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Thema: Top 6 Bücher für Fortgeschrittene

  1. #16
    Kistianer
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    AW: Top 6 Bücher für fortgeschritene

    1.@zeppi giebt es dein buch 6 [Axel Smith: Pump up your rating ] auch auf deutsch(oder ähnlich?
    Habe schnell auf amazon gesucht und nichts gefunden, von daher denke ich nicht.

    2.Jussupow als erfahrener treiner kann denke ich sehr woll einschätzen was ein 1500er kann sonst wäre er nicht einer der besten treiner der welt auch für amateuere.
    Er hat selber in einem interview mit Aagard zugegeben dass er die schwierigkeitsgrade "auf gefühl" eingeschätzt hat und sich wohl etwas geirrt hat. Zumindest geben fast alle an dass man zu den zahlen 200-300 punkte dazuzählen sollte.

    4.die sielman bücher finde ich sehr unterhaltsam
    Ja, unterhaltsam scheint mir eine gute bezeichnung. ich habe das ganze "how to reasess your chess" durchgelesen, und dachte zuerst, wow, jetzt verstehe ich schach. Und dann bei der nächsten schachpartie gemerkt dass man so, wie er es erklärt einfach kein schach spielen kann. Mal ganz abgesehen dass die zielgruppe von Silman (so 1500-max 2000?) die meisten partien durch taktische fehler verlieren worauf Silman gar nicht drauf eingeht, ist es wirklich utopisch zu glauben, man überlegt sich vor jedem zug, wo die ungleichgewichte liegen, danach überlegt auf welcher brettseite man spielen soll, danach sich im kopf eine wunsch-stellung aufbaut, und erst dann anfängt zu überlegen was die kandidaten sind. In realität hat man oft ganz andere probleme, im sinne von "wie verteidige ich meine angegriffene figur", "er droht matt, wie wehre ich das ab" oder "meine türme sind nicht verbunden, ich muss den läufer ziehen, keines der felder gefällt mir wirklich, wo steht er am wenigsten schlecht?".
    Zitat Zitat von Sam Collins
    I think people need to emphasise skills over knowledge. It's no good playing 30 moves of Dragon theory if you blunder on move 31. The fact that modern tournaments can be watched with engines creates a false impression that chess is easy, and players often forget to work on basic skills like calculation.

  2. #17
    am Forum interessiert
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    AW: Top 6 Bücher für fortgeschritene

    Zitat Zitat von Mattmonster Beitrag anzeigen
    meine liste poste ich aber nicht als erstes
    Hast Du denn eine eigene Liste? Weitere Listen kommen denke ich sobald nicht mehr.

  3. #18
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    AW: Top 6 Bücher für fortgeschritene

    Spannende Diskussion! Mich wundert ein wenig, daß Jörg Hickl Grootens "Schachstrategie für Vereinsspieler" nicht gefällt. Mir gefiel es sehr gut, weil hier die positionellen Ideen im Schach verständlich dargestellt wurden verbunden mit dem gewissen Etwas in Form von wissenschaftlichen Rekursen zu interessanten schachlichen Fragen und der auflockernden Form der Schilderungen Grootens aus seinen Erfahrungen als Schachtrainer. Was bei Jeremy Silman hingegen immer wieder stört ist der im Schach längst nicht zeitgemäße Hang des Autoren, das Schachspiel so absolut auf Basis von Leitlinien wie der „Richtungsregel“ zu (v)erklären (im Forum nannte ich diesen Stil einmal reduktionistisch), was zwar Anfängern die Orientierung im Schach erleichtern mag, aber den Zugang zu besonderen Lösungen wohl eher verschließt. Und wie angemerkt gerät hier das Element der Dynamik und generell die Realität stetig wechselnder Situationen im Schach, die flexibles Denken erfordern, viel zu kurz. Jeremy Silman ist der schachliche Gegenpol zu John Watson, dem Vertreter der längst an den Realitäten zerbrochenen Postmoderne des anything goes.

    Meine Liste wird unvollständig sein, aber anhand meiner bisher gelesenen Lehrbücher im Schach sind dies wohl meine Top 6 (nicht nach Wertigkeit geordnet):

    1. „Wie man dynamisches Schach spielt“ Valeri Beim
    2. „1001 Schachaufgaben“ John Emms
    3. „Erstürmung der Barrikaden“ Larry Christiansen
    4. „Fragen der modernen Schachtheorie“ Isaak Lipnitzky
    5. „Perfektionieren Sie ihr Schach“ Beljanski & Michaltschischin
    6. „Grundlagen der Schachendspiele“ Müller & Lamprecht

    Ich halte für die von mattmonster angesprochenen ambitionierten 1700er übrigens unseren deutschen Endspielpapst für die bessere Alternative als Dworetzkis Endspieluniversität, weil Müller und Lamprecht wesentlich praxisorientierter schreiben als der stets im akademischen Grundtenor bleibende Dworetzki, bei dessen Aufgaben auch in der Endspieluniversität wieder zahlreiche Titelträger meist hoffnungslos überfordert gewesen sind.

