Kontrafaktische Gedankenübungen erfreuen sich in nahezu jeder geisteswissenschaftlichen Disziplin einer gewissen Popularität. Der Gedanke, was wäre nach den Wendepunkten der jeweiligen Disziplin geschehen, wie hätte sich deren Geschichte weiterentwickelt, wenn der Wendepunkt einen anderen Verlauf genommen hätte, regt die eigene Phantasie an und läßt eine Geschichte vor dem geistigen Auge vorüberziehen, die um einen wesentlichen Teil angenehmer oder auch fürchterlicher gewesen wäre. Auch die Schachgeschichte bietet, allein wenn man die Lebensläufe der Protagonisten vorüberziehen läßt, ein weites Feld an solchen kontrafaktischen Überlegungen. Das tragische Schicksal vieler ihrer vorzüglichsten Vertreter bewirkt Trauer und lädt zu Gedankengängen ein, wie diese so jung gestorbenen oder dem Schachspiel verlorengegangenen Meister die Schachgeschichte hätten dauerhaft beeinflussen können, wenn ihnen dieses Schicksal erspart geblieben wäre. Diese Tragik, was die Lebensläufe vieler großen Schachmeister angeht, ist ein Element, das die Schachwelt mit der Welt der Musik teilt. Denn auch die Freunde der Musik wurden oftmals schon sehr früh großer Musik beraubt. Schicksale wie Elvis Priestley, Jim Morrisson, Jimmy Hendrix oder John Lennon zeugen davon.

In der Schachgeschichte stehen, besonders in den früheren, gefahrvolleren Zeiten, viele Helden für ein unnatürlich frühes Erlöschen zu Beginn einer verheißungsvollen und glanzvoll scheinenden Karriere. Namen wie Paul Morphy, Harry N. Pillsbury, Mir Sultan Khan, Karl-August Walbrodt, Akiba Rubinstein oder Klaus Junge lassen die Schachfreunde ratlos zurück. In diesem Thread widmen wir uns mit dem in der k. u. k. Donaumonarchie Österreich-Ungarn aufgewachsenen Ungarn Rudolf Charousek einem von den Zeitgenossen als genial anerkannten Schachspieler, dessen krankheitsbedingtes Schicksal seine Schachkarriere auf ihrem Höhepunkt nur noch zwei Jahre aufleben ließ.

Der 1873 in Prag geborene Rudolf Charousek, den es zu Beginn seiner Karriere nach den Zwischenstationen Debrecen und Miskolz nach Budapest zog, kam mit dem Schach erst in seiner späten Gymnasialzeit in Berührung. Manche Quellen sprechen hier von 14 Jahren, manche Quellen geben als sein Einstiegsalter gar erst 16 Jahre an. Rudolf Charousek lernte schnell dazu, und spätestens nach der bestandenen Matura zog ihn das Schachspiel derart in den Bann, daß er dafür das Studium der Rechtswissenschaften in Budapest abbrach, um sich fortan als Profispieler voll und ganz dem Schachspiel widmen zu können.

Das war in diesen Zeiten allerdings ein gewagtes Unterfangen, denn selbst für die stärksten Spieler der Welt bedeutete dies ein Leben in ständiger Unsicherheit und Armut. Emanuel Lasker, der in seinen Zeiten als Weltmeister sich stets darum bemüht hatte, die Lebensbedingungen der stärksten Schachspieler der Welt durch größere Verdienstmöglichkeiten zu verbessern, hatte immer wieder auf das Schicksal seines Vorgängers Wilhelm Steinitz aufmerksam gemacht, der, obwohl er nach Einschätzung diverser Schachfreunde aufgrund seiner stets gewonnenen Duelle nach seinem Sieg über Adolf Anderssen 1866 in London 28 Jahre der stärkste Spieler der Welt gewesen sei, bitter verarmt in einer Nervenheilanstalt verstarb. Das, was der Volksmund so gerne als brotlose Kunst verspottet, traf in diesen Zeiten auch auf das Schachspiel zu, und so gingen selbst die stärksten Spieler der Welt in der Regel einem bürgerlichen Beruf nach und waren demgegenüber nach dem heutigen Sprachgebrauch Amateure.

