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Thema: Steinitz nach dem Titelverlust - alles ein einziger Wahn?

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    Steinitz nach dem Titelverlust - alles ein einziger Wahn?



    Wenn von den letzten Jahren des Wilhelm Steinitz´ gesprochen wird, so wird die Zeit von seiner Entthronung durch Lasker bei der Schach-WM 1894 in drei Städten der USA bis zu seinem Tod 1900 gerne als Zeit des persönlichen Verfalls von Steinitz, ja als eine einzige Krankengeschichte zusammengefaßt. Eine solche Auffassung bietet zwar eine leicht verständliche Erklärung des ersten modernen Schachweltmeisters in dieser Zeit. Das Problem dieser Auffassung ist aber, daß diese, die doch so einfach wie ein Modell ist, eine Art von kausaler Entwicklung unterstellt, die so nicht existiert. Vor allem werden so Zwischentöne und Nuancen in dieser Zeit nicht sichtbar oder bewußt ausgeblendet, die diesem einseitigen Bild widersprechen. Das ist vor allem deshalb so schade, weil diese Zeit von 1894-1900 eine, und nicht zuletzt wegen Steinitz, schachlich höchst produktive und interessante Zeit gewesen ist.

    Als Harry Nelson Pillsbury 1895 beim Turnier in Hastings seinen legendären Turniergewinn feierte und in dieser Marathon-Veranstaltung die gesamte Weltspitze übertrumpfte, wurde im Schach das Zeitalter der Pentarchie eingeleitet. Wir kennen das Zeitalter der Pentarchie bereits aus der europäischen Geschichte, als es in Europa für lange Zeit seit dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763) ein Gleichgewicht mit den fünf Supermächten England, Frankreich, Rußland, Österreich und Preußen gegeben hatte. Ein ähnliches Gleichgewicht lag auch im Schach vor, denn noch einige Jahre galten der junge Weltmeister Emanuel Lasker, sein Rivale Siegbert Tarrasch, Michail Tschigorin aus Rußland, der neue Stern am Firmament Harry Nelson Pillsburry, und eben auch noch Wilhelm Steinitz als mehr oder weniger gleichstark, d. h. als ernsthafte Anwärter auf den Weltmeisterthron.

    Emanuel Lasker ist bis heute als Schachweltmeister mit der längsten Regentschaft bekannt. 27 Jahre lang saß er, von 1894-1921, auf dem Thron. Wenn wir uns aber einer anderen Zählweise bedienen, so werden diese 27 Jahre noch durch 28 Jahre von Wilhelm Steinitz überboten, der in dieser Zeit der stärkste Spieler der Welt gewesen ist. Wie im Forum schon beleuchtet wurde, hatte sich der 1894 von Steinitz und Lasker vereinbarte Zweikampf in den USA nicht grundlegend von früheren Duellen zwischen den stärksten Spielern der Welt unterschieden, die mit dem Anspruch antraten, der Welt zu zeigen, daß sie es sind, denen die Ehre zukommt, im Schach die Größten zu sein. Wer möchte etwa bezweifeln, daß z. B. die früheren Zweikämpfe zwischen La Bourdonnais und McDonnell, zwischen Staunton und Saint-Amant, zwischen Morphy und Anderssen oder zwischen Steinitz und Anderssen unter derselben Prämisse antraten wie die Spieler seit der ersten offiziellen Schach-WM 1886 zwischen Steinitz und Zukertort? Der einzige Unterschied zwischen der Schach-WM von 1886 und vergleichbaren Duellen davor war lediglich der formale Akt, daß Steinitz und Zukertort vertraglich festgehalten hatten, daß dem Sieger des Duells die Ehre zukommt, als Schachweltmeister aus dem Duell hervorzutreten. Dieser Punkt des Vertrages wurde von da an in vergleichbaren Duellen übernommen. Wenn man folglich die Tatsache herausstreicht, daß Wilhelm Steinitz seit seinem 8:6-Sieg gegen Adolf Anderssen 1866 in London sämtliche Duelle bis zu seiner Niederlage gegen den 25jährigen Emanuel Lasker für sich entscheiden konnte, dann war Wilhelm Steinitz 28 Jahre lang in den Augen der Schachwelt der stärkste Spieler der Welt.

