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Thema: Geschichten.

  1. #1
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    Geschichten.

    Du Opa.
    Was ist denn.

    Warum sterben so viele Leute in der Wüste.
    Weil dort Krieg ist.
    Warum ist das dort.

    Das weiss ich nicht genau, aber vielleicht weil dort Erdöl gefördert wird.
    Warum machen die das deswegen.

    Weil sie die Anordnung dafür erhalten haben.
    Was haben die erhalten.
    Die Anordnung, die müssen, sonst ergeht es ihnen schlecht.

    Woher kommt das.
    Von oben.
    Woher.
    Von Vorgesetzten.
    Was ist das schon wieder.

    Einer, der manchmal über das Leben anderer zu befinden hat.
    Warum macht der das.
    Weil auch er eine Anordnung dazu bekommen hat.
    Wieder von einem Vorgesetzten.

    Ja.
    Wieviele gibt es davon.
    Von Vorgesetzten.
    Ja.
    Genug.

    Das alles wegen dem Erdöl.
    Könnte sein.
    Warum.

    Weil die Erdölfirmen in Sicherheit Erdöl fördern wollen.
    Warum.
    Weil sie die Tankstellen damit beliefern sollen.
    Warum.
    Weil die Tankkunden nicht lange auf Treibstoff warten können.
    Warum.
    Weil sie schnell weiterfahren müssen.
    Warum.
    Das weiss ich auch nicht.



    Du Opa.
    Was ist denn.
    Wie war das, wie du klein warst.
    Was.
    Das mit dem Erdöl.
    Hat schon gegeben.

    Was war den davor.
    Wann.
    Bevor Erdöl gefördert wurde.
    Was soll da gewesen sein.

    Wie sind da die Tankkunden weitergefahren.
    Gar nicht.
    Sind die stehen geblieben an der Tankstelle.
    Nein.
    Warum nicht.
    Weil es keine Tankstellen gegeben hat.

    Warum nicht.
    Weil es Pferde gegeben hat.

    Braucht das keinen Treibstoff.
    Oh ja, der wächst auf der Wiese.
    Wo.
    Wenn du brav bist, gehen wir am nächsten Sonntag in den Park, dort kannst du eine Wiese sehen. Das ist der grüne Belag, wo man nicht hinaufsteigen darf.

    Wie kommt der Belag in die Pferde.
    Vorne.
    Bei uns hinten.
    Beim Pferd vorne.

    Wieviele Räder hat das Pferd.
    Keine.
    Wie fährt es denn.
    Gar nicht, es trabt.

    Was ist das.
    Einen Fuss vor dem anderen.
    Das kann ich auch, ohne Wiese.
    Ein Pferd trabt mit vier Füssen.

    Wenn du brav bist, gehen wir an deinem Geburtstag in den Zoo und suchen ein Pferd.
    Was machen wir damit.
    Anschauen.
    Und dann.
    Wieder wegschauen.

    Nein, das ist anstrengend. Wir sitzen doch mit unserer Gehmaschine, da brauchen wir kein Pferd.



    Du Opa.
    Was ist denn.

    Wo sitzen wir, wenn es keinen Treibstoff an der Tankstelle gibt.
    Können wir auch mit Wiese fahren.

    Nein.
    Wie sitzen wir dann.
    Gar nicht.
    Was ist dann.
    Dann gehen wir zu Fuss.
    Was ist das.
    Traben auf zwei Beinen.
    Geändert von ruf012 (18.06.2015 um 19:45 Uhr)

  2. #2
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    AW: Geschichten.

    Von den zwei Bauern

    Es waren einmal zwei Bauern in guter Nachbarschaft.
    Weil keiner der beiden wusste, was der andere vorhatte,
    standen Knechte auch nachts auf Wache an den Ackergrenzen.

    Da suchte einer Kontakt mit dem anderen,
    sprach von Friedfertigkeit
    und sie vereinbarten, die Wachen zu beenden.

    Nicht lange, und dem zweiten fehlte etwas vom Gras, von Geräten und Erntegut.
    Es wurde gesehen in einer Hütte seines friedliebenden Nachbarn.
    Er lies es zurückholen.
    Dannach stellte er wieder Wachen auf.

