Nach 1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb3 Nf6 4.0-0 kann Schwarz mittels 4. .... Nxe4 5.d4 Nd6 6.Bxc6 dxc6 7.dxe5 Nf5 8.Qxd8+ Kxd8 in die Berliner Verteidigung übergehen; eine Endspieleröffnung ohne Damen. Will Weiß diese Stellung umgehen, kann er mit einem Zug die Stellung variieren, der auch häufig in anderen Varianten anstelle d2-d4 gespielt wird, nämlich Rf1-e1.

Normalerweise mag ich diesen Turmzug gar nicht. Er ist nicht schlecht und stellt Schwarz bei falschen Spiel vor große taktische Probleme , aber ich finde d2-d4 verspricht spannendere Mittelspiele wie den offenen Spanier, den ich mit Weiß und Schwarz gerne spiele. Meine Gegner haben meistens aber irgendwie andere Vorlieben, wenn sie gegen mich mit Weiß Spanisch spielen...

Wie dem auch sei In dieser Variante verhindert der Turmzug auf die e-Linie Täusche, insbesondere den Damentausch.

1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5 Nf6 4.0-0 Nxe4 5.Re1 Nd6 6.Nxe5 Be7 7.Bd3 0-0 8.Nc3 Nxe5 9.Rxe5

The attraction of 5 Re1 is that the queens stay on and open tactical game results. The problem is that, while it may work as a surprise weapon, Black should have no theoretical problems.
(John Shawn)
Weiß wird versuchen am Königsfügel einen Angriff zu starten. Dies kann er mitttels b2-b3 und Bb2 vorbereiten. Außerdem steht dem Springer im Moment das starke Feld d5 zur Verfügung.
Schwarz wird daher früher oder später sich zu c6 durchringen. Typisch ist das Manöver Nd6-e8 mit Bauer d7-d5. Auch möglich ist Re8 plus Ne4. Der Läufer hat auf f6 ein gutes Feld, wodurch er die lange Diagonale kontrolliert; der Läufer steht nach d7-d5 aber auch nicht schlecht auf der Diagonale h2-b8. Zwei Hauptfortsetzungen sind
a) 9. ... Bf6 und
b) 9. ... c6