Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 22

Thema: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

  1. #1
    Administrator
    Punkte: 111.275, Level: 100
    Level beendet: 0%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 0
    Aktivität: 36,0%
    Errungenschaften:
    Three FriendsRecommendation First ClassOverdriveYour first GroupCreated Album pictures
    Auszeichnungen:
    Posting AwardFrequent PosterDiscussion EnderUser with most referrers
    Avatar von Kiffing
    Registriert seit
    06.07.2011
    Ort
    Wuppertal
    Rating
    1722/1854
    Verein
    SC Tornado Wuppertal
    Beiträge
    4.760
    Punkte
    111.275
    Level
    100

    Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Der weltweit populäre Großmeister Nigel Short hat mit Äußerungen bezüglich eines genetisch bedingten Nachteils der Damen im Schach für eine emotional aufgeladene Kontroverse gesorgt. Das einstige Wunderkind hatte die Tatsache, daß nach wie vor wesentlich weniger Mädchen und Damen als Herren und Jungen Schach spielen, nicht mit sozialen Erklärungen wie tradierten und erzieherisch und soziologisch auf die Kinder einwirkenden Verhaltensmustern und Vorurteilen, sondern mit genetischen Mustern erklärt. Sein Erklärungsmuster wies allerdings nicht großmeisterliche Tiefe auf, sondern rekurrierte auf den hinlänglich bekannten Dualismus, daß das männliche Geschlecht dem weiblichen Geschlecht in mathematisch-logischen Intelligenzbereichen überlegen, in empathisch-sprachlichen Bereichen aber unterlegen sei. Nach Short sei Schach aber ein Spiel, in dem die männlichen Intelligenzdomänen gefragt, die weiblichen Intelligenzdomänen aber irrelevant seien. Somit seien also Jungen und Herren eher für das Spiel geeignet als Mädchen und Damen, und von daher ziehe es das männliche Geschlecht auch mehr zum Schach als das weibliche Geschlecht. Tatsächlich liegt der Anteil des weiblichen Geschlechts bspw. innerhalb der Mitglieder des Deutschen Schachbundes nur bei 7,4 Prozent. Zwar ist es sicherlich interessant, die Frage nach dem Warum ohne Tabus zu erörtern. Für die Bestrebungen des Deutschen Schachbundes und anderer Schachverbände ist die Argumentation Shorts aber heikel, da sie wenig motivierend für schachinteressierte Mädchen und Damen sein dürfte, sich dem Schachspiel zu öffnen, was erklärtes Ziel dieser Schachverbände ist. Im Sinne der ausgleichenden Gerechtigkeit gilt in der Deutschen Schachjugend nach wie vor das Mädchenbrett, das Jugendmannschaften in Mannschaftskämpfen aufzustellen verpflichtet sind. Positionell tritt Nigel Short, was seine Meinung zur Beziehung des weiblichen Geschlechts mit dem Schachspiel angeht, in die Fußstapfen von Fischer und Kasparov.

    Hier befaßt sich der Spiegel mit den Äußerungen Nigel Shorts: http://www.spiegel.de/panorama/leute...a-1029487.html
    Alles wartet auf das Licht
    Oh, ihr Menschen, fürchtet euch nicht

  2. #2
    Administrator
    Punkte: 111.275, Level: 100
    Level beendet: 0%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 0
    Aktivität: 36,0%
    Errungenschaften:
    Three FriendsRecommendation First ClassOverdriveYour first GroupCreated Album pictures
    Auszeichnungen:
    Posting AwardFrequent PosterDiscussion EnderUser with most referrers
    Themenstarter
    Avatar von Kiffing
    Registriert seit
    06.07.2011
    Ort
    Wuppertal
    Rating
    1722/1854
    Verein
    SC Tornado Wuppertal
    Beiträge
    4.760
    Punkte
    111.275
    Level
    100

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Was hat er denn nun tatsächlich gesagt? Die Frage ist natürlich von zentraler Bedeutung, da in den Wissenschaften bekanntlich keine Sekundärquelle eine Primärquelle ersetzen kann. Chessbase bzw. dessen Autor André Schulz liefert immerhin die Originalaussagen Shorts. Wenngleich mir die Kommentierung von Schulz an dieser Stelle nicht gefällt, weil diese doch sehr den Charakter einer gewissen Das-wird-man-doch-wohl-noch-sagen-dürfen-Strömung in Europa besitzt, kann man sich hier immerhin mit den Originalaussagen des englischen Großmeisters vertraut machen: http://de.chessbase.com/post/zu-kleine-gehirne

    Ich selbst werde mich einmal, wenn ich Muße finde, mit der natürlich englischsprachigen Erörterung Shorts auseinandersetzen. Vielleicht schreibe ich dann noch etwas hier in diesen Thread, wenn mir etwas wichtig erscheint.
    Alles wartet auf das Licht
    Oh, ihr Menschen, fürchtet euch nicht

  3. #3
    Klarer Fixpunkt
    Punkte: 7.718, Level: 61
    Level beendet: 56%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 132
    Aktivität: 99,4%
    Errungenschaften:
    Veteran5000 Experience PointsOverdrive
    Avatar von Kampfkeks
    Registriert seit
    03.08.2012
    Beiträge
    505
    Punkte
    7.718
    Level
    61

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Ich habe gerade den Originalartikel von Nigel Short gelesen und habe nicht den Eindruck, dass er es böse gemeint hat.

    Kurz gefaßt geht es im Artikel um Folgendes:
    Short hat ein Buch mit Partien russischer Spielerinnen geschenkt bekommen und weil ihm aufgefallen ist, dass die Spiele qualitativ eher durchschnittlich sind, hat er sich mit den Geschlechterunterschieden etwas eingehender befaßt. Dabei stellt er fest, dass es im Kindesalter zunächst keine Unterschiede in der Spielstärke gibt; im Gegenteil, die Mädchen würden sogar fast noch stärker als die Jungen spielen. Ein paar Jahre später lägen die Mädchen jedoch deutlich hinter den Jungen zurück. Die deutlich unterschiedliche Spielstärke bestehe, so Short, auch weiterhin und wissenschaftliche Ansätze, die beweisen sollen dass Männer und Frauen gleich stark sind, widersprächen den Beobachtungen in der Praxis. Short weist ausserdem darauf hin, dass viele Spielerinnen sehr plötzlich aus dem Schachsport aussteigen und führt als Beispiel Susan Polgar an. Abschliessend stellt er fest, dass Männer und Frauen nunmal "anders ticken" und das sei auch gut so.

    Also, mal unabhängig vom Inhalt finde ich den Artikel ganz sympathisch geschrieben. Ich habe nicht den Eindruck, dass der Autor ein Sexist ist, sondern sich streckenweise sogar auf die Seite der Frauen schlägt.

