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Thema: Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

  1. #1
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    Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

    Man sagt so gerne, die Luft da oben ist dünner geworden, die Leistung im Schach immer mehr gewachsen und der Wettbewerb härter. In diesem Kontext sprach ein zeitgenössischer GM einmal davon, daß ein eigener Stil eine Schwäche darstelle. Diese Diskussion ist freilich nicht neu, so hatte Anatoli Karpov einst zurückgewiesen, einen eigenen Stil zu besitzen, was natürlich nicht stimmt, denn gerade Karpovs Spielweise zeichnete sich durch eine gewisse Unnachahmlichkeit aus. Boris Spasski soll einen "Universalstil" besessen haben, was damals als höchstes Lob galt.

    Die Verfechter jenes Universalstilgedankens sprechen gerne davon, daß ein eigener Stil angreifbar mache und daß man heute gezwungen ist, in jeder Situation und in jedem Stellungstyp gut zu spielen. Man dürfe nicht mehr spielen, was man selber, sondern, was die Stellung verlangt.

    Ich persönlich bin der Ansicht, daß das Schach aber noch immer so komplex ist, daß man als Mensch noch sehr lange, wahrscheinlich für immer, seinem eigenen Stil frönen kann. Denn es werden noch genug Fehler, gerade in komplizierten und unübersichtlichen Stellungstypen oder in besonderen Drucksituationen gemacht. Die Fähigkeit, über 10 Züge in nicht forcierten Stellungen vorauszurechnen, ist eine Fähigkeit von Maschinen, nicht aber von Menschen.

    Wie seht ihr das? Ist es heute für einen ambitionierten Großmeister bereits ein Luxus, einen eigenen Stil zu haben, oder sollte er ruhig weiter in Ruhe seinen Stil und seine damit verbundenen besonderen Stärken pflegen, um im Wettbewerb gegen andere Menschen noch erfolgreicher zu sein?
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  2. #2
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    AW: Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

    Ich finde, dass sich der eigene Stil bereits in der Eröffnung zeigt. Glücklicherweise hat noch niemand die "ultimative Eröffnung" gefunden

    Jeder hat seine Vorlieben: Der eine mag Raumvorteil, der nächste bevorzugt das offene, und der andere das geschlossene Spiel und orientiert sich auch danach. Das Problem ist leider, dass man auch lernen muss, mit anderen Vorteilen/Stellungen klar zu kommen. Insofern ist da was dran. Aber das ist kein Grund seinen eigenen Stil aufzugeben. Die Eröffnung, ob 1.e4, 1.d4 (oder 1.b4) spielt, kann einem nicht vorgeschrieben werden. Man sollte also seine Schwächen eingrenzen, aber seine Vorlieben auf jeden Fall fördern.
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  3. #3
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    AW: Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

    Wjatscheslaw Eingorn, der sich mit dieser Frage ebenfalls auseinandergesetzt hat, hat hierzu einen interessanten Lösungsansatz entwickelt, der, frei interpretiert, davon ausgeht, daß angesichts der "übermenschlichen" Komplexität des Schachs ein eigener Stil bei menschlichen Schachspielern immer existieren wird. Seine Gedanken zu dem Thema dürften interessant sein:

    Bisher ist es niemandem gelungen, Schach zu einer Wissenschaft zu machen, oder anders gesagt, eine Methode aufzuzeigen, wie man mit einem ausreichenden Grad an Exaktheit in einer beliebigen Stellung den besten Zug finden kann. Sollte dies wirklich geschehen, wird das Spiel an sich seinen Sinn verlieren. Die Anhänger der verschiedenen Systeme und Methoden sollten daran erinnert sein, dass solche intellektuellen Übungen - mehr als alles andere - die Denkweise ihrer Autoren zum Ausdruck bringen. Sie systematisieren nicht das Schach, sondern stellen in systematischer Form die Ansichten des Autors über das Spiel dar. Der Stil besteht aus dem Gesamtkomplex solcher Ansichten. Einerseits setzt der jeweilige Stil einem Spieler Grenzen, andererseits erlaubt er ihm, das zu tun, was er am liebsten tut und was er daher am besten kann. Es gibt keinen universellen Stil.
    Wjatscheslaw Eingorn, Entscheidungsfindung am Schachbrett, GAMBIT, 2005, S. 19
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  4. #4
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    AW: Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

    Ich sehe das ähnlich. Die Entwicklung eines persönlichen Stils folgt aus der Komplexität des Spiels. Mal angenommen, es ist unmöglich zu berechnen, ob Zug A (ruhig und solide) oder Zug B (taktisch-aggressiv) besser ist, dann ist es letztlich eine subjektive Entscheidung, also mit anderen Worten eine Frage des persönlichen Stils.
    Höchstwahrscheinlich ist ein eigener Stil gar nicht so gut: Wenn ich weiß, daß mein Gegner zB taktische Komplikationen meidet, dann könnte ich ja genau solche Stellungen anstreben und mir sicher sein, daß der Gegner sich unwohl fühlt.
    Eine interessante Frage könnte sein, ob man einen einmal vorhandenen Stil überhaupt ändern kann? Oder sollte?