    Der erste meinte, das wären aber nicht sehr friedfertig,
    und vor allem gegen die Vereinbarung, und war sehr fuchtig.

    --

    Der Bürgermeister wollte eingreifen,
    aber er resignierte vor der Vielfalt an Möglichkeiten.

    Wer war für die Grenzüberschreitung der Waren zuständig.
    A) der erste Bauer. Er hat die Bewachungsreform beantragt.
    Auch hat es ihm Waren eingebracht.

    B) der zweite Bauer. Er wollte damit seine früherere Betriebsweise rechtfertigen.

    C) eine oder mehrere dritte Personen.
    Die hatten keine Freude an der vereinfachten Lebensweise der beiden Bauern.

    Weiters A und B, A und C, B und C
    sogar A und B und C kann nicht ausgeschlossen werden.
    Geändert von ruf012 (26.06.2015 um 14:38 Uhr)

  3. #3
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    AW: Geschichten.

    Wandern.

    Es war einmal ein Dorf in den Alpen.
    Das Gemeindehaus samt Bürgermeister ist seit dem letzten Gewitter nicht verfügbar.



    Der Wirt sieht laufend neue Gäste.

    Sie fragen nach diesen grossen Käfern, die vor den Häusern herumkrabbeln.
    Nein, das sind doch unserere Grasmähmaschinen.

    Welchen Nutzen die haben, geben sie auch Milch, oder legen sie Eier.
    Nein, wir machen nur eine ebene Wiese, damit das auch alles schön ausschaut und recht viele Gäste zu uns kommen.



    Viele Einheimische bringen den Ankömmlingen grosses Interesse entgegen.

    Bewundernswert, wie sie einen Weg durch steile Waldwege finden,
    die ehemals breite Strasse hat der sonst kleine Bach stellenweise mit sich genommen.

    Vor allem junge Leute fragen nach möglichen Wanderzielen,
    welche Ausrüstung man dazu brauche, und wie man soetwas überhaupt aushält.

    Sie können ihre Häuser nur von aussen betrachten,
    übernachten aus Sicherheitsgründen in Heustadeln, die in geschützter Lage vom letzen Sturm übersehen wurden.

    Einige Tage ohne Strom im Winter, und sie sind motiviert, Heustadeln auch in anderern Gegenden zu suchen.
    Geändert von ruf012 (18.06.2015 um 19:48 Uhr)

  4. #4
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    AW: Geschichten.

    Spätherbst.
    Merklich kühl.

    Ein Umageher suchte schon lange den Dorfgendarm.
    Auf dem Marktpaltz sah er ihn.

    Sofort schritt er auf ihm zu und beleidigte ihn mit freundlicher Begeisterung.
    Dieser wußte, was er zu tun hatte.
    Ich muss sie verwarnen.

    Die weitere Beleidigung folgte.
    Das bringt ihnen 1 Monat im Gemeindekotter.

    Eine weitere Beleidigung folgte.
    2 Monate.

    Mit letzter Kraft eine weitere Beleidigung.
    5 Monate.

    Jetzt war der Umageher beruhigt.
    Von November bis April, versorgt.

    Gerne folgte er der Amtsperson und überstand den Winter im geheizten Raum mit guter Verpflegung.

  5. #5
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    AW: Geschichten.

    Lächeln, immer nur Lächeln.

    An einer Hauptverkaufsstelle war ein Verkäufer für Geschichte auf einer einwöchigen Dienstreise mit seinen 25 Kundschaften.
    So hatte die Kollegenschaft sich für ihn in den Verkaufsräumen zu stellen.

    Ein neuer Verkäufer für Mathematik durfte sich dabei bewähren.
    Er verfasste traditionellerweise aus der Hand ein sogenanntes Arbeitsblatt, vervielfältigt für jede Kundschaft im Verkaufsraum.




    Arbeitsblatt für Geschichte, 26.Juni 2015

    Transitivität von Implikationen

    A-erhöhter Einsatz von Verbrennungsmotoren.
    B-Erwärmung der Lufthülle rund um die Erde.
    C-Steigerung von ungünstigem Wetter in Dauer und Intensität.
    D-Verminderung der Lebensmöglichkeiten für Pfanzen, Tiere und Menschen.
    E-Erhöhung der Wanderbereitschaft Betroffener.