    Inhaltlich kann ich zur unterschiedlichen Spielstärke von Männern und Frauen nicht viel sagen. Dazu fehlen mir die Zahlen.
    Ich muss Short aber definitiv Recht geben, dass die Geschlechter unterschiedlich ticken:
    - In puncto Intelligenz dürfte es Unterschiede geben (Frauen haben wahrscheinlich eine höhere soziale und sprachliche Kompetenz, während Männer wohl eher logisch-abstrakt denken). Aber: Die Unterschiede halte ich für minimal!
    - In puncto Verhalten dürfte es ebenfalls Unterschiede geben (Frauen eher emotional und kompromissbereit, Männer eher aggressiv und machthungrig).
    Möglicherweise führen diese Unterscheide (vor allem im Verhalten) dazu, dass Frauen weniger am Schach interessiert sind, als Männer und - wenn sie denn spielen - nicht so einen großen Ehrgeiz entwickeln. Möglicherweise.

  4. #4
    Administrator
    Punkte: 111.275, Level: 100
    Level beendet: 0%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 0
    Aktivität: 36,0%
    Errungenschaften:
    Three FriendsRecommendation First ClassOverdriveYour first GroupCreated Album pictures
    Auszeichnungen:
    Posting AwardFrequent PosterDiscussion EnderUser with most referrers
    Themenstarter
    Avatar von Kiffing
    Registriert seit
    06.07.2011
    Ort
    Wuppertal
    Rating
    1722/1854
    Verein
    SC Tornado Wuppertal
    Beiträge
    4.760
    Punkte
    111.275
    Level
    100

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Dann mal meine Übersetzung des brisanten Shorttextes:

    Es lebe der Unterschied!

    "Der Unterschied im Schach zwischen den Geschlechtern ist bemerkenswert, aber nach meiner Überzeugung nicht größer als in jedem anderen Feld kultureller Aktivität. Frauen können nicht Schach spielen, aber sie können auch nicht malen, schreiben oder philosophieren. Es ist eine Tatsache, daß Frauen niemals etwas gedacht oder gemacht haben, was wert ist, bedacht zu werden." Jan Hein Donner

    Der russische Kommunismus mag unsägliches Leid über Millionen von Menschen gebracht haben. Aber als kleines Trostpflaster versorgte dieses krude ideologische System seine Bürger mit guten und (günstigen) Schachbüchern. Kürzlich wurde ich mit einer Kopie des 1957 erschienenen "Sovjetski Shahmatiskie" von Elisaveta Ivanovna Bykova freundlich beschenkt. Wie viele der jüngeren Generationen haben jemals von dieser Autorin - die dritte Frauenweltmeisterin - gehört? Leider läßt es mein begrenztes Wissen über diese Sprache nicht zu, eine angemessene Auseinandersetzung mit dem Inhalt zu liefern. Aber sogar ein linguistischer Patzer kann den wahrhaften Reichtum an Information - kommentierte Partien, Kreuztabellen, gezeichneten Porträts usw. - genießen, von weitgehend vergessenen Figuren des sowjetischen Frauenschachs.

    Es erschlug mich beim Durchgehen der abgefärbten Seiten, wie mittelmäßig viele dieser Spielerinnen waren. Die Ära zwischen dem tragischen Tod von Vera Menchik und dem Aufstieg von Nona Gaprindashvili war teilweise ein einziges Brachland. Könnte es in der Tat sein, daß der provokative, outragiert-sexistische, beißend-aggressive Wilde Jan Hein Donner (siehe einführendes Zitat) Recht hat?

    Der überragende niederländische Großmeister mag, nicht das einzige Mal in seinem literarischen Leben, seinen Standpunkt übertrieben dargestellt haben. In der Tat, ich mißtraue seiner unbändigen lebenslangen Streitsucht, seiner argumentative Härte und seinen Vorurteilen - solche wie seine übertriebene Liebe zu dem Läuferpaar - die seine Entwicklung irgendwie verzögert haben. Auf universitärem Level haben Frauen zweifellos den Männern in vielen Disziplinen den Rang abgelaufen. In meiner eigenen Familie war meine Tochter von einer konstanten akademischen Exzellenz, während mein Sohn (wie vormals sein Vater) sowohl faul als auch sprunghaft ist. Aber in der Schachwelt ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Es reicht nicht aus, die kürzlich zurückgetretene Judit Polgar als Beweis heranzuziehen, daß Frauen im Schach so gut wie Männer sind, denn die brillante Ungarin ist offensichtlich ein Sonderfall. Es wäre ebenso falsch, den vor seiner Lähmung so kampfstarken Viktor Kortschnoi als Beleg heranzuziehen, daß ältere Menschen nicht schwächer seien als jüngere.

    Nach Chris Fegan von der Organisation "Schach in Schulen und Gemeinschaften" sind Mädchen auf Grundschulebene, die verpflichtende Schachstunden nehmen, ähnlich gut oder sogar manchmal besser als Jungen. Unglücklicherweise bricht dieser vielversprechende Start jäh ab, und es dauert nicht lange, bis die Mädchen von der Spielstärke her den Jungen gegenüber weit abgeschlagen sind. Trotzdem habe ich den starken Verdacht, daß die weiblichen Schachspieler stärker und zahlreicher wären, wenn sie, wie ich selbst einst, sich früh einem ernsthaften Wettbewerb stellen. Der Verdacht ist sicherlich richtig, aber ein ausgezeichneter Artikel des Australiers Richard Howard auf der chessbase.com-Webseite letzten Jahres zeigte, daß trotz des enormen sozialen Wandels in den letzten 40 Jahren der Graben zwischen den führenden männlichen und weiblichen Spielern bei etwa 250 Elopunkten konstant blieb - eine tief klaffende Kluft in den Fähigkeiten. Daß Frauen stärker erscheinen, hat mehr mit der ständigen Erreichbarkeit durch die Computer zu tun als durch ein Schließen des Geschlechtergrabens.

    Howard unterzieht auch der höchst absurden Theorie von Bilalic, Smallbone, McLeod und Gobet (die immerhin von der "Royal Society" vorgeschlagen wurden), die in den letzten Jahren bekannt wurde, einer subtilen Kritik. Diese besagt, daß der gemessene Unterschied der Geschlechter fast vollständig sozial entsteht, und dieser tatsächlich nicht größer als 1 Prozent sei. Mit diversen Diagrammen und Statistiken "lösten" diese Vier das ewige Schachrätsel, warum Frauen im Schach hinter den Männern liegen, während gleichzeitig moderne Psychologen darauf drängen, uns zu beweisen, daß jeder Mensch gleich sei. Nur ein Abkömmling aus dem Akademikermilieu könnte zu solch einer grotesken Schlußfolgerung gelangen, die jeder Beobachtung, jedem gesunden Menschenverstand und jedem Material an empirischer Beweisführung zuwiderläuft. Howard deckt dies auf. Er verweist auf Länder wie Georgien, wo die weibliche Beteiligung im Schachspiel höher als der Durchschnitt ist, aber der Graben der Geschlechter, was die Spielstärke angeht, wächst. Das ist natürlich das genaue Gegenteil dessen, was man erwarten würde, wenn man an die Partizipationstheorie glaubt. Interessanterweise ist es selbst in einem so sozialen Spiel wie Bridge so, wo Frauen die Mehrheit an Teilnehmern stellen, der Olymp aber den Männern vorbehalten bleibt. Dies würde darauf hindeuten, daß Diskriminierung oder offener Sexismus nur noch ein Faktor von vielen wäre, mit dem man den Geschlechtergraben im Schach erklären könnte, und damit eine geringere Bedeutung hätte, als dies von der Gesellschaft angenommen wird.

