator "Gofshtein L"]
              [PlyCount "81"]
              [EventDate "2004.12.09"]
              [EventType "match"]
              [EventRounds "6"]
              [EventCountry "MEX"]
              [Source "ChessBase"]
              [SourceDate "2005.04.11"]

              1. e4 {Gofshtein,L} e5 2. Nf3 Nc6 3. d4 exd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 Bb4 6. Nxc6
              bxc6 7. Bd3 d5 8. exd5 O-O 9. O-O {It is dangerous to take the pawn 9.dc
              because of 9...Bg4 with compensation for the sacrificed material} (9. dxc6 $6
              Bg4 10. Be2 (10. f3 Qe8+ 11. Kf1 Bh5 $44) 10... Qe7 11. O-O Rad8 12. Bxg4 Rxd1
              13. Bxd1 Bxc3 14. bxc3 Qe6 $36 {0-1 Candela Perez,J-Mitkov,N/Orense 1997/EXT
              99 (37)}) 9... cxd5 10. Bg5 c6 11. Na4 {White carries out a typical plan for
              this variation which involves the advance c2-c4 with a further opening of the
              c-file and the conquering of important squares on the queenside} h6 12. Bh4 Re8
              {Black activizes his rook by transfering it to a more active position} 13. c4
              Bd6 {The black bishop is also transfered to a better position} 14. Rc1 Rb8 {14.
              ..Bf4 deserved serious attention and as the next given below show black has a
              good counterplay} (14... Bf4 $5 15. Rc2 Bg4 (15... Qd6 16. Bg3 Bxg3 17. hxg3
              Bg4 18. Qc1 d4 19. Qf4 Qxf4 20. gxf4 Nh5 21. g3 Bf3 $132 {1/2-1/2 Pedersen,
              N-Hebden,M/Mallorca 2004/CBM 104 no vc (32)}) 16. f3 Be6 17. cxd5 Bxd5 18. Bc4
              Qd6 19. Bxf6 Bxh2+ 20. Kh1 Qxf6 21. Bxd5 Bg3 22. Rc4 cxd5 $19 {0-1 Zarnicki,
              P-Sokolov,I/Oviedo 1993/CBM 038 ext (25)}) 15. b3 Be6 {Again 15...Bf4 deserves
              attention and as the games show black has a fine game} (15... Be5 16. Bg3 Qd6
              17. Re1 Bg4 18. Qc2 Bxg3 19. hxg3 Rbd8 20. Qc3 Ne4 21. Qd4 Bf5 22. cxd5 cxd5
              $14 {1-0 Pedersen,N-Khruschiov,A/Bled 2002/EXT 2003 (100)}) (15... Bf4 $5 16.
              Rc2 Qd6 17. Bg3 Bg4 (17... Bxg3 18. hxg3 Re5 19. Re1 Bg4 20. f3 Bd7 21. g4 Rg5
              $132 {0-1 Zifroni,D-Zulfugarli,M/Siofok 1996/Juniors (30)}) 18. Bxf4 Qxf4 19.
              Qd2 (19. Qc1 Qd4 $132 {1/2-1/2 Trabert,B-Sammalvuo,T/Kuopio 1995/EXT 2000 (25)}
              ) 19... Qxd2 20. Rxd2 Rbd8 21. f3 dxc4 22. bxc4 Bf5 $132 {0-1 Karlovich,
              A-Trabert,B/Athens GRE 2004/The Week in Chess 524 (40)}) 16. cxd5 Bxd5 (16...
              cxd5 17. Nc5 $14) 17. Bc4 {White wants to exchange black's active bishop} Bf4
              18. Rc3 Be5 {Black could probably equalise after 18...Re4} (18... Re4 $5 19. g3
              Bxc4 20. Rxc4 Rxc4 21. Qxd8+ Rxd8 22. Bxf6 Rxa4 23. Bxd8 Rd4 24. Be7 Bd2 $132)
              19. Rc2 Qd6 (19... Be4 $5 20. Re2 Qxd1 21. Rxd1 Bd5 $132) 20. Bxf6 Bxf6 21.
              Bxd5 cxd5 {As the result of the exchanges the game to a position with a small
              advantage for white. He has a potential to enlarge his advantage as a queen
              and a knight cooperate much better than a queen with a bishop} 22. Nc5 Be5 (
              22... Re7 $5 23. Nd3 Rbe8) 23. g3 Rbc8 24. Nd3 Bc3 (24... Bf6) 25. Nf4 d4 26.
              Qd3 Ba5 $6 {It was better to play 26...Rc5 with counterplay} (26... Rc5 $5 27.
              Re2 Rce5) 27. Rc4 Rxc4 $6 {Black shouldn't have exchanged on c4, allowing the
              white knight a possibility to come to d5} (27... Bc3 $5) 28. bxc4 Qe5 29. Rb1 {
              White tries to activize his (still) passive rook} Bc3 $6 {A dubious move. On
              c3 the bishop is out of play} (29... Bb6 30. Nd5 Bc5 31. Rb7 f5 $132) 30. Rb7
              Re7 (30... a5) 31. Rb5 Qd6 (31... Qe1+ 32. Kg2 Qe4+ 33. Qxe4 Rxe4 34. Rb8+ Kh7
              35. Rb7 $16) 32. Nd5 Re6 33. Rb7 {Suddenly white succeeded to create dangerous
              threats. It is only left to bring the queen to the game in order to make those
              threats decisive} (33. Nxc3 dxc3 34. Qxc3 Qd1+ 35. Kg2 Re1 $36) 33... Re8 (
              33... a5 34. Qf3 Re1+ 35. Kg2 f6 36. c5 $36) 34. Qf3 Rf8 35. Rxa7 $16 {White's
              advantage is evident. He has an extra pawn and a much better position} Bb4 36.
              Qf5 Bc5 37. Rc7 Ba3 38. c5 $1 Bxc5 (38... Qe6 39. Ne7+ Kh8 40. Qxe6 fxe6 41.
              Ng6+ $18) 39. Rxc5 $18 g6 (39... Qxc5 40. Nf6+ gxf6 41. Qxc5 $18) 40. Nf6+ Kg7
              41. Ne4 1-0







