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Thema: Dame gegen Springer

  1. #16
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    AW: Dame gegen Springer

    Du kannst deine Meinung äußern wie du möchtest, Kampfkeks. Ich finde es schwierig etwas zu beurteilen, was ich selbst noch nicht gespielt oder geübt habe oder versucht habe zu üben. Das beziehe ich jetzt mal auf meine Person, um Missverständnisse zu vermeiden.

    Babylonia

  2. #17
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    AW: Dame gegen Springer

    Meine Vorstellung von einem Endspielbuch wäre schon eher Nachschlagewerk. Zumindest würde ich das jetzt so nennen. Meine Vorstellung ist ungefähr die, dass ich mir eine Liste schreibe: "Typische Endspiel-Situationen von A - Z" und dass ich dann die Situationen systematisch abarbeite und einen Haken dahinter mache, der bedeuten soll, dass ich es verstanden habe und mich sicher darin fühle. Das würde ich dann noch regelmäßig auffrischen und dann hätte ich aber nach abarbeiten der Liste eine ausreichende Sicherheit aus jedem Endspiel das Optimum herauszuholen.

    Was ich vom Buch dann erwarte sind im großen und ganzen zwei Dinge:

    1. mir einen Überblick darüber zu verschaffen, was überhaupt typische Endspielsituationen sind. Das hört sich banal an, aber ich kann mir vorstellen, dass ich nicht intuitiv alle Stellungen aufbauen kann, die man üben sollte, weil sie jeweils das Muster für eine Reihe von Endspielen aufzeigen.

    2. zu erklären wie man es zum Sieg führt oder wie man das Remis herausholt. Am besten mit Erklärungen, was der Zug bewirken soll oder eben so typischen Stellungen und Ideen, so dass man es auch auf vergleichbare Situationen übertragen kann. Ich denke keiner lernt konkrete Zugfolgen auswendig sondern eher so Regeln, die zu einer klugen Entscheidung führen. Sehr sinnvoll ist in dem Zusammenhang, denke ich, auch, dass Fallen aufgezeigt und erklärt werden.

    3. Optional: Eventuell noch Übungen, wobei ich denke, dass man das eigentlich nicht braucht, weil man einfach beliebig die Figuren anordnen kann und schon hat mein eine Übung.

    Ich möchte mich sehr für den Shredderlink bedanken. Das hilft mir glaube am meisten. Ich baue jetzt Stellungen auf und ziehe dann auf dem Brett schon den besten gegnerischen Zug, schreibe mir meine Idee für die beste Erwiderung auf und gucke dann was der Computer danach vorschlägt. Das ist insofern besser als gegen den Engine zu spielen, weil ich immer auch den besten Zug sehe. Dann vergleiche ich es und versuche den Sinn des Zuges zu ermitteln, in dem ich mir die Wirkung angucke. Ja und dann versuche ich mir noch Muster zu merken. Ich habe zumindest den Eindruck, dass es hilft. In einer Hinsicht dann wandle ich den Schluss aber immer ab. Ich gucke mir nicht die Varianten an, in denen der unterlegene seinen Springer offeriert um zwei oder drei Züge zu gewinnen und genau so verzichte ich auch als Überlegener darauf ein paar Züge einzusparen, wenn das nötig macht, dass ich den ungedeckten Springer nicht schlage.

    @Kampfkeks + @Babylonia Ich denke, dass die Kommunikation unglücklich verlaufen ist. Ich könnte mir von beiden Seiten vorstellen, dass man sich vor den Kopf gestoßen fühlt und das gut nachvollziehen. Wenn ich einen schlechten Tag habe und mir etwas nicht leicht fällt und ich mich darum bemühe es hinzukriegen und jemand kommt daher und sagt mir wie leicht es ist, fühle ich mich verletzt und vergreife mich sehr wahrscheinlich im Ton. Wir können von hier nicht einschätzen, ob es Kampfkeks leicht fällt oder ob sie es kann. Wenn ich etwas gut kann oder davon überzeugt bin und ich einen schlechten Tag habe und jemand meint er müsste mich darin belehren, fühle ich mich auch verletzt und vergreife mich wieder sehr wahrscheinlich im Ton. Wenn ich aber gut drauf gewesen wäre, hätte ich in beiden Fällen den Kommentar entweder überhört oder um Ratschläge gebeten. Lasst uns das bitte nicht eskalieren. Das ist es doch nicht wert. Ich hatte mir zum Beispiel bei Kampfkeks Kommentar nur gedacht, dass ich vor dem Spiel ähnlich darüber gedacht hätte. Darum neige ich aus meinem Erfahrungshorizont dazu Kampfkeks den Tipp geben zu wollen, es sich anzuschauen. Aber gerade wo das jetzt auch schon alles hier so unglücklich im Raum steht möchte ich betonen, dass ich nicht wissen kann, ob es für Kampfkeks sinnvoll ist oder nicht. Für mich wäre es sinnvoll gewesen, aber man kann nicht von sich auf andere schließen.

