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Thema: Welche Chancen hat Anand gegen Carlsen?

  1. #1
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    Welche Chancen hat Anand gegen Carlsen?

    Nach dem souveränen Titelgewinn von Magnus Carlsen bei der WM in Chennai prognostizierte ich vielleicht etwas voreilig:

    Die Wachablösung ist Realität geworden, und sie ist folgerichtig.
    Realität ist stattdessen, daß Vishy Anand es aus eigener Kraft erreicht hat, bei einer WM Revanche an seinem Gegner nehmen zu können. Ich hätte mir tatsächlich niemals träumen lassen, daß sich der geschlagene Tiger in einer solchen Weise gegen „den Lauf der Zeit“ stellt und sich auf eine solche Weise in den Brennpunkt der Schachgeschichte zurückspielt.

    Die Schach-WM wird aller Voraussicht nach im November dieses Jahres stattfinden. Der Spielort ist noch unbekannt. Wir wollen in diesem Thread der Frage nachgehen, wie viele Chancen wir Vishy Anand in diesem erneuten Duell der Generationen geben. Zugzwang hat sich mit dieser Frage schon beschäftigt und eine fundierte Analyse an anderer Stelle geliefert.

    Tatsächlich sehe auch ich Vishy Anand in diesem Duell nicht chancenlos. Er ist ein erfahrener Matchspieler mit fünf Siegen bei einer Schach-WM. Und er wird aus diesem Duell gegen Carlsen seine Lehren gezogen haben und bei der nächsten WM anders auftreten. Manchmal braucht es seine Zeit, sich genau auf einen Gegner einstellen zu können. Michail Botwinnik hatte z. B. oft beim ersten Duell bei einer Schach-Weltmeisterschaft Probleme mit seinem Gegner gehabt und die WM 1957 gegen Smyslov, 1960 gegen Tal und 1963 gegen Petrosjan verloren. Beim zweiten Male klappte es für den Patriarchen dann wesentlich besser, und 1958 und 1961 holte er sich seinen Titel durch sein Revancherecht zurück. Nur 1964 kam es nicht zu dem Rematch Botwinnik gegen Petrosjan. Die FIDE hatte dieses als Lex Botwinnik bezeichnete WM-Privileg abgeschafft.

    Beim Kandidatenturnier in Chanty-Mansijsk hatte sich Anand gegen die, mit Ausnahme von Carlsen, versammelten stärksten Spieler der Welt extrem konzentriert gezeigt. Durch seine bekannt starke Eröffnungsbehandlung kam er gut ins Spiel, und auch im weiteren Turnierverlauf ließ er seine Gegner niemals ernsthaft an sich herankommen. Ein Makel war allerdings seine auch schon in Chennai gezeigte fehlende Konsequenz. Wie zugzwang zu Recht anmerkte, hätte ein Magnus Carlsen solche Spiele wie gegen Swidler und Andreikin vermutlich noch gewonnen. Doch auch daran kann der Tiger noch bis zum November arbeiten.

    Für Magnus Carlsen spricht natürlich der Elozahlvergleich (momentan 2882 vs. 2785) und sein jüngeres Alter. Natürlich wird auch Anand sich gut auf Chennai vorbereiten. Aber gerade bei Magnus Carlsen ist anzunehmen, daß er sich bis zum November in seiner Spielstärke noch einmal verbessern wird. Carlsen schreitet ja unaufhaltsam auf die magische Elo-Marke von 2900 (!) zu. Das Hauptproblem wird sein: Carlsen hat keine Schwächen, und dem Tiger werden dem zufolge wieder die Ansatzpunkte fehlen. Fazit: Es wird wieder ein faszinierender Kampf, auch Anand hat seine Chancen, aber Carlsen ist Favorit, ja sogar großer Favorit. Wie denkt ihr darüber?
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  2. #2
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    unrated sorry :)
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    AW: Welche Chancen hat Anand gegen Carlsen?

    Carlsen ist sicher Favorit, aber man sollte den Tiger von Madras nicht abschreiben.
    Dass die WM 2013 in Chennai, also Heimatstadt von Vishy, stattfand, war sicher eine recht unglückliche Wahl.
    Allein der Hype drumherum in Indien, das konnte nur ins Auge gehen, gerad bei einem recht fehlerlosen Gegner wie Carlsen.
    Ob Anand wirklich Chancen hat? Wer weiß das schon, Anand braucht Carlsen nur einmal zu schlagen und einen Lauf haben.. Reinste Psychologie.. Aber ich würde Vishy nicht abschreiben, soviel ist sicher.

  3. #3
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    AW: Welche Chancen hat Anand gegen Carlsen?