              [Event "Semmering"]
              [Site "Semmering"]
              [Date "1926.??.??"]
              [Round "?"]
              [White "Spielmann, R."]
              [Black "Yates, Frederick"]
              [Result "1-0"]
              [ECO "C47"]
              [PlyCount "61"]
              [EventDate "1926.??.??"]

              1. e4 e5 2. Nc3 Nc6 3. Nf3 Nf6 4. d4 exd4 5. Nxd4 Bb4 6. Nxc6 bxc6 7. Bd3 d5 8.
              exd5 cxd5 9. O-O O-O 10. Bg5 c6 11. Qf3 Be7 12. Rae1 Rb8 13. Nd1 Re8 14. h3 Be6
              15. Re2 c5 16. Rfe1 d4 17. Bf5 Bc4 18. Re5 Bb5 19. b3 Bd6 20. Rxe8+ Bxe8 21.
              Nb2 Bb5 22. a4 Ba6 23. Bd3 Bxd3 24. Nxd3 h6 25. Bh4 a5 26. Ne5 Rc8 27. Ng4 Be7
              28. Rxe7 Qxe7 29. Nxf6+ gxf6 30. Qg4+ Kh7 31. Qxc8 1-0



              jetzt folgt eine bekannte Remisvariante [Event "Asztalos Memorial 6th"]
              [Site "Miskolc"]
              [Date "1963.??.??"]
              [Round "6"]
              [White "Bilek, Istvan"]
              [Black "Honfi, Karoly"]
              [Result "1/2-1/2"]
              [ECO "C47"]
              [PlyCount "33"]
              [EventDate "1963.07.06"]
              [EventType "tourn"]
              [EventRounds "15"]
              [EventCountry "HUN"]
              [Source "ChessBase"]
              [SourceDate "1999.11.16"]

              1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 Nf6 4. d4 exd4 5. Nxd4 Bb4 6. Nxc6 bxc6 7. Bd3 d5 8.
              exd5 cxd5 9. O-O O-O 10. Bg5 c6 11. Qf3 Be7 12. Rae1 Rb8 13. Nd1 h6 14. Bxh6
              gxh6 15. Qe3 Bb4 16. Qxh6 Bxe1 17. Qg5+ 1/2-1/2




              und so sollte Weiß nicht spielen [[Event "Moscow-ch"]
              [Site "Moscow"]
              [Date "1945.??.??"]
              [Round "16"]
              [White "Bondarevsky, Igor"]
              [Black "Smyslov, Vassily"]
              [Result "0-1"]
              [ECO "C47"]
              [PlyCount "44"]
              [EventDate "1945.??.??"]
              [Source "ChessBase"]
              [SourceDate "1999.07.01"]