In Budapest angekommen, trat Rudolf Charousek dem Budapester Schachclub bei und machte in lokalen Schachkreisen von sich reden. Seine kurze, aber heftige Blütezeit belief sich auf die Jahre 1896-1898, beginnend mit dem Weltklasseturnier in Nürnberg 1896, wo der junge Ungar Platz 12 unter 19 Teilnehmern belegte, aber mit einem Sieg gegen den späteren Turniersieger Emanuel Lasker (Partie, siehe Anhang) erstmals nachhaltig auf sich aufmerksam machen konnte. Der Weltmeister sah in seinem Bezwinger nach der Partie bereits seinen zukünftigen Rivalen in einem WM-Kampf (vgl. Schicksalsmomente der Schachgeschichte, Ehn/Kaster, Humboldt-Verlag 2014, S. 126), und auch die Schachpresse war von dem Auftritt des jungen Ungarn bei seinem ersten großen Turnier überzeugt. So hieß es in der Nürnberger Presse:

All chess experts recognized him as a genius. He possesses exceptional theoretical knowledge, his style of play is innovative and original, and he plays equally well in the middlegame and in the endgame…He is bold and confident in every position, and he is totally unimpressed by authorities*
Rudolf Charousek schien nun unaufhaltsam in den Kreis der damals wirkenden Pentarchie Lasker, Tarrasch, Tschigorin, Pillsbury und Steinitz einzudringen. Nach dem kanadischen Schachmeister und Schachjournalisten Kevin Spraggett verbesserte sich Rudolf Charousek "von Turnier zu Turnier" (ebd.), und so kämpfte Charousek bereits bei seinem nächsten Großturnier, in seiner Heimatstadt Budapest - übrigens nach John C. Owen das erste schachliche Großturnier in seinem Land - in demselben Jahr, um den Turniersieg mit. Er landete zusammen mit Michail Tschigorin, vor Weltklassespielern wie Pillsbury, Janowski, Schlechter und Tarrasch mit 8,5/12 auf Platz 1, und unterlag Tschigorin erst im Stichkampf mit 1:3. Das offenbar letzte Quentchen, das Charousek noch für einen großen Turniersieg fehlte, holte er in den nächsten Monaten auf, und so feierte er beim Großturnier in Berlin 1897 mit 13,5/19 einen halben Punkt vor dem ebenfalls hochtalentierten, aber ebenfalls Moribunden Karl August Walbrodt seinen ersten Turniersieg. Die Tatsache, daß Charousek das Kunststück vollbrachte, die letzten 9 Partien in Serie zu gewinnen, schien darauf hinzudeuten, daß diesem Genie fortan alles zuzutrauen war - es schien nur noch eine Frage der Zeit, bis der junge Charousek Lasker entthronen und eine große Schachepoche prägen würde.

Doch hatte die so junge Schachkarriere des erst 24jährigen bereits ihren Zenit überschritten. Caissa hatte anderes mit ihm vor. Bei seinem nächsten Turnier, in Köln 1898, hatte sich Rudolf Charousek bereits mit dem Tuberkulose-Virus infiziert. Zwar schaffte Charousek hinter Amos Burn noch einen ehrenvollen zweiten Platz, aber seine tödliche Krankheit konnte er nicht mehr abschütteln, die ihn nun seine Karriere beenden und ihn nur zwei Jahre später sterben ließ. Ein Vergleich mit Harry Nelson Pillsbury drängt sich hier geradezu auf, denn beide jungen Schachgenies waren als strahlende Sieger gestartet und infizierten sich sehr früh mit Syphilis bzw. Tuberkulose an einer schleichend tödlichen Krankheit, die beide nicht sofort sterben, sondern ihren eigenen Niedergang noch quälende Jahre hilflos miterleben ließ. Sowohl Pillsbury als auch Charousek hinterließen eine Schachgemeinde, die ernsthaft um sie trauerte, und 1914 widmete der Schachhistoriker Ludwig Bachmann beiden tragischen Heroen unter dem Titel Pillsbury und Charousek. Ein Lebensbild zweier genialer Jungmeister des Schachspiels ein eigenes Schachbuch.