    Ich bin kein Freund davon, den Ausgang der letzten Schach-WM zu sehr mit dem Austragungsort zu erklären. Es mag sein, daß Anand enorm unter Druck stand, aber dasselbe könnte man bei jedem Fußballspiel von der Heimmannschaft sagen, die sich ja auch unter heimischem Publikum beweisen möchte. Trotzdem gibt es im Fußball den Heimvorteil, der sich auch statistisch belegen läßt. Und in diesem Sinne war es ja auch Anands Wunsch, in Indien zu spielen, während das Team Carlsen davon alles andere als begeistert war. Anand kannte das tropische Klima, er kennt die Mentalität der Leute und er kennt die indische Küche. Ein Magnus Carlsen mußte sich in diesem für ihn fremden und exotischen Lande erst akklimatisieren. Meines Erachtens hat Anand so klar verloren, weil Carlsen eindeutig der bessere Spieler gewesen ist. Und Anand hat seine Chance, weil jedes Duell seine eigene Dynamik hat, wo viele Faktoren zusammenkommen. Anand weiß, daß er in Chennai vor Carlsen zu großen Respekt hatte und sehr befangen wirkte. Und da er dieses Duell sehr akribisch untersuchen wird, bin ich mir sicher, daß er nun befreiter aufspielen und seine Stärken ausspielen wird. Und dazu gehören seine tiefen Eröffnungskenntnisse, seine Intuition, seine Fähigkeit in komplexen Stellungen und sein, ähnlich bei Carlsen, Universalstil. Und vielleicht findet Anand in Carlsens Spiel ja eine Schwäche, auf die er spielen kann. Das ist zwar bislang noch niemandem gelungen, aber auch Aljechin hatte 1927 im Spiel von Capablanca, der vermeintlich fehlerlosen Rechenmaschine, Schwächen ausgemacht, auf die er sein Spiel aufgebaut hatte. Die Schach-WM 1927 gehört zu den bedeutendsten Schach-Weltmeisterschaften aller Zeiten und war ein hervorragendes Lehrbeispiel in Sachen Psychologie gegen den Gegner (zum Glück nur spielerisch, was bei Schach-WMs ja nicht selbstverständlich ist).
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  4. #4
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    AW: Welche Chancen hat Anand gegen Carlsen?

    Zitat Zitat von Kiffing Beitrag anzeigen
    ...Zugzwang hat sich mit dieser Frage schon beschäftigt und eine fundierte Analyse an anderer Stelle geliefert...
    Diese "Analyse" ist die Meinung bzw. Erwartung eines Amateurs.
    Für eine fundierte Analyse müßte man eine andere (deutlich höhere) Spielstärke und echte Ahnung vom Spitzenschach haben.

    Für mich dagegen sieht es so aus, als hätte Vishy zunächst einmal seine Motivation und verbunden mit dem Erfolg sein Selbstbewußtsein wiedergefunden. Das wird aus seine Äußerungen zum Kandidatenturnier und zum anstehenden WM-Match klar.

    Den Turniersieg hat er teilweise im Stile eines Carlsen errungen:
    kraftvoll, klar, präzise und mit sehr niedriger Fehlerquote.
    Keine unübersichtlichen Komplikationen mit wildem Durcheinander und besserem Durchstieg durch den Variantendschungel.

    Es gibt aber auch Unterschiede zu Carlsen:
    Vishy opferte in seine Schwarzpartien ausgangs der Eröffnung oder noch früher einen Bauern für Initiative und konnte diese zum Ausgleich verdichten.
    Etwas leiden mußte er dabei gegen Topalov, doch habe ich den Eindruck, daß diese Struktur von Vishy sehr weit vorbereitet war und er nie echte Sorgen hatte.
    Gefährlicher wurde es gegen Karjakin, weil Vishy die allerbesten Antworten 2-3-mal nicht fand. Sein Stellungsgefühl an sich trog ihn aber nicht und seine Verteidigung war letztlich sehenswert.
    Eine Modellpartie für den Kampf gegen Carlsen war diese Partie aber gerade nicht.
    Der amtierende Weltmeister ist derjenige Spieler, der aktuell seine Gegner bei leichtem Vorteil am besten unter Druck setzt.
    Da waren die Stellungen gegen Aronjan und Kramnik vielleicht auch für einen Carlsen unangenehmer, wo Vishy sehr starke Intiative für seine Bauernopfer erhielt.
    Daß Carlsen so etwas auch als Angreifer beherrscht, beweist dieses Meisterstück:

    [Event "Bilbao Masters"]
    [Site "Sao Paulo BRA"]
    [Date "2012.10.12"]
    [Round "9"]
    [Result "1-0"]
    [White "Magnus Carlsen"]
    [Black "Viswanathan Anand"]
    [ECO "B52"]