    Wenn
    aus A folgt B
    aus B folgt C
    aus C folgt D
    aus D folgt E

    gilt dann
    aus E folgt A

    Bitte die Aussagen prüfen.
    Was darf daraus folgen für Sie.




    Die Kundschaften nahmen die Papierblätter in die Hand und legten sie gleich wieder auf den Tisch.
    Wegen der langweiligen Gestaltung, sie waren mehr Bilder und grosse Worte gewohnt.
    Schliesslich war ihnen der Verkäufer nicht geläufig, auch gab es von ihm keine Textkonserven am Semesterschluss.

    Eine Kundschaft machte sich Luft in einer dem Verkäufer unverständlichen Sprache.
    Andere hatten dringende Dienstgespräche mit ihren tragbaren Fernsprechgeräten zu erledigen.
    Wieder andere erzählten sich etwas von der letzen Überlandfahrt.




    Als der Verkäufer die Papiere wieder einsammeln wollte, regte sich heftiger Widerstand.
    Das ist unser Eigentum. Was erlauben sie sich.

    Nach einigen Minuten erschienen einige Elternvertreter an der Tür des Verkaufsraumes
    und verwarnten den Verkäufer eindringlich.
    Ob er nicht die Schulordnung kenne. Sie werden mit dem Direktor sprechen.




    Tatsächlich musste er bald zum Verkaufsstellenleiter.

    Der Verkäufer für Mathematik verbrauchte dannach weit mehr als nur ein Blatt pro Kundschaft.
    Er lächelte freundlich, wenn er einen gefüllten Verkaufsraum betrat.
    Er lächelte die ganze Zeit, bis er wieder hinaus durfte.

    Nach einigen Wochen lächelte er in einer geschlossenen Anstalt weiter.
    Geändert von ruf012 (26.06.2015 um 14:42 Uhr)

  6. #6
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    AW: Geschichten.

    Schichtwechsel im Sommer.

    In einer etwas wärmeren Jahreszeit erließ ein Bezirkshauptmann an seine Gemeinden einen Hitzeerlass.
    Das Gartengießen möge unterlassen werden. Tiere nicht unötig belasten, etwa bei Pferdegespanne.

    Die Bürgermeister gaben den Erlass in den diversen Gemeindezeitungen weiter.

    ----

    Die Bevölkerung reagierte großartig.

    An den Bewässerungsstellen für Gehmaschinen standen lange Schlangen.
    Die Wassergruben vor den Häusern wurden noch rasch gefüllt.
    Wer weiss, wie lange es dann kein Wasser aus der zentralen Wasserleitung geben wird,
    eine Ganzkörperabkühlung vor dem eigenen Haus wurde in den letzten Jahrzehnten zu Tradition.

    Schon lange vorher waren die Hausbrunnen auf Anordnung zugeschüttet worden,
    um den Wasserverband wirtschaftlicher zu gestalten.
    Wie weitblickend.
    Bald tropfte es nur mehr aus den Wasserleitungen.

    ----

    Es gab hitzebedingt mehrere Begräbnisse gleichzeitig.
    Dabei waren die frischegebadeten Gehmaschinen samt Einsitzende.
    Auch Pferde wurden gebraucht. Die Transportmittel der örtlichen Bestattungen waren überlastet.

    In der nächsten Ausgabe der Gemeindezeitungen wurden viele Bauarbeiter gesucht.
    Dringend mit baldigem Eintritt.
    Geändert von ruf012 (07.07.2015 um 12:32 Uhr)

  7. #7
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    AW: Geschichten.

    Gewitter


    Ein Papierzusteller hatte bei seiner Arbeit einen vorgegebenen Weg einzuhalten,
    um in der vorgegebenen Zeit auch seine Papiere in vorgegebene Behälter zu geben.

    Nach mehrjähriger Praxis war es ihm schon ein Leichtes, die wertvollen Bilder und Texte zu verlagern.

