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Thema: Verlogenheit all over the world

  1. #1
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    Verlogenheit all over the world

    Spitzenpolitiker haben einen schweren und in Demokratien zumeist drastisch unterbezahlten Arbeitsplatz. Daneben besteht die Gefahr schwerer Persönlichkeitsveränderungen in Ausübung ihrer Ämter für die Völker der Welt.
    Weibliche Politiker busseln sogar in aller Öffentlichkeit wegen der schönen Bilder und der Harmonie aus Gründen der politischen Vernunft mit allen möglichen und später häufig unmöglich werdenden Typen herum.
    Politiker dürften sich häufig nicht nur bei der Spiegelbetrachtung (beide Formen) als die Interessen ihres Volkes wahlweise mal prostituierend, mal vergewaltigend vertretend empfinden.
    Die greifbare Doppelzüngigkeit des Geschäfts muß fast zwangsläufig zu schizophrenen Wahnvorstellungen führen.
    Statistisch belegt ist, daß die größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte von der Antike an bisher immer Staatsoberhäupter (in Personalunion oberster Militärführer) waren - und weit, weit überwiegend Männer!
    Liegt es am Personal für diese Posten oder einfach daran, daß man nur in dieser Position die Macht zu derartigen Untaten hat?

    Wer kann es schon ertragen bzw. wer erlebt es überhaupt, daß Gesprächs- und Verhandlungspartner anstatt als Stabilitätsanker und regionaler Partner plötzlich als grausame Diktatoren behandelt werden müssen (Mubarak & Co.).
    Vom Saubermann zum Schwein geht es auch in der Wirtschaft nicht so verheerend schnell und launenhaft wie in der Weltpolitik.
    Oder was ist von einem lupenreinen Demokraten - eigentlich ein zaristisch wirkender Narziss - zu halten, der als wichtiger Partner in Handels- und Sicherheitsfragen nicht mehr so spurt, wie man es gerne hätte?
    Schlimm genug, daß man schon mit Regimen wie Kim-Korea, Teheran, Assad ... in Kontakt bleiben muß.

    ...

    Kleine, recht unvollständige Auswahl hier:

    http://www.focus.de/wissen/mensch/ti...d_1104905.html

    Da fehlt noch einiges aus Asien.

    Etwas vollständiger hier:

    http://de.paperblog.com/mubarak-ist-...r-welt-102498/

    Die ursprüngliche Quelle FTD hats wie Gaddafi nicht überlebt.

    ...


    Und dann kommt dieser Gas- und Rohstofflieferanten-Präsident daher und führt einen öffentlich vor. Hatte man doch bisher das Agreement gefunden, daß man ab und zu den inländischen Umgang dieses russischen KGB-Bildungsbürgers hinsichtlich Wahlen, Presse und Demonstranten rügt ... und damit hat sichs.
    Ab und zu das demokratische Fähnlein gezeigt und weiter geht aus politisch-wirtschaftlicher Räson mit schachern, feilschen und abbusseln.

    Als hätte man (theoretisch) mit den anderen "anerkannten" Diktatoren dieser Welt nicht schon genug um die Ohren.
    Manchmal wirklich, weil sie drohen, aggressiv werden, ihre gesteckten Grenzen überschreiten. Manchmal eher indirekt, weil man nicht so recht erklären mag, warum man den einen Diktator eben als Stabilitätsfaktor ansieht und den anderen als Schlächter seines Volkes.
    Diktatoren sind für Führungspolitiker noch viel schlimmer als für die Weltbevölkerung. Das Folteropfer weiß, Michel ahnt.
    Doch Politiker P muß je nach politischer Wetter- und Interessenslage mal busseln, dann wieder Säbel rasseln und letztlich auch mal zuschlagen - selbst bei verfälschter Anklage.

    Das kann schon den abgebrühtesten Politiker in Richtung Wahnsinn treiben und man wünschte sich vielleicht heimlich, daß man so wie der russische Body der in Widersprüchen wühlenden Presse mal das Maul stopft oder ihnen einfach unwidersprochen ins Mikrofon diktiert. Wenigstens zeitweise.

    Aber sieht einer reine Demokratie im Gegensatz zurr lupenreinen erst im ausgerufenen Notstandsfall vor. Vorher braucht es subtilere Mittel. Manchmal kann man die Leute, die einem die eigene Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit aufzeigen einfach "stillkaufen". Oder man verläßt sich auf gewisse "Dienste" und ihre langerprobten Techniken.

    Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat man immerhin über Fernsehrat, Intendanz und Co. unter gewisser Kuratel, auch wenn einzelne Journalisten oder Sendeformate manchmal aufmucken und vielleicht über Politikervorstellungen hinausschießen.
    Hinter den großen Privatsender stehen die sie finanzierenden Wirtschaftskreise.
    Diese sind, was Meinungsgegensätze angeht, seltener Ein Problem für den Politiker.

    Anders als in Diktaturen genießt Westdemokrat den Vorteil, daß man als West-Politiker eben nicht als unfehlbar dargestellt werden muß. Es reicht eine gewisse Restkompetenz und möglichst lächelnde Schwampflaberei zur Beruhigung der Massen. Der Kragen des weißen Hemdes darf bei bestimmten Ausgewählten sogar ziemlich schwitzegelb sein. Manchmal, für eine gewisse Zeit - hier läßt sich noch nachbessern.
    Mancher ist sogar noch verrucht (eigentlich zerraucht) für Spitzenpositionen positionierbar (Guttenberg, der künftige Kaiser von Deutschland, wenn der russische Zar nicht aktuell den Weltenlauf mit seinem Aufstand durcheinanderbringt).

    Demokratien verfügen über eine besondere Kunst des Druckabbaus. Dampfablassen über Demonstration, Kabarett oder Satire erfüllt eine erstaunliche Besänftigungsfunktion, die in Diktaturen nicht den gewünschten Placebo-Effekt mehr entfaltet.
    Demos sind zugegeben gefährlich und teuer - siehe Castor-Transporte und die hyperventilierende Stuttgart21-Befriedung, der anscheinend eine fehlerhafte Aufklärung der Stimmungs- und Machbarkeitslage voranging.

    Ablachen und Ablästern, über diejenigen, die einen nach Strich und Faden berummsen, hilft anscheinend auch. Wie man an meinen selbstbefriedigenden Texten erkennt...

    Bundesweit gibt es dafür zum Beispiel in der "Anstalt" als deutlich schärfere Form der ebenfalls erfrischenden "heute-show".
    Die Inhalte der gestrigen "Anstalts"-Sendung würden in vielen aktuellen und früheren Ländern für Straflager und Schlimmeres ausreichen. Bei funktionierenden Diensten gäbe es gar nicht erst derartige Aufführungen.
    Bei uns beteiligt sich dagegen ein altgewordenes Polit-Sektenmitglied an der kurzzeitigen Demaskierung (=Dampf ab) der Abläufe.
    Die Zuschauer im Studio und an der Glotze sind beruhigt. Solange so etwas noch ausgestrahlt wird, kann es bei "uns" ja noch nicht so schlimm sein.
    Als Schlußfolgerung ergibt sich bei manchem gar: So schlecht sind unsere Politiker gar nicht. Erst recht im direkten Vergleich. Mit Putin und Co.
    Dann wäre der Zweck des Dampfablassens, zudem auch die vielen Quassel-Talk-Formate gehören, wunderbar erfüllt.
    Zu schnell vergessen wird dabei, welche Unfaßbarkeiten und ZusammenhängeWitz und Unterhaltung erst ermöglichen und wie Ernst die dahinterstehende Realität ist und noch werden wird.

    Somit begibt sich der wahlberechtigte Zuschauer zu leicht in die vorbereitete Falle. Wird er etwa von einer Nomenklatura eingelullt, die der politischen Manipulation geschickt einen demokratischen Rahmen mit Unterhaltungswert gibt?

    Einmal über den Atlantik:
    Die USA sind in der Wahrnehmung eine 2-Parteien-Demokratie.
    Das sind glatte 100% mehr als die Einparteiendiktaturen des Kommunismus. Schon ein Fortschritt. Eben 100% mehr ...
    Weitere Parteien usw. und Bürgerbewegungen sind erlaubt und es gibt sie vermutlich auch. Real sind sie kaum wahrnehmbar und entwickeln sich kaum.

