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Thema: Neues (und Altes) von der Plantage

  1. #1
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    Neues (und Altes) von der Plantage

    Das Kürzel BRD hinterläßt bei mir einen unangenehmen Geschmack, wie ich an anderer Stelle schon schrieb.
    Aktuelle und zurückliegende Entwicklungen in Deutschland und in der EU führen aber dazu, daß ich diesen Begriff wieder aufnehme. Und zwar in dem Sinne wie er von vielen kommentierenden Bürgern häufiger verwandt.
    Bananenrepublik Deutschland ist der Begriff, mit dem nicht ganz so sprachlose Bürger - immer noch eine viel zu große Minderheit selbst unter den Unzufriedenen - die Zu- und Umstände beschreiben, die in Deutschland herrschen.

    Die Mißstände sind groß und vielfältig.
    Dabei ist der Maßstab nicht der Fremdvergleich mit den "Präsidialdemokratien" weiter östlich oder den Diktaturen etlicher Schwellen-oder Entwicklungsländer sowie megareicher Scheichtümer.
    Der Maßstäb sind die eigenen Ansprüche und Ziele laut Verfassung, die da immer noch Grundgesetz heißt und über die weiterhin das deutsche Volk noch nicht abstimmen durfte.
    Wahrscheinlich kommt die Abstimmung darüber erst in grauschwarzen Zeiten, nachdem die Verfassungswerte und die dahinterstehenden realen Werte der volkswirtschaft durch eine dekadente Politik, gierige Wirtschaftsführer - auch außerhalb Deutschlands! und immer noch viel zu bequeme und teilnahmslose Bevölkerungsteile verwildert und verrottet sind.

    Ich habe bei mir selbst festgestellt, wie schnell Mißstände wieder in Vergessenheit geraten, weil die nächste Krise, der nächste Skandal schon wieder ruchbar sind.
    Dazu kommt die professionelle Glättung vieler Vorgänge in den Mainstreammedien, durch das Hülsengestammel und Nebelwerfen vieler Politiker, durch stehengelassene und zu selten angemessen kommentierte Lügen, Halbwahrheiten und Tatsachenverdrehungen.

    Deshalb werde ich hier sammeln, was mir so auffällt und aufstößt.

    Es ist wahr, daß die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ARD und ZDF verglichen mit dem Staatsfernsehen eines Putin oder Berlusconi oder den mächtigen Privatsendern irgendwelcher US-Milliardärsgruppen (z. B. FOX News)
    fast Heilige sind und tatsächlich noch einige informativ-investigativ-kritische Formate außerhalb der bevorzugten Sendezeiten anzubieten haben.
    Aus meiner Sicht befinden sie sich aber in einer Gesamtschau in einem Sinkflug.
    Das kann auch daran liegen, daß Staatsferne bei beiden Sendern über Intendantenwahl und Fernsehrat mehr als zweifelhaft ist.

    Beispielhaft siehe man hier zum laufenden Verfahren:

    http://www.spiegel.de/kultur/tv/bund...-a-931936.html

    Bei den in der Päsenz kräftig angewachsenen Talkrunden habe ich den Eindrcuk, daß sie eher Ventil- und Übermalfunktionen erfüllen, als tatsächlich Information, Meinungsaustausch und sachgerechte Auseinandersetzung mit Argumenten bieten.

    Die Lenker der Demokratie wissen ganz genau - und das ist ihr Vorteil gegenüber Diktatoren -, daß das Unmut und Luft ablassen viel Dampf aus einem skandalösen Thema nimmt.
    An mir selbst kann ich sehr gut beobachten, wie diese Ventilfunktion ausreicht, daß man sich nicht weiter engagiert, um den aufgedeckten Mißstand zu beseitigen.
    Obwohl wir uns ärgern und häufig sogar betrogen fühlen, führt unser relativer Wohlstand und die damit verbundene Bequemlichkeit dazu, daß Änderungen nicht konsequent genug angestebt werden und wir uns mit Versprechungen und Verschiebungen abfinden und lieber mit unseren Pläsierchen fortfahren, dann und wann mal wieder schimpfend und meckernd auf die Bagage.
    Ein weiteres Ventil bieten die von mir geschätzten Kabarettformate, ob Anstalt, heute-show, Extra3, Mitternachtsspitzen oder Soloprogramme.
    Man lacht oder schmunzelt lieber (grimmig) über die dort bloßgestellten Wahrheiten
    und Vorgänge, die eigentlich Entsetzen und Demonstration sowie Widerstand auslösen müßten, bis Veränderungen umgesetzt werden.