Das Werk des Schachhistorikers war nicht das einzige Werk über Rudolf Charousek. Fast noch interessanter, weil fächerübergreifend ist mit dem Golem ein Werk der Belletristik und Weltliteratur von Gustav Mayrink, nur ein Jahr nach dem Werk Bachmanns, das sich nach Ehn und Kastner 1917 bereits 145.000 mal verkauft hatte (Ehn/Kastner S. 122), und das mit dem Medizinstudenten Innozenz Charousek, dessen Vorname gleichzeitig ein sprechender Name ist, eine Hauptfigur bietet, die sich an den Schachspieler Charousek anlehnt. Diese Ehrung, als Schachspieler einer Hauptfigur eines belletristischen Werks nachempfunden zu sein, teilt Rudolf Charousek übrigens mit seinem Zeitgenossen Carl Schlechter, der wiederum als Hauptfigur Thomas Glavinics Carl Haffners Liebe zum Unentschieden gewidmet ist. Sowohl diese Gemeinsamkeit des Einzugs in die Weltliteratur als auch inhaltlich in solch düsteren Werke ist natürlich kein Zufall, denn so grundverschieden beide vom schachlichen Stil her waren, so gemeinsam waren beiden ihre wenig glücklichen Jahre auf der großen Schachbühne, die sie beide als Hungerleider bestritten, und wo beide ihrer Armut Tribut zollen mußten. Während Carl Schlechter gegen Ende des Ersten Weltkriegs schlichtweg verhungerte, war die Armut Charouseks mitverantwortlich für seinen tödlichen Infekt. Denn die Tuberkulose galt nicht zu Unrecht schon in den Jahren Charouseks als Krankheit der Armen bzw. als Krankheit, welche die Armen hauptsächlich traf.

Als Rudolf Charousek im Jahre 1900 seiner Krankheit erlegen war, gab es viele Nachrufe aus dem Kreise der Schachwelt, und viele Schachmeister bemühten sich, anhand der Partien Charouseks den Ungarn gemäß seines Stiles und seiner Bedeutung in die Schachgeschichte einzuordnen. So beschrieb Reuben Fine Charousek mit Blick auf den ähnlich früh gestorbenen romantischen Dichter aus England als John Keats des Schachs; für Michail Tschigorin war Charousek ein zweiter Paul Morphy, was später Max Euwe genauso sah. Noch viel später glaubte mit Emil Joseph Diemer ein weiterer Schachspieler sogar die Reinkarnation Rudolf Charouseks zu sein. Am pointiertesten gefällt mir an dieser Stelle die Einordnung Richard Retis, der, übrigens mit 40 Jahren ebenfalls einen frühen Tod erleidend, zu Protokoll gab:

It was in his nature to strive for realizing his ideas. He completely forgot about the enemy, thinking only of his own visions. Sometimes , he hit a dead end, but at other times he found a weak spot and used it. His play left such an impression, always simple and straightforward. Actually, it was so elegant and simple, that no one else could imitate his style.
Das Geniale, Schöpferische und Angriffslustige scheint bei Charousek zu überwiegen, aber auch das Formvollendete - denn ein solch relativ einseitiger Angriffskünstler wie bspw. die später als Neoromantiker bezeichneten Spielmann oder Bogoljubov war ein Charousek nie, dessen Spiel eine Tiefe aufweist ähnlich dem Spiel Rubinsteins, und der ebenso die Konzepte Philidors anwenden konnte wie das Spiel mit den Bauern (siehe Partie gegen Lasker), als auch, worauf Kevin Spraggett aufmerksam gemacht hat, die Endspiele mit einer ganz besonderen Meisterschaft behandelte (Spraggett weist dies u. a. anhand der Partie gegen Showalter 1898 nach, Partie siehe Anhang). Aber auch in der Eröffnungstheorie hinterließ der so begnadete Ungar seine Spuren. Wie auch in der Partie gegen Lasker zu sehen war, war er ein Freund der Variante 3. Lc4 mit dem Königsgambit, und so gelangen ihm mit diesem Gambit viele schöne Siege im besten wildromantischen Stil. Sein Spiel war derart tief, daß seinem Spiel noch sehr viel zu entnehmen ist. Doch war er eben aus tragischen Gründen keine Sonne, die noch viele Jahre den Schachhimmel hätte erleuchten können, und so war auch ein Rudolf Charousek "nur" ein Komet, der viel zu schnell verglühte, so daß sich heute nur noch wenige an das dieses so faszinierende, aber bitter verarmte Schachgenie erinnern mögen. Und ja, um zum Ursprung des Threades zurückzukehren, hätte ihm nicht diese tödliche Krankheit enteilt, hätte die Schachgeschichte anders ausgesehen. Wie genau anders, das sei der Phantasie eines jeden Einzelnen überlassen.