    Woran liegt es?
    Sind die bürger mit dem bestehenden System so zufrieden?
    Wahrscheinlich.
    Liegt die Zufriedenheit an den tatsächlichen lebensumständen oder an dem geschickteren demokratischen Diktat des us-amerikanischen Gesellschaftssystems.
    Immerhin hat diese Gesellschaft einen riesigen Schuldenberg aufgebaut und leistet sich in Bezug auf Militär- und Dienstausgaben ein Volumen, das schon manche Diktaturen umgeworfen hat.
    Was passiert, wenn sich die Weltgemeinschaft nicht mehr wie bisher an der Finanzierung des "American Way of Life" beteiligt und us-amerikanische Schuldtitel und Dollarpapier nicht mehr kaufkräftig akzeptiert?
    Kippt dann das System und wird gar aus einer Zweiparteiendemokratie eine Bedrohung für die Weltgemeinschaft?
    Wer garantiert, daß die militärisch und "dienstlich" bärenstarken USA sich zukünftig nicht stärker über das Völkerrecht hinwegsetzen, als sie es bisher schon durften?
    Wann ist es an der Zeit, diesen Koloss nicht mehr zu hofieren oder zu unterstützen bzw. schamhaft wegzuschauen, wenn Uncle Sam mal wieder Fakten schafft?

    Nur 2 große Parteien in den USA sind nicht die große Vielfalt, die die Welt davor schützt, daß sich dort ein Regime bildet, das der Welt vorzuschreiben gedenkt, wie sie sich zu drehen hat.
    Immerhin streiten sie sich manchmal recht heftig, sind nicht vollkommen deckungsgleich.

    Doch zurück zum aktuellen Unruhestifter. Putin.

    Zuerst steckt der dahinter, daß der Snowden noch lebt und das auspacken darf, was selbst westliche Geheimdienste weder "wußten" noch zu hinterfragen wagten, obwohl sie mitwirkten und halfen.

    Der Leser merkt schon, wie der demokratisch-westliche Spitzenpolitiker im Hosenanzug innerlich zerrissen wird.
    Da ist der Zar verantwortlich für eine Informationslektion in Sachen Grundrechten und Demokratie. Er zeigt indirekt auf, wie die Politiker in Demokratien aktiv bzw. "dienstbereit" wegsehen, wenn das Grundgerüst ihrer Gesellschaftsordnung massiv und nachhaltig von "Diensten"ausgehöhlt wird.

    Nackt und dumm steht er da der westeuropäische (Hosen)anzug.
    Vor den eigenen Wählern, sogar vor dem eigenen Selbstverständnis, wenn man wirklich wenig vorher wußte.

    Und dumm und nackt auch, weil man gar nicht weiß, wie man reagieren soll und kann. Alles verbeißt und verstrickt sich in Widersprüchen und entbehrt jeder logischen Argumentation.
    Die Ammies über NSA und Co. haben wieder einmal Vertrauen zerstört, Gesetze gebrochen und sogar gegen das Völkerrecht verstoßen. Nun das kennt man von ihnen, ist nichts Neues, doch bereitet es immer wieder Kummer, wenn man sich selbst gern auf das Völkerrecht berufen will.

    Alles eine einbahnstraßenmäßige Sackgasse im Kreisverkehr, in der man mit oder ohne Hosenanzug steckt.

    Dafür verantwortlich: Der lupenreine Demokrat, dem man sich wirtschaftlich immer mehr auf Augenhöhe stellen muß.
    Zusätzlich verlangt dieser nun den Tribut, daß man sich mit ihm absprechen muß, wenn man sich wirtschaftlich und militärisch immer weiter auszudehnen gedenkt.

    Eine Zwickmühle zwischen dem lupenreinen Demokraten und den lupenreinen Faschisten in der ukrainischen Übergangsregierung, die noch nicht vom Volk gewählt wurde.
    So zwischen den Stühlen zu sitzen und dann noch mit "Donald Duck the EU" aufgemuntert zu werden, das ist die Belohnung dafür, daß man zum Klassenbuchführer und nicht zum vorausdenkendem Entscheidungsträger qualifiziert ist.

    Die EU hat jetzt die allerletzte Chance, sich als selbständiger Macht- und Einflußfaktor neben den USA, Russland und China zu etablieren.
    Als Spielball zwischen den USA und Russland befindet man sich auf einem Schlachtfeld.

    Die EU sollte klarstellen, daß es in der Krim- und Ukraine-Frage keine militärische Option gibt.
    Als Bürger der EU möchte ich wissen, wo die Grenzen der Sanktionen gegenüber Russland gesteckt werden.
    Geändert von zugzwang (12.03.2014 um 17:58 Uhr) Grund: Sprache

  2. #2
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    Verlogenheit ... - Pro und Kontra Putin (Russland) in Sachen Krim/Ukraine

    Kontra Putin (Russland):

    1. Putin verletzt Völkerrrecht.

    2. Putin lügt (z.B. Herkunft der abzeichenlosen Milizen auf der Krim vor ukrainischen Kasernen, Gründe seines Eingreifens)

    3. Putin verschweigt, welche Interessen Russland noch neben den vorgebrachten und vorgeschobenen verfolgt.

    4. Putin erhöht den Zeitdruck (für die Abstimmung auf der Krim)

    5. Putin ist als Gewalttäter bekannt (Georgien, Tschetschenien)


    Schwere Vorwürfe.
    Doch was spricht für ihn?

    Pro Putin (Russland)

    1. Die schlimmen Erfahrungen der Kriege im auseinanderfallenden Jugoslawien

    2. Die ethnische, historische sowie schlicht geographische Nähe zur gesamten ukrainischen Bevölkerung

    3. Die gespaltene Stimmung im Konstrukt Ukraine und die große Minderheit (?) russischfreundlicher Ukrainer

    4. Die Art des Machtwechsels in der Ukraine mit der Aufnahme faschistischer Vertreter in die Übergangsregierung.

    5. Die Art und Weise, wie der Westen meint, sich einmischen, lenken und mitbestimmen zu können

    6. Die Art und Weise, wie der Westen vermittelt, wen oder was er anerkennt und was nicht.


    Ausführlichere Begründung:

    Die Verletzung des Völkerrechts ist an der Tagesordnung.
    Der Westen - insbesondere die USA - sind Beispiel für sehr gewaltsame Verletzer des Völkerrechts mit gewaltig einseitiger Interpretation.

    Schweinebucht, Vietnamkrieg, 2. Irakkrieg zeigen dies deutlich und konterkarieren die vielfach vom Westen vorgetragenen "guten Gründe" für eine "Pause" des Völkerrechts bei ihren eigenen Vorhaben.
    Der Koreakrieg bleibt hinsichtlich der Art seiner Kriegsführung ebenso suspekt, wie das Eingreifen im Kosovo-Konflikt unbestreitbar wegen russischem Veto völkerrechtswidrig war. Das ist eben ein "böses" Veto, während us-amerikanische notwendig-gute sind.

    Das Fälschen und Vorlegen von Beweismitteln zwecks Einlösung eines Kriegsblankoschecks der UNO gegen den Irak unter Diktator Saddam Hussein entspricht genausowenig meinem Verständnis von Einhalten des Völkerrechts wie die kolportierte waffentechnische Unterstützung syrischer/libyscher Rebellen durch CIA und sonstwen.
    Der Krieg gegen den Terror und seine tatsächliche Durchführung in Afghanistan und im grenznahen Gebiet des souveränen Pakistan (Drohnenangriffe) ist eine weitere völkerrechtliche Skurrilität.
    Bei derartigen selbstgerechten Auslegungen und Handlungen verschwimmt die Abgrenzung zu russischem Kriegsterror ( oder Terrorismusbekämpfung?) in Tschetschenien oder Georgien.
    Das Heben des Zeigefingers des Westens in Fragen des Völkerrechts ist eine Farce hinsichtlich eigner Handlungen.

    Die Spannungslage in der Ukraine ist durchaus vergleichbar mit dem Zerfall Jugoslawiens. Warum hier eine Aufteilungvom Westen anerkannt und unterstützt würde, während aktuell der ungeteilte Status einer innerlich zersplitterten Ukraine aufrechterhalten bleiben soll, kann ich nicht nachvollziehen.

    Hat der Westen Jugoslawien gefolgert, daß die Aufteilung eines heterogenen Staatsgebildes zu schnell und unkontrolliert zu gewaltsamen Exzessen führen kann?
    Oder hat Russland gelernt, daß bei derartigen Umwälzungen anders als in Jugoslawien eine schnelle und klare Trennung erfolgen muß, damit es gerade nicht zu einem zersetzenden Auflösungsprozess mit Terror und Bürgerkrieg kommt?

    Es ist schon erstaunlich, wie diametral unterschiedlich jetzt beide Seiten vorgehen und handeln im Vergleich zum früheren Jugoslawien.
    Ich sehe es aber nicht als Lernprozess beider Seiten an, sondern als eine Fortsetzung früherer und jetziger Verlogenheit beider Seiten.