    Die geschäftstüchtigen Meister von Gibraltar bieten bekanntlich einen großen Preisfond an mit zahlreichen Sonderpreisen für das weibliche Geschlecht. Brian Callaghan, die treibende Kraft hinter dem Ereignis, hat keine Gewissensbisse ob seiner Vorliebe, obwohl ich mich oft frage, ob diese Praxis legal ist (nicht, daß sich jemals jemand beschwert hätte). Denn wenn, um einen Vergleich herzustellen, sagen wir, ein Veranstalter Extrapreise anbieten würde für die Länge von Körperteilen [Originalvergleich ersetzt, Kiffing], würde es zu einem Flut an Klagen kommen. "Positive" Diskriminierung, natürlich ein Oxymoron, bleibt Diskriminierung. Wie auch immer, wenn jemand den Beweis erbringen würde, daß Frauen im Schach biologisch benachteiligt wären, dann würde die potentielle Kritik zum Erliegen kommen. Dies mag eine wenig schmackhafte Schlußfolgerung für militante Feministen sein, aber ich befürchte, daß Gibraltar, wo Frauen schon so viele Preise abgestaubt haben, mehr für das Schachspiel tut als jede ideologische Effekthascherei.

    Sehr hohe weibliche Ratings im Schach sind immer noch ein Wunder, und ich verweise nicht einmal auf die traditionellen Gründe von Heirat und Mutterschaft. Menschen neigen dazu, bei etwas zu bleiben, wo sie gut drin sind, was es überraschend macht, daß so viele Mädchen das Schachspiel ohne offensichtlichen Grund verlassen, obwohl sie ihr Land repräsentieren. Wenn man mit minimaler Anstrengung im Nationalteam bleiben kann, warum sollte man es verlassen? Sollte es nicht eine Angelegenheit von Stolz und Ehre sein? Und wenn Patriotismus nicht wichtig ist, warum sollte man nicht ganz eigennützig ein paar Auslandsreisen genießen?

    Ein bemerkenswürdiges, aber atypisches Beispiel eines vorzeitigen Rücktritts ist Susan Polgar, die mit 27 Jahren dem Schachsport den Rücken kehrte, gerade in dem Moment, an dem sie Frauen-Weltmeisterin wurde. Wie bei einem früheren Weltmeister, mit jüdischem Ursprung, wirkt ihr Bestehen auf die Titelverteidigung 1999 gegen Xie Jun 1999 als Beispiel an Unaufrichtigkeit, denn es zeigte, daß sie insgesamt keine Neigung zu spielen hatte. Vielleicht haben großzügige Sponsoren sie dazu bewogen, 2004 ihr Comeback auf der Schachbühne, bei der Schacholympiade in Calvia, zu geben. Trotz eines unvermeidlichen Zustandes des Rostens machte sie ihre Sache in Calvia überraschend gut. Trotzdem stellte sie nur zwei Jahre später ihre schachlichen Aktivitäten wieder ein. Ihr Ehemann und Geschäftsmanager, der zweifache bankrotte Paul Truong, der behauptet, die vietnamesische Einzelmeisterschaft U21 als 5jähriger gewonnen zu haben und dann von Piraten entführt und inmitten einem Rudel an Haien nur knapp dem Tode entronnen zu sein, setzte daraufhin seine erfolgreiche, rücksichtslose und selbstvermarktende Maschinerie fort. Noch ist er nicht von Aliens entführt worden, aber das ist nur noch eine Frage der Zeit.

    Wenn man Susan Polgar ihre geniale eigene Leistung zugesteht, als erste Frau den Großmeistertitel der Herren, ganz konventionell mit drei erspielten Normen, errungen zu haben, so ist es tragisch, daß ihr Feuer erloschen und ersetzt worden ist durch solch extravagante, nach sinnlosen Rekorden gierende Effekthascherei, wie ihre Behauptung, sie habe 2005 einen Rekord aufgestellt, indem sie 1131 Spiele (davon 1112 gewonnen!) in nur 990 Minuten gespielt habe. Das geht nur, wenn in jeder Partie durchschnittlich 52,5 Sekunden gespielt wurden.

    Im starken Gegensatz zu ihr hatte es ihre jüngere Schwester, Judit Polgar, nie für nötig befunden, mit solch einem bombastischen und hyperbolischen Stil ein fragiles Ego zu unterstützen. Sie bevorzugte es stets, ihre herausragenden Resultate sprechen zu lassen. Nach einer großartigen und einzigartigen Karriere, jeden Rekord in Sichtweite brechend, hat sie sich nun verschiedenen Projekten zugewandt. Nachdem sie demonstriert hat, zu was Frauen fähig sind, ist ihr Stab nun zu Hou Yifan gewandert. Ob die junge chinesische Weltmeisterin es schafft, Judit Polgar an Leistung zu erreichen oder sogar zu überbieten, steht noch in den Sternen. Aber sie ist ohne Zweifel die beste Hoffnung, dieses zu schaffen.

    Die Gehirne von Männern und Frauen sind höchst unterschiedlich verdrahtet, warum sollten sie also in derselben Weise funktionieren? Ich habe nicht das kleinste Problem damit, es zu akzeptieren, daß mir meine Frau in emotionaler Intelligenz überlegen ist. Auf der anderen Seite empfindet auch sie es nicht als peinlich, mich zu fragen, wie sie am besten das Auto aus der engen Garage manövriert. Das Eine ist nicht besser als das Andere, wir haben nur unterschiedliche Fähigkeiten. Es wäre wundervoll, mehr junge Mädchen, auch auf höherem Level, Schach spielen zu sehen. Aber anstatt sich zu ärgern, sollten wir Ungleichheit dankbar als Fakt anerkennen.
    Alles wartet auf das Licht
    Oh, ihr Menschen, fürchtet euch nicht

  5. #5
    Administrator
    Punkte: 111.275, Level: 100
    Level beendet: 0%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 0
    Aktivität: 36,0%
    Errungenschaften:
    Three FriendsRecommendation First ClassOverdriveYour first GroupCreated Album pictures
    Auszeichnungen:
    Posting AwardFrequent PosterDiscussion EnderUser with most referrers
    Themenstarter
    Avatar von Kiffing
    Registriert seit
    06.07.2011
    Ort
    Wuppertal
    Rating
    1722/1854
    Verein
    SC Tornado Wuppertal
    Beiträge
    4.760
    Punkte
    111.275
    Level
    100

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Zitat Zitat von Kampfkeks
    - In puncto Verhalten dürfte es ebenfalls Unterschiede geben (Frauen eher emotional und kompromissbereit, Männer eher aggressiv und machthungrig).
    Genau solch eine Schwarzweißmalerei macht diese neuronale Betrachtung auf die Geschlechterfrage so gefährlich. Denn ich denke, die Unterschiede zwischen den Individuen sind letztendlich größer als die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So dürfte etwa der aggressive und machthungrige Mann in den meisten Gesellschaften, und damit auch unter anderen Männern, höchst unbeliebt sein und existiert nur als eine mögliche Ausprägung unter vielen, die es bei männlichen, und hier würde ich lieber von menschlichem Verhalten sprechen, unzweifelhaft gibt.

