Eine spektakuläre Ernennung bewegt die Schachwelt. Garri Kasparov ist von der Menschenrechtsorganisation UN Watch mit dem Morris B. Abram Preis ausgezeichnet worden. Der Menschenrechtspreis wurde ihm für "seinen langen und gewaltfreien Kampf für die Menschenrechte in Rußland" verliehen. Damit wird sein beharrliches Eintreten für die Menschenrechte in Rußland gewürdigt und gerät in den Fokus nicht nur der Schach-, sondern auch der Weltöffentlichkeit.

Was hat diese Auszeichnung nun für Folgen? Auf jeden Fall dürfte sie Kasparovs Chancen für seine Kandidatur zur Wahl des FIDE-Präsidenten erhöhen. Seine Popularität nimmt weiter zu. Auch dürfte die Schachwelt bei diesen Wahlen eine Polarisierung erwarten. Die Situation ist klar. Auf der einen Seite steht ein FIDE-Präsident, der sich mit Tyrannen wie Saddam Hussein, Muammar al-Gaddafi und Baschar al-Assad trifft. Auf der anderen Seite steht ein Mann, welcher der Tyrannei entschlossen den Kampf angesagt hat. Die Präsidentenwahl des Weltschachbundes wird zum Politikum.

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