    Dabei muß ich eingestehen, daß ich die russische Haltung aktuell wesentlich plausibler ansehe als die westliche.
    Wie sehr ist ein schmorender Brand eine Gefahr für die Zukunft und den Frieden in ganz Europa? Jugoslawien hat es gezeigt.
    Ein zwangsweise zusammengehaltenes "Groß-Ukraine" zwischen ukrainischen Faschisten und russischen Ultranationalisten hat den Keim ein riesengroßes Nordirland oder Baskenland zu werden.
    Direkt an der russsischen Grenze und immer mit dem Vorwurf, die Russen würden antiukrainische Separatisten, Freiheitskämpfer (oder doch nur kriminelle Terroristen!?) unterstützen.
    Genauso wie es der us-amerikanischen Demokratie kaum gelingt ihre Geheimdienste oder "Tea-Party"-Bewegungen unter Kontrolle zu halten und anillegalen Aktionen zu hindern, dürfte es im großen Russland selbst zarenartigen Präsidenten wie Putin oder Nachfolgern auf Dauer gelingen, russisch-nationalistische Gruppen so unter Kontrolle zu halten, daß die jetzige "Groß-Ukraine" nicht einen (schlafenden) Vulkan darstellt.

    Westeuropa ist dabei einen Vulkan mit zu erschaffen, den weder Europa noch Russland eigentlich für die Zukunft haben wollen.

    Von daher ist es geboten, mit Russland gemeinsam eine Lösung für die sehr vertrackte Situation zu suchen, anstatt Russland in Kalter-Krieg-Tradition als großen Bösewicht darzustellen.
    Den Europäern sollte auch klarwerden, daß der Konkursverschlepper USA womöglich seine ganz eigenen Interessen verfolgt, die sich wenig deckungsgleich mit einer halbwegs sicheren Zukunft für Europa entwickeln können.

    Der Hitlervergleich der früheren US-Außenministerin (und vllt. zukünftigen Präsidentin) Clinton zeigt, wie schnell einprägsame Bilder geschaffen werden können, die nur oberflächliche Zerrbilder bei genauer Analyse darstellen.
    Ist die Warnung vor einer fürchterlich fehlgeschlagenen Appeasement-Politik gegenüber einem wahnsinnigen Diktator tatsächlich berechtigt gegenüber Putin/Russland?
    In der Ukraine gab es einen gewalttätigen Machtwechsel, der erst noch demokratisch durch Wahlen legitimiert werden muß. Unterscheidet sich das nicht deutlich von der Sudetenkrise des Jahres 1938?
    Und zum "Anschluß" Österreichs findet man ohnehin bisher wenig Vergleichbares.

    Wenn es um fehlgeleitete Appeasement-Politik geht, dann darf sich die Weltgemeinschaft - besonders aber Westeuropa - schon mal Gedanken machen, wer aus dem Trio USA, Russland oder China das Potential für den nuklearen Bösewicht hat.
    Eine Big Brother-America first-Nation mit dem gigantischen Verteidigungsetat, riesigem Schuldenberg und großem Wohlstandsgefälle im Inneren?
    Ein korruptes, oligarchengeplündertes neozaristisches Russland am Tropf der Rohstoffe und seiner Abnehmer?
    Eine in vielen Bereichen rasant überholende neue Dynastie aus dem Reich der Mitte?

    Brodelnde Aussichten beim Leben inmitten einer politischen Vulkanlandschaft.

  3. #3
    Nah dran am Geschehen
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    AW: Verlogenheit all over the world

    Bevor man seinen Kopf schüttelt, vergewissere man sich, ob man einen besitzt.

  4. #4
    Anonym
    Gast Avatar von Anonym

    AW: Verlogenheit all over the world

    Sigmund Freud schrieb einmal sinngemäß in "Das Unbehagen in der Kultur", dass es für den Menschen drei große Herausforderungen gäbe: 1. die Übermacht der Natur, 2. die Unzulänglichkeit des Körpers und 3. die Konkurenz unter den Menschen.
    Die Punkte 1. und 2. hielt er, wenn ich das richtig erinnere für nicht überwindbar. Aber der 3. Punkt könnte seiner Ansicht nach durch kulturelle Einrichtungen, d.h. alle Institutionen, die dazu geeignet sind, Regeln für zwischenmenschliche Beziehungen zu schaffen, hinreichend aufgelöst werden. Nun haben ja alle Gesellschaften solche Institutionen und Regeln und Machtstrukturen. Damit stimmen zwar nicht alle individuellen Interessen oder Gesinnungen überein (denn selbst bei Einsicht und damit intelektueller Übereinstimmung, muss dies nicht bedeuten, dass es dem Einzelnen wirklich entspricht) und so kommt es dazu, dass Regeln verletzt werden oder diese Regeln in Erkenntnis darüber, dass ihre Übertretung im konkreten Einzelfall ethisch vertretbar war, erweitert werden. (Beispiel: Körperverletzung verboten - Erweiterung: in Notwehr unter Wahrung der Verhältnismässigkeit gestattet).

    Nun leben wir Individuuen in solchen Gesellschaften, die sich bzw. ihr Regelwerk entwickelt haben und verstehen darum nicht immer, dass es solche Regelungen zwischen den Nationen nicht gibt und auch nicht ohne weiteres geben kann, da es keine übergeordnete Institutionen für Nationen gibt. Es ist darum total logisch, dass Nationen untereinander immer noch so barbarisch agieren, wie wir es als Individuen möglicherweise täten, wenn wir ohne kulturelle Einrichtungen lebten. (das wage ich zwar zu bezweifeln, da ich der Ansicht bin, dass wir als Mensch gar keine ethischen Grundsätze oder konkrete Regeln aufstellen müssten, um artgerecht zu leben, aber das steht auf einem anderen Blatt).

    Die Empörung darüber, dass also Nationen wegen Punkt 3 anders agieren, als wir es als Individuen in einer Gesellschaft gewohnt sind und richtig finden, ist also recht naiv und ich gehe davon aus, dass jeder Politiker, der mit Außenpolitik konfrontiert wird, dies sehr schnell begreift.

    Der Ruf danach, mit heutigen technischen Mitteln, den Einzelnen darüber abstimmen zu lassen, wenn es um nationale Interessen oder globale Entscheidungen geht - also ganz im Sinne der klassischen Demokratie - ist leider auch bedenklich. Würde man nämlich abstimmen lassen, ob es weiterhin Juden in der Welt geben darf oder nicht - würde es wohl bald keinen Juden mehr geben.

    Ergänzend dazu habe ich in Bezug auf Politiker folgende Meinung:
    Politiker sind Menschen. Menschen handeln nicht 100-prozentig rational. In den Nachrichten wird uns zwar manchmal verkauft, dass sogenannte extreme Gruppen leidenschaftlich emotional oder religiös-emotional agieren und sie darum unplausibel handeln, während Staaten wie die USA rein rationale Gründe bzw. Intentionen verfolgen.
    Tatsächlich ist jeder Amtsträger als Mensch eingebunden in einer Familie, in einen Freundeskreis, hat ein mehr oder weniger großes Ego, individuelle Präferenzen usw. Wenn nun zB in der BRD gerade ein neuer Bundeskanzler gewählt wurde und in Freude darüber bei gutem Wein und dicker Zigarre einen Empfang gibt, stellt sich die Frage, ob er den Bitten von Vertretern eines Entwicklungslandes, die ihm womöglich den selbstgefälligen Arsch pudern, wirklich mit einem "nein" entgegnet, oder aus menschlicher Schwäche die erbetene Hilfe in Aussicht stellt.

    Bekannte deutsche Politiker haben sich öffentlich dazu bekannt, dass sie Macht anstreben - aus persönlichem Interesse bzw. persönlcher Neigung - und eben gerade darum auch in die Politik gingen.

    Bei Tierherden - ich weiss nicht ob bei allen - werden die Individuen als Alpha- und Betatiere unterschieden. Und diese Unterscheidung wird manchmal auch auf Menschen übertragen. Hierbei macht man nur aus meiner Sicht einen großen Fehler. Menschen, die mit großem Ego möglichst viel Macht anstreben und sogar bereit sind, sich für ein Amt zu prostituieren, werden als Alpha-Männchen bewertet. Das Gegenteil ist natürlich der Fall. Es ist eher naheliegend, dass ein Mensch mit starken Defiziten, starken Subsessionen auch in sexueller Hinsicht und daraus resultierender Sublimierung, genau die Intentionen entwickelt, die scheinbar von Politikern vertreten werden - also eher vom klassichen Beta-Männeken. Es würde mich nicht wundern, wenn bei näherer Untersuchung herauskäme, dass es unter Politikern eine signifikante Konzentration von Menschen gibt, die unter sonstigen Persönlichkeitsstörungen leiden (siehe F60.8) insbesondere narzisstische Persönlichkeitsstörungen aufweisen oder sogar psychopathische. Wer das letztere für übertrieben hält, tut dies vielleicht nur aus dem herkömmlichen Verständnis darüber, was Pschopathen ausmacht - dem rate ich dies zu recherchieren - dabei kann man auch über eine These von Neurologen aufgestellt stoßen, demnach viele Psychopathen in der Berufsgruppe Mediziner zu finden sind.