    LG

  3. #18
    Anonym
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    AW: Dame gegen Springer

    @schwarzer ritter
    Es gibt viel gute Literatur zum Thema Endspiel und es muß gar kein Gesamtwerk sein, um darüber eine Übersicht zu erhalten, denn inzwischen haben sich Kategorien entwickelt, an die sich alle halten, wie zB "reine Figurenendspiele (Leichtfigurenendspiele, Dame gegen Leichtfigur ohne und mit Bauer), Bauernendspiele etc. , die auch im Internet verbreitet sind. Wenn ein Buch nur eine dieser Kategorien behandelt, hilft es Dir auch - um den Überblick über alle Standardkategorien zu bekommen würde quasi eine Inhaltsangabe reichen oder ein Blick ins Internet.

    Der Nutzen aus solcher Endspielkenntnis, ergib sich nicht nur dann, wenn eine Standardstellung, auf dem Brett entstanden ist - die man dann aufgrund des Wissens zum Gewinn führen kann. Schon im Vorfeld ist es extrem nützlich, weil Du darauf spielen kannst. Statt Dich in Zeitnot mit dem Erhalt eines zweien Bauern aufzuhalten, kannst Du beispielsweise gegebenenfalls mit dem anderen Bauern eine Stellung erreichen, die mit dem Brückenbau zum Gewinn führt. Darüber hinaus gibt es noch viel krassere Beispiele, wo man durch Abtausch - selbst wenn man dabei Material verliert - stark zu einer Standardgewinnstellung vereinfachen kann. Der Computer würde sowas nie vorschlagen.

    Gerade Übung ist wichtig, um in einer Partie zu erkennen, wie man überhaupt zu einer eindeutigen Stellung kommt. Das kann ein reines Lexikon nicht leisten.

    Selbst wenn man also alle Standardsachen kennt, reicht das alleine noch nicht, wäre aber schon ne ganze Menge.

    Ich neige oft auch dazu, weil ich gerne systematisch vorgehe, mir erst mal alles zu besorgen, was man so brauchen könnte, vor allem einen Gesamtüberblick. Statt also einfach mit dem Malen anzufangen, würde ich womöglich erst einen Überblick über alle Techniken haben wollen, alle Pinsel, Malmesser, dies und das - und nach Jahren is noch kein Bild fertig lol.
    Du kannst aber genau so gut, einfach irgendwo anfangen wobei klar sein muss dass einem nicht jeder Autor mit seiner speziellen Ausdrucksweise liegt, und dass man mit den Grundlagen zum Thema beginnt, aber dann haste beispielsweise n Endspielbuch Bauernendspiele - und notierst Dir dann einfach selbst die Gliederung aus diesem Buch - die Thematische Aufteilung - und im Laufe der Zeit haste zwar keine Haken hinter Punkten, aber eine immer größer werdende Gliederung.
    Dabei sollte man vielleicht auch vorsichtig sein - denn wenn Du Dich auf ein spezielles Thema konzentrierst - den Focus drauf hast beim Training - dann siehste am Ende vielleicht in einer Partie nur noch die Bauernstrukturen, willst dies und das erreichen oder vermeiden und bist weniger in der Lage der Partie auch unter Berücksichtigung anderer Aspekte ihren Lauf zu lassen. Oft ein Grund dafür, dass man oft erst mal schlechter wird, nachdem man was neues gelernt hat.

  4. #19
    Anonym
    Gast Avatar von Anonym

    AW: Dame gegen Springer

    Vorschlag - wir bilden eine Gruppe - ne Art Arbeitsgemeinschaft Endspiel - einigen uns auf die Themen und tauschen uns aus - auch was Diagramme, Probleme etc. betrifft - viel Material gibts dazu ja sogar schon in diesem Forum.