              1. e4 {C47: Four Knights' Game} e5 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 Nf6 4. d4 exd4 5. Nxd4 Bb4
              6. Nxc6 bxc6 7. Qd4 (7. Bd3 d5 8. exd5 cxd5 9. O-O O-O 10. Bg5 c6 11. Na4 Be6
              12. c3 Be7 13. Re1 Re8 14. b4 Nd7 15. Bxe7 Qxe7 16. Qd2 a5 17. b5 {1/2-1/2
              Almasi,Z-Shirov,A/Dortmund 1998 (17)}) 7... Qe7 8. f3 Bc5 $146 (8... d5 9. Bg5
              c5 10. Bb5+ Kf8 11. Qf2 d4 12. O-O-O dxc3 13. e5 h6 14. exf6 gxf6 15. Bf4 Be6
              16. Qe3 Rb8 17. a4 a6 18. Bxa6 c4 19. Qa7 cxb2+ 20. Kb1 Kg7 21. Qxc7 Qxc7 22.
              Bxc7 Ra8 (22... Ra8 23. Bxc4 Bxc4 24. Rd4 Rxa4 25. Rxc4 Ra1+ 26. Kxb2 Rxh1 27.
              Rxb4 Rc8 28. Bd6 Rc6 29. Rd4 f5 30. c4 Rg1 31. g4 Rf1 32. gxf5 Rxf3 33. Be5+ f6
              34. Bf4 Rc5 35. Bd6 Rcxf5 36. c5 Rg5 37. Rd2 Kf7 38. c6 Rb5+ 39. Kc2 Rb6 40. c7
              Rc6+ 41. Kd1 Rfc3 42. Bf4 Rc1+ 43. Ke2 R1c2 44. Rxc2 Rxc2+ 45. Kf3 h5 46. Kg3
              Rc4 47. Kf3 Ke6 48. Ke3 Kd5 49. Kd3 h4 50. Ke3 Re4+ 51. Kf3 Re8 52. Kg4 Ke4 53.
              Bd6 f5+ 54. Kxh4 f4 55. Kg5 f3 56. Bg3 Rc8 57. h4 Rxc7 58. Bxc7 f2 59. h5 f1=Q
              60. Bd8 Qf5+ 61. Kh6 Kf4 {0-1 Paulsen,L-Zukertort,J/Vienna 1882 (61)}) 23. Bxc4
              Bxc4 24. Rd4 Rxa4 25. Rxc4 Ra1+ 26. Kxb2 Rxh1 27. Rxb4 Rc8 28. Bd6 Rc6 29. Rd4
              f5 30. c4 Rg1 31. g4 Rf1 32. gxf5 Rxf3 33. Be5+ f6 34. Bf4 Rc5 35. Bd6 Rcxf5
              36. c5 Rg5 37. Rd2 Kf7 38. c6 Rb5+ 39. Kc2 Rb6 40. c7 Rc6+ 41. Kd1 Rfc3 42. Bf4
              Rc1+ 43. Ke2 {Paulsen,L-Zukertort,J/Vienna 1882/0-1 (57)}) (8... c5 9. Qe3 O-O
              10. Bc4 Bxc3+ 11. bxc3 Re8 12. Ba3 Nxe4 13. fxe4 Qxe4 14. Bxf7+ Kxf7 15. O-O+
              Kg8 16. Qxe4 Rxe4 17. Bxc5 {1/2-1/2 Zukertort,J-Bardeleben,C/Frankfurt 1887
              (17)}) 9. Qd3 Rb8 10. Na4 Bb4+ 11. c3 Bd6 12. Be3 O-O 13. O-O-O (13. Bxa7 $5
              Ra8 14. Qd4 $14) 13... Re8 14. Qc2 Nd5 {Black gets deadly initiative} 15. Bxa7
              Ra8 16. exd5 (16. Bd4 Bf4+ 17. Kb1 Ne3 18. Bxe3 Bxe3 $14) 16... Rxa7 17. dxc6
              dxc6 18. Bc4 (18. Bd3 h6 $14) 18... Qg5+ $11 19. Kb1 Bf5 20. Bd3 Bxd3 21. Rxd3
              Qb5 22. Rd4 Rea8 (22... Rea8 23. Rh4 h6 $19 (23... Rxa4 $6 24. Qxh7+ Kf8 25. c4
              $17)) 0-1




              und nun 3 Partien von mir

              [Event "Tschaturanga open"]
              [Site "?"]
              [Date "2013.05.13"]
              [Round "?"]
              [White "chessiscruel"]
              [Black "N.N"]
              [Result "1-0"]
              [ECO "C47"]
              [PlyCount "167"]
              [SourceDate "2012.07.02"]