    --

    Einmal gab es aber ein Gewitter, gerade noch an der Stelle,
    wo er von seiner Tragmaschine zum nächsten Hauseingang etwas weiter weg war.

    Nicht nur Regen, auch Hagelkörner fielen zu Boden.
    Vorbeiziehende Gehmaschinen verschwanden schnell in Hauseinfahrten.
    Aber der Papierzusteller wollte nicht von seinem gewohnten Weg abweichen.

    --

    Durfte er das überhaupt.
    Die Hagelkörner wurden immer größer und schmerzhafter.
    So beschloss er, mit der immer mitgetragenen Sprechmaschine in seiner Dienststelle
    um Erlaubniss zu bitten, vom vorgegebenen Weg etwas abweichen zu dürfen.
    Wegen Widerstand der Natur.

    Aus der Sprechmaschine kamen Geräusche in großer Lautstärke,
    eine Honigstimme, die überaus freundlich zum Warten einlud.
    Inwischen wurden die Hagelkörener größer, die freundliche Stimmme dauerte an.

    --

    Jetzt begann er sich ernste Gedanken zu machen, um seine Situation.
    Wie sollte er im nachhinein begründen, den dienstlichen Weg verlassen zu haben.

    Gibt es überhaupt einen Hagel.
    Er blickte auf und war von einem hühnereigrossen Hagelkorn getroffen.
    Für kurze Zeit vergass er, was er sehen wollte.
    Dann kam er zu sich, und überlegte weiter.

    --

    Irgendwann hatte er von seinem Vorgesetzten etwas über die langfristige Wirkung von kleinen Schritten gehört.
    Das wollte er auch versuchen.

    Ein kleiner Schritt Richtung Hauseingang, wo er nichts abzugeben hatte.
    Dann Pause.
    Die Angst, seinen Auftrag nicht erfüllt zu haben, stieg auf.
    Wieder ein Einschlag.
    Noch ein kleiner Schritt.

    --

    Als das Gewitter vorbei war,
    sammelte ein Rettungwagen traditionellerweise nach derartigen Vorkommnissen verschiedene Kundschaften ein.

    Einer davon hielt noch eine Sprechmaschine umklammert mit einer vielversprechenden Stimme.
    Bitte haben sie noch etwas Geduld, sie werden gleich verbunden.
    Geändert von ruf012 (09.07.2015 um 10:22 Uhr)

  8. #8
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    Neue Bauernregel.

    Is da Novema a schwü, sog des nit vü.
    Is da Juni vorbei, gschbiast as e glei.

    --

    Der Versuch einer Übersetzung für deutschsprachige Leseren.

    Wird im Monat November eine relativ hohe relative Luftfeuchtigkeit gemessen,
    bei länger andauernder Temperatur über dem Mittelwert vergangener Jahrzehnte,
    so könnten bereits ab Ende des nächsten Monats Juni
    interessante Erscheinungen aus der Lufthülle spürbar sein.

  9. #9
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    #8 Übungsbeispiel, Übersetzer gesucht.



    hodawindakanboadwiadaslemhoad



    gibskoanschnewoxdhoidakle



    besasausdalwiasdolunisau





    Geändert von ruf012 (22.12.2015 um 16:50 Uhr)

  10. #10
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    #9 Fortsetzung




    hodabauakansdoundisdasdeidamsound



    isdajankaoufdnaigibsboldnurgödundkahai



    zfüouxnzwainkia






    Geändert von ruf012 (22.12.2015 um 16:49 Uhr)

  11. #11
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    #9 Fortsetzung |2



    isdadrakoamolweigliegnidnurdabauaindraik





    homakoahenblosdawindindizein





    beisabauauniknechdwiaknechdunibaua


  12. #12
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    Olmpadie

    indibeagbinigeanwaldogfraidsimaigmiad|:woudiolmresalnwochsnundaenzianbliad:|




    Was ist das
    akua
    Sind die nicht violett
    na

    Sie geht zum ungehörnten akua Ende und versucht die Abdeckung zu heben

    Kommt da die Schokolade heraus
    nalosdesgemadokümdaheakua

    Beide entkommen rechtzeitig




    Sind diese akua aber klein
    desangoas

    Etwas später

    Warum sind diese desangoas nicht rasiert
    desanschouf



    Bald darauf

    Was ist das
    bam

    Das kommt davon, wenn man nicht das Gras mäht, was ist das für ein Berg
    wöchata




