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Thema: Krieg auf dem Schachbrett

  1. #1
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    Krieg auf dem Schachbrett

    Diesen Montag, also am 21.7.2014, um 23:30 kommt in der ARD mit Krieg auf dem Schachbrett eine Schachdokumentation im Fernsehen, die sich den Duellen zwischen K&K, also Kasparov und Karpov widmet. Die Wiederholung ist am Tag darauf um 3:25 (Nacht). Rezension zu der Dokumentation über die Duelle, welche die Schachwelt in Atem hielten: http://www.daserste.de/information/r...hbrett100.html
    Geändert von Kiffing (26.04.2015 um 10:30 Uhr)
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  2. #2
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    AW: Krieg auf dem Schachbrett

    Gucke gerade die Doku. Neueste Enthüllung: ein KGB-Mann, Kasparov-Unterstützer und von der ARD als "Psychologe" bezeichnet redet 1984 den entmutigten Kasparov ins Gewissen, redet ihm aus, beim Stand von 0:5 aufzugeben. Er sagte: "dann schaffe ich eine Atmosphäre, so daß Karpov keine einzige Partie mehr gewinnen wird!" Ein zweiter Fall Suchar?
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  3. #3
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    AW: Krieg auf dem Schachbrett

    In diesem Zusammenhang hier auch ein Buchtipp: " Der KGB setzt matt " von Gulko/Kortschnoj/Popow/Felschtinski

    Untertitel: "Wie der sowjetische Geheimdienst die Schachwelt manipulierte"

    Begleittext: "Der sowjetische Geheimdienst und die Schachgeschichte parallel aus Sicht der Ausführenden und der Betroffenen - ein historisches Dokument!"

    Verlag: Exzelsior Verlag
    ISBN 978-3-935800-06-8
    Preis: 22,-€

  4. #4
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    AW: Krieg auf dem Schachbrett

    Aktuell kartet Anatoli Karpov in einem Interview mit der Mainpost anläßlich der Eröffnung seiner 2. Schachschule in Deutschland, in Bad Königshofen, übrigens nach. Er sagt:

    Frage: Wenn sie die Zeit zurückdrehen könnten – gibt es etwas, was sie aus heutiger Sicht anders machen würden oder was sie gern noch einmal erleben würden?

    Antwort: Ich wäre nie mehr bereit die Spiele gegen Garri Kasparow auf dem Boden der UdSSR zu spielen. Nur in der damaligen UdSSR konnte man so unhöflich gegen die Regeln der Welt-Schachorganisation verstoßen.
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  5. #5
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    AW: Krieg auf dem Schachbrett

    Zitat Zitat von Kiffing Beitrag anzeigen
    Gucke gerade die Doku. Neueste Enthüllung: ein KGB-Mann, Kasparov-Unterstützer und von der ARD als "Psychologe" bezeichnet redet 1984 den entmutigten Kasparov ins Gewissen, redet ihm aus, beim Stand von 0:5 aufzugeben. Er sagte: "dann schaffe ich eine Atmosphäre, so daß Karpov keine einzige Partie mehr gewinnen wird!" Ein zweiter Fall Suchar?
    In einem von Chessbase veröffentlichten Interview berichtet Karpov, daß er diese "Atmosphäre" des für Kasparov arbeitenden Parapsychologen, übrigens Tofik Dadashev, tatsächlich spürte. Karpovs Erinnerung nach seinem 5:0, wo er in zig Partien keine einzige Partie mehr gegen Kasparov gewinnen konnte:

    Ich wurde auf einen Mann in der 6. Reihe aufmerksam. Während der Partie fing ich oft seinen Blick auf. Dadashev hat behauptet, dass er versucht hätte Kasparovs Kräfte zu mobilisieren. Nein! Er hat deutlich gegen mich gearbeitet. Für so etwas habe ich ein Gespür. Ich glaube nicht, dass Parapsychologen ständig Einfluss nehmen können. Wenn, dann nur für eine kurze Zeitspanne. Ich vermute, dass es so war. Dadashev erfasste den Moment, als das Nervensystem sich ein wenig entspannte und konnte eindringen. Er zerstörte meine Konzentration. Eine andere Erklärung für das, was weiterhin geschah, gibt es nicht. Ich erinnere mich daran als sei es gestern gewesen. Kasparov hatte 8 Minuten für 16 Züge. Das ist eine schreckliche Zeitnot, umso mehr, wenn man eine schlechte Position hat. Ich hatte 46 Minuten. Eine absolute Siegerposition. Und dann passiert das Unglaubliche! Ich verpasse den Sieg! Ich hätte natürlich ein Remis erzielen können, auch wenn ein Unentschieden nichts gebracht hätte. Aber ich war so verstimmt, dass ich am Ende verlor.

    Als wir später zu einem Turnier unterwegs waren, gab Kasparov im Flugzeug immer noch keine Ruhe. Mithilfe des Computers versuchte er zu beweisen, dass er in jener Position nicht sofort verloren hätte. Er machte seine Analysen. Ich winkte ab und sagte: „Ist schon vergessen“. Aber Dadashev hat sich da schon etwas geleistet, sowohl mir gegenüber, als auch in Bezug auf die Geschichte des Schachspiels. Wenn ich jene Partie und in Folge das Match gewonnen hätte, wäre Kasparov wohl kaum Weltmeister geworden. Ich glaube das hätte er nicht ertragen.
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  6. #6
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    AW: Krieg auf dem Schachbrett

    Das alles klang ja sehr dramatisch, ähnlich übrigens wie das Spiegel-Interview der beiden "Todfeinde" 1990. Allerdings gibt es dazu auch eine Gegenthese von Sergei Makarichev. Sergei Makarichev kennt beide sehr genau, und er hat beide bei Schachweltmeisterschaften viele Jahre sekundiert. Er sagt, beide Spieler hätten ihre Feindschaft der Weltöffentlichkeit lediglich vorgespielt, um eine größere Öffentlichkeit für ihre Kämpfe anzuziehen. Waren keine Pressevertreter vor Ort, habe sich ihr Verhältnis zueinander geändert. Makarichev gibt ein Beispiel vom gemeinsamen Flug von London nach Leningrad (heute St. Petersburg):

    Der bemerkenswerteste Moment in diesem Konflikt fand in dem Flugzeug von London nach Leningrad statt, in dem beide großen Champions saßen. Die erste Hälfte des Matches von 1986 spielte sich in London ab und die zweite in Leningrad. Also saßen Karpov and Kasparov - die sich allen Berichten zufolge in einem heftigen Konflikt befanden, nicht nur am Schachbrett, sondern auch über regelmäßige Beleidigungen in der Presse - auf dem Flug ruhig nebeneinander ... und spielten Karten. Nicht nur das, es war auch noch ein Kartenspiel zwei gegen zwei und da die Teams oft wechselten, waren sie oft im selben Team und man konnte sehen, dass sie ein gut eingespieltes Gespann waren.
    Was meint ihr, alles nur eine einzige Show, oder liegt die Wahrheit eher in der Mitte?

    Im Sinne Makarichevs sei es übrigens schade, daß Magnus Carlsen derzeit keinen kongenialen Rivalen hat. Zwar habe es im letzten Jahr so ausgesehen, als könne Fabiano Caruana ihm sehr gefährlich werden, doch ist der Abstand zwischen beiden in der Weltrangliste wieder "sehr groß" geworden, weil Caruana nun "etwas sprunghaft" spielt.

    Artikel, siehe: https://chess24.com/de/lesen/news/ue...n-fuer-carlsen
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  7. #7
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    AW: Krieg auf dem Schachbrett

    Ach ja, Karpows olle Kamellen. Bei Kortschnoi war's die Sonnenbrille, um sich vor dem bösen Blick (von Karpow) zu schützen... Bei Karpow wird’s nun auch diffus, wenn er ins Übernatürliche abdriftet und sich böser Mächte bedient, um seine Niederlage gegen Kasparow mit “Parapsychologie“ zu rechtfertigen. Ich nehm's mit einem Augenzwinkern. Aber eigentlich finde ich es peinlich.