    Denn in der Tat kamen mir Mädchen und Frauen niemals moralisch besser vor als Jungen und Männer. Daß Frauen z. B. über eine geringere Körperkraft verfügen als Männer, ist bekannt. Aber gemobbt wird bei beiden Geschlechtern ungefähr gleich viel, und während Jungen und Männer sich tatsächlich eher prügeln, wird bei Mädchen und Frauen dafür eher intigriert. Meine Haßbilder sind bei Männern z. B. der Tyrann, die Schreckschraube bei den Frauen ist aber nicht weniger unsympathisch. Aber auch hier können die Geschlechterunterschiede wieder verwischt werden, was ein Bild auf diverse Herrscherinnen, von Zar Elisabeth bis zur "Eisernen Lady" Margreth Thatcher, zeigt.

    Im Großen und Ganzen sind solche Stereotype höchst anachronistisch, weil sie Verhaltensweisen widerspiegeln, die im Naturzustand vielleicht gefragt bzw. instinktiv verfolgt wurden. Die unbestrittene Emanzipation aus dem Naturzustand, die von allen Tieren nur der Mensch fertiggebracht hat mit all der damit verbundenen Weiterentwicklung, hat uns aber in eine Lage versetzt, den Instinkt zu besiegen oder zumindest zu reflektieren und die Wirklichkeit rational und ethisch zu gestalten. Wie man bspw. an der Maslowschen Bedürfnispyramide sieht, sind Essen und Trinken, die im Naturzustand aufgrund des täglichen Kampfes ums Überleben, primär waren, heute nur noch die erste Stufe menschlicher Bedürfnisse. Und was den Krieg angeht, so ist Gewalt heute für eine moderne Gesellschaft kontraproduktiv und wird zurecht geächtet. Wir haben Krieg und Gewalt heute nicht mehr nötig und sollten friedlich, respektvoll, kooperativ und vernünftig miteinander umgehen. Wer bspw. als aggressiver und machtbetonter Mann auf seine vermeintlichen Urinstinkte verweist, rechtfertigt nur sein eigenes Fehlverhalten und degradiert sich selbst zum Tier. Es ist ja auch viel bequemer, auf einen angeblichen genetischen Fatalismus zu verweisen, gegen den man nichts tun könne, als ernsthaft an sich zu arbeiten, daß man für seine Mitmenschen keine Belastung, sondern eine Bereicherung ist. Das ist sowieso das Gefährliche an dieser Diskussion, daß einem die Möglichkeiten, die es auch bezogen auf das Schach sowohl für das weibliche als auch das männliche Geschlecht gibt, als Frau verschlossen erscheinen, weil diese am Ende auch noch daran glaubt, daß man als Frau genetisch benachteiligt sei. Die Genetik spiegelt nur das innewohnende Potential eines jeden Menschen wider, das es seit Jahrtausenden gibt. Auf dieser Basis ist aber für jeden Menschen viel möglich, und darüber entscheiden soziologische und edukative Prozesse, über deren Möglichkeiten es viel mehr lohnt, sich Gedanken zu machen als über vermeintliche genetische Unabdingbarkeiten.
    Alles wartet auf das Licht
    Oh, ihr Menschen, fürchtet euch nicht

  6. #6
    Klarer Fixpunkt
    Punkte: 7.718, Level: 61
    Level beendet: 56%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 132
    Aktivität: 99,4%
    Errungenschaften:
    Veteran5000 Experience PointsOverdrive
    Avatar von Kampfkeks
    Registriert seit
    03.08.2012
    Beiträge
    505
    Punkte
    7.718
    Level
    61

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Du bist also der Meinung, es gibt keine "typisch weiblichen" und "typisch männlichen" Verhaltensweisen / Interessen?
    Nun, da bin ich aber ganz anderer Ansicht! Ich kenne so einige Männer, aber von denen gibt es nur sehr wenige, die gern Cupcakes backen, stundenlang über Wer-ist-mit-wem-zusammen tratschen oder mehr als 3 - 4 Paar Schuhe besitzen. Umgekehrt kenne ich nur wenige Frauen, die literweise Bier in sich reinschütten, sich im Fitnessstudio aufpumpen und dann breitschultrig die Straße entlangstolzieren, als gehöre die Welt ihnen allein.
    Ich weiß, dass diese Beispiele klischeehaft wirken und selbstverständlich gibt es auch eine Grauzone. Trotzdem, nach meiner Erfahrung gibt es diese unterschiedlichen Tendenzen im Verhalten. Ob das genetisch bedingt ist (was ich nie behauptet habe) oder durch äussere Einflüsse "anerzogen" ist, weiss ich nicht. In jedem Fall finde ich es gut, dass es diese Unterschiede gibt. Denn das macht doch mit den Reiz am anderen Geschlecht aus.

    Und nein, ich halte Frauen nicht für "moralisch besser" als Männer.

  7. #7
    Administrator
    Punkte: 111.275, Level: 100
    Level beendet: 0%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 0
    Aktivität: 36,0%
    Errungenschaften:
    Three FriendsRecommendation First ClassOverdriveYour first GroupCreated Album pictures
    Auszeichnungen:
    Posting AwardFrequent PosterDiscussion EnderUser with most referrers
    Themenstarter
    Avatar von Kiffing
    Registriert seit
    06.07.2011
    Ort
    Wuppertal
    Rating
    1722/1854
    Verein
    SC Tornado Wuppertal
    Beiträge
    4.760
    Punkte
    111.275
    Level
    100

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Ich denke, daß sich in den letzten 40 Jahren die Unterschiede zwischen den Geschlechtern verringert haben, weil diese mehr und früher miteinander zu tun haben und insgesamt entspannter miteinander umgehen. Früher war es bspw. üblich, daß Mädchen und Jungen getrennte Schulen besuchten, für emanzipierte Mädchen war das ein Graus, die haben verächtlich von Gänseschulen gesprochen. Und als die Mädchen begannen, ihre Kleider und Röcke durch Hosen auszutauschen und auf den Schulhöfen mit Fußball oder Mädchen gegen Jungen zu spielen, waren viele Mädchen auch für die Jungen nicht nur Mädchen, sondern eben auch Klassenkameraden.