    Ich will aber noch weiter gehen. Sehen Nicht-politiker Politiker als mächtig an (in Abhängigkeit von ihrem Amt)? - Ja. Viele meinen, der Präsident der USA wäre sehr mächtig, ja einige sagen sogar, er sei der mächtigste Mann der Welt. Mir selbst fällt da ganz spontan ein Mann ein, den ich für mächtiger halte: meinen Zahnarzt, ohne den ich vielleicht wegen einer Entzündung gar nicht mehr leben würde, wenn ich es genau betrachte - vor 200 Jahren oder so hätt ich daran sterben können. Daneben fallen mir noch viele kreative, schöpferisch tätige Köpfe ein ... . Wenn ich das nun grob aufteile - ganz banal - dann würde ich Macht in konstruktive und destruktive Macht unterteilen. Und wenn nun jemand pauschal, destruktive Macht höher wertet, als konstruktive und ich es dagegen umgekehrt halte, haben wir wohl beide unrecht. Ich meine - wenn zwei Leute vor mir stehen: der eine mit ner Schusswaffe und der Absicht, mich zu töten, und einem Chirurgen daneben und die Macht bewerte, die beide in Bezug auf mich haben, kann ich nicht leugnen, dass der mit der Schusswaffe selbst dann wenn er ein idiot ist womöglich gleichmächtig oder sogar mächtiger ist, als der Chirurg. Darum komme ich zu dem Schluß, dass ein Mensch bei drohender Gefahr womöglich die destruktive Macht höher einstuft. So billig und einfach der Schluß nun auch ist, glaube ich es ist was dran: Leute, die Angst haben, neigen also womöglich eher dazu, destruktive Macht höher einzustufen. Und wer in den USA lebt und fleißig TV schaut, der hat natürlich viele Gründe, Angst zu haben: vor Terroristen, Steuererhöungen, Arbeitslosigkeit, Geldentwertung, Kriminellen, Krankheiten.

    Daß sich ein Blatt wie die Bild durchsetzen konnte - naja - also wenn ich so ne Überschrift neben dem Foto eines vermeindlich Straftätigen lese "Ein Gesicht wie in Geständnis", dann muss ich schon lachen und finde manche krasse Formulierungen schon irgendwie faszinierend bescheuert - habe im Laufe meines Lebens aber zu meinem Entsetzen festgestellt, dass nicht wenige, den Inhalt dieses Blattes tatsächlich ernst nehmen. Viel subtiler, raffinierter dagegen die Nachrichten im ZDF, die aber im Laufe der Jahre immer offensichtlicher manipulativ, journalistisch inkorekt und irgendwie dreister daherkommen. Geht man einigen Formulierungen nach, denkt man also ganz bewußt darüber nach - sollte es für die meisten offensichtlich sein. Und viele, die das machen, regen sich dann auf - weil ihre Intelligenz beleidigt wurde, weil sie sich verarscht fühlen, weil sie es dreist finden, weil sie glauben ein Recht auf Information zu haben - und letzten Endes Summa Sumarum, weil das eigentlich nicht sein darf, da es nicht dem Weltbild entspricht, mit dem wir in der BRD aufgewachsen sind und was wir in der Schule lernten. So wie der Thread opener es dann öffentlich zu schreiben, andere darauf aufmerksam machen, ist ja keine schlechte Sache. Zeigt aber um so mehr, wie wenig damit getan ist, wenn in unserer Demokratie die meisten sehen, dass sie verarscht werden - es hat scheinbar kaum Wirkung und beeindruckt Entscheidungsträger kaum - auf öffentliche Meinung muss immer weniger Rücksicht genommen werden - sie geht am tatsächlichen Geschehen vorbei.
    Dem einen oder anderen fällt vielleicht sogar was in seinem lokalen Bereich auf, wo er womöglich etwas bewegen könnte - soziale Ungerechtigkeiten - er wird aber wohl witzigerweise nur feststellen, dass selbst wenn er das Geld für Juristen zur Verfügung stellt und weitere finanzielle Mittel, damit die Betroffenen ohne persönliche Einbußen für ihr Recht einstehen können - dass jene nur schwer oder gar nicht dazu zu bewegen sind. Wenn einem dies leid tut, kann man sich vielleicht mit einem Gedanken trösten: Wenn ein Arschloch einen anderen erfolgreich unterdrückt, heisst das ja nicht, dass der Unterdrückte kein Arschloch ist. Auf diese Weise konstruiere ich mir absurde Gedankenkonstruktionen, die mich davon abhalten total zu verzweifeln. Letzten Endes ist mir klar geworden, dass in der Regel ein Sklave niemals die Freiheit anstrebt, sondern vielmehr, selbst ein Massa zu werden oder zumindest inerhalb der Struktur eine Position einzunehmen, in der er zumindst für einen Teil inerhalb der Gruppe der Massa sein darf - und wenn auch nur temporär. Ganz einfach, weil ihm die Perspektive fehlt, um eine Idee von Freiheit überhaupt zu bilden. Und so gibt es viele, die gar nicht davon ausgehen, dass ihnen die Welt gehört, dass sie Anspruch auf Wahrheit haben, dass es eine Frechheit ist, was sich manche Medien leisten. Wenn ich nun also meinen TV auslasse, dann nicht um damit die Enschaltquoten zu ändern LOLOLOL, sondern um mein Gehirn von dieser Psychorotze fernzuhalten. Allerdings hab ich Spiele der WM geschaut - zwischendurch den Ton nicht ausgeschaltet, als die Nachrichten kamen - dumm von mir. Aber eines tu ich mir ganz sicher nicht an: Diskussionen real live von Leuten, die TV schauen, die WM verfolgen und die Zeitungsartikel dazu lesen - -weil ich dann mit endlos vielen Wiederholungen derselben Phrasen konfrontiert werde, die Idioten irgendwo aufschnappten und dann wie in einer Relaisfunktion brav weitersülzen. Da wird dann einfach mal Defensive mit Verteidigung gleich gesetzt LOL und man ist sich soch herrlich einig und konform. Und genau dasselbe Blabla hat man eben auch zu ernsteren Themen.
    Geändert von Anonym (15.06.2014 um 10:17 Uhr)

  5. #5
    Anonym
    Gast Avatar von Anonym

    AW: Verlogenheit all over the world

    Nehmt doch einmal an eurem Wohnort an einer öffentlichen Ratssitzung teil und fragt danach Politiker danach, ob sie für Sanktionen gegen Russland sind. Und dann fragt die Ja-Sager doch einfach mal WELCHE Sanktionen, sie sich dabei vorstellen. Wenn man die Sache nämlich genauer betrachtet, gibt es gar keine mögliche Sanktionen LOL, da Russland in Kooperation mit China, Südafria und einigen Südamerikanschen Ländern nahezu unabhängig von Europa ist. Da wird uns also ein Machtmittel vorgegaukelt, was es so gar nicht gibt. - Dagegen ist Fakt, dass unter anderem Siemens auch in der Zeit der Krise sehr viel in Russland investiert hat und die Kursentwicklung an der Börse positiv ist. - Aber wahrscheinlich könnte man heutzutage die Einfuhr von Bananen aus Russland stoppen und es gäbe nicht wenige, die dann daran glaubten, es hätte einen Sinn - weil: sonst würden "sie" es ja nicht so machen. lol.
    Geändert von Anonym (15.06.2014 um 13:54 Uhr)

  6. #6
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    AW: Verlogenheit all over the world

    Palästina-Gaza schrecklich.

    Aber das wird zu lang für heute abend.

    Bei denjenigen, die derzeit zurecht vor plumpem und dummen Antisemitismus warnen und ihn bekämpfen, fehlt mir aber (mehr als) eine Komponente:

    Ein Blick auf diejenigen Israelis - insbesondere jüdischer Abstammung -, die im Lande Israel Kritik am Vorgehen ihres Landes bzw. ihrer Regierung im aktuellen Krieg äußern.
    Wer hier gegen Nachstellungen und Anfeindungen gegen Israelis und Juden einschreitet und diese verhindert, der sollte mal einen Blick riskieren, welchen Anfeindungen regierungs-miltär-kritische Israelis/Juden im eigenen Land ausgesetzt sind und früher schon waren.


    Dann ist der Blick komplett, warum gegen Hetze, schlimme Anfeindungen bis hin zu Gewalt- und Morddrohungen einzuschreiten ist.

