Zukertorts Perle, auch Zukertorts Unsterbliche genannt, ist eine Schachpartie zwischen dem ersten Herausforderer von Weltmeister Wilhelm Steinitz, Johannes Zukertort, und Joseph Henry Blackburne. Die Partie besticht durch ihre strategische Klarheit und den tiefen Kombinationen, die Weiß in dieser Partie gebracht hat. Viele verblüffend anmutende Züge gibt es hier zu sehen. Erst nimmt Zukertort seinem Gegner das Läuferpaar ab, um seinen weit vorgerückten Se4 durch Abtausch zu vertreiben und das Feld e4 wieder zu kontrollieren. Die sehr gute Position der beiden Türme ermöglichte ab dem 17. Zug kraftvolle Bauernvorstöße am Königsflügel, die erst zu Raumgewinn und dann zu den genannten taktischen Schlägen führten. 23. f5!! war bspw. der erste dieser Geniestreiche Zukertorts, der den nun mit aller Härte beginnenden Königsangriff einleitete. Aber denkt nicht, etwa sein Damenopfer im 28. Zug sei über mehrere Züge hinweg genau berechnet worden (hier wäre es Matt in 7). So übermenschlich schwer braucht Schach gar nicht zu sein. Um das Damenopfer zu spielen, reichen Kenntnisse, daß zwei Türme und Läufer sich eigentlich immer gegen den blanken König durchsetzen können. Das ist eines der vielen Muster, die man sich im Schach merken sollte.

Nach Zukertort ist das von ihm entwickelte Zukertort-System genannt, das nach den Zügen 1. Sf3 d5 2. d4 Sf6 3. e3 e6 4. b3 entsteht. Artur Jussupow hat es gerne angewandt.

[Event "Tnmt, London"]
[Site "Tnmt, London"]
[Date "1883.??.??"]
[Round "?"]
[White "Johannes Zukertort"]
[Black "Joseph Henry Blackburne"]
[Result "1-0"]
[ECO "A13"]
[PlyCount "65"]
[EventDate "1883.??.??"]

1. c4 e6 2. e3 Nf6 3. Nf3 b6 4. Be2 Bb7 5. O-O d5 6. d4 Bd6 7. Nc3 O-O 8. b3
Nbd7 9. Bb2 Qe7 10. Nb5 Ne4 11. Nxd6 cxd6 12. Nd2 Ndf6 13. f3 Nxd2 14. Qxd2
dxc4 15. Bxc4 d5 16. Bd3 Rfc8 17. Rae1 Rc7 18. e4 Rac8 19. e5 Ne8 20. f4 g6 21.
Re3 f5 22. exf6 Nxf6 23. f5 Ne4 24. Bxe4 dxe4 25. fxg6 Rc2 26. gxh7+ Kh8 27.
d5+ e5 28. Qb4 R8c5 29. Rf8+ Kxh7 30. Qxe4+ Kg7 31. Bxe5+ Kxf8 32. Bg7+ Kg8 33.
Qxe7 1-0