    Ich bestreite nicht, daß es dort Unterschiede gibt, diese sind aber wesentlich geringer als man früher dachte und Mädchen und Jungen gezielt auf ihre "Rolle als Mann" bzw. "Rolle als Frau" vorbereitete (das existiert übrigens auch heute noch, und in manchen Familien noch ziemlich stark), und als die zahlreichen Diskriminierungen fielen und z. T. durch "positive Diskriminierung" ersetzt wurden, was ich weniger wie Short als Diskriminierung als vielmehr als Prinzip der ausgleichenden Gerechtigkeit sehe, haben die Mädchen gezeigt, daß sie genauso gut studieren können wie die Jungen. Natürlich gibt es nach wie vor Berufe und Studienfächer, die vom männlichen und die vom weiblichen Geschlecht bevorzugt werden. Aber von der Tendenz her sind die Unterschiede nicht so gravierend, als daß man nicht, unabhängig, ob man als Junge oder als Mädchen geboren wurde, in jedem Metier etwas Großes reißen kann, wenn man sich für dieses Metier berufen fühlt. Das Problematische ist jetzt nicht die vermeintliche Determiniertheit des Geschlechtes, sondern sind die demotivierenden Kommentare einer rückständigen Umwelt, die ätzt und geifert, weil es nicht "normal" sei, wenn ein junger Mann Kindergärtner werden möchte oder eine junge Frau Bergfrau.

    Und nein, ich halte Frauen nicht für "moralisch besser" als Männer.
    Ok, das war eben meine Bewertung Deines tendenziellen Gegensatzpaares: "Frauen eher emotional und kompromißbereit" und Männer "eher aggressiv und machthungrig".
    Alles wartet auf das Licht
    Oh, ihr Menschen, fürchtet euch nicht

  8. #8
    Administrator
    Punkte: 111.275, Level: 100
    Level beendet: 0%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 0
    Aktivität: 36,0%
    Errungenschaften:
    Three FriendsRecommendation First ClassOverdriveYour first GroupCreated Album pictures
    Auszeichnungen:
    Posting AwardFrequent PosterDiscussion EnderUser with most referrers
    Themenstarter
    Avatar von Kiffing
    Registriert seit
    06.07.2011
    Ort
    Wuppertal
    Rating
    1722/1854
    Verein
    SC Tornado Wuppertal
    Beiträge
    4.760
    Punkte
    111.275
    Level
    100

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Mir selbst war durchaus aufgefallen, daß Nigel Short in seiner Argumentation um ein, immerhin Sachthema, Susan Polgar einen überproportionalen Raum gibt, was den Gehalt seines "Essays" (André Schulz) durchaus schmälert, denn das Beispiel Susan Polgar dient kaum bis gar nicht als ernsthafte Untermauerung seiner These. Und irgendwie hatte ich auch im Hinterkopf, daß da mehr dahintersteckt. Die in dieser Causa übrigens lobenswert informierten Redakteure bei Chess24 wissen mehr, und es ist durchaus ihr Verdienst, den vor allem im englischsprachigen Raum wie eine Bombe einschlagenden Text Shorts auf eine zusätzliche Ebene überführt zu haben, nämlich auf den "Krieg" zwischen Nigel Short auf der einen und Susan Polgar und Paul Truong auf der anderen Seite. Wie erwähnt sind die Chess24-Redakteure hier gut informiert, und so kann sich jeder davon nun ein eigenes Bild machen, den es interessiert: https://chess24.com/de/lesen/news/kr...d-susan-polgar

    Und wen es interessiert, der kann auch an diesem Ort gerne die Chess24-Frage beantworten und begründen, bei wem in diesem "Krieg" eure Sympathien liegen.
    Alles wartet auf das Licht
    Oh, ihr Menschen, fürchtet euch nicht

  9. #9
    Klarer Fixpunkt
    Punkte: 5.675, Level: 51
    Level beendet: 63%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 75
    Aktivität: 0%
    Errungenschaften:
    Veteran5000 Experience Points
    Avatar von Birliban
    Registriert seit
    06.02.2014
    Ort
    Erde
    Rating
    DWZ 1920
    Verein
    ja
    Beiträge
    421
    Punkte
    5.675
    Level
    51

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Zunächst muß auch ich die Aufmachung auf der Chessbase-Seite von André Schulz, über die Äußerungen von Short, scharf kritisieren. Donners diskriminierendes Zitat als “knackig“ zu postulieren und das Ganze auch noch mit “ Zu kleine Gehirne “ zu überschreiben, ist nicht nur eine Entgleisung, sondern tangiert schon die Rassentheorien des 3. Reiches.

    Allerdings muß ich Short eine Mitschuld an dieser Entgleisung zuweisen. An sich ist es zwar legitim und auch nichts dagegen einzuwenden, daß Short seinen Ausführungen ein Zitat von Donner voranstellte:

    "Der Unterschied im Schach zwischen den Geschlechtern ist bemerkenswert, aber nach meiner Überzeugung nicht größer als in jedem anderen Feld kultureller Aktivität. Frauen können nicht Schach spielen, aber sie können auch nicht malen, schreiben oder philosophieren. Es ist eine Tatsache, daß Frauen niemals etwas gedacht oder gemacht haben, was wert ist, bedacht zu werden." Jan Hein Donner

    Was Short allerdings versäumte, ist die Tatsache, daß er sich von Donners Zitat nicht klar distanzierte und es nicht als diskriminierend und frauenfeindlich einstufte. Denn nichts anderes ist Donners Zitat: Diskriminierend und frauenfeindlich. Also nichts anderes als das, was seit bestehen des Patriarchats in den Hirnen mancher/vieler Männer sein Unwesen treibt, wenn es um die Diskriminierung von Frauen geht.

  10. #10
    Klarer Fixpunkt
    Punkte: 5.675, Level: 51
    Level beendet: 63%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 75
    Aktivität: 0%
    Errungenschaften:
    Veteran5000 Experience Points
    Avatar von Birliban
    Registriert seit
    06.02.2014
    Ort
    Erde
    Rating
    DWZ 1920
    Verein
    ja
    Beiträge
    421
    Punkte
    5.675
    Level
    51

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Zum Thema “Frauenschach“, speziell zur Frauenweltmeisterschaft in Sotschi, hat sich nun auch Sergej Schipow kürzlich geäußert. Allerdings nicht ganz freiwillig. Denn als Kommentator bei der WM geriet er in die Kritik, weil er die Frauen nach Ansicht vieler, insbesondere der Spielerinnen selbst, “zu hart ran nahm“, sprich zu großes Augenmerk auf die schachlichen Unzulänglichkeiten der Spielerinnen legte. Obwohl Sergej Schipow in seiner Heimat als russischsprachiger Kommentator der großen Turniere Kultstatus genießt, hat er sich in Sotschi doch recht unbeliebt gemacht und war schnell als “arrogant“ verschrieen.

    In der Schachzeitung SCHACH 5/2015 hat Schipow sich nun selbst dazu geäußert und einige Fragen beantwortet.


    War die Kommentierung in Sotschi Ihre erste intensive Erfahrung mit dem Frauenschach?

