Hier ein Studienklassiker, den man kennen sollte. Mit Fernando Saavedra hat ein spanischer Priester 1902, der im klassischen Turnierschach nicht sonderlich aktiv war, seine Schachaktivitäten aber auf Studien konzentrierte, einen Klassiker für die Ewigkeit geschaffen, der mit seiner nach ihm benannten Studie den Zauber des Schachs symbolisiert. Der Zauber des Schachs rührt daher, daß eigentlich archetypischen Strukturen eine unerschöpfliche Menge an Magie innewohnt, die diese "quasireligiöse Verzückung", um einen Begriff von Jörg Seidel zu gebrauchen, erst hervorrufen. In dieser Studie ist dieses Spannungsverhältnis besonders brutal veranschaulicht. Es gibt nur vier Figuren auf dem Schachbrett, trotzdem mutet der weiße Gewinnweg fast unheimlich an. Findet ihr ihn auch?



Zur Geschichte der Saavedra-Studie später gerne mehr.