  5. #20
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    AW: Dame gegen Springer

    Genau wie bei Sprachlehrbüchern verwende ich auch im Schach mehrere Lehrbücher, so dass ich auch wechseln kann beim Lernen, wenn ich mich an einem Buch fest gebissen habe und nicht richtig weiterkomme. Mit Silmans Endspielbuch kann ich prima lernen, und das Thema D + K geben S + K wird dort behandelt - aber Vollständigkeit strebt dieses Buch vom Konzept her nicht an.

    Babylonia
    Geändert von Babylonia (27.01.2016 um 16:43 Uhr)

  6. #21
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    AW: Dame gegen Springer

    Vielleicht wollte ich mir auch nur ein Endspielbuch in den Schrank stellen und dann davon ausgehen Endspiele zu können. Man kann nur hoffen, dass ich es dann auch gelesen hätte. Ich weiß nicht warum ich so oft plane zu üben statt zu üben.

    Mein Bestand ist an Schachbüchern ist ungefähr

    Knauers Schachlexikon 2. Auflage, vor ca. 10 Jahren einer Bücherei abgekauft.
    Auszugsweise Eröffnungen studiert oder zurate gezogen, wenn ich auf noch wenig geübte/unbekannte Eröffnungen gestoßen bin.

    Im letzten Jahr angeschafft:


    Schachspiel, Tarrasch.... Endspiele bis auf die beiden längeren Endspiele und manche Bauernendspiele eventuell durchgearbeitet, allgemeine Eröffnungstheorie durch gelesen, spezielle Eröffnungstheorie Schottisch, Skandinavisch und Italienisch angeguckt. Sehr mühselig für mich im Mittelspiel-Teil das erste taktische Motiv etwa bis zur Hälte bearbeitet.

    The chess tactics detection workbook. Es besteht aus Partien die man auf taktische Gelegenheiten hin analysieren soll. Am Ende sind die Lösungen. Ich habe das bisher mit 2 Partien gemacht. Außerdem habe ich das Register der taktischen Manöver durchgelesen.

    Mozart spielt Schach, ungefähr das erste Drittel widmet sich Carlsens Aufstieg. Davon habe ich mir zwei oder drei Partien angeguckt. Noch ein weiteres Drittel behandelt Meilensteine der Schachgeschichte (habe ich höchstens überflogen) und das letzte Drittel ist mein Lieblingsdrittel erzählt Anekdoten aus der Schachwelt. Die habe ich ehrlich gesagt verschlungen und waren recht amüsant.

    Mein System.... erstes Kapitel angefangen. Und hey, hey nicht vergessen: Ich habe das Kapitel zum Endspiel überflogen nach dem ich diesen Thread verfasst habe. Es war aber nichts passendes dabei.

    Mein System in der Praxis... ungeöffnet.

    Urteil und Plan... Das dritte Kapitel fast abgeschlossen.

    Vielleicht will ich unterbewusst viel lieber eine Bibliothek eröffnen als mich im Schach zu verbessern. ;-)

    PS: Was ich noch sagen wollte zu den shredderlink. Ich hatte da auch ungefähr parallel eine App installiert. Lomonosov Tablebases. Leider scheint die etwas unausgereift zu sein. Es wird schon gesagt, wie viel Züge man braucht und man sieht dann auch nach jedem Zug die neue Berechnung und weiß dann ob man einen sinnvollen Zug gemacht hat, aber in den Demomodus, wo das Programm den richtigen Weg vorführt komme ich nur durch Zufall. Dadurch verliert man leider auch an den integrierten Aufgaben irgendwann die Lust, wenn man nicht weiter kommt. Manchmal habe ich auch Probleme nach dem Aufbauen in den Spielen-Modus zu gelangen. Schade eigentlich, weil es sonst eine gute Alternative zu Shredder wäre, wenn man unterwegs ist.