    Als Wilhelm Steinitz 1892 in Havanna nur noch knapp den Revanchekampf gegen den 14 Jahre jüngeren Russen Tschigorin für sich entscheiden konnte, so sollten seine Befindlichkeiten sich während des Matches als böses Omen erweisen: „Ich habe stundenlang dagelegen, mit weitoffenen Augen, die wie Feuer brannten, und der Schlaf wollte nicht kommen. Am Ende des Wettkampfes war ich nervlich so angespannt, daß ich mich noch Wochen danach nicht unter Kontrolle hatte und mich mit Champagner oder sonstigen Anregungsmitteln aufrechterhielt, die mir künstlich Kraft geben“ (Harold C. Schonberg, Die Großmeister des Schach, Fischer-Verlag 1974, S. 106), merkte Steinitz selbst an.

    Das Unheil kündigte sich für den schon 56jährigen an, und zwei Jahre später war es dann soweit, als Wilhelm Steinitz gegen Emanuel Lasker in einem Wettkampf, der auf zehn Siege festgelegt wurde (Remispartien zählten nicht), mit 5:10 klar verlor. Zwei Jahre später fiel die Revanche mit 2:10 noch deutlicher aus. Für Wilhelm Steinitz, der seit 1866 kein Duell mehr verloren hatte, muß der Verlust seines Weltmeistertitels schrecklich gewesen sein. Er war das Kind einer verarmten Handwerkerfamilie im jüdischen Ghetto von Prag. Gesundheitlich schwer angeschlagen, klein, kurzsichtig und mit Klumpfuß, mußte er froh sein, überhaupt zu überleben, denn wie damals in verarmten kinderreichen Familien üblich, überlebten von den dreizehn (!) Kindern der Familie Steinitz nur wenige, darunter eben Wilhelm bzw. Wolf, wie er ursprünglich hieß. Zwar konnte Steinitz durch das Schach seiner Armut nie ganz entkommen, das Schach ermöglichte dem alles andere als Sohn des Glücks in die Welt geworfenen Steinitz aber das finanzielle Überleben, natürlich viel Schaffensfreude, aber auch Prestige und Anerkennung. Steinitz wurde durch persönliche Schicksalsschläge (in diesen Tagen starben ihm seine Frau und seine Tochter) und WM-Verlust unbestritten schwer getroffen, seine Spiele auf der Bühne des Schachs zeugen aber davon, daß von einer geistigen Umnachtung, zumindest von einer dauerhaften, seit 1894 oder auch seit 1896 nicht die Rede sein kann. Zwar gewann Steinitz in den 90er Jahren kein einziges Turnier mehr als alleiniger Sieger, was aber wohl nicht einer angeblichen geistigen Umnachtung, sondern in erster Linie dem Altern geschuldet ist, das zwar keine Krankheit im Sinne einer Laune des Natur ist, wohl aber zunehmende Symptome einer allumfassenden Krankheit aufweist, wie jeder alternde Mensch bestätigen kann.

    Es scheint sogar zu sein, daß Steinitz sich später mit dem Laufe der Zeit abgefunden hat, jedenfalls gelangen ihm in seinem letzten Lebensjahrzehnt viele Partien, die später zu seinen schönsten Partien überhaupt gezählt (vgl. ebd.) wurden. Es fehlte ihm wohl die Verbissenheit, die bei besonders ehrgeizigen Spielern, die um jeden Preis gewinnen wollen, oft die Schönheit ihrer Partien und deren inspirative Entfaltung beeinträchtigen. Natürlich ist seine im wildromantischen Stil vorgetragene Partie gegen Kurt von Bardeleben, „Steinitz´ Juwel“ von Hastings 1895, im Anhang des Threads zu sehen. Und auch seiner Leidenschaft für das Schachspiel tat sein Verlust des Weltmeistertitels keinen Abbruch. So verdeutlichte der „alternde Löwe“ (Kasparov) noch 1896 in einem Brief an seinen Biographen Ludwig Bachmann seine Prämisse als unermüdlicher Forscher des Schachspiels:

    Das Schach ist nichts für kleine Geister, es beansprucht einen vollen Mann, der sich nicht sklavisch an das Überlieferte hält, sondern selbständig die Tiefen des Spiels zu ergründen sucht. Es ist wahr, ich bin ein schwieriger, kritischer Kopf; aber sollte man da nicht kritisch werden, wenn man oft oberflächliche Urteile über Stellungen anhören muß, deren wahrer Wert erst durch tiefgründige Forschung klargestellt werden kann. Soll man sich nicht ärgern, wenn man sieht, wie unselbständig an veralteten Methoden festgehalten wird, bloß damit man nicht in seiner Bequemlichkeit gestört wird. Ja, das Schach ist schwer, es erfordert Arbeit, ernstes Nachdenken, nur eifrige Forschung kann befriedigen. Nur rückhaltlose Kritik kann zum Ziele führen. Aber der Kritiker gilt leicht vielen als Feind statt als Führer zur Wahrheit. Mich aber wird Niemand vom Wege zur Wahrheit abbringen.
    Dr. Edmund Bruns, Das Schachspiel als Phänomen der Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, LIT-Verlag 2003, S. 43f.

    Im Zuge der fortgeschrittenen Industrialisierung und einer immer komplexeren, dem Individuum alles abverlangenden Wirklichkeit, vor allen in den großen Städten, bildeten sich schon damals schwere Nervenkrankheiten in der Bevölkerung heraus. Der Modebegriff der damaligen Zeit hieß Neurasthenie. Die Neurasthenie war ein Symptom für die Krise des deutschen Bildungsbürgertums, wofür stellvertretend Thomas Mann in der Literatur oder Siegbert Tarrasch im Schach stehen, aber auch für die gesamte Gesellschaft. Und wie febril die Menschen damals in den Ersten Weltkrieg zogen, das hat Thomas Mann unnachahmlich in seinem Zauberberg festgehalten. Die Neurasthenie war geradezu das Symptom der damaligen Zeit, und keine größere Erscheinung bis hin zur Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts läßt sich ohne dieses Krankheitsbild, das mehr war als nur ein solches, erklären. Es deutet vieles darauf hin, daß auch Wilhelm Steinitz von diesem Virus befallen wurde. Doch nimmt der Befund einer Volkskrankheit vieles von der Besonderheit, wie sie in späteren Zeiten, auch gerne von den Medien speziell für den „Fall Steinitz“ verbreitet wurden. Nach seiner Niederlage gegen Lasker im Revanchematch ließ sich Steinitz für 40 Tage in ein Sanatorium bringen, was angesichts der Höchstanforderungen, die solch ein kräftezehrendes Duell, aber auch eine solch gewissenhafte Vorbereitung, die ein Steinitz vor diesem Wettkampf, und das im vorstehenden Rentenalter, noch an den Tag gelegt hatte, mit sich bringt, aber nichts außergewöhnliches zu sein scheint. So ist es bspw. in der Arbeitswelt nicht ungewöhnlich, wenn Arbeitnehmer aufgrund zunehmender Erschöpfung zum Auftanken der Kräfte eine Kur verschrieben bekommen. Steinitz, der schon nach seiner Entthronung durch Lasker 1894 in Hastings 1895 und St. Petersburg 1895/96 durch ein legendäres Auftreten Schachgeschichte geschrieben hatte, konnte auch noch nach seinem Sanatoriumaufenthalt 1896 mit der Weltspitze mithalten. 1897 gewann er zusammen mit Samuel Liebschütz die New Yorker Meisterschaft und gab dabei gegen 22 Spieler eine Blindsimultanveranstaltung, von denen er gegen 17 Spieler gewann. 1898 stellte sich Steinitz in Wien einer Marathonveranstaltung, auf der außer Lasker die Weltspitze versammelt war. Das Turnier hatte 19 Teilnehmer und es wurde nicht ein-, sondern doppelrundig gespielt, so daß jeder Spieler 36 (!) Partien in weniger als zwei Monaten absolvieren mußte. Steinitz´ 4. Rang bei 23,5 Punkten (es gewannen Tarrasch und Pillsbury) nötigte wahrscheinlich jedem höchsten Respekt ab. Sein 5. Rang in Köln (Sieger wurde Burn) bei 9,5/15 Punkten war ebenfalls ein Achtungserfolg. Nur in London 1899, wo Emanuel Lasker mit 23,5/28 und mit 4,5 Punkten Abstand zu den Verfolgern einen legendären Turniersieg schuf, konnte der mittlerweile 63jährige nicht mehr mithalten und wurde im laufenden Turnier deklassiert. Er beendete das Turnier bei einer Teilnehmerzahl von 15 Spielern mit einem geteilten zehnten Platz und beendete damit de facto seine Karriere als aktiver Spieler. Wenig mehr als ein Jahr hatte er danach noch zu leben.