    Noch am selben Abend schreibt sie einen Brief nach Hause

    Gosthaus, den 25.12.2015
    Liebe Mama wir haben heute vieles erlebt

    Zunächst eine nichtviolette akua,
    da konnte ich nicht eindeutig feststellen, wo die Schokolade herauskommt

    Nach einer kurzen schnellen Strecke bergauf eine muntere Schar desangoas
    Nach einer weiteren kurzen Strecke bergauf desanschouf
    Nach einer weiteren Strecke bergauf bam

    Schliesslich haben wir den wöchata von weitem gesehen
    Ich bin jetzt sehr erschöpft und verbleibe Deine Mathilde
    Geändert von ruf012 (25.12.2015 um 23:19 Uhr)

  13. #13
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    AW: Geschichten.

    tante wartet

    Kunschaft kommt
    tante: Wünsche
    Kundschaft: Mama
    läuft weg

    Kunschaften kommen
    tante: Wünsche
    Papierdachen bedrängt
    Einige am Boden
    Geschrei
    tante greift unter Arme
    stellt auf Beine
    putzt Hinterteil




    Kunschaft kommt mit Piperl auf Schulter
    tante: Wünsche
    Piperl flattert auf gewachstem Boden
    Kunschaften von Papierdrachen nach Piperl
    tante greift ein
    Piperl auf Unterarm

    tante: Das ist ein Piperl
    Piperl bedankt sich mit wohltuender Wärme
    tante mit Piperl
    Beide laut
    Kundschaften lachen

    tante zu Piperlkundschaft: Morgen bitte kein Piperl mitbringen
    tante ab




    Kundschaften und Piperl von Wand zu Wand
    Putzfrau kommt
    Putzfrau: wosisdolous

    Kundschaften und Piperl von Wand zu Wand
    wohltuende Kälte bereits verteilt

    Kundschaften und Piperl von Wand zu Wand
    Putzfrau holt Staubhebemaschine
    sucht wohltuende Kälte
    findet auf eigenem Schuh

    Kundschaften und Piperl von Wand zu Wand
    Staubhebemaschine am Netz
    erste Hebeversuche scheitern unmittelbar vor wohltuendem Kältebelag
    mit Text

    Kundschaften und Piperl von Wand zu Wand
    Putzfrau holt Handbuch
    sucht dort Text
    findet nächste Ausgabe

    Kundschaften und Piperl von Wand zu Wand
    Putzfrau eilt zur Kinderhausverwaltung
    um Antrag für Kurs
    Putzfrau ab




    Kundschaften auf Kältebelag
    Piperl auf Beleuchtungsgerät knapp unter Decke

    Andere Kleidung mit Tante
    Verschiebt irrtuemlich Staubhebemaschine
    Sitzt bei Kundschaften

    Eltern erscheinen

  14. #14
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    AW: Geschichten.

    EDV

    In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts,
    als die Rechner noch keine privaten Hausbesuche gemacht haben,
    da wurde mit Formularen aus Papier verwaltet.

    Ein als gereift erklärter junger Mann vom Land besuchte die
    Hauptstadt, um dort weiter zur Schule zu gehen.




    Pünktlich stellte er die Anträge zur Zulassung zu einzelnen Prüfungen.
    Pünktlich absolvierte er sie mit unterschiedlichen Erfolgen.
    Pünktlich erhielt er von den Sekretärinnen der betroffenen Institute
    Papier in die Hand zur Bestätigung seiner Leistungen.

    Nach einiger Zeit war noch eine kleine Formalität zu erledigen.
    Dannach wäre er stolzer Absolvent des ersten Studienabschnittes.

    Er trug die einzelnen Papiere
    zu der dafür vorgesehenen amtlichen Papiersammelstelle,
    deren Aufgabe es war,
    aus den vielen einzelnen Papieren ein einziges zu machen.
    Mit Einträgen aus jedem eingereichten Einzelpapier.

