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Thema: Belehrung und Begeisterung

  1. #1
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    Belehrung und Begeisterung

    Taktikaufgaben besitzen, bezogen auf Trainingsmöglichkeiten im Schach, die beneidenswerte Kombination, gleichermaßen zu belehren und zu begeistern. Das ist sozusagen die grobe Tendenz, die den Taktikaufgaben in den entsprechenden Lehrbüchern innewohnt. Diese Tendenz kommt bei dieser Aufgabe hier zu ihrem Kulminationspunkt. Weiß gewinnt, wie?

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  2. #2
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    AW: Belehrung und Begeisterung

    Da ich noch "warm" bin vom heutigen Punktspiel, ist mir nach etwa 10 min folgender Lösungsvorschlag eingefallen:


    1. Da8

    Es droht nun einfach 2.Da7: oder auch 2.Db8:

    Sollte Schwarz mit 1...Ta8: das zwischenzeitliche Damenopfer annehmen, bekommt Weiß das Material mit Zinsen (Dame und Läufer) zurück: 2.Se7:+ Kh7 3.Sc8: und Weiß spielt mit einer Mehrfigur.

    Auf 1...Tg6: folgt 2.Da7: Weiß hat die Qualität gewonnen und es droht 3.Db8: und 3.De7:, so daß Schwarz wohl 2...Sc6 spielen muß. Aber nach 3.Db: verliert Schwarz auch noch einen Bauern und steht auf Verlust.

    Eine weitere Möglichkeit ist 1...Tb7, um den Sb8 ein weiteres Mal zu decken. Doch nach 2.Se7:+ Te7: 3.Db8: verliert Schwarz den Springer trotzdem.

    1...Sc6 verbietet sich wegen 2.Dc8: und Damenverlust.


    1.Da8 ist ein paradoxer und verblüffender Damezug, der die mangelnde Koordination der schwarzen Figuren ausnutzt. Erstaunlich, daß Weiß mit nur 3 aktiven Figuren, D + L + S, die gesamte schwarze Stellung aushebeln kann. Und noch dazu mit einem ungewöhnlichen Schlüsselzug.

    Eine schöne und knifflige Aufgabe!


  3. #3
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    AW: Belehrung und Begeisterung

    Sehr schön. War übrigens aus der Partie Panczyk - Schurade, Zakopane 1978. Der Schlüsselzug der weißen Kombination erinnerte mich übrigens an eine ganz bekannte Liste der "phantastischsten Züge aller Zeiten" aus den Niederlanden. Dort wurden laufend solche ähnlich skurillen Züge gespielt.

    Hier was ähnliches, passend zum Threadthema, Weiß am Zug:

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  4. #4
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    AW: Belehrung und Begeisterung


    Leider scheitert 1.Dg7:+ Tg7: 2.Tg7:+ Sg7: 3.Sf6+ Kh8 4.Sf7:+ an 4...Df7:, denn Schwarz verhindert das # mit 2 Springern.

    Also der Geniestreich und das Ablenkungsopfer: 1.Td7!!, um der schwarzen Dame das Feld f7 unzugänglich zu machen. Und auf 1...Ld7: folgt wie gehabt: 2.Dg7:+!! Tg7: 3.Tg7:+ Sg7: 4.Sf6+ Kh8 5.Sf7:#.



    Nicht ganz so schwer wie Kiffings 1. Aufgabe aus der Partie Panczyk - Schurade, Zakopane 1978, aber ebenso skurril und zum Motiv passend, sind auch folgende 3 Stellungen. Das Motiv ist überall dasselbe.

    Aljechin – Euwe, aus deren 2. WM-Kampf 1937:
    Weiß: Kg1, Dh4, Lc1, Sc3, Sg5, a2, b4, e2, f2, g3, h2
    Schwarz: Kg8, De5, Ld7, Le7, Sf6, a6, b5, e6, f7, g7

    Petrosjan – Spassky, ebenfalls aus einem WM-Kampf 1966:
    Weiß: Kh1, Db2, Se3, Sd6, a2, b3, c4, h2
    Schwarz: Kg8, Dg5, Tf7, Sa5, a6, b5, c5, h7

    Anand – Leko, Blindpartie 2008:
    Weiß: Kg1, Dd4, Tb1, Sd6, a4, c5, e4, g2, h3
    Schwarz: Kg8, Dg5, Tf7, Lc8, Sg3, a6, c6, g6, h7

    Weiß am Zug gewinnt jeweils. Diagramme, Lösungen und Ausführungen von Anand kann, wer will, hier nachschauen: https://chess24.com/de/lesen/news/an...ltig-wie-heute

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