Utz Thimm hat sich auf die Spurensuche des Schachs gemacht und kommt zu dem Schluß, daß das Schachspiel um 630 n. u. Z. in Indien entstanden ist. Bisherige Forschungen zu diesem Thema waren sich ja unsicher und schlossen Persien und China in den Kreis der Kandidaten mit ein. Sein Beitrag zur Schachgeschichte ist durchaus interessant. Viele auch kulturelle Aspekte des Schachs am Anfang seiner Genesis werden ausgewertet. So schreibt er über den ursprünglichen Zweck des Schachspiels:

Das Schachspiel war ursprünglich eine Sandkastenübung in der Ausbildung indischer Soldaten
Es hat viele Gemeinsamkeiten mit dem damaligen Heer gehabt. So waren die Läufer die Elefanten, die Türme die Kampfwagen, die Reiter die Springer und die Fußsoldaten die Bauern. Die Dame, die den König beschützte, war der Berater. So wird dieser Spielstein auch heute noch in Indien genannt.

Auch die Parallelen des Schachs mit den damals üblichen indischen Gepflogenheiten bei der Schlacht waren gegeben. So schreibt Thimm:

Aus den altindischen Schriften geht hervor, dass der König bei Schlachten zwingend anwesend sein musste. Das Ziel einer Schlacht war, den gegnerischen König entweder gefangen zu nehmen oder zu töten. Dem König zur Seite stand immer ein Berater, jemand, der sich in Kriegstheorie auskannte. Aus dem Berater ist später die Dame geworden. Das, was wir heute die Dame nennen, die ja nun alle Schrittmöglichkeiten hat, durfte damals nur ein Feld schräg gehen, musste sich immer in der Nähe des Königs und zu dessen Schutz bewegen.
Die Tatsache, daß Indien, das Mutterland des Schachs, wieder erstarkt ist, dürfte darauf hindeuten, daß das Land zurück zu seinen Wurzeln gefunden hat. Neben Anand stehen bereits hoffnungsvolle Talente in Lauerstellung und warten auf ihre große Stunde,

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