  7. #22
    Anonym
    Gast Avatar von Anonym

    AW: Dame gegen Springer

    geht vielen so schwarzer ritter - mir selbst eigentlich nicht - wenn mich n thema interessiert - ich n buch dazu zur hand nehme, dann muss ich mir nichts vornehmen sondern zieh mir das gerne dann ganz von selbs rein. aber vielleicht verbindest du mit lernen und büchern dinge wie zwang und frustration, weil die perversion deutscher schulen dir diesbezüglich geschadet hat. je talentierter um so grösser der schaden. - dass du über das üben nachdenkst bevor du übst - ein system machen oder haben willst usw. das zeugt doch eher von großem Intentionsbewußtsein und Intelligenz - womöglich aber verbunden mit dem Glauben, dass Leute die bücher schreiben alles besser wissen als du es wissen kannst und dem Glauben, dass lernen nur bedeutet Wissen zu übernehmen, statt selbst drauf zu kommen - während sich dein Gehirn weigert und es lieber selbst angeht.
    also vertrau auf dich - schreib dein eignes buch oder büchlein - suche forsche denke nach und dann holste dir von selbst n buch dazu bis du eins findest dass dich weiterbringt. wahrscheinlich sind engines gift für dich - und wenn dann nur ganz gezielt sinnvoll einsetzbar.
    ich meine - was sagt dein unterbewusstsein wenn du aus deiner eröffnung raus bist - - mach ruhig fehler - wir schauns ja später nach. oder wie?
    das schwächt alles - die relation zum eigenen einsatz muss stimmen -

  8. #23
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    AW: Dame gegen Springer

    Ich konnte nicht widerstehe und das Buch kam heute an und ich habe mir versucht einen Überblick zu verschaffen und auch schon etwas geübt. Ich muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt. Obwohl es überhaupt nicht das ist, was ich ursprünglich haben wollte. Der Schreibstil erinnert mi8ch an gemeinsamen Unterricht im Verein. Als der Verein von Auswärts Trainer eingeladen hatte, um Eröffnungstheorie zu vermitteln. Das Buch liest sich tatsächlich wie ein Vortrag von Silman als wenn er im Verein vorne am Demobrett steht und erzählt, während wir vor uns das Brett haben und es in 3D nachvollziehen können. Mit der einzigen Ausnahme, dass die Möglichkeit Fragen zu stellen entfällt, aber dafür kann man im eigenen Tempo immer wieder die Lektionen wiederholen bis man selber sich sicher fühlt. Was im Gegensatz zum Mittelspiel Teil bei Tarrasch mir positiv auffällt ist, dass ich nicht dauernd neue Stellungen aufbauen muss und die Hälfte der Zeit dafür drauf geht. Es kann täuschen, weil Endspielstellungen natürlich schneller ausgebaut sind, den Endspielteil von Tarrasch habe ich auch noch relativ zügig und glücklich bearbeitet. Der Mittelspielteil ist nach meiner Empfindung so aufgebaut, dass Tarrasch einen zu jeden Motiv zwanzig bis fünfzig Stellungen aufbauen lässt und dann werden etwa 6 Halbzüge gespielt, um zu zeigen wie es zu dieser Fessel kam und wie sie genutzt werden kann. Mir fällt es schwer daran zu glauben, dass ich aus dieser Übung etwas mitnehme. Zum Teil sehe ich auch nicht einmal einen Zusammenhang zwischen den Übungen und ja dann kenne ich vielleicht 50 verschiedene konkrete Beispiele Fesseln und weiter... Was soll mein Ziel sein? Soll ich sie auswendig lernen und dann im Spiel an Fessel 51 scheitern? Aber hier bei Silmans Endspielkurs habe ich den Eidruck, dass der Schwerppunkt darauf liegt mir Prinzipien bei zubringen, die ich dann später auch unabhängig von der Situation anwenden kann. Auch wenn ich sagen muss, dass das Kapitel zum konkreten Fall mit Dame gegen Springer nicht geholfen hat. Aber eventuell liegt es auch daran, weil es mir so scheint, dass man das Buch besser von vorne nach hinten durchliest, dass Grundlagen gefehlt haben.

    @Benutzername

    Ich habe eigentlich eher positive Erfahrungen mit Büchern und lernen. Tarraschs Mittelspielteil ist aber ein wirklich frustrierendes Beispiel. Wahrscheinlich hat Tarrasch sich schon Gedanken darüber gemacht wie er die Aufgaben anordnet und wahrscheinlich können manche beim bearbeiten auch hinter diese Fassade schauen und der von Tarrasch beabsichtigte Gedankengang entsteht bei manchen Lesern, aber bei mir ist das nicht der Fall. Ich scheine da nicht auf einer Wellenlänge mit ihm zu sein und vielleicht ist mein Fehler überhaupt zu erwarten, dass ich das dann fortsetze. Andererseits geht es auch um Probleme im Schach die mir spontan besonders interessieren und dann finde ich sie nicht in den vorhandenen Büchern bearbeitet. So falsch ist es dann auch nicht, sich nach einem neuen Buch umzusehen.