              1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 Nf6 4. d4 exd4 5. Nxd4 Bb4 6. Nxc6 bxc6 7. Bd3 d5 8.
              exd5 cxd5 9. O-O O-O 10. h3 c6 11. Bf4 Bd6 12. Qf3 Rb8 13. b3 Be6 14. Ne2 c5
              15. Ng3 Bxf4 16. Qxf4 Rb4 17. Qe3 Qc7 18. Rae1 Rb6 19. Qg5 h6 20. Qc1 c4 21.
              Bf5 Nd7 22. Bxe6 Rxe6 23. Nf5 Nc5 24. Qb2 f6 25. Qd4 cxb3 26. Rxe6 Nxe6 27.
              Qxd5 Qf7 28. Nd6 Rd8 29. axb3 Qd7 30. Re1 Qxd6 31. Qxe6+ Qxe6 32. Rxe6 Rd1+ 33.
              Kh2 Rd2 34. c4 Rb2 35. Ra6 Rxb3 36. Rxa7 Rc3 37. Rc7 Kh7 38. f3 h5 39. Kg3 Rc2
              40. h4 Kg6 41. c5 Kf5 42. Rxg7 Rxc5 43. Rh7 Kg6 44. Rh8 Rc3 45. Kh3 Rb3 46. Kh2
              Rb2 47. Kh3 Rb4 48. g3 Rb3 49. f4 Ra3 50. f5+ Kxf5 51. Rxh5+ Kg6 52. Rb5 Rc3
              53. Ra5 Kh6 54. h5 Rb3 55. Kh4 Rc3 56. g4 Rc4 57. Kg3 Rc6 58. Kf4 Rc4+ 59. Kf5
              Rc6 60. Ra8 Rb6 61. Rg8 Kh7 62. Rg6 Rb5+ 63. Kxf6 Rb6+ 64. Kg5 Rb5+ 65. Kh4 Rb4
              66. Ra6 Rb5 67. h6 Rc5 68. g5 Rb5 69. Kh5 Rc5 70. Ra7+ Kg8 71. Re7 Rc6 72. Kg4
              Rb6 73. Kf5 Rb5+ 74. Re5 Rb6 75. g6 Rb8 76. Kf6 Rb6+ 77. Re6 Rb8 78. g7 Kh7 79.
              Kf7 Rb7+ 80. Re7 Rb8 81. Re8 Rb7+ 82. Ke6 Rb6+ 83. Kd5 Rg6 84. Rh8# 1-0



              [Event "Wiener Landesmeisterschaft"]
              [Site "?"]
              [Date "2013.09.12"]
              [Round "?"]
              [White "chessiscruel"]
              [Black ", Tobias"]
              [Result "1-0"]
              [ECO "C47"]
              [Annotator "Doe,John"]
              [PlyCount "55"]
              [SourceDate "2012.07.02"]

              1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 Nf6 4. d4 exd4 5. Nxd4 Bb4 6. Nxc6 bxc6 7. Bd3 d5 8.
              exd5 cxd5 9. O-O O-O 10. Bg5 c6 11. Na4 Re8 12. c4 Bb7 13. c5 (13. Qb3 Qe7 14.
              a3 (14. Bxf6 gxf6 15. Bf5 h6 16. Qg3+ Kh8 17. Qf4 Qf8 18. c5 Ba5 19. b4 Bd8)
              14... Ba6) 13... Ba5 14. Qf3 Bc8 15. Bxf6 Qxf6 16. Qxf6 gxf6 17. a3 Bc7 18. b4
              Rb8 19. Nc3 Be5 20. Rfc1 a5 21. Rab1 axb4 22. axb4 Bxc3 23. Rxc3 Rxb4 24. Rxb4
              Re1+ 25. Bf1 Ba6 26. Rg3+ (26. h4) 26... Kf8 27. Rb8+ Ke7 28. Re3+ 1-0



              [Event "Betriebe"]
              [Site "?"]
              [Date "2014.01.16"]
              [Round "?"]
              [White "chessiscruell"]
              [Black "Dr.Z."]
              [Result "1-0"]
              [ECO "C47"]
              [Annotator "Doe,John"]
              [PlyCount "61"]
              [SourceDate "2012.07.02"]