    Nein, ich habe bereits Frauenturniere kommentiert. Auch in der Trainerarbeit mit Frauen habe ich schon viele Erfahrungen gesammelt, es handelt sich also keineswegs um mir unbekanntes Terrain.

    Waren Sie von der mangelnden Qualität überrascht?

    In K.o.-Turnieren agieren auch Männer regelmäßig nervös und instabil. Somit kann man von den Frauen, die insgesamt ein niedrigeres Niveau aufweisen und deutlich emotionaler sind, erst recht keine durchgängig hohe Qualität erwarten. Man muss auch berücksichtigen, dass diese Championate für die Mehrzahl der Teilnehmerinnen die einzige reale Chance darstellen, wirklich Geld zu verdienen. Das erhöht die Nervosität weiter.
    In Sotschi gab es natürlich viele Einsteller. Aber im Großen und Ganzen hat sich diese K.o.-Weltmeisterschaft von vorangegangenen wenig unterschieden.. Früher wurde der Akzent bei den Live-Übertragungen allerdings nicht so gnadenlos auf die Fehler der Akteurinnen gelegt. Das schafft in gewissem Maße ein negatives Bild.
    Heute ist mir klar, dass auch ich Fehler gemacht habe! Künftig werde ich loyaler sein und die Umstände in höherem Maße berücksichtigen.
    Beispielsweise würde auch niemand von einem Marathonläufer bei Kilometer vierzig eine ideale Lauftechnik und Sprintgeschwindigkeit erwarten. Nach fünfzehn(!) Wettkampftagen in Folge sind die Frauen zu Tode erschöpft, verlieren ständig die Kontrolle und verpassen die Schlüsselmomente des Kampfes. Das ist völlig normal.
    Es wäre gut, einen weiteren Ruhetag in das WM-Reglement aufzunehmen, etwa vor dem Start des Viertelfinales. Das würde es den Mädchen erlauben, sich wenigstens etwas zu erholen.

    Warum haben es die Favoritinnen bei den K.o.-Wettbewerben immer so schwer?

    Die Rolle des Zufalls ist im allgemeinen eine größere. Und es hängt auch mit unserer Wahrnehmung zusammen.
    Wenn die Favoritinnen sich durchsetzen , nehmen wir das als normal wahr. Aber wenn sie ausscheiden, stellen wir Fragen. Im K.o.-System kann sich ein einziger Fehler als verhängnisvoll erweisen. Fehler sind statistisch unvermeidlich. Auch bei Favoriten. So kann es passieren, dass bei diesem Modus am Ende nicht immer die Stärksten triumphieren.
    Andererseits haben die Favoritinnen auch hier die statistisch größeren Gewinnchancen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist allerdings geringer als bei Rundenturnieren. Wenn man also in Sotschi ein Rundenturnier mit 64 Teilnehmerinnen ausgetragen hätte, so wären die vier Halbfinalistinnen dort womöglich nicht unter die ersten Drei gelangt. Koneru, Ju Wenjun und Anna Musitschuk hätten bessere Aussichten gehabt als sie, besonders Koneru.

    Sprechen Sie dem Frauenschach insgesamt die Existenzberechtigung ab, sollten sie ganz normal bei den Männern mitspielen (müssen)?

    Nein! Selbstverständlich muss es existieren. So wie das Frauentennis, die Frauenleichtathletik u.s.w. Nur muss man sich von dem Mythos verabschieden, dass Frauen in einer geistigen Sportart mit Männern auf Augenhöhe kämpfen können. Denn genau das ist es – ein Mythos!
    Der Unterschied in der Leistungsfähigkeit, der Energetik, in der Fähigkeit, sich in einen bestimmten Gegenstand zu versenken, ist zwischen Männern und Frauen riesig. Die Ausnahme namens Judith Polgar bestätigt lediglich die Regel. Ich bin überzeugt davon, dass in Zukunft keine Frau auch nur in die Nähe der Erfolge Judiths kommen wird, die es in die Top Ten der Welt geschafft hat. Das war eine einzigartige , phänomenale Errungenschaft, die nicht zu wiederholen sein wird.
    Natürlich sollen Frauen in Männerturnieren spielen (aber nicht spielen müssen). Das ist gut für uns alle! Ihnen kommt es vom schachlichen Standpunkt aus gesehen zugute. Männer profitieren unter >sozialen< Gesichtspunkten, die sonst häufig anzutreffende Abschottung ist weniger ausgeprägt.

    Wo sehen Sie die größten schachlichen Defizite der Frauen?

    Das Spiel der stärksten Schachspielerinnen der Welt unterscheidet sich fast nicht von dem der Männer mit entsprechender Elozahl. Einen prinzipiellen Unterschied sehe ich in der mangelnden Stabilität. Der weibliche Organismus ist nicht so stabil wie der männliche, er versagt häufiger. Das Nervensystem der Frauen ist anfälliger – daraus resultieren die vielen von außen schwer nachzuvollziehenden Fehler.
    Das führt dazu, dass Frauen mit einer Elo von 2500 eine Partie deutlich über, aber auch deutlich unter ihrer tatsächlichen Stärke spielen können. Männer mit 2500 bewegen sich eher in einer Bandbreite von 2450 bis 2550. Sie sind berechenbarer.
    Daraus ergibt sich eine wichtige Reserve zur Leistungssteigerung für Frauen: sie müssen ihre physische Ausdauer erhöhen und ihr Nervensystem festigen. Statt seiner Schülerin neue Eröffnungssysteme beizubringen, sollte man als Trainer also besser etwas dafür tun, dass sie gesund und glücklich ist! Das Wichtigste im Trainingsprozess sowie in Turnieren ist für Frauen eine starke, männliche Schulter. In allen Fragen – ohne Ausnahme! Männer können einsame Profis sein. Frauen nicht.

    Wird von Anfang an zu wenig Wert auf das eigenständige Arbeiten der Frauen gelegt, wird ihnen zu viel Arbeit von ihren Trainern/Sekundanten abgenommen?

    In dieser Frage verbirgt sich bereits die Antwort. Ich stimme zu.
    Frauen sind disziplinierter als Männer. Sie fügen sich ideal in das Trainer-Schüler-Schema ein. Genauso muss man mit ihnen auch arbeiten. Der Trainer (Freund, Ehemann etc.) muss der Spielerin alles Nebensächliche abnehmen, so dass sie ihre ganze Energie in den Kampf am Brett stecken kann.
    Frauen sind harmonischere Wesen als Männer. Sie verstehen viel besser, was im Leben wichtig ist und was zweitrangig. Sie verfügen über ein angeborenes Gefühl des Maßes, das sie vor Fanatismus, übertriebenem Risiko, Verrücktheiten u.s.w. Bewahrt. Deshalb verschreiben sich Frauen dem Schach niemals vollständig. Bekenntnisse wie “Schach ist mein Leben“ werden sie von einer Frau nicht hören. Für sie ist Schach ein Spiel, und der Verlust einer Partie keine Tragödie. Sie spielen Schach, Männer leben es.
    Wir sind Profis. Wir müssen unsere Familien ernähren. Wir haben etwas zu verlieren. Den Frauen bleibt unabhängig vom Ausgang einer Partie das Wesentliche erhalten – Liebe, Familie, Kinder...