    In dieser Zeit sind die extremsten Ferndiagnosen, z. B. von Fine oder Hannak, über Steinitz gestellt worden. Sie basieren auf Erzählungen, daß Steinitz etwa 100 Jahre vor der Erfindung des Handys mit einem drahtlosen Telefon mit anderen habe kommunizieren wollen, daß Steinitz Schachfiguren durch elektrische Wellen, die sein Gehirn ausstrahle, habe bewegen wollen, und schließlich die berühmteste Geschichte, daß er schließlich niemand geringeren als Gott persönlich zu einem Duell gefordert habe, unter Vorgabe von Zug und Figur. Tatsächlich ist er 1897 in Moskau in eine Nervenheilanstalt eingewiesen worden, was der Legendenbildung nur neue Nahrung geben konnte. Treppner und Pfleger erzählen:

    Wenig später [nach seinem 2:10 gegen Lasker] wurde er in eine Irrenanstalt eingeliefert. Warum, ist ebenfalls eine der nie vollständig gelösten Rätsel. Fine erklärt es ganz nüchtern mit Anfällen von Geistesverwirrung, z. B. der Wahnidee vom drahtlosen Telefon, die hier erstmals auftauchte. Man habe Steinitz beobachtet, wie er aus dem Fenster sprach und sang und auf Antwort wartete. Der amerikanische Konsul (Steinitz war schon lange Bürger der USA) habe dann persönlich die Einweisung veranlaßt.
    Man kennt auch die Version einer wildromantischen Liebesgeschichte mit einer jungen Russin, die angeblich Steinitz heiraten wollte; als dieser ablehnte, habe sie, um der Kompromittierung zu entgehen, ihn als wahnsinnig dargestellt und alle Schuld auf ihn geladen. Diese Darstellung beruht anscheinend aber nur auf Briefen von Steinitz selbst und ist daher mit größter Vorsicht zu beurteilen. Von einer Frau berichtet z. B. Fine gar nichts; bei anderen ist sie eine Sekretärin oder Botschaftsangestellte ohne persönliche Beziehung zu Steinitz. Wir werden es wohl nie erfahren...
    Pfleger/Treppner, Brett vorm Kopf, Leben und Züge der Schachweltmeister, Beck´sche Reihe, München 1994, S. 74

    Ohne selbst genaueres über Gründe und Umstände der Einlieferung von Steinitz in die Moskauer Nervenheilanstalt zu wissen, scheint es mir sehr verzerrend dargestellt zu sein, anhand dieses Erlebnisses Steinitz´ letzte Jahre nach seiner Entthronung durch Lasker auf eine einzige Leidensgeschichte zu reduzieren, in der dieser geistig dauerhaft umnachtet gewesen sei. Dies würde auch bedeuten, den alten Steinitz nicht mehr ernst zu nehmen, was angesichts seiner Auftritte danach in Wien und Köln dem Mann nicht gerecht wird. Wie schon erwähnt, scheint Steinitz spätestens nach seiner 2. Niederlage gegen Lasker seine eigenen Ambitionen auf den Weltmeisterthron aufgegeben zu haben, was ihn, neben eventuellen Aussetzern, auch durchaus entspannt haben könnte. Treppner und Pfleger schreiben:

    [...], daß Steinitz in seinen letzten Jahren als umgänglicher denn je beschrieben wird; eher als schrulliger, aber liebenswerter alter Herr.
    Ebd. S. 75

    Treppner und Pfleger erklären diese Beobachtungen mit Steinitz´ schon beschriebenen „Wahnideen“, mit denen er sein „Scheitern“ in der realen Welt kompensiere und somit seine „Allmachtsphantasien“ aufrecht halte (ebd.). Aber das scheint mir sehr spekulativ zu sein, mit einer ähnlichen Entschlossenheit könnte man diese Beobachtungen auch mit Entspannung erklären, die sich eingestellt habe, als Steinitz erkannt habe, aufgrund seines Alters mit der absoluten Weltspitze nicht mehr mithalten zu können, so daß eine große Last von ihm, es allen beweisen zu wollen, abgefallen sei. Ich gebe zu, auch das ist Vulgärpsychologie, aber nicht mehr als die eines Treppners oder Pflegers.