              1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 Nf6 4. d4 exd4 5. Nxd4 Bb4 6. Nxc6 bxc6 7. Bd3 d5 8.
              exd5 cxd5 9. O-O O-O 10. Bg5 c6 11. Na4 Bd6 12. Qf3 Be5 13. Rfe1 Qd6 14. h3 Bd7
              15. Nc5 (15. c4 Rfe8 16. Rad1) 15... Bxb2 (15... Rfe8 16. Rxe5 Rxe5 17. Bxf6
              gxf6 18. Qg3+ Kf8 19. Bxh7 Rae8 20. Nd3) 16. Nxd7 Nxd7 (16... Qxd7 17. Rab1 Ba3
              18. Bxf6 gxf6 19. Qh5 f5 20. Bxf5) 17. Be7 Qh6 18. Rab1 Rfb8 19. Qf5 Nf8 (19...
              Nf6 20. c4 dxc4 21. Bxc4) 20. Bg5 Qh5 21. g4 Qg6 (21... Qxh3 22. Re3 g6 23.
              Rxh3 gxf5 24. Bxf5 Bg7 25. Re1 Rb2 26. Re7 (26. a3 Ng6 27. Kg2 Rab8 28. Reh1
              Ra2 29. Rxh7 Rxa3 30. R7h3 Ra4 31. Re1 a5)) 22. Qf4 f5 23. Bxf5 Qf7 24. Re7 Ng6
              25. Qd6 Qf8 26. Bxg6 hxg6 27. Qe6+ Kh7 28. Rf7 Qc5 29. Bf6 Bxf6 30. Rxb8 Rxb8
              31. Qxf6 1-0

              ich will diese Welt weder bewerten ,noch beweinen,ich will sie so verstehen,wie sie ist

              (Baruch Spinoza)

              Kommentar


                #8
                AW: Schottisches Vierspringerspiel

                Zitat gelöscht. Wenn sich auf einen Beitrag als Ganzes bezogen wird, bitte nicht zitieren. Das wirkt sonst störend. Ein einfaches @User reicht.
                Kiffing


                eine nette paretie gegen dr Z !!

                Kommentar


                  #9
                  AW: Schottisches Vierspringerspiel

                  Naja objektiv gesehen war die Partie gegen Dr z. nicht wirklich korrekt
                  ich will diese Welt weder bewerten ,noch beweinen,ich will sie so verstehen,wie sie ist

                  (Baruch Spinoza)

                  Kommentar


                    #10
                    AW: Schottisches Vierspringerspiel

                    Um das mal wieder zu beleben, hier eine blitzpartie von mir. Nichts grossartiges, aber mein gegner war doch ein NM (national master), und die partie zeigt wie schnell es gehen kann.

                    [Event "Rated Blitz game"]
                    [Site "https://lichess.org/J0vaeCJr"]
                    [Date "2017.07.04"]
                    [Round "-"]
                    [White "Zapp_Brannigan"]
                    [Black "AA8128"]
                    [Result "1-0"]
                    [WhiteElo "1947"]
                    [BlackElo "2062"]
                    [ECO "C47"]
                    [UTCDate "2017.07.04"]
                    [UTCTime "07:29:30"]
                    [WhiteRatingDiff "+15"]
                    [BlackRatingDiff "-15"]
                    [BlackTitle "NM"]
                    [Variant "Standard"]
                    [TimeControl "300+3"]
                    [Opening "Four Knights Game: Scotch Variation Accepted"]
                    [Termination "Normal"]
                    [Annotator "lichess.org"]

                    1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Nc3 Nf6 4.d4 exd4 5.Nxd4 Bb4 6.Nxc6 bxc6 7.Bd3 d5 8.
                    exd5 cxd5 9.O-O O-O 10.h3 c6 11.Qf3 h6 12.Bf4 Be6 13.Ne2 c5 14.c3 Ba5 15.
                    Rfe1 d4 16.Rad1 Qb6 17.Bxh6 Ne8 18.Qe4 f5 19.Qxa8 gxh6 20.Nf4 Bxa2 21.Rxe8
                    1-0
                    Zitat von Sam Collins
                    I think people need to emphasise skills over knowledge. It's no good playing 30 moves of Dragon theory if you blunder on move 31. The fact that modern tournaments can be watched with engines creates a false impression that chess is easy, and players often forget to work on basic skills like calculation.

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                      #11
                      AW: Schottisches Vierspringerspiel

                      Zitat von Zapp Brannigan Beitrag anzeigen
                      Das schottische 4SS ist eine eröffnung, welche sowohl von lonny wie auch mir (sogar mit beiden farben) gerne gespielt wird. Auf höherem niveau wird es gerne als remis-waffe benutzt, aber auf unserem sterblichen niveau ist es eine gute eröffnung und einfach zu verstehende eröffnung. Hier ist die hauptstellung:

                      Folgende merkmale können aufgelistet werden:
                      • Offene stellung --> Viele taktischen möglichkeiten überall
                      • Schnelle entwicklung beidseitig --> ja nicht ins hintertreffen geraten!
                      • Weiss hat die besser bauernstruktur (2 inseln für weiss, 3 inseln für schwarz), schwarz hat das schwache feld c5 aber Schwarz hat den einzigen zentrumsbauern

