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Thema: Nicht alle Bauernendspiele sind einfach

  1. #1
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    Nicht alle Bauernendspiele sind einfach

    Von wegen, Bauernendspiele sind einfach. In diesem Bauernendspiel hat Weiß nur einen gedeckten Freibauern und sonst eigentlich nichts vorzuweisen. Ein Durchbruch z. B. ist offensichtlich nicht möglich. Und wer im Schach nur solides Handwerk zu leisten imstande ist, wird auch über ein Remis nicht hinauskommen. Es gibt aber noch Ideen der kreativen Sorte, wie Weiß die schwarze Abwehr bezwingen kann. Wer kann hier sagen, wie Weiß den Gewinn erzielen kann?

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  2. #2
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    AW: Nicht alle Bauernendspiele sind einfach

    Diese schwierige Aufgabe paßt nicht zur Jahreszeit!

    Mein Tipp wäre ja "ungewinnbar", aber Du behauptest glatt das Gegenteil.

    Edit: Ein (nicht funktionierender) Plan


    Weiß bringt den König nach d4, spielt danach e4-e5, Schwarz schlägt auf e5 oder zieht d6-d5, Weiß nutzt in einer Stellung wKd4, sKb6 seine Reservetempo h3-h4 und dringt nach c5 vor,weißes b5-b6 kannvon Schwarz aber mit d5-d4 oder e6-e5 gekontert werden.
    Anderer Versuch Eindringen Richtung f7 nach vorherigem e4-e5. Wenn Schwarz aber mit d6-d5 reagiert, sehe ich hier auch kein Weiterkommen.

    Geändert von zugzwang (24.07.2013 um 22:47 Uhr)

  3. #3
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    AW: Nicht alle Bauernendspiele sind einfach

    Nur eine Idee, nicht einmal ein richtiger Plan...


    Vielleicht den weißen E-Bauern opfern, damit der schwarze König sich zur Verteidigung des ehemaligen schwarzen D-Bauerns weiter vom weißen B-Bauern entfernen muss.

    Ich finde da aber nichts forciertes...

    http://musescore.com/tobefree

    Zitat Zitat von derair
    also ich hab jetztd en internet explorer 9 und der ist toll
    der ist viel übersichtliger geworden und íst viel besser als fire fox
    "Alle aussteigen, wir klauen jetzt einen A380."

  4. #4
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    AW: Nicht alle Bauernendspiele sind einfach

    Hab auch keine wirklich forcierende Variante...



    Am Königsflügel tut sich nichts, also muss der König über den Damenflügel rein und f7 schlagen. Dafür muss er sein Reservetempo richtig einsetzen und den Bauern b6 opfern.
    Problem: Schwarz kann einen Freibauer bilden.

    1.Kf4 Kb6

    1. .. e5+? 2.Ke3 d5 3.exd5 Kxd5 4.Kd3 Kc5 5.Ke4 Kd6 6.b6! Kc6 7.Kxe5 Kxb6 8.Kd6 +-
    1. .. d5 2.exd5 exd5?? 3.Ke5! d4 4.Ke4 +-
    1. .. d5 2.exd5 Kxd5! 3.h4 Kd6 4.Ke4 Kd7 5.Ke5 Kc7 6.Kd4! Kb6 7.Kc4 Kc7 8.Kc5 Kb7 weiter bin ich nicht gekommen, da 9.Kd6 und 10.Ke7 den e6-Bauern erlaubt zur Dame überzugehen

    2.Ke3 Kc5 3.Kd3 Kb6 4.Kc4 Kb7
    Hier fehlt mir jetzt der konkrete Gewinnplan. e5 klappt nicht (auch wenn der König auf d4 steht) wegen d5! mit gedeckten Freibauern. Ein Bauernopfer b6 mit der Idee a5 zu holen, ist auch nicht seht erfolgsversprechend.



    PS: Wer bitteschön behaupten, Bauernendspiele seien einfach?
    Philosophie über einen Donut:
    Der Optimist sieht den Donut, der Pessimist das Loch!


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  5. #5
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    AW: Nicht alle Bauernendspiele sind einfach

    Interessanterweise kommt zugzwang der Gewinnstrategie mit seiner ersten Strategie schon sehr nah.

    Die Gewinnstrategie basiert tatsächlich auf das Opfer des Be4s zur rechten Zeit und dem Motiv des Austempierens, wonach der weiße König den schwarzen König immer mehr abdrängt und so in die Schlüsselregionen eindringt. Nur die Technik der Schaffung eines potentiellen Freibauerns fehlt noch. Hier die studienhaft anmutende Lösung aus der Partie Nedeljikovic – Volpert, Belgrad 1961:

    51. h4! Kb6 52. h5! Kc5 53. h6! Kb6 54. Kf4 Kc5 55. Ke3 Kb6 56. Kd4 Kb7 57. e5! d5 58. Kc5 Kc7! 59. b6+ Kb7 60. Kd6! d4 61. Ke7 d3 62. Kxf7 d2 63. Kg8 d1D 64. f7 Dxa4 65. f8D Db3 66. Kxh7 1-0


    Um hier zum Sieg zu kommen, muß man also mehrere Schlüsseltechniken miteinander kombinieren.

    Zitat Zitat von hako
    PS: Wer bitteschön behaupten, Bauernendspiele seien einfach?
    Der Slogan, alle Bauernendspiele sind einfach, ist eigentlich weniger eine konkrete Behauptung eines bestimmten Spielers, sondern eher einer der typischen running gags in der Schachwelt. Vergleiche etwa mit „alle Turmendspiele sind Remis“ oder „alle Russen sind Remis“. Auch nett, im Sizilianer gewinnt Schwarz, wenn er die ersten 30 Züge übersteht.
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  6. #6
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    Nicht alle Bauernendspiele sind einfach - wie wahr, wie wahr!!

    Die Temperaturen sind ja teilweise schon auf winterliche 19,5 ° C gesunken.
    Da kann man dem Geist beinahe schon wieder mit "einfachen" Bauernendspielen einheizen.

    Das folgende Beispiel ist in Konikowski/Schulenburg "Testbuch der Endspieltechnik" Beyer 1987 angesprochen.

    Weiß zieht und die Autoren fragen, ob

    • W verloren ist,

    • besser steht mit entfernten Siegesaussichten

    • oder die Stellung einfach ausgeglichen ist.





    Wenn ich mich nicht sehr täusche und olle Ängie Leidt mich auch nicht enttäuscht, dann gibt es zur Lösungsbesprechung und zur Partiefolge noch ein paar Ergänzungen zu machen.

    Die Aufgabe findet sich übrigens auch in Koblenz Buch "Schachtraining - Der Weg zum Erfolg", das zig Auflagen bei de Gruyter erlebte (1. Auflage 1967).
    Hier übrigens bereits am Ende der "1. Übungstunde" als 4. Aufgabe des 1. "Praktikums" ("nur" Endspielthemen!).

    Immer wieder erstaunlich, wie zeitlos, gut und anspruchsvoll dieser Trainingskurs (16 "Stunden") war und ist!
    Geändert von zugzwang (09.08.2013 um 19:29 Uhr) Grund: ergänzt

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