    Als er nach einer vorgegebenen Wartefrist wieder dort erschien,
    um mit Freude das Sammelpapier nach Hause zu bringen,
    wurde er enttäuscht.

    Die eingereichten Papiere waren in zwei Stösse geteilt.
    einmal mit Franz-Josef X
    einmal mit Franz Josef X

    "Tut mir Leid, sie müssen sich entscheiden, ob mit oder ohne '-'."




    Etwas traurig, aber doch zuversichtlich, befolgte er den Rat der freundlichen Dame.
    Er besuchte nach und nach
    die Sekretariate der papierausgebenden Institute,
    um ein neues Papier, diesmal ohne '-', zu erhalten.

    Das war nicht leicht, schwieriger beinahe als die Prüfungen selbst.

    Solange sie auch in ihren Archiven suchten, sie fanden nur Unterlagen mit '-'.

    Die eine Sekretärin, die ihn persönlich kannte,
    lies sich nach langem Jammern überzeugen
    und stellte eine anerkannte Kopie ohne '-' aus.

    Eine andere gab den Fall weiter an den Leiter des Institutes.
    Diese Position war längere Zeit nicht besetzt.
    Das bedeutete Warten.

    Wieder eine andere zeigte das '-' Papiere einem Mitarbeiter des Institutes.
    Der meinte, da wäre eine neue Anmeldung notwendig,
    und auch eine neue Prüfung.

    Beim nächsten Institut gab es den Prüfungsgegenstand nicht mehr.
    Das bedeutete, einen ausserordenlichen Weg zu beschreiten.




    Franz Josef X, wie er sich vornahm, bezeichnet zu werden, nahm
    seine Unterlagen und eilte zur Standesvertretung.

    Ort und Zeit zur Kontaktaufnahme erfuhr er zufällig im Gasthaus
    beim Mittagessen.

    Schon am Gang wusste er, dass die Kontaktaufnahme schon voll im Gang war.
    Die Teilnehmer mussten sich erst lautstark einigen,
    welche Kiste als nächstes einer Qualitätsprüfung unterzogen wird.

    Ein schüchtener Blick in den Sitzungsraum genügte,
    und einer der Kellner rief ihm zu:
    "Die EDV ist im ersten Sock."




    Nach langem Suchen fand er das kleine Zimmer,
    an dessen Tür ein noch kleinerer Zettel geklebt war
    mit den handgeschriebenen Buchstaben "EDV".
    Er klopfte an.
    "Herein"

    Wieder ein schüchtener Blick ins Zimmer.
    "Aha, sie sind also der neue Programmierer"
    "Was bin ich"

    "Schön, dass Sie heute schon gekommen sind.
    Wir haben einiges vorzuhaben.

    Vielleicht werfen Sie einmal einen kurzen Blick über die Unterlagen.
    Es geht um die Anmeldungen zu Prüfungen,
    und die Erstellung der Bestätigungen.
    Auch der Sammelbestätigungen für den ersten Abschnitt.

    Ich habe schon den EDV Kurs hinter mir und dort gelernt,
    dass man einen Rechner, einen Drucker,
    ein Kartenlesegerät und ein Stanzgerät für die Lochkarten braucht.

    Ja, und nicht zu vergessen, Personal, dass damit umgeht.

    Ich freue mich, dass sie da sind.
    Wir werden gut zusammenarbeiten.
    Wie ich sehe, haben sie bereits passende Druckvorlagen mit."
    Geändert von ruf012 (04.04.2016 um 18:21 Uhr)

  15. #15
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    AW: Geschichten.

    Ferienzeit.

    Mathilde möchte sich mit ihrem neuesten Bekannten
    in unebenem Gelände bewegen.
    Ihre Großtante hat ihr den dringenden Rat gegeben,
    vorher feste Schuhe anzuziehen.
    Mit dem alten Markennamen Guisara.


    1.
    Mathilde besucht ein großes Schuhgeschäft. An Guisara, bitte.
    Die aushilfsweise bedienende Verkäuferin eilt ins Büro
    und fragt die aushilfsweise vorhandene Bürodame,
    nach dem Herrn Guisara.