  5. #5
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    AW: Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

    Zitat Zitat von Kampfkeks Beitrag anzeigen
    Höchstwahrscheinlich ist ein eigener Stil gar nicht so gut: Wenn ich weiß, daß mein Gegner zB taktische Komplikationen meidet, dann könnte ich ja genau solche Stellungen anstreben und mir sicher sein, daß der Gegner sich unwohl fühlt.
    Das ist genau der Gedanke, der Emanuel Lasker einst dazu trieb, sein gefürchtetes "psychologisches Schach" anzuwenden. Allerdings bedenke, hat diese Fähigkeit, sich dem Gegner derart anzupassen, nicht jeder (dazu gehört ja auch Verständnis und Einfühlungsvermögen des gegnerischen Spielertyps), und so ergeht es den meisten Spielern so, daß sie gleichzeitig schwächer werden, spielen sie gezielt gegen den gegnerischen Stil. Denn natürlich ist es für diese Spieler dann auch eine Umstellung, und sie sprechen im Schach "nicht mehr ihre eigene Sprache".
    Zitat Zitat von Kampfkeks
    Eine interessante Frage könnte sein, ob man einen einmal vorhandenen Stil überhaupt ändern kann? Oder sollte?
    Mark Dworetzki empfiehlt hier, zu seinem eigenen Stil zu stehen und demzufolge Eröffnungen anzuwenden, die zu dem eigenen Stil passen. Denn tatsächlich kann ja niemand aus seiner Haut und hat nun einmal seine eigene Handschrift. Wenn man nun davon abweichen würde, würde man wohl automatisch schwächer spielen. Was mir aber trotzdem sinnvoll erscheint ist nie davon abzulassen zu versuchen, seine eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, den eigenen schachlichen Horizonz zu erweitern und an seinen Schwächen zu arbeiten. Denn eine eigene Schwäche ist tatsächlich etwas, was eine Angriffsmarke für andere darstellt. Wenn man etwa Probleme dabei hat, Kombinationen aufzuspüren, sollte man durch gezieltes Taktiktraining an seiner Motiverkennung arbeiten, oder wenn man eine bestimmte Eröffnung nicht beherrscht, könnte ein Studium eines betreffenden Eröffnungsbuchs Abhilfe schaffen. Das schließt das Feilen an seinem eigenen Stil ja nicht aus. Aaron Nimzowitsch z. B. war in späteren Jahren ein Prototyp eines Positionsspielers, aber taktischen Verwicklungen ist er trotzdem nie ausgewichen, wenn der Kampf es gerade verlangte.
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  6. #6
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    AW: Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

    Wie weiss ein club-spieler eigentlich was sein stil ist? Meiner meinung nach gibt es oft einen grossen unterschied zwischen welches schach man am attraktivsten findet und welches schach man (relativ) am besten spielen kann!
    Viele clubspieler halten sich für einen agressiven dynamischen angriffspieler weil ihnen die partien von shirov, polgar oder topalov am besten gefallen! Aber ob sie mit diesem stil auch am besten fahren ist sehr fraglich. Spieler dieses "typs" gehören auch oft zur gattung "ich bin ein miserabler endspielspier, ich will bereits im mittelspiel gewinnen"
    Dann gibt es auch noch das gegenteil, die "positions spieler", welche sich eher von karpovs, capablancas oder kramniks positionsspiel angezogen fühlen, und auch solche schönen, "fehlerlosen" partien spielen wollen. Oft sind diese spieler vom typ "ich bin schlecht in taktik, also bin ich ein strategischer/positioneller spieler".

    Beides ist meiner meinung nach nonsense! shirov ist anerkannt einer der besten endspiel-spieler überhaupt und wer kramnik mal bei einer partiebesprechung miterlebt hat weiss wie viel der rechnet!
    Wenn man schlecht im endspiel ist muss man die halt üben! die meisten endspiele sind eh taktik pur, also wieso sollte ein guter taktiker ein schlechter endspielspieler sein?