    Und mit justierter Optik ist dann zu betrachten, wo die die Grenzen der Selbstverteidigung moralisch und völkerrechtlich zu ziehen sind.

    Merkeline hat den Israelis sehr schnell und ohne wahrnehmbare Einschränkungen das Selbstverteidigungsrecht fast schon als Selbstverständlichkeit zugesprochen.

    Für mich ergibt sich gerade als Deutscher mit der Verantwortung für Völkermord und Holocaust in der deutschen Geschichte die Frage, ob die Lehre aus den deutschen Verbrechen tatsächlich darin besteht, wenn zur eventuellen Rettung eines israelischen Babys fünf palästinensische Babys sterben müssen.
    Ein Zahlenvergleich ist an sich zynisch, doch um Verhältnismäßigkeit zu verstehen und zu verdeutlichen gibt es wohl keine andere Darstellungsform.
    Die Israelis haben verschiedene andere Mittel, sich gegen die Terror-Raketen zu schützen und die Gefahren zu reduzieren.
    Aktuell wenden sie das Mittel an, daß auf Seiten der Palästinenser zu vielen zivilen Opfern und großer Zerstörung führt.
    Eine Selbstverteidigung, die zur Rettung eines unschuldigen Lebens viele andere ebenso unschuldige Leben auslöscht, ist weder christlich, noch human, noch erfolgreich.
    Bei dieser Methode der Selstverteidigung erreichen die Israelis ihr Sicherheitsziel nie oder nur, wenn sie alle Palästinenser umbringen.
    Und es ist nicht antisemitisch, dies zu artikulieren und Einhalt dieser maßlosen Selbstverteidigung zu fordern.
    Geändert von zugzwang (27.07.2014 um 23:57 Uhr)

  7. #7
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    AW: Verlogenheit all over the world

    Zitat Zitat von zugzwang Beitrag anzeigen
    Und es ist nicht antisemitisch, dies zu artikulieren und Einhalt dieser maßlosen Selbstverteidigung zu fordern.
    Das ist richtig, problematisch wird es nur, weil sich auf diesen "Friedensdemos" gegen den Gaza-Krieg regelmäßig Antisemiten in Reinkultur tummeln. Auch würde mich interessieren, wie diese anderen Lösungen denn aussehen sollen, um sich vor den Raketen der Hamas zu schützen. Die Opferzahlen der Israelis sind ja bislang nur deshalb so gering, weil Israel hervorragend gegen feindliche Raketenangriffe gewappnet ist. Aber auch diese Verteidigung geht ins Geld (alexmagnus hat das an anderer Stelle schön beschrieben), und irgendwann wird Israel nicht mehr in der Lage sein, sich mit Abwehrraketen u. a. zu verteidigen. Insofern muß Israel dem Problem an die Wurzel gehen, sprich die Quelle der Raketenangriffe austrocken. Daß das zivile Opfer fordert, ist natürlich richtig, nur sollte dabei bedacht werden, daß die Hamas, die ebenso wie Hitler die "Endlösung der Judenfrage" anstrebt, es genau darauf anlegt, um Israel zu verurteilen bzw. den Konflikt zum Eskalieren zu bringen. Die Hamas schießt ihre Raketen nämlich an Schulen, Kindergärten, Spielplätzen, Krankenhäusern und dicht besiedelten Wohngebieten ab, so daß Israel trotz aller Versuche, die Zahl ziviler Opfer geringzuhalten, dabei viel zu viele Zivilisten trifft. Und auch, was die besetzten Gebiete angeht, so liegt der Ursprung darin, daß die Araber 1967 mit sowjetischer Unterstützung Israel den Erdboden gleichmachen wollten, was für die Israelis schlimmste Folgen hätte. Die arabische Propaganda sprach auch damals schon von der "Vernichtung der Juden". Die Araber wurden bekanntlich besiegt, und da die Araber die Aggressoren gewesen sind (formell hatte zwar Israel zuerst Kriegshandlungen begangen, war aber durch den Geheimdienst darüber informiert, daß die Araber in jeden Moment angreifen werden), mußten sie als Strafe und Wiedergutmachung Gebiete an Israel abtreten. Erst das war der Grund für die heute "besetzten Gebiete". Auch Deutschland mußte als Aggressor ja 1945 Gebietsverluste hinnehmen, und nur noch vereinzelte Revanchisten regen sich darüber auf. Deutschland ist übrigens immer noch "besetzt". Was die Vorgehensweise Israels gegen eigene kritische Bürger angeht, so sollte man bedenken, daß Israel die einzige Demokratie in dieser Region ist. Kritiker in Arabien dagegen werden gerne verbrannt, gesteinigt oder was auch immer.
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  8. #8
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    AW: Verlogenheit all over the world

    Das abgekürzte Ustinov-Zitat "Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen." zeigt, was das eigentliche Problem ist.
    In den ganzen Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten des Hasses sind neue Motive und Beschleuniger hinzugekommen.

    Ich bin es leid, für die israelische Seite zu argumentieren. Diese Seite hat genügend prominente und mächtige Unterstützer und Fürredner in Politik und staatlichen Medienanstalten. Diese vollziehen Litaneien ohne große Reflexion und verschweigen auffällige Widersprüche.
    Bewußt, aus Bequemlichkeit oder aus Wegsehen.

    Wenn z. B. "Murksel" geäußert hätte, daß Israel das Recht auf eine verhältnismäßige Selbstverteidigung hat, dann stimme ich mit ihr in der Grundlage überein und meine zu erkennen, daß sie sich Gedanken um Rahmen und Bedingungen gemacht hat.
    Über das, was "verhältnismäßig ist, hätten "Murksel" und ich sicher große Differenzen, aber wir würden von einer gemeinsam akzeptierten Basis aus streiten, was geht und was nicht.
    Und das ist, was in vielen Konflikten fehlt: Eine gemeinsame Basis, auf der man für seine Sache mit einem Gegner streitet mit dem Ziel, eine gemeinsame Lösung zu erlangen und im besten Fall sogar Partner zu werden.

    Wenn ich aber höre, daß sie "nur" von Selbstverteidigung spricht, dann ist das so grausam falsch wie die schnell dahingeplapperte uneingeschränkte Solidarität zu 911 oder die Verteidigung der Demokratie am Hindukusch.

    Beide Seiten - Israel und die Palästinenser - haben was ihre tatsächlichen Machthaber und Polit- bzw. Militärakteure angeht, nicht ansatzweise eine gemeinsame Basis und sind bestrebt, sich zu entfernen und nicht zu nähern.
    Dies ist trotz wiederholter anderweitiger Lippenbekenntnisse durch Taten offensichtlich.

    Bei den Menschen, für die von ihren Machthabern entschieden und geschossen wird, ist die Chance für eine gemeinsame Basis nicht vollkommen hoffnungslos.
    Zu ähnlich sind die Probleme um Grundversorgung (Wasser und Lebensmittel), Gesundheit, Frieden und Zukunftsaussichten.
    Allerdings zwischen Israelis und Palästinensern auf einem sehr, sehr unterschiedlichen Niveau des Lebensstandards.

    Dieser alte Konflikt Juden+Israel vs. Palästinenser wird sich nicht in einem Zeitraffer schnell lösen lassen. Er hat sich in einem jahrelangen Prozess eskaliert und kann nur in einem jahrelangen Prozess deeskaliert werden.
    Und dabei wird es leider weiterhin Gewalt, Mord und Terror geben.
    Ein Erfolg beim Zurückdrehen des Prozesses ist es daher schon, wenn diese Gewalt rückläufig ist und abnimmt.
    Es gibt keine gute Fee mit Zauberstab, die mit einem flotten Spruch alle Gräben zuschüttet und alle Probleme wundersam auf einen Schlag beseitigt.
    Uncle Sam mit Nachnamen derzeit Obama ist mehr der zwielichtige Onkel, bei dem man nicht weiß, welches Spiel er gerade spielt. Und andere große Akteure (Saudis, EU, vllt. sogar China ...) sind auch nicht besser im Nahostkonflikt.

    Welche Stellschrauben sind geduldsam anzuziehen, um einen Prozess in die richtige Richtung in Gang zu setzen?

    Für die palästisensische Seite könne sich andere Geister mal Gedanken machen.
    Ich rege an, dem Großteil der palästinensischen Bevölkerung mehr zum Verlieren zu geben.
    Das klingt eigenartig: Kann man mehr verlieren als das eigene Leben, das Leben der Kinder, der Verwandten, der Freunde, Nachbarn und Bekannten? Oder die Gesundheit und die körperliche Unversehrtheit? Das Haus, die Hütte oder die Baracke, in der man wohnt?