    Die Frage ist, wie lange geht der Krug noch unbeschadet zum Brunnen?
    Wann sind unsere sogenannten Werte so geshreddert, daß wir sie nicht mehr wiedererkennen und es zu vielen Leuten so wehtut, daß sie ihre Schuhe in die Hand nehmen?

  2. #2
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    Neues (und Altes) von der Plantage: Der geplünderte Staat

    "Der geplünderte Staat" heißt die Reportage, die am 17.02.2014 um 22.00 Uhr im NDR lief.

    Hier der Link:

    http://www.ndr.de/mediathek/mediathe...cast-1391.html

    Man beachte, daß die Mediathek seit ein paar Jahren ein Verfallsdatum hat.
    Der gebührenzahlende Bürger kann nicht mehr wie früher ihn interessierende Themen auch nach etwas längerer Zeit nacharbeiten oder sich ansehen, wenn er die Originalausstrahlung verpaßt hat.
    In den weniger zugänglichen Archiven verblassen dann die Reportagen...

    Aus meiner Sicht gehört eine derartige Reportage in das "1. Programm" direkt 20.15 Uhr sonntags nach der Tagesschau - sozusagen als "Tatort" - mit geringeren Produktionskosten bei gleichem Unterhaltungs- und höhrem Informationswert.
    Anschließend dann die Quasselrunde bei Jauch im Schöneberger Gasometer.
    Vielleicht mal eingeläutet vom Glockenspiel der Freiheitsglocke im nahegelegenen Schöneberger Rathaus, das mal Rathaus für das freie, wenn auch eingemauerte Berlin (West) war.

    In dieser Reportage werden die unsere Demokratie aushöhlenden und finanziell überfordernenden ÖPP-Projekte (neudeutsch Public Private Partnership) vorgestellt.
    Kein neues Thema - insbesondere beim Autobahnbau- nur hatte ich es schon wieder vergessen oder verdrängt bzw. es hat sich als Sediment abgesetzt und es wurde dann immer wieder von neuen Schmutzschichten überlagert.

    Auch daß Stinkefinger und "Will gar nicht-Kanzler" Steinbrück großer Befürworter dieser Finanzierungmethode war und ist, ist erst jetzt von mir verinnerlicht.

    Mein Fazit:

    Der an sich überlegenswerte Finanzierungsansatz ÖPP ist dank Lobbyeinfluß und windelweicher Politiker zu einem Konstrukt verkommen, daß

    1. öffentliche Haushalte runieren kann,

    2. das Königsrecht von Parlamenten (Haushaltsrecht) aushebelt bzw. ausschaltet

    und

    3. weitere Kontrollinstanzen wie Rechnungshöfe vollends die wenigen verbliebenen und kariösen Beißerchen einschlägt.

    Diese Zustände laufen seit Jahren, ihre Nebenwirkungen und Auswüchse sind bekannt und belegt und trotzdem laufen diese verfassungsmäßig bedenklichen, eher verfassungswidrigen Vorgänge weiter.

    Erstaunlich finde ich, daß die damalige wie jetzige Opposition - also die Grünen - anstatt des Veggie-Days sich dieses Themas im Wahlkampf nicht stärker angenommen hat.
    Immerhin hat ihr "Hofreiter" gegen die Aushebelung seiner Abgeordnetenrechte geklagt.
    Haben die Grünen etwa auf dieses Thema "verzichtet", weil ihr Wunschpartner als SPÖ(PP) mit dem NRW-Hanseaten daherkam?

    Sehr schade, weil man mit diesem Thema sehr schön die Fragwürdigkeit der angeblich guten Haushaltskassen und dem Schuldenabbau hätte darstellen können.
    Aufgrund der ÖPP-Projekte schlummern in Ländern und im Bund wohl Milliärdchen von zukünftigen Verpflichtungen, die mit der Aushebelung der "Schuldenbremse" nicht als Verbindlickheiten auftauchen und trotzdem die zukünftigen Haushalte stark belasten.