                      Bis vor ein paar jahren ist in dieser stellung nur der zug 10.Bg5 gespielt worden. darauf muss schwarz seinen d-bauer schützen, entweder mit c6 oder Be6. Be6 wird als leicht schwächer angesehen, weil der läufer sich zu früh auf eine passive rolle einlässt und mit dem manöver Ne2-d4 angegriffen werden kann.
                      Früher war die idee, nach c6 11.Qf3 zu spielen. Nach Be7 12.Rae1 hat weiss eine ernstzunehmende initiative. Aber später hat schwarz herausgefunden, dass die drohende verdopplung der f-bauern gar kein problem ist, das daruas gewonnen läuferpaar wiegt den schaden auf, seit dem wird auf 11.Qf3 mit Bd6, Rb8 oder sogar ganz simpel h6 geantwortet, wonach schwarz zumindest theoretisch keine probleme mehr hat.
                      Aus diesem grund wurden später 2 neuer pläne entwickelt im 11ten zug, entweder 11.Ne2, mit der idee am königsflügel zu spielen, z.bsp. mit springerüberführung über d4/g3 nach f5, oder 11.Na4, mit der idee gegen das feld c5 zu spielen. Ebenfalls eine wichtige idee ist in beiden variante der brechzug c2-c4, um einen schwachen bauern auf d5 festzulegen. Falls schwarz dies verhindert, wird öfters c3 und sogar b4 gespielt, um die schwarzen felder am königsflügel festzulegen.
                      Es stellte sich heraus, dass die beiden springer-züge zwar mehr erhoffen lassen als der damenzug, aber schwarz jedesmal sehr aktive figuren bekomm mit zügen wie h6, Re8, Rb8, Bg4, Rb4 und ein gut getimeten c6-c5, d5-d4 kann schwraz oft die initiative geben. Es bleibt ein spiel bei welchem beide seite gleiche chancen haben, weiss (vor allem in der Na4-variante) eher statische, schwarz eher dynamische.
                      2012 hat dann Kramnik dann den zug 10.h3 anstelle von 10.Bg5 auf höchstem niveau eingeführt, nämlich gegen Aronian. Der zug ist keine neuerung an sich, da bereits über 100 jahre vor ihm ein gewisser Tinsley diesen zug gegen Lasker spielte, aber seit dem hat das nie mehr gespielt. Der zug ist seit dem sehr gross im kommen auch bei sehr starken GMs und hat den zug 10.Bg5 fast abgelöst.
                      Die idee hinter dem zug ist es, dass das feld g5 gar nicht so toll ist, er kann mit h6 und danach Rb4 unangenehm angegriffen werden, und oft wird der läufer später sowieso nach f4 zurückgenommen. Weiss würde gerne den läufer nach f4 stellen und die dame nach f3, aber wenn er es direkt macht ist Bg4 immer ein problem, deshalb wird dieser zug zuerst verhindert. Sobald die dame auf f3 steht, greifft sie auch den bauern auf d4 an,weshalb schwraz oft als antwort nach 10.h3 doch c6 spielt. Danach ist das weisse spiel klar, er spielt die dame nach f3 und den läufer nach f4. oft muss schwarz die schwarfeldrigen läufer tauschen mit Bd6, weil sonst gar kein gegenspiel mit Rb8 möglich ist, was ein eingestädnis ist, ist doch der schwarzfeldrige läufer der gute läufer von schwarz. der weisse springer auf c3 kann entweder nach e2 oder nach a4 gehen, je nachdem ob weiss lieber am damenflüge oder am königsflügel spielt, und natürlich auch in funktion der schwrazen aufstellung. die GM-partien zeigen dass fast alle ihren springer nach e2 nehmen, das feld scheint flexibler zu sein.


                      [Event "?"]
                      [Site "?"]
                      [Date "????.??.??"]
                      [Round "?"]
                      [White "?"]
                      [Black "?"]
                      [Result "*"]

                      1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Nc3 Nf6 4.d4 exd4 5.Nxd4 Bb4 6.Nxc6 bxc6 7.Bd3 d5 8.
                      exd5 cxd5 9.O-O O-O 10.Bg5
                      ( 10.h3 c6 11.Qf3 Rb8 12.Bf4 Bd6 13.b3 )
                      10...c6 11.Qf3
                      ( 11.Ne2 )
                      ( 11.Na4 )
                      11...Be7
                      ( 11...Bd6 )
                      ( 11...Rb8 )
                      ( 11...h6 )
                      12.Rae1 *
                      hi spielst du das immer noch ? müsen das mal wieder bei chesmail nach meinem turnier ( http://www.schachclub-bayer-leverkus...1&limitstart=2 ) auf chessmail testen wenn du magst ? und hier gemeinsam analysieren !gruss dat mattmonster( ex Lonny )
                      Zuletzt geändert von Mattmonster; 23.08.2017, 13:02. Grund: wichtiger zusatz 2017

                      Kommentar


                        #12
                        AW: Schottisches Vierspringerspiel

                        p.s wo liegt der Vorteil vom schotischen 4 spriger zum einfachen schotisch?

