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Thema: Als Stalin die Juden zum Feindbild erkor

  1. #1
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    Als Stalin die Juden zum Feindbild erkor

    Bekannt sind sicherlich die Säuberungen von 1936-1938 in der Sowjetunion, doch kurz vor seinem Tod holte Stalin zu seiner letzten Säuberung aus. Stalin, der in Folge des "Großen Vaterländischen Krieges" erkannt hatte, daß der Nationalismus eine ungemein stärkere Mobilisierungskraft in sich trägt als der von ihm geprägte dogmatische Sozialismus, griff dabei auf ein bewährtes Element zurück, den Antisemitismus. Augenzeugen: "Die Atmosphäre war wie in einem Irrenhaus. Es fühlte sich an wie fünf Minuten vor den Pogromen." Säuberungen und "Rassegesetze" gegen die Juden hatte es bereits gegeben, nun ging es nur noch um ihr Überleben, und nur eines konnte die Juden in der Sowjetunion jetzt noch retten: Stalins Tod.

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  2. #2
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    AW: Als Stalin die Juden zum Feindbild erkor

    Zitat Zitat von Kiffing Beitrag anzeigen
    Stalin, der (...) erkannt hatte, daß der Nationalismus eine ungemein stärkere Mobilisierungskraft in sich trägt als der von ihm geprägte dogmatische Sozialismus, griff dabei auf ein bewährtes Element zurück, den Antisemitismus.
    Das finde ich manchmal echt am schlimmsten, wenn solche schrecklichen Sachen nur aus Kalkül gemacht werden und nicht aus Überzeugung. Wenn er es wenigstens aus Überzeugung gemacht hätte, könnte man sagen, dass es ein durchgeknallter Vollidiot war, der unglücklicherweise statt in einer Psychiatrie in einem hohen Staatsamt war. Aber wenn das alles opportunistisch motiviert ist, weil das Volk darauf abfährt. Dann ist es die dumme Masse, die es mitträgt. Und dann werden sich immer wieder opportunistische Politiker finden, die es wiederbeleben.

  3. #3
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    AW: Als Stalin die Juden zum Feindbild erkor

    Du denkst natürlich in Deinem Vergleich an Hitler, wobei sich der Stalinismus sowie seine Entstehungsgeschichte nicht in jedem Punkt mit dem Aufstieg Hitlers und der Nationalsozialisten vergleichen lassen. So funktionieren die Kategorien des Führers und des entfesselten Volkes, die wir von Nazideutschland kennen, in der UdSSR unter Josef Stalin nur sehr bedingt. Während die Nazis den Anspruch hatten, im Deutschen Reich ein großes Volk und eine Volksgemeinschaft zu installieren und sich innerhalb des eigenen Staatsgebietes in ihren Unterdrückungen "nur" auf ethnische und gesellschaftliche Randgruppen konzentrierten, war die von Stalin später usurpierte KPdSU durch einen Minderheitenputsch der Bolschewiki an die Macht gekommen, so daß sich die Kolonialisation nach außen, die sowohl Nazis als auch die Bolschewisten anstrebten, bei den Bolschewisten auch auf das eigene Volk bezog. So liegen die Zahlen der politischen Verfolgten im Vergleich zwischen der stalinistischen Sowjetunion und dem Deutschen Reich unter Adolf Hitler bei 1:200 und die Zahl an politisch Ermordeten in einem Verhältnis bei 1:1000 zuungunsten des Diktators aus Georgien. Der Historiker Gerd Koenen spricht deswegen mit Blick auf Auschwitz und den stalinistischen Massenverbrechen von einer "zweifachen Singularität" (ebd.).

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