Alexander Aljechin hatte wie seine großen Vorgänger Wilhelm Steinitz, Emanuel Lasker und Jose Raul Capablanca ein klares Konzept als Weltmeister und damit ebenfalls auf die Entwicklung des Schachs einen großen Einfluß. Als er 1923 in Karlsbad teilnahm, wurde er geteilter Erster (mit Boguljubow und Maroczy), verlor aber auch dreimal gegen relativ schwächere Spieler.

Hier entwickelte er gegenüber Wiener Journalisten sein schachliches Credo (aus Kasparov, Meine großen Vorkämpfer, Band 2, Edition Olms 2006, S. 181):

Ich spiele nicht Schach, ich kämpfe Schach. Deshalb verbinde ich Taktisches mit Strategischem, Fantastisches mit Wissenschaftlichem, Kombinatorisches mit Positionellem, um so in einer konkreten Situation immer adäquat antworten zu können
Gegen Rubinstein in demselben Turnier blitzten diese Prinzipien auf. Ein für Aljechin typisches Spiel auf dem ganzen Brett, ein schneller Schwenk auf den Königsflügel und ein tödlicher Köningsangriff, das war Aljechins Spiel. Und sein Gegner war immerhin der große Akiba Rubinstein...

[Event "Karlsbad"]
[Site "Karlsbad CZE"]
[Date "1923.04.30"]
[EventDate "1923.04.28"]
[Round "1"]
[Result "1-0"]
[White "Alexander Alekhine"]
[Black "Akiba Rubinstein"]
[ECO "D64"]
[WhiteElo "?"]
[BlackElo "?"]
[PlyCount "63"]

1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nf3 Nf6 4. Nc3 Be7 5. Bg5 Nbd7 6. e3 O-O
7. Rc1 c6 8. Qc2 a6 9. a4 Re8 10. Bd3 dxc4 11. Bxc4 Nd5
12. Bf4 Nxf4 13. exf4 c5 14. dxc5 Qc7 15. O-O Qxf4 16. Ne4
Nxc5 17. Nxc5 Bxc5 18. Bd3 b6 19. Bxh7+ Kh8 20. Be4 Ra7 21. b4
Bf8 22. Qc6 Rd7 23. g3 Qb8 24. Ng5 Red8 25. Bg6 Qe5 26. Nxf7+
Rxf7 27. Bxf7 Qf5 28. Rfd1 Rxd1+ 29. Rxd1 Qxf7 30. Qxc8 Kh7
31. Qxa6 Qf3 32. Qd3+ 1-0