Eine Angst vor Betrug durch die immer besseren und kleineren technischen Geräte grassiert derzeit in der Schachwelt. Doch auch im Problemschach kann mitunter betrogen werden. Ein gewisser Claus-Dieter Schoschies nutzte dabei dieses Genre, um sich selbst aufgrund falscher Fakten eine Legendengeschichte zuzudichten, die so nicht stattgefunden hatte. Motiv dieser Scharlatanerie scheinen dabei weniger materielle, als vielmehr narzißtische Gründe gewesen zu seinen. Er wollte seinen Namen in den Geschichtsbüchern von Genies verewigt werden sehen.

Wie er das angestellt hatte, wie der ganze Schwindel aufflog und wie darauf reagiert wurde, erfahrt in diesem sich mit diesem interessanten Fall von Scharlatanerie befassenden Artikel der Süddeutschen Zeitung. Wie die Süddeutsche schrieb, erinnert der Fall gar an die historische Groteske des Hauptmanns von Köpenick.