    1.e4 c5 2.Nf3 d6 3.Bb5+ Bd7 4.Bxd7+ Qxd7 5.c4 Nf6 6.Nc3 g6
    7.d4 cxd4 8.Nxd4 Bg7 9.f3 Qc7 10.b3 Qa5 11.Bb2 Nc6 12.O-O O-O
    13.Nce2 Rfd8 14.Bc3 Qb6 15.Kh1 d5 16.Nxc6 bxc6 17.Qe1 Rdc8
    18.e5 Ne8 19.e6 fxe6 20.Nf4 Bxc3 21.Qxc3 d4 22.Qd2 c5 23.Rae1
    Ng7 24.g4 Rc6 25.Nh3 Ne8 26.Qh6 Nf6 27.Ng5 d3 28.Re5 Kh8
    29.Rd1 Qa6 30.a4 1-0

    Carlsen selbst opfert im Eröffnungskampf seltener Material als Schwarzer für ausgleichende Initiative.
    Vielleicht stimmt aber auch nur meine Erinnerung dazu nicht. Jedenfalls war Vishys "Schwarz-Konzept" zu diesem Thema in Khanty beeindruckend.

    Für den zukünftigen WM-Kampf ist festzuhalten, daß Vishy 2 seienr Wm-Niederlagen mit Weiß erlitt und ingesamt mit Weiß ledigleich eine einzige Stellung erhielt, die vielversprechend war und seinem Spiel entsprach. Das war die 9. Partie und es lag an Carlsens Idee mit exd5 die ältere, als schwierig geletende Struktur wiederzubeleben. Ohne dieses gewagte, aber letztlich gelungene Experiment hätte Vishy wohl in keiner einzigen Weißpartie etwas aufzuweisen gehabt.
    Dagegen stand er mit Schwarz in der 1. und 3. WM-Partie ansprechend und selbst die verlorene 5. Partie war dynamisch-komplziert, was dem Ex-WM entgegenkommen sollte (nach bisheriger Einschätzung). Carlsen selbst meinte nach der Partie, daß er an einer Stelle (34. ... td4) glaubte, schlechter zu stehen - was objektiv vllt nicht so war, aber die Schwierigkeit der Partie und des entstandenen Typus aufzeigt.

    Sollte Vishy Anand den Schwerpunkt des WM-Kampfs auf die Schwarzpartien legen und damit gerade gegen eine statistische Stärke Carlsens, der einen sehr hohen Score mit Weiß allgemein hat?
    Das liest sich sehr gewagt und entspricht auch nicht der russischklassischen Auffassung, mit weiß auf Gewinn zu spielen und mit Schwarz zuerst das Gleichgewicht herzustellen.
    Dennoch wäre es eine Möglichkeit, wenn Vishy nicht zu 1. d2-d4 greifen will.

  5. #5
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    AW: Welche Chancen hat Anand gegen Carlsen?

    Nicht wenig überraschend glaubt auch Wladimir Kramnik an Anands Chancen. Bekanntlich verstehen sich beide Spieler, die derselben Spielergeneration angehören, sehr gut, und es war Wladimir Kramnik, der Vishy Anand letztendlich dazu überredet hatte, am Kandidatenturnier in Chanty-Mansijsk teilzunehmen, mit den bekannten Folgen.

    Daß das Verhältnis zwischen Kramnik und Carlsen nicht das Beste ist, wurde unübersehbar in dem wohl bewußt frech gehaltenen Carlsen-Statement vom März, in dem dieser sich äußerst despektierlich über seinen Rivalen Kramnik geäußert hatte. Dort hieß es u. a., es sei oft Unsinn („nonsense“), was Kramnik sage. Nun hat Wladimir Kramnik dem Schach-Journalisten Evgeny Atarov ein Interview gegeben, und darin heißt es zu Anands Chancen im Rematch Ende dieses Jahres:

    Ich denke ja. Zum Einen ist der Vishy, den wir im vergangenen Herbst gesehen haben, ein anderer, als der Vishy, der das Kandidatenturnier gewann. Er hat seine Trägheit, die ihn in den letzten Jahren behinderte, endlich abgelegt. Zum Anderen hat er aus der Niederlage seine Lehren gezogen. Es war offensichtlich, dass Anand Angst hatte, alles auf eine Karte zu setzen oder Fehler zu begehen. Im Prinzip sollte in einem WM-Kampf der Herausforderer nervös sein, aber mit zunehmenden Kampf wurde Anand immer nervöser. Nun hat er im Grunde genommen nichts zu verlieren und dementsprechend die psychologische Initiative. Das wird ihm helfen, um besser zu spielen.
    Man sollte auch nicht vergessen, dass Anand eine kolossale Match-Erfahrung hat. Er sollte ein gutes Gefühl für Carlsens Schwächen haben und wie er sie ausnutzen kann. Im ersten Match hat er strategische Fehler gemacht, die einfach zu vermeiden gewesen wären. Ich weiß nicht, warum Vishy z.B. so häufig angenehme Stellungen für Carlsen angestrebt hat, wie ein Lamm, das sich zur Schlachtbank führen lässt. Aber das ist Vergangenheit.
    Ich würde mich wundern, falls Anand wieder ohne Gegenwehr verlieren würde. Ich habe keinen Zweifel, dass wir ein interessanteres Match erleben werden. Es wird viele spannende Mittelspiel-Stellungen geben und einen Kampf der Nerven. Es wird kein zweites Chennai geben.
    Dieses Statement von Wladimir Kramnik gibt sicherlich denen, die nicht unbedingt Carlsen-Fans sind und eine ebenso einseitig verlaufene Weltmeisterschaft wie in Chennai befürchten, wieder neuen Mut, das Statement ist aber angesichts der Rivalität der beiden nicht wirklich überraschend. Wirklich pikant wird es am Ende des Interviews:

    Dort schließt Kramnik eine Sekundantenrolle (!) für seinen Freund Anand nicht aus. Kramnik: „Falls Vishy ein Angebot macht, kann ich darüber nachdenken.“ Sollte Kramnik Anand im Rematch sekundieren, würden sich die Chancenverhältnisse zugunsten Anands natürlich deutlich erhöhen. Das wäre in der Tat eine süße Rache für den übermütigen Shootingstar aus Norwegen!
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  6. #6
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    AW: Welche Chancen hat Anand gegen Carlsen?

    Für mich ist es nicht relevant,ob Anand eine Chanche hat,ich finde es toll,daß er sich mit über 40 Jahren noch qualifiziert hat und zwar nicht nach der Elozahl,aber sportlich bewiesen hat,daß er noch immer die Nummer 2 der Welt ist.Wenn er diese sportliche Höchstform irgendwie bis November halten kann wird der Revanchekampf sicher nicht so einseitig wie die Wm und vor Allem,das war bis auf das Karpov-Korchnoi Match meistens so,der Herausforderer hat nichts zu verlieren und kann viel lockerer spielen.Egal wie es ausgeht,klar ist Carlsen Favorit,ich freu mich schon auf gute Partien.Allerdings finde ich es ein wenig inflationär,wenn die Wm jetzt jedes Jahr stattfindet,das gibt es in wenig Anderen Sportarten,eine Wm sollte etwas Besonderes sein und wie früher nur Alle 3 Jahre stattfinden
    ich will diese Welt weder bewerten ,noch beweinen,ich will sie so verstehen,wie sie ist

    (Baruch Spinoza)

  7. #7
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    AW: Welche Chancen hat Anand gegen Carlsen?

    Zitat Zitat von chessiscruel Beitrag anzeigen
    Allerdings finde ich es ein wenig inflationär,wenn die Wm jetzt jedes Jahr stattfindet,das gibt es in wenig Anderen Sportarten,eine Wm sollte etwas Besonderes sein und wie früher nur Alle 3 Jahre stattfinden
    Soweit ich informiert bin, hat die FIDE so etwas noch nicht ausdrücklich beschlossen, und es steht noch in den Sternen, wie sich das mit den WM-Zyklen weiter entwickeln wird. Ich wäre da auch für einen klassischen Drei-Jahres-Zyklus, hielte aber auch einen Zwei-Jahres-Zyklus für vertretbar. Den letzten Stand in dieser Frage habe ich von Chessbase, der Artikel ist vom 22.3.2014, André Schulz:

    Nun ist die Situation aber wieder so wie die Schachwelt es erwartet. Magnus Carlsen ist klarer Weltranglistenerster und er ist Weltmeister. So soll es sein. Aber: Weshalb wird in diesem Jahr überhaupt eine Weltmeisterschaft ausgetragen? Es gab 2012 ein WM-Match (Anand-Gelfand), es gab 2013 ein WM-Match (Anand-Carlsen) und es wird 2014 ein WM-Match geben (Carlsen -?). Hat die FIDE den WM-Zyklus auf einen neuen Einjahresrhythmus festgelegt? Eine solche Erklärung gab es eigentlich nicht und selbst in FIDE-Kreisen weiß man nicht genau, warum nun drei Jahre hintereinander Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Für die Zuschauer sind spannende Kandidatenturniere und WM-Matches ein schönes Highlight. Aber welcher Weltmeister möchte schon gerne jedes Jahr in einem Nerven aufreibenden Match seinen Titel verteidigen? Wie gesagt: Es mangelt der FIDE weiter an Klarheit.
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