    Nach Meinung der Anhänger des Frauenschachs werden die qualitativen Defizite durch andere Vorteile wettgemacht. Der Kampfgeist ist großartig, viele Partien bieten dem breiten Publikum einen hohen Schauwert, viel Spannung und häufig wechselnde Szenarien. Hinzu kommt ein deutlich besseres optisches Gesamtbild, was gerade bei der Sponsorengewinnung von Vorteil ist.

    In punkto Kampfbereitschaft und Emotionalität wirkt das Frauenschach interessanter als das der Männer. Es ist immer wieder scheußlich anzusehen, wie starke männliche Großmeister sich bei vollem Brett auf Remis einigen und damit das Schach als konkurrenzfähige Sportart diskreditieren. Frauen erlauben sich so etwas nicht.
    Die Frage ist, wie diese Zuschauerwirksamkeit zu vermitteln ist. Wie kann man Sponsoren gewinnen? Offenbar brauchen wir hier neue Ideen.
    In vielen erfolgreichen Sportarten, nehmen Sie z.B. Golf, wird große Aufmerksamkeit auf die äußere Erscheinung der Sportler gelegt. Auch in der Schachwelt ist die Zeit für Neuerungen gekommen, die sich an den Zuschauern orientieren. Dem sollten wir uns nicht verweigern.

  11. #11
    Administrator
    Punkte: 111.275, Level: 100
    Level beendet: 0%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 0
    Aktivität: 36,0%
    Errungenschaften:
    Three FriendsRecommendation First ClassOverdriveYour first GroupCreated Album pictures
    Auszeichnungen:
    Posting AwardFrequent PosterDiscussion EnderUser with most referrers
    Themenstarter
    Avatar von Kiffing
    Registriert seit
    06.07.2011
    Ort
    Wuppertal
    Rating
    1722/1854
    Verein
    SC Tornado Wuppertal
    Beiträge
    4.760
    Punkte
    111.275
    Level
    100

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Ich sehe, die „traditionelle“ Putin-Ideologie zeigt ihre schönsten Blüten.
    Die Amalgamierung der neuen russischen Ideologie aus christlicher Orthodoxie, Nationalismus und Glorifizierung auch der sowjetischen Vergangenheit mag manchem zwar widersprüchlich erscheinen. So empfand der Historiker Gerd Koenen, der mit Blick auf Holocaust und die Gewaltexzesse Stalins im eigenen Land bereits in den 90er Jahren von einer „zweifachen Singularität“ gesprochen hatte, diese Versöhnung diverser moderner Erzählungen im Rußland unter Wladimir Putin, der sowohl Weiße als auch Rote im russischen Bürgerkrieg als Nationalheroen aufbietet, als ahistorisch. In einem in diesem Jahr erschienenen Interview mit der Welt begründete Koenen sein Urteil mit starken Worten:

    Zitat Zitat von Gerd Koenen
    Es gibt eben ein großes Bedürfnis, in der historischen Erinnerung wieder zusammenzufügen, was in der realen Geschichte des sowjetischen Russland so radikal und tödlich wie nur möglich getrennt gewesen ist: also Stalin und der Zar, die Weißen und die Roten, die Henker und die Opfer, die Atheisten und die Popen, usw. Das ist verständlich und in gewisser Weise sogar notwendig und vernünftig. Fatal wird die Sache aber dann, wenn von staatlichen Ideologiebehörden, und heute im Zweifelsfalle von Putin selbst als dem obersten Lehrer der Nation, versucht wird, alles zu harmonisieren. Dann wird die ganze, ungeheure, tragische Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert zu irgendeiner vaterländischen Kitsch- und Heldenstory, statt dass man sich der vollen Härte dieser inneren Zerfleischungen und vor allem, der Erforschung ihrer Ursachen, stellte. Dann ist der Boden bereitet für eine endlose Selbstbeweihräucherung, worin das große Russland von Sieg zu Sieg schreitet, inmitten einer neidischen Welt von Feinden, denen es immer wieder heroisch widerstanden hat.
    Doch wir sollten uns nicht wundern. Die Russen, die unter den Zaren und mehr noch unter der Knute der Sowjetunion großgeworden und damit kleingeblieben sind, sind es gewohnt, auch rapide Veränderungen des Wahrheitsministeriums anzunehmen, zu erkennen, daß 2+2=5 ist und zu wissen, daß Ozeanien schon immer der Feind gewesen ist, auch wenn noch vor Kurzem zusammen mit Ozeanien scheinbar mit allen Mitteln gegen Ostasien gekämpft wurde.
    Alles wartet auf das Licht
    Oh, ihr Menschen, fürchtet euch nicht

  12. #12
    Klarer Fixpunkt
    Punkte: 5.675, Level: 51
    Level beendet: 63%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 75
    Aktivität: 0%
    Errungenschaften:
    Veteran5000 Experience Points
    Avatar von Birliban
    Registriert seit
    06.02.2014
    Ort
    Erde
    Rating
    DWZ 1920
    Verein
    ja
    Beiträge
    421
    Punkte
    5.675
    Level
    51

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    “ Ich sehe, die „traditionelle“ Putin-Ideologie zeigt ihre schönsten Blüten. “ Kiffing


    Ja. Ein mulmiges Gefühl überkam mich schon, nach lesen der Äußerungen von Schipow. Nicht anders erging es mir beim lesen der Äußerungen von Short.

    Was ich eigentlich bemerkenswert finde - im Moment scheinen wieder einmal Männer sehr viel über das >Frauenschach< zu sagen zu haben. Das scheint mir nicht nur verwunderlich, sondern auch ein bißchen verkehrte Welt zu sein. Anders gesagt: Wer etwas zum Thema Frauen(schach) erfahren möchte, sollte nicht (nur) zu den “Frauenärzten“ ( Nigel Short und Sergej Schipow) gehen.

    In diesem Zusammenhang habe ich gestern mal die Zeitschrift SCHACH angeschrieben, mit der Bitte und den Vorschlag, ob sich zum Thema >Frauenschach< nicht einfach auch mal eine Frau äußern sollte. Das scheint mir nicht nur richtig, sondern einfach auch natürlich zu sein.

    Ich habe Judith Polgar vorgeschlagen. Sie scheint mir kompetent dafür zu sein. Interessant wäre es schon zu erfahren, was sie, als kompetente Vertreterin des anderen also weiblichen Geschlechts, zu den Äußerungen ihrer männlichen Kollegen, Short und Schipow, zu sagen hat. Und natürlich speziell zum Thema >Frauenschach<. Ich denke doch, dann kommen wir der Wahrheit zumindest ein kleines Stückchen näher.