    Nun, das sind anscheinend Dinge, die zu häufig Alltag in Palästina über die Jahrzehnte geworden sind und kein Potential für Nachdenken und Veränderung im derzeitigen Zustand darstellen.
    Ich weiß es nicht, aber es ist vorstellbar und wir sehen es bei sog. Amokläufern und vermeintlichen "Verrückten" in unserer Wohlstandsgesellschaft, daß diese Werte - Leben, Gesundheit, Familie, Dach über Kopf und Nahrung - unter Umständen von geringer Bedeutung sind.
    Wie kann man nun Millionen von Menschen davon überzeugen, sich und ihre Umstände zu verändern und neu zu gestalten?

    Bestimmt nicht, indem man mit leeren Versprechungen Hoffnungen immer wieder zerstört.

    Nun werden mit US-EU-Mitteln - teilweise vllt sogar israelischen Geldern, jedenfalls auch mit humanitärer Unterstützung aus Israel - immer wieder Krankenhäuser, Schulen, Kraftwerke, Wasserwerke, Straßen usw. aufgebaut, die dann im Wechsel wieder zerstört, weil Hamas und andere Terroristen bekämpft werden.
    Dieser Automatismus in der israelischen Verteidigungsdoktrin verhindert,daß ein Prozess in Gang kommt, daß die Menschen daran glauben, daß eine Entwicklung möglich ist, weil man ihnen nicht wieder das in großem Umfang zerstört, was ihnen eine wirkliche Zukunftsperspektive mit Entwicklung und kein Dahinvegetieren verspricht.
    Geändert von zugzwang (28.07.2014 um 11:39 Uhr)

  9. #9
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    AW: Verlogenheit all over the world

    Zu den Stellschrauben auf israelischer Seite.

    Was könnte die Israelis bewegen, einen Friedensprozess tatsächlich zu beginnen und nicht nur davon zu erzählen und zu träumen?
    Ist "Frieden" wirklich ein ausreichend großer Anreiz für die Bürger Israels sich gegen die Scharfmacher, Rassisten, Militaristen, "Kriegsgewinnler", Religionsfanatiker in ihrem eigenen Land und insbesondere in ihren Entscheidungsebenen durchzusetzen?

    Anscheinend nicht; denn Hardliner bestimmen die Geschicke und zu schnell bewirken Rückschläge beim Friedensprozess, daß diese Hardliner das Kommando übernehmen.

    Einen Frieden wird es nicht morgen oder übermorgen geben, er wird Jahre und Jahrzehnte dauern, er wird von Rückschlägen in Form von Mord und Terror begleitet sein. Doch wenn man einen Zustand wie in Nordirland erreicht, dann wäre dies für Nahost eigentlich ein Wunder.

    Die Israelis müssen sich auf erhebliche Wohlstandverluste einstellen, selbst wenn Weltgemeinschaft mit den gelddruckenden USA und der EU finanziell beispringen müssen und können.
    Es wird in einem Friedensprozess nicht mehr ewig und 3 Tage Billigstarbeiter aus Palästina geben. Die Ressourcen, insbesondere Wasser müssen gerechter verteilt werden. In Palästina wird eine Volkswirtschaft entstehen, die in freien Wettbewerb zur israelischen ihre Produkte und Dienstleistungen anbietet. Bis hier Synergien eintreten, müssen sich die Israelis bewußt sein, daß das Entstehen einer Volkswirtschaft in einem zu bildenden palästinensischen Staat für ihre eigene Wirtschaft Täler bedeuten kann.
    Teile der isralischen Gesellschaft werden umlernen und umschulen müssen.
    Ein Staat, dessen Ökonomie stark von Kriegs-, Verteidigungs-, Sicherheitswirtschaft geprägt ist, wird bei einem quälend-langsamen, aber erfolgreichen Beruhigungs- und Friedensprozess seine Ausgaben anders verteilen.
    Es wird weniger Sicherheitspersonal und weniger Waffentechnik geben. Also weniger Arbeitsplätze.
    Und es wird Anstrengungen erfordern, alle diejenigen Lobbyisten in der israelischen Wirtschaft zu stoppen, für die eine allmähliche Befriedung der Nahost-Region ein Wirtschaftsmodell und eine Existenz ist.

    Die ganzen verzahnten Probleme zeigen, daß ein Nahostfrieden - jedenfalls halbwegs gewaltarm - nur in einem langwierigen und schwierigen Prozess zu erreichen ist, der meines Erachtens innerisraelisch nicht wirklich angestoßen ist und sehr starke Blockadekräfte gegen sich hat.

    Wie das angestoßen werden kann, zeigt der tragikomische "Boykott" des Flughafens von Tel Aviv. Sanktionen gelten nicht unbedingt als Erfolgsrezept, aber ebenso wenig ist es das Abnicken und ständige Appeasement gegenüber einer destruktiven, doktrinären Politikrichtung.
    Die EU hat Möglichkeiten gerade auch die Machteliten Israels zum Nachdenken zu bewegen und die EU hat Anlaß andere Konsequenzen aus Rassismus, Apartheid und Kriegsverbrechen in Israel zu ziehen, als diese Vorgänge aus schuldhafter Historie unter den Tisch zu kehren und sich an neuem Unrecht zu beteiligen.

  10. #10
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    AW: Verlogenheit all over the world

    Anläßlich der heutigen Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der initialen Böllerschüsse der ersten Weltkriegsspiele ein Blick auf aktuelle Mediendarstellungen:

    http://www.heise.de/tp/artikel/41/41953/1.html

    In diesem Beitrag wird die mediale Aufbereitung eines Luftzwischenfalls geschildert und bewertet sowie zum Vorfall selbst Stellung bezogen.

  11. #11
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    AW: Verlogenheit all over the world

    Die USA bombardieren IS-Infrastruktur in Syrien heißt es bei n-tv.
    Dazu gehören Öl-Raffinerien, ein (größeres?!) Gasfeld und Geteidespeicher, die sich in der Hand der islamisten befinden sollen.
    Beim Bombardement wird den Ammies evtl. von anderen Öl-Exporteuren rund um den Persischen Golf geholfen.
    Die bombardierten und sicherlich etwas zerstörten Ziele gehören irgendwem (auch immer), auch wenn sie derzeit in der Hand (im Besitz) der IS sind.
    Da stellt sich die banale juristische Frage, ob diese Zerstörung tatsächlich zielführend und angemessen ist und wie man die Eigentümer entschädigt, deren ehemaliger Besitz zerbombt wird?
    Und die Lebensmittelvorräte der IS-Region sind auch nicht nur für die IS-Krieger lebenswichtig, sondern auch für die von ihnen unterjochte Bevölkerung.
    Die Strategie der Zerstörung der Öl- und Gasanlagen beruht darin, daß die Geldquellen der IS trockengelegt werden sollen. Die können dann kein Öl und Gas mehr verkaufen.
    Daraus ergibt sich sofort die Frage:
    Wer kauft denn da das Öl und das Gas von den Salafisten und wie gelangt die Ware an den Zielort? Hat Big Brother hierüber Erkenntnisse und warum werden die Käufer nicht sanktioniert und mit Boykott überzogen? Kann man den Transport von IS-Öl nicht unterbinden oder muß es unbedingt und allein die Zerstörung syrischer Infrastruktur und syrischer Industrie sein, um den "Öl- und Gashandel" der Salafisten zu unterbinden?

    Wenn den Salafisten irgendwelche wertvollen Kunstwerke zusammenrauben und sie diese auf dem internationalen Kunstschwarzhandel versilbern, wird dann auch sicherheitshalber das Handelsmaterial zerbombt?

    Ich staune darüber, wie selbstverständlich es bisher hingenommen wird, daß im Terrorabwehrkampf gegen ... unter Verletzung der Hoheitsrechte eines Drittlands dessen Wirtschaftgüter und Infrastruktur zerstört werden darf.
    Von einem diesbezüglichen UN-Mandat habe ich nichts mitbekommen. Und über Entschädugingsfragen für die Zerstörungen fremden Eigentums wird bisher auch nicht geredet.
    Wahrscheinlich verbinden die Ammies das Unangenehme mit dem Nützlichen.
    Bei der Bekämpfung der IS wird erstmal Syrien, das immer noch vom unliebsamen Assad gelenkt wird, weiter klammheimlich, aber für alle sichtbar weiter neben dem Bürgerkrieg ruiniert.
    Die Zeche zahlt - egal unter welchem Despoten - auf jeden Fall Khaled Normalsyrer, so lange er zu den Überlebenden gehört.
    Oder darf er später Schadensersatzansprüche an Ammie und Co. richten?