* Rudolf Charousek kam offenbar unbeschadet aus der Affäre. Daß es durchaus gefährlich war, den deutschen Schachgrößen, gerade in solch einem jungen Alter, derart "respektlos" zu begegnen, zeigte später Milan Vidmar, der als 21jähriger 1906 in derselben Stadt nach seinem Sieg gegen Siegbert Tarrasch von Richard Teichmann folgendermaßen angefallen wurde:

Als ich "siegestrunken" am nächsten Tage in einem Nürnberger Kaffeehaus Meister R. [Richard] Teichmann die Partie vorführen mußte - Teichmann hat aus irgendwelchen Gründen die Nürnberger Turnierarena nicht betreten können -, erlebte ich bei meinem 18. Zuge einen entsetzten, ja empörten Aufschrei dieses unzweifelhaft sehr bedeutenden Kenners und Meisters: "Was," donnerte er mich an, "sie trauen sich einen so frechen Angriffszug dem gewaltigen Tarrasch aufzutischen?" Er war fast nicht zu beruhigen. Es dauerte lange, bevor sein Brummen und Schimpfen aufhörte. In jenen Augenblicken bekam ich einen tiefen Blick in die Struktur des deutschen hohen Schachs. Tarrasch war damals eben der "praeceptor Germaniae".

[Event "Kaschau"]
[Site "Kaschau"]
[Date "1893.04.09"]
[EventDate "?"]
[Round "?"]
[Result "1-0"]
[White "Rudolf Rezso Charousek"]
[Black "Jakob Wollner"]
[ECO "C21"]
[WhiteElo "?"]
[BlackElo "?"]
[PlyCount "37"]

1.e4 e5 2.d4 exd4 3.c3 dxc3 4.Bc4 Nf6 5.Nf3 Bc5 6.Nxc3 d6
7.O-O O-O 8.Ng5 h6 9.Nxf7 Rxf7 10.e5 Ng4 11.e6 Qh4 12.exf7+
Kf8 13.Bf4 Nxf2 14.Qe2 Ng4+ 15.Kh1 Bd7 16.Rae1 Nc6 17.Qe8+
Rxe8 18.fxe8=Q+ Bxe8 19.Bd6# 1-0

[Event "Nuremberg"]
[Site "Nuremberg DEU"]
[Date "1896.08.09"]
[EventDate "1896.07.20"]
[Round "19"]
[Result "1-0"]
[White "Rudolf Rezso Charousek"]
[Black "Emanuel Lasker"]
[ECO "C33"]
[WhiteElo "?"]
[BlackElo "?"]
[PlyCount "71"]

1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Bc4 d5 4.Bxd5 Qh4+ 5.Kf1 g5 6.Nf3 Qh5 7.h4
Bg7 8.Nc3 c6 9.Bc4 Bg4 10.d4 Nd7 11.Kf2 Bxf3 12.gxf3 O-O-O
13.hxg5 Qxg5 14.Ne2 Qe7 15.c3 Ne5 16.Qa4 Nxc4 17.Qxc4 Nf6
18.Bxf4 Nd7 19.Qa4 a6 20.Qa5 Nf8 21.Ng3 Ne6 22.Nf5 Qf8 23.Bg3
Rd7 24.Nxg7 Qxg7 25.Qe5 Qxe5 26.Bxe5 f6 27.Bxf6 Rf8 28.Rh6 Nf4
29.Ke3 Ng2+ 30.Kd2 Rdf7 31.e5 Nf4 32.Rah1 Rg8 33.c4 Ne6 34.Ke3
Nf8 35.d5 Rd7 36.e6 1-0

[Event "CH&CK pp 33-34"]
[Site "CH&CK pp 33-34"]
[Date "1897.??.??"]
[EventDate "?"]
[Round "?"]
[Result "1-0"]
[White "Rudolf Rezso Charousek"]
[Black "Gyozo Victor Regoczi Exner"]
[ECO "D00"]
[WhiteElo "?"]
[BlackElo "?"]
[PlyCount "57"]