    Und sich ausschließlich auf Taktikbücher zu stürzen ist doch ein sehr reduzierter Ansatz, da das Schach nicht nur aus Taktik besteht und man sich den Zugang zum Wesen des Schachs nur verschließt. Oder möchte jemand behaupten, Eröffnungen, Endspiele, positionelle Ideen und Statik sind im Schach unwichtig?
    Alles wartet auf das Licht
    Oh, ihr Menschen, fürchtet euch nicht

  4. #19
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    AW: Top 6 Bücher für fortgeschritene

    Ich kann jetzt selbst für so ein hohes Rating wie ca. 1700 DWZ nichts passgenau empfehlen, weil ich selber dieses Schachlevel nie erreicht hatte, aber mir ist völlig klar, dass Schach nicht nur aus Taktikübungen bestehen sollte. Ich würde auch den Schachhorizont breiter entwickeln. Konkrete Bücher sollten vielleicht diejenigen empfehlen, sich sich selber zumindest in der Nähe des angesprochenen Levels schon bewegt haben.

    Babylonia

  5. #20
    am Forum interessiert
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    AW: Top 6 Bücher für fortgeschritene

    Ich habe mir gerade auch einen kleinen Plan gemacht, um von den aktuellen etwa 1700 bis Sommer 2018 auf 1800 DWZ zu kommen.

    Meine Bücherliste dafür:


    Nr. 1 Die Macht der Bauern von Hickl, Schupp, Zude
    habe ich kürzlich bereits einmal durchgearbeitet. Wird beizeiten noch mal vorgenommen. Hier kann man auch ein anderes Buch über Strukturen, Strategie, Positionelles Schach, etc. nehmen. Was gefällt!

    Nr. 2 Silmans Endspielkurs
    Silman ist der in Schachforen umstrittenste Autor überhaupt. Die gut 500 Seiten werden von anderen Autoren mit mehr Material gefüllt als vom "Schwätzer" Silman. Hätte ich es nicht da, würde ich wohl zu de la Villa, einem alten 100 Seitigen "Was man über das Endspiel wissen muss" von Awerbach (was ein alter Vereinskamerad mal mit "das allein reicht locker bis Bezirksliga" kommentierte), etc. greifen oder vielleicht auch mit den groß gedruckten Diagrammen in der Endspieluniversität vorlieb nehmen. Jedenfalls geht es darum, eine beherrschbare Menge an Material zu haben, was man dann komplett versteht als ein riesen Buch mit viel zu vielen Stellungen.

    Nr. 3 Ein Tigersprung-Buch (aktuell DWZ 1500 Band 2)
    Ja, ich bleib dabei. Gutes herausforderndes Material. Ich muss hier arbeiten und Varianten rechnen. Alternativ kann man ja immer noch jedes gute Workbook oder eine Taktiksammlung im Internet bearbeiten. Mein Ziel ist es hier, jeden Tag ans Schach rechnen zu kommen.

    Nr. 4 ein Turnierbuch (bei mir aktuell New York 1924 von Aljechin)
    Gut kommentiere Partien durchspielen wird oft empfohlen. Das habe ich zwar auch schon bei 1, 3 und 4. Aber es kann nicht schaden, die Klassiker zu lernen.

    Nr. 5 und 6 jeweils ein Buch Weiß- und Schwarzrepertoire
    sind individuell. Ich mag hier die Präsentation in Partieform. Das kann man dann auch am Brett oder Bildschirm durchspielen, um die wichtigsten Aufbauten und Motive kennen zu lernen. Oder einfach zum hinterher nachschlagen, was der Buchautor empfiehlt.

    Und ich nehme hier mittlerweile Material mit einem kompletten Weiß- oder Schwarz-Repertoire auf 200 - 400 Seiten. Praktische Systeme, ergänzende Aufbauten wie Slawisch und Caro-Kann, etc..