    Die IS kann man sicher mächtig treffen, wenn man Lebensmittel und Wasser in ihrem syrischen Einflußbereich zerschießt.
    Aber warum nicht gleich größer aufräumen. Die Türken könnten doch schnell mal 30-50 km Grenzland zum IS räumen, daß man bombardiert und anschließend mit den von den Ammies noch immer nicht geächteten Landminen verschönert.
    Aha, so etwas geht nicht. Vollkommen überzogen und unangemessen.
    Die Syrer haben schon etwas Schlechters verdient als die türkischen Verbündeten, selbst wenn in und von der Türkei die IS unterstütz wird!
    Schließlich muß es sich ja auszahlen Verbündeter und NATO-Mitglied zu sein, selbst wenn man dem Bündnis gerade nicht hilft oder ihm sogar entgegenarbeitet.

    Aha, hier wird es interessant. Mit den Türken sind die Ammies gut befreundet und mit den Assad-Syrern eben nicht.
    Deshalb wird dort mal bombardiert, während an anderer Stelle der IS (kurdische) Ortschaften belagert und die Verteidiger auf Entsatz hoffen, und die Türkei in Frieden gelassen.
    Überhaupt, wer sagt denn überhaupt, daß türkische Politiker oder Mächtige des Landes die Is unterstützen. Ist das bewiesen? Nein! Also kann man doch nicht einfach mal so hinbomben...

    wie man das an anderer Stelle sehr gern macht.

    Ammie-Dreck hoch drei.

    Zur Klarstellung:

    Der Vergleich Syrien-Türkei dient allein dazu darzustellen, was auf der einen Seite als volkommen normal in Westeuropa bisher hingenommen wird und was auf der anderen Seite undenkbar wäre.
    Ich fordere keinesfalls, die Südostgebiete der Türkei zu bombardieren und zu verminen, wie es mit dem Nordostgebiet Syrien aktuell passiert.

    Und noch eins:

    Nicht alle Bomben/Raketen explodieren auch sofort.
    Für das Entfernen der Blindgänger werden die Ammies dann Flinten-Uschis Spezialisten vorschlagen, die allerdings schon beim Räumen der Übungsplätze in Afghanistan genug Explosivstoffe für eine zivile Folgegesellschaft hinterlassen.
    Geändert von zugzwang (29.09.2014 um 16:43 Uhr)

  12. #12
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    AW: Verlogenheit all over the world

    Abseits vom Gewäsch der "Leidtmedien" gibt es auch andere Gedanken - recherchieren, hinterfragen und sogar mitdenken (etwas anderes ist "mitdenkern") muß jeder selbst:

    http://alles-schallundrauch.blogspot...ieg-gegen.html

    http://www.antifaschismus2.de/blogs-...hall-und-rauch

    http://de.wikimannia.org/Alles_Schall_und_Rauch

  13. #13
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    AW: Verlogenheit all over the world

    Und schon wieder ist mehr als ein Zeitjahr rum.

    Weil hier keine weiteren Einträge erfolgten, scheints eine weniger verlogene oder eine versteckter und besser lügende Zeit gewesen zu sein?
    Ich hatte jedenfalls keine Energie, weiter im Dreck zu wühlen und die Abfälle hier nochmal zu präsentieren. Gewöhnungseffekte führen schließlich auch dazu, daß man sich an Mist gewöhnt und dieser nicht mehr stört.

    Um diesen Ablauf etwas zu unterbrechen, werde ich hier ab und zu an das erinnern, was im Nachrichtendickicht allzu schnell sedimentiert wird und erst nach (millionen) Jahren wieder auftaucht.

    Relativ frisch ist der Präzisionsbeschuß der Ammies auf das Krankenhaus in Kunduz:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2...-bombenangriff

    Ich denke, wenn der SPD-Menschenfreund "Stiesl" Stegner über Assads Faßbomben und Putins Bomberflotte als Fluchtgrund für Menschen in Syrien räsoniert, dann darf der Hinweis nicht fehlen, daß im teilsicheren Afghanistan evtl. Menschen fliehen, weil sie auch im Krankenhaus vor kollektiven Säuberungsmaßnahmen ihrer eigentlichen Beschützer und Freunde nicht sicher sind. Ich glaube, der nüchtern denkende Afghane versteht die Botschaft aufzubrechen, wenn es den Beschützern so wichtig ist, verletzte oder verwundete Terrorkämpfer durch Zerstörung eines Krankenhauses ins Jenseits zu den versprochenen Jungfrauen zu befördern.
    Vielleicht hatte sich auch eine größere Taliban-Besuchergruppe angekündigt, um ihren verwundeten Terrorfreunden einen Genesungsbesuch abzustatten?
    Unter diesen Umständen ist es (selbst)verständlich (...??!!??), daß aus deaktivierten Zielkoordinaten eines Krankenhauses plötzlich aktivierte Koordinaten werden. Was tut man schließlich nicht alles, um die Welt vor Schlimmerem zu retten? Und sind Ärzte, die auch Terroristen medizinisch behandeln, nicht eigentlich Terror-Sympathisanten/-unterstützer? Und andere Patienten und deren Besucher sind eben Märtyrer für eine gute Sache, wenn sie als Kollateralschäden zwar gegen ihren Willen und etwas zu früh das Zeitliche segnen.
    Ich finde, das vom nobel ausgezeichnetenUS-Präsidenten persönlich ausgedrückte Bedauern des Vorfalls ist fast schon eine übertriebene Geste und Wiedergutmachung für diejenigen, die Schaden erlitten, weil ein so hohes Gut wie "war on terror" Selbstbefriedigung erfährt.

    Wer aus diesem Grund aus Afghanistan flieht, sich nicht in ruhige und sichere Bereiche dieses doch so großen Landes zurückzieht, sondern sich nach Merkelland aufmacht, so lange dieses noch ihr Land ist, ist doch eigentlich ein Flüchtling vor der eigenen Feigheit. Schließlich wird bzw. wurde doch seine Freiheit und Sicherheit am Hindukusch verteidigt.
    Warum kommt er ggf. noch mit ihr und den Kindern dann nach Merkelland, wo die Kinder des Merkellands doch bereits bei ihm vor Ort unter großen finanziellen und persönlichen Opfern für die Sicherheit und Frieden auf dieser Welt gekämpft haben?
    Ist das nicht etwas undankbar und kann er nicht in den vielen sicheren Zonen Afghanistans bleiben, die von edlen Häuptlingen seines eigenen Volks ehrlich und gewissenhaft - eben fifa-like - verwohltätigt werden?
    Die Mizäre hat es doch auf den Punkt gebracht (ich verkürze etwas): Die Bundeswehr habe gute Arbeit geleistet. „Da kann man erwarten, dass die Afghanen in ihrem Land bleiben.“

    Wenn die Mizäre noch stärker mitgedacht hätte und er neuere Erkenntnisse wie Krankenhaustrümmer dazugeblendet hätte, dann wäre ihm sicher folgender Zusatz eingefallen:
    Es kann doch nicht angehen, daß die Afghanen ausgerechnet in das Land fliehen, in dem diejenigen schalten und walten und ihre Militärbasen unterhalten, die genau diese Afghanen auf ihren Hochzeiten und in ihren Krankenhäusern mit Feuerwerk erschrecken!
    Wie soll sich denn der Otto-Normalafghane neben dem braven Michelländer integrieren, wenn seine Fluchtinstinkte vor Uncle Sam vielleicht ebenso groß wie vor den Taliban sind?.
    Jedenfalls ist DM-Land ((Ma)Donna-Merkel-Land) nun wirklich nicht der richtige Fluchtendpunkt aus diesem Motiv heraus (ergo: Asyl ist ausgeschlossen, Otto Afghan flunkert, schummelt, dieselt ja schon bei seinen Fluchtgründen und hat ohnehin einen gefälschten Abgaspaß!).

    Also werter Otto(mane) aus Afghanistan: Bleibe in Deinem achso teilfriedlichen, großen Lande, nähre Dich redlich und störe Dich nicht an gelegentlichen Opfern, die Du, Deine Verwandten und Bekannten sowie Freunde und Feinde in Eurem Lande für den Heiligen Krieg - also dem Dschihad gegen den Terror auf dieser Welt - erbringen dürft.
    Denn Euch wurde schon vielfach und langjährig geholfen und alles weitere betrachtet einfach als kleinen Beitrag Eurerseits oder als Rückruf vom VW-Diesel.