                        ps.ps wie treiniert oder übt ihr das aus nutzen von entwicklungs vorsprung ( auch auf kosten eines Bauern ?)

                        Kommentar


                          #13
                          AW: Schottisches Vierspringerspiel

                          Ja, spiele ich immer noch, irgendwas muss man ja spielen :-)

                          Der vorteil gegenüber dem normalen schottisch mit 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4 ist, dass nach 3.Sc3 Sf6 4.d4 schwarz weniger optionen hat.

                          Die Frage liegt vor allem bei 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4 exd4 4.Sxd4 Sf6, falls du hier 5.e5 spielen willst, geht nur die 3.d4-zugfolge. willst du sowieso 5.Sc3 spielen, kannst du auch mit 3.Sc3 anfangen, und musst dir keine sorgen mehr um 4...Df6, 4...Dh4, 4...Lc5 und 4...Lb4+ machen. Einzig 3.Sc3 Sf6 4.d4 Lb4 solltest du noch anschauen, das ist eine scharfe gambit-variante, sollte man kennen.
                          Zitat von Sam Collins
                          I think people need to emphasise skills over knowledge. It's no good playing 30 moves of Dragon theory if you blunder on move 31. The fact that modern tournaments can be watched with engines creates a false impression that chess is easy, and players often forget to work on basic skills like calculation.

                          Kommentar


                            #14
                            AW: Schottisches Vierspringerspiel

                            Über Geschmack soll man bekanntlich nicht streiten, aber ich halte das Schottische Vierspringerspiel für keine gute Eröffnung.

                            GM Luc Winants hat es mir gegenüber einfach nur als “schwach” bezeichnet.

                            In der Datenbank von Chesstempo habe ich mal geschaut, wobei ich gefiltert habe (2200 + vs 2200 +). Das mache ich gerne, da in meinen Augen nur Partien ab einer gewissen Spielstärke etwas über den Wert einer Eröffnung aussagen.
                            Mit dem Hauptzug 4...exd4 erzielt Weiβ 50 % der Punkte und fast 56 % der Partien enden remis.
                            Mit der Alternative 4...Lb4, die schon Morphy gespielt hat, erzielt Schwarz sogar einen Plusscore; allerdings enthält die Datenbank nur 377 Partien mit diesem Zug, was für statistische Überlegungen wenig ist: https://chesstempo.com/gamedb/opening/561

                            Ein ehemaliger Mannschaftskamerad von mir, der nahezu den selben Elo wie ich hatte, spielte es aus Angst vor strategischen Komplikationen. Er sagte ganz offen, dass Schwarz gegen die Variante, welche er ausschlieβlich spielte (11.Df3), mit 11...h6 sofort Remis erzwingen konnte, da er dann immer den bekannten Remiszug 12.Lxh6 wählte.
                            Sobald er in einem Open mit Weiβ gegen einen deutlich schwächeren Gegner das Schottische Vierspringerspiel aufs Brett bekam, war ihm die Angst ins Gesicht geschrieben, dass dieser dies wissen/spielen könnte.
                            Wir glaubten alle im Verein, dass seine Angst ihn darin gehindert hat, mehr aus seinen Fähigkeiten zu machen.

                            Kein Wunder, dass diese Eröffnung ab einem gewissen Niveau so selten gespielt wird; wenn, dann als Überraschungswaffe.

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                              #15
                              AW: Schottisches Vierspringerspiel

                              Ein weiterer Grund, weswegen ich keine hohe Meinung von dieser Eröffnung habe, die man durchaus gelegentlich spielen kann, aber besser nicht ständig.
                              Seit vielen Jahren gebe ich Schachunterricht und am Samstag ist mit einer Gruppe genau dieses Thema zur Sprache gekommen:

                              Das Schottische Vierspringerspiel hat den (vorläufigen!) Vorteil, die Theorie sehr einzuschränken. Sollte Schwarz Russisch anbieten (1.e4 e5 2.Sf3 Sf6) wird er nach 3.Sc3 keine bessere Möglichkeit als 3...Sc6 haben.
                              Dies kann für SpielerInnen, die mit Turnierschach anfangen, verlockend sein.