    Über die WM Anand – Topalow gibt es eine ähnliche Geschichte: Topalow erspähte unter den Zuschauern plötzlich ein ihm bekanntes Gesicht. Es war einer von Anands neuen Sekundanten. Topalow war derart schockiert, daß dieser für Anand sekundierte, daß er sich nicht konzentrieren konnte und die Partie verlor.

    Ach ja, die Welt ist voller Mysterien, Erscheinungen und Gespenster. Mir selber ist es ja auch schon ähnlich ergangen: Unter den Zuschauern sah ich mal eine schöne Frau. Sie war derart schön, daß es mich schon physisch schmerzte. Meine Partie verlor ich, denn ich konnte mich nicht darauf konzentrieren. Es war mir einfach nicht möglich.

    Daß die beiden, K & K, sich bestens beim Kartenspiel im Flugzeug unterhalten haben, glaube ich indes schon. Das führt so manches ad absurdum, was der olle Karpow so von sich gibt. Aber freuen wir uns der Tatsache, die Jugendsünden mal beiseite gelegt, daß die beiden, K & K, im reifen bzw. fortgeschrittenen Mannesalter einander wieder gut sind:

    Als Putin den Kasparow, als der noch in Russland wohnte, wieder einmal hinter Schloß und Riegel setze, wer war es, der ihn im Knast besuchte? Ja, der gute Karpow. Ein paar Bananen und ein Dosenbier aus dem Westen hatte er ihm bei der Gelegenheit auch gleich mitgebracht. Naja und in Schaukämpfen präsentieren sich die beiden, K & K, in regelmäßigen 5-Jahres-Abständen vereint der Weltöffentlichkeit. Um an ihre zurückliegende K&K–Ära zu erinnern. Prima, die beiden können miteinander.

    In der Ära C & C, Carlsen und Caruana, scheint tatsächlich etwas die Luft raus. Weit und breit niemand zu sehen, der Carlsen derzeit ernsthaft Konkurrenz machen oder das Wasser reichen könnte. Vielleicht hat Caruana ein paar Turniere zu viel absolviert, so daß bei ihm nach St. Louis nicht mehr viel zusammenlief. Die weiteren Kandidaten, Aronjan und Grischuk, die Carlsen als mögliche Herausforderer sieht, haben in jüngster Zeit auch keine Bäume mehr ausgerissen. Aronjan spielt seit Längerem weit unter Form und auch Grischuk scheint, nach ein paar Luftsprüngen, wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

    Unmittelbar scheint also keiner da zu sein, der Carlsen ernsthaft die WM-Krone streitig machen könnte. Mittelbar allerdings haben einige Experten einen zukünftigen Kandidaten schon ausfindig gemacht. Den Chinesen Wei Yi. Ein WUNDERkind, das in der B-Gruppe in Wijk aan Zee zu bestaunen war. Der 15-jährige gewann das Turnier und stieg damit in das nächstjährige A-Turnier auf! Wei Yi sei noch stärker als Carlsen in diesem Alter und es sei vorstellbar, daß sich diese beiden 2018 das Duell um die WM-Krone liefern. Im Unterschied zu seinen Landsleuten Yu Yangyi und Ding Liren, ist Wei Yi auch physisch sehr robust und ist um die 1,80 Meter groß.

    Sehen wir also 2018 einen WM-Kampf Magnus Carlsen kontra Wei Yi?

    Fortsetzung der Diskussion auf https://www.schachburg.de/threads/19...r-Carlsen-quot , Kiffing
    Geändert von Kiffing (26.04.2015 um 10:31 Uhr) Grund: s. Edit

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