  13. #13
    Administrator
    Punkte: 111.275, Level: 100
    Level beendet: 0%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 0
    Aktivität: 36,0%
    Errungenschaften:
    Three FriendsRecommendation First ClassOverdriveYour first GroupCreated Album pictures
    Auszeichnungen:
    Posting AwardFrequent PosterDiscussion EnderUser with most referrers
    Themenstarter
    Avatar von Kiffing
    Registriert seit
    06.07.2011
    Ort
    Wuppertal
    Rating
    1722/1854
    Verein
    SC Tornado Wuppertal
    Beiträge
    4.760
    Punkte
    111.275
    Level
    100

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Zitat Zitat von Birliban
    Was ich eigentlich bemerkenswert finde - im Moment scheinen wieder einmal Männer sehr viel über das >Frauenschach< zu sagen zu haben. Das scheint mir nicht nur verwunderlich, sondern auch ein bißchen verkehrte Welt zu sein. Anders gesagt: Wer etwas zum Thema Frauen(schach) erfahren möchte, sollte nicht (nur) zu den “Frauenärzten“ ( Nigel Short und Sergej Schipow) gehen.
    Mich wundert es nicht, die Welt scheint aus den Fugen zu geraten. China, was seit den 90er Jahren im Zuge der pragmatischen Öffnungspolitik nach den Ideen von Teng Hsiao-Ping, dem "chinesischen Gorbatschow", niemand mehr für möglich gehalten hätte, radikalisiert sich unter seinem "chinesischen Putin" Xi Jinping. Auf einmal werden wieder die "Ideale" des größten Massenmörders der Geschichte, Mao Tse-Tung, hochgehalten, westliche Literatur wird an den Universitäten verboten, aus Gründen "ideologischer Festigkeit", und im Südchinesischen Meer so aggressiv wie seit Jahrzehnten nicht mehr gezündelt. Über Rußland brauchen wir nicht zu reden, und in der islamischen Welt etablieren sich mit der IS die Mongolen der Neuzeit. Daß im Westen, der sich zunehmend in der Defensive sieht, was die Entwicklungskurven zu Einwohnerzahlen und Wirtschaftswachstumsdaten belegen, was zur Folge hat, daß seine Werte nicht mehr als nachahmenswert, sondern als verachtenswert erscheinen, unter diesen Bedingungen nun die ganzen Ungeister der Vergangenheit aus den Löchern kriechen, die im Fortschrittsglaube nach dem Sieg 1990/91 längst überwunden geglaubt schienen, ist ebenso Symptom der allgemeinen Krisenentwicklung auf der Welt, was aber leider nur folgerichtig ist. Schließlich mag der Westen Projektionsfläche der Hoffnungen und Sehnsüchte progressiver Strömungen sein, unter seiner Oberfläche in Gegenwart und Vergangenheit verbirgt sich aber Schreckliches, so daß die Rechte und Freiheiten, die im Gegensatz zu anderen Regionen selbstverständlich erscheinen mögen, immer wieder aufs Neue errungen werden müssen. Ist der Westen aber erst weg, wird es auch nicht besser.

    Zitat Zitat von Birliban
    In diesem Zusammenhang habe ich gestern mal die Zeitschrift SCHACH angeschrieben, mit der Bitte und den Vorschlag, ob sich zum Thema >Frauenschach< nicht einfach auch mal eine Frau äußern sollte. Das scheint mir nicht nur richtig, sondern einfach auch natürlich zu sein.
    Solange es nicht Elisabeth Pähtz wird, kann ich mich mit diesem Gedanken natürlich anfreunden. Die sagt nämlich das Gleiche in Grün wie Nigel Short und Konsorten.
    Alles wartet auf das Licht
    Oh, ihr Menschen, fürchtet euch nicht

  14. #14
    Klarer Fixpunkt
    Punkte: 5.675, Level: 51
    Level beendet: 63%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 75
    Aktivität: 0%
    Errungenschaften:
    Veteran5000 Experience Points
    Avatar von Birliban
    Registriert seit
    06.02.2014
    Ort
    Erde
    Rating
    DWZ 1920
    Verein
    ja
    Beiträge
    421
    Punkte
    5.675
    Level
    51

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    " Solange es nicht Elisabeth Pähtz wird, kann ich mich mit diesem Gedanken natürlich anfreunden. Die sagt nämlich das Gleiche in Grün wie Nigel Short und Konsorten. " Kiffing

    Wäre noch Vishy Anand eine Alternative - der positioniert sich recht deutlich konträr zu Short & Co. Bin mir aber nicht sicher, ob er das nötige Hintergrundwissen hat und einfach nur zu "nett und lieb" ist, vor allem, wenn seine Frau Aruna im Publikum sitzt und so nett und süß die Welt anlächelt.

    Also - erst Judith Polgar. Über Alternativen denke ich später nach.

  15. #15
    Administrator
    Punkte: 111.275, Level: 100
    Level beendet: 0%, Punkte für Levelaufstieg benötigt: 0
    Aktivität: 36,0%
    Errungenschaften:
    Three FriendsRecommendation First ClassOverdriveYour first GroupCreated Album pictures
    Auszeichnungen:
    Posting AwardFrequent PosterDiscussion EnderUser with most referrers
    Themenstarter
    Avatar von Kiffing
    Registriert seit
    06.07.2011
    Ort
    Wuppertal
    Rating
    1722/1854
    Verein
    SC Tornado Wuppertal
    Beiträge
    4.760
    Punkte
    111.275
    Level
    100

    AW: Nigel Short sieht genetischen Nachteil von Damen im Schach

    Um einmal wieder auf das Thema einer angeblichen genetischen Benachteiligung von Frauen im Schach gegenüber Herren zu kommen, so habe ich diesen interessanten Spiegel-Artikel von 2009 entdeckt. Britische (!) Forscher haben sich nämlich mit derselben Fragestellung auseinandergesetzt, die Nigel Short beschäftigte, und sind zu dem Schluß gekommen, daß die Unterlegenheit der Frauen "nahezu exakt dem entspricht, was rechnerisch zu erwarten wäre angesichts des Frauenanteils unter den Schachspielern insgesamt". In diesem Zusammenhang sei der Geschlechterunterschied "zu 96 Prozent erklärbar". Von daher zieht es nicht, die Unterschiede im mathematisch-logischen Denken zwischen den Geschlechtern auf das Schachspiel zu übertragen, das Leben ist vielfältiger, was übrigens auch ein Thilo Sarrazin schon erfahren mußte, wo ihm seine Unbelehrbarkeit auch nichts nützt.
    Alles wartet auf das Licht
    Oh, ihr Menschen, fürchtet euch nicht

Ähnliche Themen

  1. Sieht so unsere Zukunft aus?
    Von Kiffing im Forum Burgschenke
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 02.03.2017, 06:23
  2. Nigel Short läuft Amok
    Von Qf3 im Forum Aktuelles
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 25.09.2016, 08:14
  3. kasparov vs short 2015
    Von Mattmonster im Forum Aktuelles
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 27.04.2015, 09:31
  4. [gelöst] Aufgabe aus der Partie Short-Timman
    Von hako im Forum Schachaufgaben
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 16.07.2012, 19:55

Stichworte

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
. . . .