                              Das groβe Manko dieser Eröffnung besteht in ihrem Mangel an Reichhaltigkeit/Komplexität: sie ist zu einfach, "inhaltsleer". Dies ist der Grund für die sehr hohe Remisquote; beiden Farben fällt es schwer, die Stellung zu verkomplizieren und so auf Gewinn spielen zu können.

                              SpielerInnen, die wirklich Fortschritte machen wollen, werden - zumindest recht schnell - mit der Notwendigkeit konfrontiert werden, reichhaltigeres, komplexeres, interessanteres Schach zu spielen. Wie wollen sie sonst mehr über Schach lernen? Ihren Horizont erweitern?

                              Sollten sie 1.e4 e5 2.Sf3 bevorzugen, wird nach 2...Sc6 auf Dauer kein Weg an 3.Lb5 (Spanisch) vorbeiführen, was zu sehr reichhaltigen Stellungen führt.
                              Capablanca hat einmal gesagt, dass man die Stärke eines Spielers an seiner Behandlung der Spanischen Partie ermessen kann.

                              SpielerInnen, die zu lang an einer Eröffnung wie dem Schottischen Vierspringerspiel festhalten, werden in ihrer schachlichen Entwicklung gebremst werden bzw. sie bremsen sich selber.

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                                #16
                                AW: Schottisches Vierspringerspiel

                                In vielen Punkten stimm ich dir zu. Das schottische vierspringerspiel hat nur eine hauptvariante, wobei ich (a) 11.Sa4 resp. 10.h3 spiele und (b) 11.Df3 h6 aber auch nicht als "sofort Remis" bezeichnen würde (wenn auch nicht sonderlich interessant), was bei wiederholtem Spielen doch eher langweilig resp. einschrenkend für die schachliche entwicklung wäre.

                                Würde ich öfters gegen 1.e4 e5 spielen müsse/können/dürfen, würde ich wohl auch entweder die varianten variieren (es gibt noch andere vierspringer-spiele) oder schottisch oder spanisch spielen (aber nicht die d3-italiener oder -spanier, damit kann ich nichts anfangen). Auch der g3-wiener wird von verschiedenen GMs gerne gespielt und sieht interessant aus. Aber das ist halt nicht der Fall. Über 50% meiner partien sind Sizilianer, weitere 20% franzosen und fast gleich viele skandinavier. Kommt wohl sowohl auf die Region wie auch auf die Spielstärke drauf an, aber ich bekomm sozusagen nie 1.e4 e5 auf das Brett, und da ist es halt viel ökonomischer, nur eine hauptvariante kennen zu müssen.
                                Zitat von Sam Collins
                                I think people need to emphasise skills over knowledge. It's no good playing 30 moves of Dragon theory if you blunder on move 31. The fact that modern tournaments can be watched with engines creates a false impression that chess is easy, and players often forget to work on basic skills like calculation.

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                                  #17
                                  AW: Schottisches Vierspringerspiel

                                  Das sind grundsätzliche Fragen, die jeder Spieler für sich selber beantworten muss: Wieviel will ich im Schach erreichen? Will ich versuchen, mein Potential voll auszuschöpfen? Wieviel Zeit will/kann ich in Schach investieren?

                                  Solltest Du anfangen, Dich mit Spanisch zu befassen oder - noch besser - es zu spielen, wirst Du ein besserer Spieler werden. Der Aufwand lohnt sich; ich spiele es nur mit Schwarz, da ich ein 1.d4-Spieler bin, aber immerhin. Wenn ich mein Schachleben noch einmal leben könnte, hätte ich früher mit 1...e5 begonnen (es liegt mir einfach auch besser als 1...c5, aber im Nachhinein ist man immer schlauer).

                                  Was die Häufigkeit der verschiedenen Eröffnungen angeht: Je stärker Du wirst (und somit deine Kontrahenten), desto häufiger werden deine Gegner auf 1.e4 mit 1...e5 antworten.

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                                    #18
                                    AW: Schottisches Vierspringerspiel

                                    Ich spiel ja spanisch mit schwarz, ganz falsch mach ich es also nicht :-P
                                    Zitat von Sam Collins
                                    I think people need to emphasise skills over knowledge. It's no good playing 30 moves of Dragon theory if you blunder on move 31. The fact that modern tournaments can be watched with engines creates a false impression that chess is easy, and players often forget to work on basic skills like calculation.

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                                      #19
                                      AW: Schottisches Vierspringerspiel

                                      Als 1.d4-Spieler spiele ich nur reichhaltige, prinzipielle Varianten, was mir auch sehr gut getan hat; das hat einfach mein allgemeines Schachverständnis verbessert (im Blitz - sehr selten - mache ich mal eine Ausnahme).
                                      Damenbauernspiele (ohne c4) sind wirklich nicht mein Ding.

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