    Sofort wird die Personalabteilung angerufen.
    Dort sitzt aushilfsweise ein Student aus fernen Landen
    bei seiner Abschlussarbeit.
    Die Bürodame resigniert schon nach einem kleinen Dialogversuch.

    Wir schauen im Rechner nach, aber wie.
    Wir fragen den Portier.
    Die Berechtigung zum Lesen der Mitarbeiterliste.
    Kein Problem, meint der gesellige Torwächter.
    Die Raumpflegerin, Frau X. muss das wissen.

    Danke, wo ist die.
    Auf Ferien, aber ich kann ihnen die private Nummer geben.
    Die Bürodame notiert die Nummer, bedankt sich für die Hilfe
    und eilt ins Büro zurück.


    2.
    Die Nummer wird eingetippt, am anderen Ende der Leitung
    ein freudiges, wo bist Du denn.
    Wir sind vom Schuhgeschäft, wo Frau X. arbeitet.
    Können wir sie sprechen.

    Leider, die ist nicht da,
    aber ich kann ihnen einige Nummern geben,
    vielleicht ist sie dort erreichbar.
    Die Bürodame notiert einige Nummern, bedankt sich für die Hilfe
    und legt auf.



    Bei der ersten Nummer meldet sich eine Schneiderin,
    bei der zweiten eine Zahnarztassistentin.
    Nach einigen Freundinnen schliesslich eine Wegsitzvermittlung.
    Nach einiger Zeit des Suchens, schliesslich der erleichternde Text,
    ja, die ist erreichbar am anderen Ende der Welt.
    Aber ich kann ihnen die Nummer der Sitzmaschine geben.
    Die Bürodame notiert die Nummer, bedankt sich für die Hilfe
    und legt auf.


    3.
    Die Nummer wird eingetippt, am anderen Ende ein gähnendes, was ist.
    Der Steuermann hat keinen Blick
    vom fast immer gleichen Betonband gelassen.
    Die Frau X bitte.

    Moment.
    Frau X, ein Gespräch.
    Die Sprechmaschine wird durch die Reihen
    Sitzender und zum Teil nicht mehr Schlafender
    durchgereicht.




    Frau X hat gerade geträumt vom Sternenhimmel,
    wie er zu Hause aussieht.
    X.
    Ich rufe an vom Schuhhaus und brauche ihre Hilfe.
    Die Liste der Mitarbeiter.

    Das ist kein Problem, beginnt die gespächige Dame.
    Holen sie sich vom Portier den Schlüssel,
    den mit einem Tannenbäumchen.
    Dann in die vierte Etage, zweites Zimmer rechts.
    Aufsperren, dritter Bildschirm links, ganz am Fenster.
    Hinter dem Vorhang auf der linken Seite sind zwei Ziffern zu sehen.
    die multiplizieren sie mit dem Tag des aktuellen Monats,
    ziehen davon das aktuelle Jahr ab.
    Jetzt brauchen sie nur noch das Ergebnis eintippen.
    So haben die Herren es immer gemacht
    und haben dabei meistens die Liste gefunden.

    Die Bürodame hat alles mitnotiert, bedankt sich für die Hilfe
    und legt auf.


    4.
    Sie macht alles genau so und findet die Liste der Mitarbeiter.
    Wie heißt er.
    Guisara oder so, meint die Verkäuferin.
    Was auch eingetippt wird, ohne Erfolg.
    Guisara, Guisarer, Guisera, Guiserer
    dann noch mit K am Anfang und y anstatt i.

    Die Verkäuferin geht zurück in den Verkaufsraum zu Mathilde.
    Tut mit leid, den Herrn Guisara kennen wir nicht.
    Was heißt hier Herr, das ist ein Schuh.
    Aha, ein Schuh.




    Zurück im Büro zur dortigen Dame.
    Das ist kein Herr, das ist ein Schuh.
    Aha, ein Schuh.

    Sofort wird das Lager angerufen.
    Sie hört viel und kräftige Akustik,
    auch einige beruhigende automatische Worte,
    aber keine Auskunft.