    Was mich angeht habe ich in 8 jahren schach schon alle extreme versucht (immer so 1/2 bis 1 jahr), von extremst agressivem figurenspiel mit bauernopfer (BDG) zu extremst solide (katalane und englisch) zu bauernangriff bei heterogener rochade (150-angriff, barry-angriff) zu solidem zuerst alle figuren entwickeln (london, torre) habe ich schon alles versucht.

    Was ist mein stil? keine ahnung! ich habe langsam begriffen dass ich gerne aktive figuren und meinen anteil am zentrum habe, bei eher offener stellung. im zweifelsfall habe ich lieber eine strukturelle schwäche (z.bsp. doppelbauer oder isolani) oder gar materialverlust (gambit) und dafür aktive figuren/die initiative als umgekehrt. aber das sind eher richtlinien und oft muss man die stellung ja eh nehmen wie sie kommt.

  7. #7
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    AW: Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

    Zitat Zitat von Lestat Beitrag anzeigen
    ...shirov ist anerkannt einer der besten endspiel-spieler überhaupt ...die meisten endspiele sind eh taktik pur, also wieso sollte ein guter taktiker ein schlechter endspielspieler sein?
    Stil bei Amateurspielern? Ich denke da an Agressivität/Vorsicht in einer Anzahl von Partien. Mit einer Einstufung können sich daraus Hinweise, Ratschläge zur weiteren Übung und angestrebten Stellungstrukturen ergeben.

    Nebentopic

    Shirov als ein großer Meister kompliziertester und umfangreicher Berechnungen hat für das Endspiel beste Voraussetzungen.
    Ein Blick auf die Schachweltmeister zeigt, daß Rechenfähigkeit und Endspielerfolge kaum zufällig verknüpft sind. Die Rechenfähigkeit dürfte die herausragende Erfolgskomponente eines Schachspielers sein und kompensiert auch einen Teil fehlendes Wissen.

    Bei Shirov interessieren mich aber konkrete Quellen in Büchern oder Internet, die seine Endspielfähigkeiten untersuchen und bewerten.

  8. #8
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    AW: Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

    Karsten Müller hällt sehr viel von ihm:

    http://www.chesscafe.com/text/mueller32.pdf
    http://www.chesscafe.com/text/mueller33.pdf
    http://www.chesscafe.com/text/mueller87.pdf
    http://www.chesscafe.com/text/mueller88.pdf

    Habe auch schon andere Quellen gesehen, weiss aber nicht mehr wo, internet halt ;-)

  9. #9
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    AW: Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

    Nachdem ich nun einige längere Partien auf chessmail gespielt habe (bisher sonst nur Blitzpartien auf fics), stelle ich bei mir einen Stil fest: Ich neige dazu, die Stellung möglichst einfach zu halten. Suche mir dann 1-2 Angriffspunkte/Pläne und versuche, die durchzuziehen. Wenn´s nicht klappt: Rückzug/Vereinfachung und dann von vorn.
    [Ist etwas off-topic, ich weiß (geht hier ja nicht um mich). Wollt´s aber einfach mal in den Raum stellen]

  10. #10
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    AW: Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

    Ist jetzt kein Scherz, aber das klingt echt nach Capablanca.
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  11. #11
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    AW: Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

    Ich spiele ab und zu gegen Engines.
    Stockfish und Critter gelten als ähnlich stark aber selbst die haben meinem Empfinden nach sehr unterschiedliche Stile.
    Stockfish setzt sehr gern seine Bauern in Bewegung um mich damit zum reagieren zu bringen, während Critter seine Bauernstruktur nur äußerst ungerne verändert und viel lieber versucht meine Verteidiger zu überladen.
    Den Stil von Stockfish mag' ich mehr, da er mir menschlicher vorkommt.

  12. #12
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    AW: Darf man heute noch seinen eigenen Stil haben?

    Wenn ich mit meinesgleichen (Rating 1080) auf chess.com spiele, wissen häufig nichts, ausser dass man den Springer kaltstellt, den Läufer einengt und das Zentrum dicht macht.

    Dann weiss ich oft, was fuer ein Buch der Gegner gelesen hat, v.a wenn er Amerikaner ist: Silman - The Amateurs Mind.

    Was dann auch bestätigt wird. Ist nämlich nach dem Vorwort das 1. Kapitel,
    das wurde noch gelesen, bevor es weggelegt wurde.

    MfG
    Zu Unrecht ist der Pinguin als Haustier bisher stark im Hintertreffen. Sein aufrechter Charakter und nicht zuletzt seine tadeligen Umgangsformen lassen ihn besonders im Winter als idealen Genossen bürgerlicher Häuslichkeit erscheinen. (Loriot)

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