1.d4 d5 2.e4 dxe4 3.f3 exf3 4.Nxf3 e6 5.Bd3 Nf6 6.c3 Nc6 7.O-O
Be7 8.Nbd2 Bd7 9.Nc4 Qc8 10.Qe2 Nd8 11.Bd2 Bc6 12.Nfe5 O-O
13.Bg5 Bd5 14.Bxf6 Bxf6 15.Rxf6 gxf6 16.Bxh7+ Kxh7 17.Qh5+ Kg7
18.Qg4+ Kh7 19.Qh4+ Kg7 20.Rf1 Rg8 21.Qxf6+ Kf8 22.Ne3 Rg7
23.h4 c5 24.h5 Qc7 25.Ng6+ Kg8 26.Ne7+ Kf8 27.h6 Rh7 28.Ng6+
Kg8 29.Ng4 1-0

[Event "Budapest"]
[Site "Budapest"]
[Date "1896.??.??"]
[EventDate "?"]
[Round "?"]
[Result "0-1"]
[White "D Hermann"]
[Black "Rudolf Rezso Charousek"]
[ECO "C55"]
[WhiteElo "?"]
[BlackElo "?"]
[PlyCount "46"]

1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4 Nf6 4.Nc3 Nxe4 5.Nxe4 d5 6.Bxd5 Qxd5
7.Nc3 Qd8 8.O-O Bd6 9.d3 O-O 10.h3 f5 11.Re1 Bd7 12.Qe2 Qe8
13.Be3 Qg6 14.Kh1 f4 15.Bd2 Nd4 16.Nxd4 exd4 17.Ne4 f3 18.gxf3
Bxh3 19.Rg1 Qh5 20.Rg5 Qh4 21.Kg1 Bh2+ 22.Kh1 Bf1 23.Qd1 Be2
0-1

[Event "11th DSB Kongress, Cologne"]
[Site "Cologne GER"]
[Date "1898.08.05"]
[EventDate "1898.08.01"]
[Round "5"]
[Result "1-0"]
[White "Rudolf Rezso Charousek"]
[Black "Jackson Whipps Showalter"]
[ECO "C14"]
[WhiteElo "?"]
[BlackElo "?"]
[PlyCount "145"]

1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 Nf6 4. Bg5 Be7 5. e5 Nfd7 6. Bxe7
Qxe7 7. Nb5 Nf8 8. c3 a6 9. Na3 f6 10. exf6 Qxf6 11. Nf3 Ng6
12. g3 O-O 13. Bg2 c6 14. O-O e5 15. Nxe5 Nxe5 16. dxe5 Qxe5
17. Nc2 Nd7 18. f4 Qc7 19. Qd4 Nf6 20. Rae1 Bd7 21. h3 Rae8
22. g4 Rxe1 23. Rxe1 Re8 24. Re5 Be6 25. Ne3 h6 26. Nf1 Nd7
27. Re2 Qb6 28. Qxb6 Nxb6 29. Ne3 a5 30. Nd1 Kf8 31. Kf2 Bg8
32. Rxe8+ Kxe8 33. f5 Ke7 34. Ke3 Nd7 35. Kf4 Kf6 36. h4 g5+
37. fxg6 Kxg6 38. Bh3 Be6 39. Nf2 b5 40. a3 c5 41. Bf1 b4
42. axb4 axb4 43. cxb4 cxb4 44. Bb5 Nf6 45. Be2 Nd7 46. Nd3 b3
47. Ne5+ Kf6 48. g5+ hxg5+ 49. hxg5+ Kg7 50. Nxd7 Bxd7 51. Bd3
Bh3 52. Ke5 Bg2 53. Bf5 Bf3 54. Be6 Kg6 55. Bxd5 Bd1 56. Kf4
Bc2 57. Be4+ Kg7 58. Ke3 Bd1 59. Bd3 Bg4 60. Kd4 Be6 61. Bc4
Bg4 62. Bxb3 Kg6 63. Bd5 Kxg5 64. b4 Bd7 65. Ke5 Bb5 66. Kd6
Kf6 67. Kc5 Bd7 68. Bc6 Bc8 69. b5 Ke7 70. Kb6 Kd8 71. Ka7 Kc7
72. Bg2 Kd8 73. b6 1-0