    In Hinblick auf die Generationengerechtigkeit konnte man sehr schön darstellen, wie sehr die aktuellen Leistungsträger und ihr (Wähler)gefolge bereits heute das Geld ausgeben und verplanen, das kommende Generationen in der weltweiten Wirtschaftsschlacht erst erarbeiten müssen.
    Wenn sich dann noch herausstellt, daß die ÖPP-Projekte keine bleibenden infrastrukturellen Werte darstellen bzw. aufgrund der Vertragsmodalitäten in 20-30 Jahren noch einmal bezahlt werden müssen, dann hinterlassen die Regierungkasten dieses Jahrtausends den jüngeren Leuten die Aussicht, daß sie die Griechen von morgen werden.
    Wie aus dem Nichts stellt sich dann in einigen Jahren heraus, daß DM-Land (deutsches Michelland) eigentlich zahlungsunfähig ist, sobald der Export mal so richtig einbricht und zusätzlich noch nicht mal über Sachwerte verfügt.


    All das wurde verpaßt und der Abgrund kommt näher.

    Hinsehen, nachdenken, aufwachen, handeln!

  3. #3
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    AW: Neues (und Altes) von der Plantage: Der enthaltsame Staat

    Der Genmais 1507 ("Herculex") der US-Firma DuPont hat große Chancen in der EU eingeführt zu werden, nachdem sich Deutschland mit (Ex)-Agrar-Mini Friedrich bei der Abstimmung der EU-Staaten enthielt und damit eine Ablehnung verhinderte.
    Obwohl sich 19 (!) Staaten gegen eine Zulassung aussprachen, hat die deutsche Enthaltsamkeit oder Unschlüssigkeit oder gar widerlicher Interessensspagat den Weg freigemacht, daß die EU-Kommission der Einführung zustimmen kann.

    Mini Hape Friedrich ist inzwischen schon mutiert. zuerst stimmte er bei einer Bundestagsabstimmung für die Einführung von Genmais (wohl ganz allgemein), dann enthält er sich wohl auf Anweisung nicht seiner Patentante sondern von Mutti der Stimme, um aus eigener Erkenntnis oder im Hinblick auf bayerische Wahlen und Vorbehalte im eigenen, nicht selten bäuerlichen Wahlvolk gegen die Einführung zu sein.
    Alleingegen seine eigene, letzte Überzeugung handeln zu müssen, wäre doch ein viel besserer Rücktrittsgrund gewesen, als die fehlende Rückendeckung von Mutti und Hotti in anderer delikater Angelegenheit beklagen zu müssen?!

    Auch wenn mir Deutschmichel schon bisher die Einführung von genveränderten Produkten im Hinblick auf die überaus große Verläßlichkeit wissenschaftlicher Studien selbst angeblich renommierter Institutionen oder Personen als wagemutig bis riskant erschien, so war blieb mir bisher verborgen, welchem Dreck hier die Autobahn gebaut werden kann:

    Der Bericht von report München

    http://www.br.de/fernsehen/das-erste...ais-eu100.html

    rüttelt jedenfalls auf und stellt die Frage, wie eigentlich das Chance-Risiko-Verhältnis bei diesem Produkt ermittelt wird.
    Nebenher läuft ohnehin die Frage, ob beim Thema Erbgut nicht der Riskofaktor Nullkommanull gelten muß und welches unabhängige und finanziell nicht protegierte Institut die Studien vornimmt.

    Was von Studien in Sachen Nahrungsmittel/Medizin zu halten ist, stößt mir immer wieder butttersäuerlich auf.
    Seit Jahren bekomme ich immer mal wieder am Rande mit, daß Butter ungesund und dann doch wieder gesund sei.
    Soviel zum Thema, was der müde Michel so wahrnimmt.

    Mein "Herculex"-Fazit:

    Mit diesem Vorzeigeprodukt holt man sich neben unbekannten Risiken mittelfristiger oder langfristiger Art heute schon bekannte und belegte Gefahren und Schädlinge aufs Feld.
    Der Genmais Herculex scheitert nicht nur im Sinne der schachlichen Weizenkornlegende auf dem Spielfeld.
    Der mögliche Schaden wird dadurch noch vergrößert (potenziert!?), daß der massive Einsatz von DuPont und anderen vertriebener Schädlingsbekämpfungsmittel zu einer besonderen Qualität in der Nahrungskette und auch anderen Feldern (nicht Schach!) führen kann.
    Worstcasemäßig - um in sprachlicher Nähe zu den Entwicklern dieses Naturwunders zu bleiben - hat dieses Produkt die Chance (besser Risiko), die Nahrungsmittelknappheit und-qualität noch zu vergrößern!