    Ergänzung: Leider kann ich einige Vorschläge in der Mizäre rational zu gut nachvollziehen und sehe egoistisch keinen anderen Ausweg, wenn man als Bürger des Merkellands nicht Teil des größten freien Feldversuchs der letzten 70 Jahre sein will.
    Nicht nur unsere europäischen Nachbarn und EU-verbundenen Partner staunen über soviel plötzliche Selbstaufgabe und Mildtätigkeit im Land der Dichter, Denker und Finanzbuchhalter.
    Ihre unehrliche Kommunikation und Begründung widert mich dagegen an.
    Statt ehrlich zu sagen, wir schaffen es nicht, das gutzumachen, was wir mit angerichtet haben oder wo wir mit zu- bzw. weggeschaut haben, wird versucht mit halbseidenen juristischen Winkelzügen in der Auslegungsgrauzone versucht, ein Ergebnis zu erzielen, was weder Logik noch Humanität hat.
    Es ist die Frage, wann es eine Schande ist, wenn man sagt: Wir wollen das so schnell und so umfangreich eben nicht.
    Es ist aber mit Sicherheit eine Schande, wenn versucht mit Tricksereien um diese ehrlich-egoistische Aussage herumzukommen.
    Geändert von zugzwang (10.11.2015 um 18:12 Uhr)

  14. #14
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    AW: Verlogenheit all over the world

    Nachschlag:

    http://www.welt.de/vermischtes/artic...rschossen.html

    In Marksville bei Alexandria schossen US-Polizisten nach einer Verfolgungsjagd mal wieder ihre Magazine leer und verfehlten nicht zu treffen.
    Es starb ein 6-jähriger Junge, sein am Steuer sitzender Vater wurde lebensgefährlich verletzt.

    Keine Besonderheit in den USA und üblicherweise nur eine Meldung unter vielen für ein paar Tage wert.

    Doch halt!

    Diesmal wurden die Polizisten sofort verhaftet und sogar unter Mordanklage gestellt.
    Das ist eine Neuerung - gerade für die USA.

    Vielleicht und hoffentlich lags an den Videoaufzeichnungen vom Vorfall:

    Die Kameraaufnahmen von dem Vorfall seien «die verstörendste Sache, die ich je gesehen habe», sagte NN. «Der Junge hat es nicht verdient, so zu sterben.»

    Naja, wer hat es schon verdient erschossen zu werden, nur weil er in einem rasenden Auto saß. Da müssen schon mehr Gründe her.

    Also die Kameraaufnahmen waren verstörend und führten zur Verhaftung der Polizisten.

    Da muß man dann nicht darüber nachdenken, daß dieses Opfer von US-Polizeigewalt ein kleiner weißer Junge war (und der Fahrer/Vater vermutlich auch) und die beiden Polizisten nach dem optischen Eindruck eher Latinos als der reinweißen Rasse zugehörig.
    Bleibt zu hoffen, daß es nie wieder zu US-Polizeiexzessen kommt...
    Und wenn dann doch dieser so seltene Fall irgenwann mal wieder eintritt und der noch seltenere Fall dazutritt, daß farbige US-Amerikaner betroffen sind, dann mögen die Videoaufnahmen genauso hilfreich sein und zu einer Anklage gegen weiße Polizisten bei Gewaltexzessen gegen Farbige sein.
    Hoffentlich hat die Software der videokamera keinen Schwarz-Weiss-Bug...

    Ansonsten aus God’s Own Country (Achtung: in der arisierten Fassung auch als Goebbels-Kampfbegriff gegen die USA eingesetzt! - wovon ich mich distanziere, nicht aber von der Selbstüberschätzung und Selbstüberhöhung, die aus diesem Begriff spricht, wenn US-Eliten ihn als Beschreibung für ihr Land verwenden):

    http://www.stern.de/digital/online/w...n-3177450.html

    http://www.nbcnews.com/news/us-news/...meless-n103786

    Keine Essensspenden an Obdachlose, das wäre doch unfairer Wettbewerb mit Herrn Gott in seinem eigenen Land...

    Jetzt wird auch klar, weshalb die USA in der Flüchtlingsproblematik weder als Staat noch als zivile Helfer eingreifen können:

    Beide wären vermutlich von Gefängnis bedroht, wenn sie den obdachlosen Afghanen, Syrern, Irakern, Sudanesen, Jemeniten in Gottes eigenem Land Hilfe zuteil werden ließen.

    Da kann man nichts machen...


    Nachdenklich macht auch -

    der (angeblich) bewaffnete, farbige Mann im Rollstuhl:

    http://www.tagesspiegel.de/weltspieg.../12378776.html

    Daß Polizisten in den USA Angst haben, zuerst erschossen zu werden, hat sicherlich viele Gründe. Nicht nur die waffenstarrende Zivilgesellschaft in diesem hochentwickleten Land der großen Werte.

    Zu God's Own Country siehe auch:

    http://www.bpb.de/internationales/am...religion?p=all
    Geändert von zugzwang (10.11.2015 um 20:14 Uhr) Grund: Nachtrag

  15. #15
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    Die Ammies haben in Sachen Polizeiversagen und Polizeigewalt durchaus Konkurrenz.
    Und damit meine ich nicht die ganzen totalitären Staaten, denen Menschrechte einen Dreck kümmern. Die laufen außer Konkurrenz.

    Es geht um die Staaten und Gesellschaften, die ein rechtsstaatliches System haben und als Überbau die universellen Menschenrechte achten.

    Damit dieses keinen Schaden nimmt und seine Wirkung entfaltet, wird das System aber leider auch dadurch geschützt, daß Polizeiversagen gerne verschwiegen wird. Dazu kommen noch Zweifel an der sachgerechten und unvoreingenommen Ermittlung durch Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Kollegen.
    Die unbefriedigenden Vorfälle wird es immer geben, aber damit sich die Zustände nicht verschlechtern, bedarf es eines mahnenden Bewußtseins, was in einem Rechtsstaat nicht vorkommen darf.

    Für Deutschland erinnere ich zuerst an 2 Fälle aus meiner Heimatstadt Berlin, die kurz Schlagzeilen machten, inzwischen aber dem Vergessen überlassen sind.

    Die Festnahme von André Conrad im Oktober 2012 führte zu seinem Tod ein paar Tage später.
    Der Vorgang wurde filmisch festgehalten und hat bei Ausstrahlung in den Berliner Lokalnachrichten (Abendschau) bei den meisten Zuschauern Entsetzen und Fassungslosigkeit ausgelöst. Noch ohne das Wissen um die letalen Folgen der Vollzugsmaßnahmen der (wohlwollend) überfordert wirkenden versammelten Polizisten.

    Einen ausführlichen Bericht liefert die ZEIT:

    http://www.zeit.de/2013/07/Polizeigewalt-Andre-Conrad

    Das Bildmaterial findet sich hier:

    https://www.youtube.com/watch?v=v8f_QCcHpv4

    Am 28.06.2013 wurde ein mit einem Messer bewaffneter, nackter Mann am/im Neptunbrunnen auf dem Berliner Alexanderplatz von einem Beamten erschossen.

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/po...n/8420008.html

    Zu beiden Fällen gibt es eine Reihe von Fragen.

    Ist die Berliner Polizei so schlecht ausgerüstet und so schlecht ausgebildet, daß sie trotz Überzahl einen Verletzten und einen nackten, geistig Verwirrten nicht festnehmen können, ohne sie dabei tödlich zu verletzen?

    Warum dauert es bis zum einem Gerichtsverfahren, daß Unschuld oder Schuld der Beamten feststellt?

    Beschuldigte und Zeugen sind in beiden Fällen ja nicht aufwändig erst zu ermitteln.
    Und die große Anzahl von Augenzeugen sollte doch kein Hindernis für einen schnelleren Verfahrensgang darstellen?

    Je mehr Zeit verstreicht, desto stärker wird doch das Erinnerungsvermögen von Augenzeugen angezweifelt.
    Selbst wenn Aussagen schon kurz nach dem Geschehen aktenkundig sind, kommt es doch entscheidend auf die Aussage vor Gericht an, oder nicht?

    In diesem Zusammenhang möchte ich an Oury Jalloh erinnern, der unter ungeklärten Umständen in seiner Arrestzelle verbrannte.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Oury_Jalloh

    Das Geschehen an sich wie auch die nachfolgenden Ermittlungen stellen einen ewigen Schandfleck für den deutschen Rechtsstaat dar.

    Die Gedenk-Initiative hat es geschafft, daß der Fall neu aufgerollt wird:

    http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/tod...-ae30b3e4.html

    Mehrere internationale Experten kommen zu anderen Ergebnissen als bei der früheren Ermittlung. Und die erheblichen Unklarheiten scheinen logisch begründet zu sein.

    Die vergangene Zeit arbeitet aber für einen potentiellen Täter, wenn es ihn gibt!


    Wenn man folgenden Artikel zur Festnahme des Gemüsehändlers Karim Panahi liest,
    fühlt man sich in die USA versetzt:

    http://www.focus.de/politik/deutschl...d_5083460.html

    Und auch hier offene Fragen...
    Geändert von zugzwang (12.11.2015 um 19:51 Uhr)

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