    5.
    Da brauchen wir die Schuhliste.
    Die Nummer der Raumpflegerin.
    Dort ist zunächst ein Schmatzen zu hören,
    bis der Steuermann
    sein halbzerkautes Würstchen hinuntergedrückt hat.

    Was ist.
    Die Frau X bitte.
    Moment.
    Frau X, ein Gespräch.
    Die Sprechmaschine wird durch die Reihen
    Sitzender und zum Teil nicht mehr Hungriger
    durchgereicht.




    Frau X hat gerade an ihr Abendessen zu Hause gedacht.
    X.
    Ich rufe an vom Schuhhaus und brauche ihre Hilfe.
    Die Liste der Schuhe.

    Das ist kein Problem, beginnt die kauende Dame.
    Holen sie sich vom Portier den Schlüssel,
    den mit der Kuh.
    Dann in den Keller, dort gibt es nur einen Bildschirm.
    Unter dem Abfallkübel befindet sich ein alter Kalender.
    Tippen sie den Tag des ersten freien Datums ein,
    und markieren sie es als verwendet.
    So haben die Herren es immer gemacht
    und haben dabei meistens die Liste gefunden.

    Die Bürodame hat alles mitnotiert, bedankt sich für die Hilfe
    und legt auf.


    5+1
    Sie macht alles genau so und findet die Liste der Schuhe.
    Aber keinen Guisara, oder Ähnliches.

    Leider, wir bedanken uns bei der Frau X.
    Die Nummer der Raumpflegerin.

    Was ist.
    Die Frau X bitte.
    Der Steuermann braucht etwas, um ganz wach zu werden.
    Moment.
    Er verlässt sein Zimmer,
    geht zum Portier, weckt ihn auf,
    fragt nach der Zimmernummer von Frau X.
    Geht dorthin, weckt die Frau X
    und überreicht ihr die Sprechmaschine.


    7.
    X.
    Nochmals das Schuhhaus,
    ich möchte mich bedanken für ihre Mithilfe,
    leider haben wir den Schuh nicht gefunden.

    Welchen Schuh.
    Einen Guisara.
    Das ist kein Problem, beginnt die gähnende Dame.
    Im Lager, hinter der fünften Säule, ganz hinten,
    wo schon der Verputz abbröckelt, dort sind einige
    Schachteln davon. Die kleinen Nummern sind ganz unten.
    Wird selten verlangt, den Staub müssen sie noch entfernen.




    Frau X beendet das Gespräch, verlässt ihr Zimmer,
    geht zum Portier, weckt ihn auf und
    fragt um das Zimmer des Steuermannes.
    Geht dorthin, weckt ihn auf,
    überreicht die Sprechmaschine und
    bedankt sich für die freundliche Vermittlung um Mitternacht.


    Die Bürodame hat alles mitnotiert, bedankt sich für die Hilfe
    und legt auf.


    8.
    Die Verkäuferin geht ins Lager zu fünften Säule,
    findet alles wie beschrieben.
    Zurück in den Verkaufsraum.
    Welche Größe bitte.
    45.

    Die Verkäuferin geht ins Lager zu fünften Säule,
    findet nach längerer Suche keine Größe 45.
    Zurück in den Verkaufsraum.
    Tut mir leid, die ist nicht lagernd.
    Mathilde verlässt gut ausgeschlafen den Verkaufsraum.





    Die Bürodame wollte sich noch bedanken
    für die hilfreich Unterstützung.
    Die Nummer der Raumpflegerin.
    Der Steuermann öffnete unter fremden Sternenhimmel das Fenster
    und die Sprechmaschine nahm den Weg zum darunterliegenden Müllbereich.


    9.
    Im Tagesbericht schreibt die Bürodame.
    Eine Kundschaft.
    Zwei Gespräche im Haus.
    Sieben Gespräche innerhalb der Stadt.
    Vier Gespräche an das andere Ende der Welt.
    Eines davon ohne Antwort.
    Keine Schuhe verkauft.


    Dannach bringt sie die beiden Schlüssel zum Portier
    und sitzt müde nach Hause.
    Geändert von ruf012 (24.07.2016 um 10:15 Uhr)

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