    Im Hinblick auf den Abbau der störenden Verbraucherrechte und des Verbraucherschutz innerhalb der EU ein appetitlicher Vorgeschmack auf das unter großer Geheimhaltung vorangetriebene USA-EU-Freihandelsabkommen.

    Dieses Abkommen hat die große Chance, die unnötige Demokratie in Verbraucherfragen wieder einzufangen und die EU-Bürger wieder zu Sklaven internationaler Großkonzerne zu machen.

    Vorsicht!

  4. #4
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    Neues (und Altes) von der Plantage: Der vorsorgende Staat

    Ein Blick zurück zeigt:

    "Mutti" hat alles geebnet für den Ausstieg aus dem Ausstieg.

    Aus einer der wenigen wirklich fortschrittlichen und zukunftsweisenden Weichenstellungen Shredders (=Bastapolitiker) neben seinem Ausstieg aus dem Irak-Krieg - er "verpaßte" gar den Einstieg, für den "Mutti" sich damals vehement einsetzte - wird mal durch die Hintertür ausgestiegen.
    Nachdem sich also "Ausstieg" als politische Wunderwaffe etablierte, verfiel unsere lernfähige Mutti auf den Ausstieg aus dem Ausstieg.
    Zeitlich lag sie damit voll daneben, doch konnte sie ahnen, daß sich die Japaner im Handling von Naturgewalten etwas verrechnet hatten und überhaupt den Betrieb von AKW etwas zu sehr auf ökonomischer denn sicherheitstechnischer Berechnungsbasis gestalteten.
    Nun denn, nach Fukushima mußten "Mutti" & Co. wieder aussteigen.
    Sprachlich war das nur noch unschön als Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg zu fassen. Leider steht der sprachlich korrekte Begriff "Kehrtwende" in entfernter Verwandtschaft zum Begriff "Wendehals". Und "Wendehals" erinnert zu sehr an die zurückliegende Zeit von Mutti mit AgitProp und sonem Zeug.
    Also wurde der Begriff Energiewende zum Lei(d)tgedanken unserer (Wirtschafts)kultur.

    Die Wirtschaftslenker und ihre Berater in D-Land sind durchaus nicht auf den Kopf gefallen und wissen Entwicklungen zu ihren Gunsten zu gestalten. Fast könnte man sagen: konterkarieren.
    Auf dem Energiesektor ist die Strombörse ein interessantes Beispiel.
    Und zu ihr gesellt sich nun der Trassenausbau für den Energietransport im Rahmen der Energiewende. Das Spielfeld für unsere überfülligen Jungs im Kabinett -
    "Ollie Hardy" Gabriel - man beachte die Ähnlichkeit mit kleinem Zusatzbärtchen und Big Pete Altmayer.

    In gewohnter Michelschläfrigkeit wurde auch mir per Tropf eingetrichtert, daß eine Energiewende nur mit einer Erneuerung des michelländischen Stromleistungssystems zu schaffen sei.
    Schien mir nicht unplausibel, zumal es auch schonmal hieß, daß unsere - halt die gehören ja zumeist irgendwelchen Konzernen - Stromleitung ohnehin schon stark überaltert wären.
    Wie soll dann also der Windstrom sicher und beständig ins Land von Sonnenkönig Hotti oder ins benachbarte Ländle kommen.
    Also her mit den Stromtrassen, ggf. unterirdisch und ggf. saftigen Abfindungen an betroffene Bürger, denen die Masten vor die Hütten gepflanzt werden.
    So dachte ansatzweise Michel ZZ.

    Da zerrt doch plötzlich irgendein Sender mit seinem Magazin an meinem Tropf mit dem Valium. Und nach diesem Bericht erscheint mir der Gabriel als riesiger, kohlenschwarzer Erzengel.
    Was ist passiert?
    Das kecke Magazin behauptet doch glatt, zum Stromtransport könnte das bisherige Netz ausreichend sein und von den 3 neuen Trassen dienen 2 ohnehin nur der Verklappung von Kohlestrom ins Klimameer.
    Erstaunt sah ich Professor um Professor. Sogar eine Professorin vom DIW. Mit Folgerungen aus ihren Berechnungen und Untersuchungen.
    Und der Tenor war, daß die deutschen Stromverbraucher 20 Mrd. dafür zahlen werden, daß Kohlestrom seinen gehaltvollen Umweltbeitrag verstärkt leisten darf.