    Wenn ich aus der Eröffnung raus bin. Das hört sich an als wenn ich die Eröffnung auswendig kann, was eigentlich nicht ganz der Fall ist. Ich habe eigentlich eher eine grobe Vorstellung und kenne ein paar Fallen oder sagen wir mal Züge die mir nicht liegen und die ich deshalb besser nicht spiele. Wenn das etwas subjektives ist, möchte ich es natürlich am liebsten loswerden. Zum Beispiel kriege ich es nicht zustande aus der Spanischen Eröffnung etwas Sinnvolles zu machen. Ich denke, dass das nicht sein muss und auch nicht sein sollte. Wder mit Weiß noch mit Schwarz hat Spanisch Vorteile für mich. Ich vergeige später beides. Wobei mir das mit Schwarz auch nicht gut tut, wenn ich die Berliner Mauer ausprobiere. Mit a6 habe ich deutlich bessere Erfahrungen gemacht. Der läufer durchkreuzt im weiteren Spielverlauf regelmäßig meine Pläne und darum will ich den so schnell wie möglich fort haben.Ich hoffe diese Information wird mir jetzt nie im Spiel zum Verhängnis, weil man sich zufällig einmal im Reallife gegenüber sitzt.

    Eine hundertprozentige Sache habe ich für den Fall Dame gegen Springer nicht gefunden, aber um darauf zurück zu kommen. Ich halte mich an folgende Grundsätze und dann funktioniert es in der Regel. Falls es trotzdem die 50 Züge sprengt, heißt es wohl Pech gehabt.

    1. Auf Springergabeln achten. Das ist die wirklich große Gefahr.
    2. Der Springer muss sich in Reichweite seines Königs aufhalten. Wenn das nicht beachtet wird, lohnt es sich nach einem Doppelangriff zu suchen. In der Regel kann man durch Schachgebote den König auf ein entsprechendes Feld zwingen. Manchmal steht der eigene König im Weg.
    3. Man muss den fremden König an den Rand zu drängen versuchen.
    4. Wenn der eigene König in der Nähe des fremden ist und der Springer in Reichweite des Königs(siehe Regel 2), können sich Situationen ergeben, die den Springer gewinnen. Gewonnen ist der Springer zum Beispiel, wenn es gelingt, dass beide Könige Nachbarn des Springers sind und diese Situation nicht durch ein Schachgebot mit dem Springer aufgelöst werden kann.

    LG SchwarzerRitter
    Geändert von ToBeFree (22.02.2016 um 21:45 Uhr) Grund: Benutzername entfernt :)

  9. #24
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    AW: Dame gegen Springer

    @Schwarzer Ritter: Wenn Dir Silmans Endspielkurs zusagt und Du daraus wirklich einen Nutzen ziehen kannst, weil Du eine innere Beziehung zu dem Autoren aufbauen kannst, ist es völlig ok. Meiner Meinung nach sollte man im Schach auch nicht zu sehr verallgemeinern, weil es immer noch ein sehr persönliches und individuelles Spiel ist. Ich sehe Silman wegen dessen Textlastigkeit zwar kritisch, aber wenn Du gerade das an Silmen schätzt, umso besser! Noch zwei Bemerkungen zu Deinen Eröffnungsproblemen, weil diese hier an dieser Stelle für Dich wegweisend werden könnten, z. B. bevor Du wirklich anfängst, mit Schwarz die Berliner Mauer spielen zu wollen...

    Zitat Zitat von Schwarzer Ritter
    Zum Beispiel kriege ich es nicht zustande aus der Spanischen Eröffnung etwas Sinnvolles zu machen. Ich denke, dass das nicht sein muss und auch nicht sein sollte. Wder mit Weiß noch mit Schwarz hat Spanisch Vorteile für mich. Ich vergeige später beides. Wobei mir das mit Schwarz auch nicht gut tut, wenn ich die Berliner Mauer ausprobiere. Mit a6 habe ich deutlich bessere Erfahrungen gemacht. Der läufer durchkreuzt im weiteren Spielverlauf regelmäßig meine Pläne und darum will ich den so schnell wie möglich fort haben.
    Ich würde erst einmal bei der Spanischen Partie bleiben, weil es eine sehr klassische Eröffnung ist, die sehr gut dazu geeignet ist, auch das allgemeine Verständnis im Schach zu erhöhen. Spanisch gilt aber nicht nur als allgemein gut verständlich, sondern auch als theorielastig, d. h. neben den allgemeinen Ideen, wo ich Dir jetzt ein paar vermitteln möchte, müssen die einzelnen Varianten mehr oder weniger sicher sitzen, zumindest bis zu den Tabyas.

