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Thema: geschichtliche Entwicklung des Schachspiels

  1. #1
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    geschichtliche Entwicklung des Schachspiels

    Wer bestimmt / darf bestimmen, wie sich das Schachspiel im Laufe der Geschichte entwickeln soll? Wer bestimmt die Kursrichtung? Setzen sich neue Regeln oder Spielvaraianten im Laufe der Zeit durch, oder bestimmt eine Kommission darüber?

  2. #2
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    AW: geschichtliche Entwicklung des Schachspiels

    Schach ist als kultivierter Sport nicht vom soziohistorischen Kontext zu lösen. Das bedeutet, die einzelnen Regeländerungen spiegeln immer wieder die zeitbedingten Bedürfnisse der Menschen wider. In diesem Thread habe ich dies anhand den Regeländerungen in der Renaissance deutlich gemacht: http://www.schachburg.de/threads/439...le-zur-Neuzeit

    Wenn also viele Spieler für etwas sind und etwas fordern oder der Zeitgeist einfach nach etwas schreit, dann wird es i. d. R. auch umgesetzt. Ich denke mal, das hat schon immer so etwas wie eine Kommission festgesetzt. Anders kann ich mir das nicht vorstellen.

    Wie alles in der Geschichte sind diese Bedürfnisse der Menschen aber nie einsträngig, sondern heterogen und damit konfliktbeladen. Zu jeder Bewegung gibt es halt eine Gegenbewegung. So kann ich mir bspw. kaum vorstellen, daß etwa die aktuellen Regeländerungen der FIDE wie Einführung der Dopingrichtlinien fürs Schach, die Null-Karenz-Regel oder der Dresscode aktuelle Bedürfnisse widerspiegeln wollen. Hier werden einfach die Interessen der Funktionäre bedient und nicht der meisten Schachspieler. Vorstellbar ist dies aber mit der aktuellen Handyregelung, daß Handyklingeln automatisch verliert. Durch die Entwicklung des Handys wurde Betrug mit diesem Gerät möglich, abgesehen davon, daß ein Handyklingeln in der Partie furchtbar stört. Schach ist schließlich eine Konzentrationssportart. Anhand dieser zeitkulturellen Gegebenheit erwuchs als Reaktion darauf das Bedürfnis der Spieler, diesen neuen Wildwuchs einzudämmen, und es wurde die Regel erlassen, daß Handyklingeln automatisch verliert.
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  3. #3
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    AW: geschichtliche Entwicklung des Schachspiels

    Schach gibt es ja schon länger als im Mittelalter glaube ich und was sollte sich denn bis heute verändert haben? Vielleicht Eröffnungen oder Taktiken aber sonst
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  4. #4
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    AW: geschichtliche Entwicklung des Schachspiels

    Zitat Zitat von SeeFree Beitrag anzeigen
    Schach gibt es ja schon länger als im Mittelalter glaube ich und was sollte sich denn bis heute verändert haben? Vielleicht Eröffnungen oder Taktiken aber sonst
    Die Zugart der Figuren änderte sich im Mittelalter. Vorher konnten Dame und Türme z.B. meines Wissens nur ein Feld weit gehen. Auch wurde die Rochade eingeführt. Die neuen Regeln machten das Spiel dynamischer und damit spannender.

  5. #5
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    AW: geschichtliche Entwicklung des Schachspiels

    Richtig yury! Wollte auch grad ergänzen:


    Der Bauer: Er durfte immer nur ein Feld gehen. Auch von der Grundstellung aus.(Umwandlung wie heute)
    Der Turm: Die stärkste Figur. Durfte wie heute noch sowohl waagerecht als auch senkrecht gehen.
    Der Springer: Da bin ich mir nicht ganz sicher,glaub aber,dass er auch genauso wie heute war.
    Der Läufer: Er durfte immer nur zwei Felder Diagonal und über alle figuren springen. Das bedeutet,wenn wir uns die Grundstellung anschauen und den c1-Läufer ziehen wollen,konnte man so beginnen: 1.Lc1-e3.
    Die Dame: Die schwächste Figur. Durfte nur ein Feld gehen in jede Richtung. Konnte mit König nicht matt setzen
    Der König: Ich glaube,der durfte wie heute auch einen Schritt in jede richtung gehen.

  6. #6
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    AW: geschichtliche Entwicklung des Schachspiels

    Kann die Ausführungen von SiegerFCN bestätigen. Grund für die schwache Stellung der Dame war, daß sie vorher Wesir hieß, was in der ursprünglichen Indischen Armeeordnung der Berater des Königs war. Um die Zeitenwende des Mittelalters aber änderte sich die Bedeutung der Frauen. Jean d´Arc war natürlich jedem ein Begriff, aber es gab auch bereits einige einflußreiche und mächtige Königinnen. Grundsätzlich trug diese Regeländerung dazu bei, das Spiel schneller und dynamischer zu machen, und das war Ausdruck der Epoche der Renaissance, wo der Mensch sich vom Joch des Mittelalters lösen und selbst seine Geschicke in die Hand nehmen wollte. Die Aufklärung etwa wäre ohne die Renaissance und Humanismus gar nicht denkbar gewesen. Schneller, höher, weiter, das hätte auch gut als Schlagwort in dieser Epoche gelten können.
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