    Sehr bewegend beschreibt Garri Kasparov, der sich in seiner Steinitz-Biographie zum größten Teil auf die Leistung dieses ersten modernen Weltmeisters der Schachgeschichte konzentriert hatte, seinen Tod:

    Kurz nach der Jahrhundertwende, am 12. August 1900, verstarb der verarmte ehemalige Weltmeister im River East Sanatorium, einem Heim für Geisteskranke auf Ward´s Island in der Nähe von New York. Dorthin wurde er nach einem Anfall von Geistesstörung mit einem Boot gebracht, an seine Brust gepresst hielt er ein kleines Schachbrett.
    Garri Kasparov, Meine großen Vorkämpfer, Band 1, Edition Olms 2006, S. 124

    Er wurde 64 Jahre alt, wie Robert Fischer, und auch er lebte so viele Jahre wie ein Schachbrett Felder hat. Mit Sicherheit wird es ihn gefreut haben, daß sich gerade in seinen letzten Lebensjahren seine Theorien im Schach immer mehr durchsetzten (vgl. Bruns, S. 44).

    [Event "Hastings"]
    [Site "Hastings, England"]
    [Date "1895.08.17"]
    [EventDate "1895.08.05"]
    [Round "10"]
    [Result "1-0"]
    [White "Wilhelm Steinitz"]
    [Black "Curt von Bardeleben"]
    [ECO "C54"]
    [WhiteElo "?"]
    [BlackElo "?"]
    [PlyCount "49"]
    1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 Bc5 4. c3 Nf6 5. d4 exd4 6. cxd4
    Bb4+ 7. Nc3 d5 8. exd5 Nxd5 9. O-O Be6 10. Bg5 Be7 11. Bxd5
    Bxd5 12. Nxd5 Qxd5 13. Bxe7 Nxe7 14. Re1 f6 15. Qe2 Qd7
    16. Rac1 c6 17. d5 cxd5 18. Nd4 Kf7 19. Ne6 Rhc8 20. Qg4 g6
    21. Ng5+ Ke8 22. Rxe7+ Kf8 23. Rf7+ Kg8 24. Rg7+ Kh8 25. Rxh7+
    {And black resigned at this point. As Steinitz demonstrated
    immediately afterward, there is a mate in ten moves which can
    only be averted by ruinous loss of material; analysis follows:
    ...Kh8 25. Rxh7+ Kg8 26. Rg7+ Kh8 27. Qh4+ Kxg7 28. Qh7+ Kf8
    29. Qh8+ Ke7 30. Qg7+ Ke8 31. Qg8+ Ke7 32. Qf7+ Kd8 33. Qf8+
    Qe8 34. Nf7+ Kd7 35. Qd6#} 1-0
    Alles wartet auf das Licht
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  2. #2
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    AW: Steinitz nach dem Titelverlust - alles ein einziger Wahn?

    Julia Kirst hat sich intensiv mit Wilhelm Steinitz als Mensch und Schachspieler auseinandergesetzt und zu diesem Zweck intensive Literaturrecherche betrieben. Wer sich also weiter mit dem ersten (offiziellen) Weltmeister der Schachgeschichte, der vielleicht wie kein anderer durch seine damals wegweisenden theoretischen Auseinandersetzung die Entwicklung des Schachspiels in die Höhe trieb, auseinandersetzen möchte, der erhält dazu zahlreiche wertvolle Anregungen. Zudem darf die Autorin durch ihre gründliche Auseinandersetzung in diesem Thema als Expertin gelten, und so gefielen mir bspw. auch ihre eigenen Bewertungen zu diesem Thema, so daß man Wilhelm Steinitz auch näher kommen kann, wenn man den Artikel von Julia Kirst einfach liest und ihre Literaturempfehlungen vernachlässigt. Man merkt der Autorin ihr Interesse für Wilhelm Steinitz an, und auch das macht ihren Artikel so wertvoll, da persönliches Interesse der Impetus für faustisches Streben ist.

    Hier gehts zum Artikel: http://www.chess-international.de/Ar...213#more-57213
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