    Ich würde hier ganz klar von Mammut-Projekten wie 6 Grandmaster-Repertoire-Büchern (zwei für Weiß, eins gegen 1. e4, eins gegen 1. d4 Hauptvarianten, eins gegen 1. d4 Nebenvarianten, eins gegen Flankeneröffnungen) abraten. Das schafft auf unserem Level kein Mensch mit begrenzter Zeit fürs Schach.

    ------------------------------------------
    Insgesamt sind denke ich alle genannten Titel austauschbar. Wichtig finde ich, man nicht innerhalb einer Kategorie wild hin und her springt, sondern immer nur ein Buch bearbeitet, dieses wegstellt und sich dann vielleicht das nächste Buch aus der gleichen Kategorie vornimmt, wenn der Stoff etwas sacken konnte.
    Geändert von Lasker2.1 (14.04.2017 um 16:40 Uhr) Grund: neu sortiert

  6. #21
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    AW: Top 6 Bücher für Fortgeschrittene

    Meine Empfehlungen:

    1. Schach für Zebras von Jonathan Rowson
    2. Die Endspieluniversität von Dworetzki
    3. Carl Haffners Liebe zum Unentschieden von Glavinic
    4. Die Schachnovelle von Zweig


    Munzerts "Schachpsychologie" schwankt zwischen Genie und Wahnsinn. Wäre weniger Wahnsinn drinne, hätte ich das auch noch auf die Liste gepackt.


    Zu den Zebras: Rowson kümmert sich um Denk- sowie Lernprozesse und psychologische Aspekte. Es geht auch ums Denken abseits der ausgetretenen Pfade. Das steckt auch schon im Titel. Wenn man Hufgetrampel hört, denkt man normalerweise an Pferde. Es könnte aber auch sein, dass es Zebras sind. Im Vorwort schreibt Rowson u.a. (ungefähr): "....offen für Neues zu sein und sich weniger durch die Scheuklappen der Konventionen eingrenzen zu lassen. Es bedeutet bereit sein, anders zu denken".
    Wenn ich alle meine Schachbücher verbrennen müsste und nur eins behalten dürfte, wäre es Rowsons Schach für Zebras.

    Zur Endspieluni: Mir hat die Endspieluniversität viel gebracht. Ich habe nicht nur mein Endspielkönnen auf eine neue Ebene gehoben, sondern 'ganz nebenbei' auch meine Rechenfähigkeit extrem verbessert. Dworetzkis Beispiele und Aufgaben sind in der Tat recht anspruchsvoll und verlangen nicht nur Methodenwissen, sondern oft auch viel konkrete Rechenarbeit. Wer bereit ist, den manchmal etwas steinigen Weg zu gehen, der wird belohnt. Wer unbedingt alle Aufgaben lösen will, der sollte eventuell die Finger davon lassen. Aber es geht auch nicht darum, alle Aufgaben zu lösen, sondern sich intensiv mit allen Aufgaben zu beschäftigen. Allein durch dieses Beschäftigen lernt man. Und ab und an hat man durchaus Erfolgserlebnisse. In der deutschen Ausgabe von 2010 schreibt Stefan Kindermann im Vorwort: "...doch stellt sich ein besonderer Lerneffekt oft gerade bei Aufgaben ein, an denen man lange gegrübelt hat, ohne sie völlig korrekt lösen zu können. Hier kommt es oft zu einem bewusstseinserweiternden Aha-Erlebnis und dauerhaft verankerten Assoziationen, die sich später leicht ins Gedächnis rufen lassen. Genießen Sie also das Erfolgserlebnis bei korrekten Lösungen, doch lassen Sie sich hier von Rückschlägen nicht entmutigen...".
    Wenn man erstmal die schwierige Anfangsphase überstanden hat, dann merkt man deutliche Verbesserung und kommt auch mit den schwierigeren Sachen immer leichter zurecht.
    Vermutlich braucht man aber auch eine gewisse Lust an Endspielen. Wer so gar keine Endspiele mag und sich eher gezwungenermaßen damit beschäftigen will bzw. muss, der sollte vielleicht doch zu leichterer Kost greifen.
    Kiffing hat ja eher unseren Endspielpapst Karsten Müller empfohlen. Ich habe einige seiner DVDs und OnlineShows gesehen. Müller ist natürlich Kult (SpringerSchachSchatten). Zu seinen Büchern kann ich nix sagen.

    Zu Haffner und zur Schachnovelle: Diese Bücher haben nun nicht konkret mein Schach verbessert. Aber auf irgendeine Art haben diese Texte durchaus zu meiner Entwicklung beigetragen. Vielleicht ist das auch einfach irgendwie Kunst gewesen; ohne konkreten Nutzen und trotzdem wichtig.

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