    Ein Alptraum oder Schildbürgerstreich?
    Werden demnächst wieder GroKodilstränen vom Erzangie Siggi geweint, um uns von der Ehrenhaftigkeit eines Duos infernale zu überzeugen?

    Am 24.02.14 um 22.00 Uhr beschäftigt sich der NDR in 45 min mit dem Thema
    (45 Min - Die Rückkehr der Kohle
    Kohleboom statt Energiewende: Wie konnte es dazu kommen? Die NDR Autoren Inge Altemeier und Steffen Weber begeben sich auf eine spannende Spurensuche.)
    Geändert von zugzwang (21.02.2014 um 13:30 Uhr)

  5. #5
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    AW: Neues (und Altes) von der Plantage

    Der Raubbau in der Plantagenrepublik Deutschland zeigt sich im Geist(lich)(g)en.
    Da wird aus manch krummer Banane schnell eine gerade gemacht.
    Dr. ex An(n)ette Schavan erhält für ihren ehrenhaften gerichtlichen Kampf gegen die Aberkennung ihres zusammenzitierten Doktortitels von der Uni Lübeck schnell die Ehrendoktorwürde wegen ihrer Verdienste um diese Uni.
    Leider stellte das Gericht - von Schavan mit keinerlei Rechtsmitteln mehr angefochten fest, daß der Entzug ihres Doktortitels rechtmäßig war. Vermutlich sogar alternativlos.
    Die Chuzpe der Uni Lübeck den unehrenhaft verlorenen Doktortitel mit einem Ehrendoktortitel schnell wieder auszugleichen überschreitet herkömmliche Denkgesetze und ist eine Unverfrorenheit gegenüber allen, die dehrlich und regelgerecht ihre Prüfungen, Diplome, Doktorarbeiten usw. abgelegt habe und noch ablegen werden.
    Andererseits spiegelt dieser Ehrendoktortitel den Zeitgeist unverfälscht wider.

    Dazu paßt auch die Osterbotschaft der Ex-Bischofs Mixa zu Situation des Ex-Kollegen
    Franz-Peter Tebartz van Elst(er).
    Nicht daß die katholische Kirche in Glaubensfragen eine wunderbare, ihr eigene Logik des Geist(lich)(g)en pflegt, wozu gerade ihre Bischöfe mit sensationellen Erkenntnissen in Botschaften an ihre Schäfchen beitragen.

    Walter Mixa (72 lt. Geburtsurkunde) erklärt:
    "Ich kann mir gut vorstellen, dass sich mein bischöflicher Mitbruder ganz aktuell in einem Gemütszustand großer Verlassenheit und Traurigkeit befindet. Da hilft der Glaube und das Wissen darum, dass Jesus Christus selbst, der ohne Sünde gewesen ist, dennoch ungerechtem Urteil und dem Spott der Menge ausgesetzt war."

    Ein erstaunlicher Vergleich, der leider gar nicht mehr hinkt, sondern einfach nur stinkt.
    Ich bin nicht so bibelfest wie der Mixa und zudem ehemaliger lutherischer Protestant.
    Aber daß einem Spitzenkatholen entgangen ist, was Jesus Christus, der Herr und Hirte, so über Konsumverhalten, Prunk, Protz, Teilen und Nichtteilen dachte und mitteilte, ist doch etwas heftig und zeigt, daß die Katholikensekte mal wieder lutherische Prügel anstatt Beichte, Ablaß & Co. verdient.

    Tebartz-van Elster mit fehlerhafter bischöflicher Arithmetik als kleinsten Sünden auf eine Ebene mit Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, zu stellen, ist doch etwas sehr größzügig und nachlässig.
    Das sollte den Basiskatholiken mal einen Monat bei jedem Gottesdienst vorgepredigt werden, bis sie es verstehen und als Botschaft auf der Plantage weiterverbreiten.

    Bei Mixa fällt mir dann ein, daß damals doch Stunk mit den Pharisäern war. Wenn ich Mixa mit einem Pharisäer vergleiche, hinkt dann mein Vergleich schlimmer als der vom Mixa in Sachen Jesus Superstar Tebartz oder paßt er wie die Faust aufs Auge um Auge?

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