    Spanisch mit Weiß: Bleiben wir beim geschlossenen System nach 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4. La4 Sf6 5. 0-0 Le7 6. Te1 b5 7. Lb3 d6 8. c3 0-0 9. h3 (Tabya). In der Regel greift Weiß später am Königsflügel an und Schwarz am Damenflügel. Typisch für Weiß ist in den meisten Varianten das Springermanöver Sb1-d2-f1-g3 (manchmal auch nach e3). So übt Weiß schon mal einen gewissen Druck am Königsflügel aus. Eine Idee, den Druck zu verstärken, ist neben allgemeiner Figurenmobilisierung auf dem Königsflügel das Manöver Sf3-h2, Te1-f1 und f4 mit Linienöffnung. Auch der Sh2 schielt auf das Feld g4 und kann sich i. d. R. später am Angriff beteiligen. Sollte Dein Gegner gezwungen sein, später den Ld7 gegen den Sg4 zu tauschen, so ist das für Dich gut, denn Dein Gegner wird nun schwach auf den weißen Feldern, und Dein Königsangriff gewinnt weiter an Kraft. Hans Kmoch hat hier übrigens sehr dafür geworben, den Sf1 erst nach g4 nach g3 zu überführen. Weiß gewinnt dadurch Raum und hat ein Springeropfer auf f5 im Hinterkopf (die Schwerfiguren gehören davor auf die g-Linie). Gegen die Aktionen des Schwarzen am Damenflügel hilft oft das entlastende a4.

    Spanisch mit Schwarz: Hier hilft es, Dir erst einmal ein festes System zurechtzulegen. Ich selbst würde Dir wieder die populären geschlossenen Systeme nach 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4. La4 Sf6 5. 0-0 Le7 6. Te1 b5 7. Lb3 d6 8. c3 0-0 9. h3 empfehlen. Und genau hier hast Du die Wahl zwischen den verschiedensten Systemen, von denen 9. ...Sa5 (Tschigorin), 9. ...Sb8 Breyer), 9. ...h6 (Smyslow), 9. ...Sd7, 9. ...Lb7 und 9. ...Te8 nur die bekanntesten sind.

    Mehr zum Thema: https://de.wikipedia.org/wiki/Geschl...sche_Partie%29

    Die Berliner Mauer würde ich nicht mehr spielen. In den Händen von Großmeistern mag es zwar ein sicherer Aufbau sein, aber auch da führt er meist nur zum Remis. Amateure kommen mit dem gedrungenen Manövrierspiel von Schwarz aber noch viel weniger als Weiß zurecht und wirken überfordert, während die Züge von Weiß meist logisch und natürlich sind und sich aus der Stellung ohnehin anbieten.
    Alles wartet auf das Licht
    Oh, ihr Menschen, fürchtet euch nicht

  10. #25
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    AW: Dame gegen Springer

    #4..#(5+1)


    [FEN "8/8/7q/8/8/3Np3/8/4RK1k w - - 0 1"]
    1. Rxe3 Qxe3 2. Nxf2 Kh2 3. Ng4 Kg3 Nxe3
    Geändert von ruf012 (26.10.2016 um 16:25 Uhr)

  11. #26
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    Avatar von ruf012
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    AW: Dame gegen Springer

    #3..#4, #(5+1)..#9 #13 #16..#18 #20..#24

    Anstelle von Leerbüchern

    Eine ruhige Zimmerumgebung mit Bett, Kulinarischem und Medikamente.

    Ein Schachbrett mit zumindest den gewünschten Figuren.
    Eine beliebige Stellung auf das Brett, dann gegen sich selber spielen.

    Anfangsdiagramm und Züge notieren.
    Wenn man sich dannach wieder erholt hat, kann man es wieder versuchen,
    eventuell mit einer andereren Zugsfolge.
    Eine abwechselnde Tätigkeit wird empfohlen.


    Notizen sammeln, sortieren, lesen, verändern, wegwerfen, vergessen.
    Und das jahrelang, kein dummer Ersatz für Papierimport.

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