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Thema: Die Plejaden der Berliner Schachschule

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    Die Plejaden der Berliner Schachschule

    In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entfaltete sich im preußischen Berlin ein reges Schachleben. Über Schadows Schachclub bzw. dem Berliner Schachclub, wie er offiziell hieß, wurde ja schon berichtet. 1827 wurde dann die Berliner Schachgesellschaft gegründet, die im Gegensatz zu dem Berliner Schachclub jedem Mitglied offenstand und eine Führungsrolle in Preußens Schachleben innehatte. Sieben Schachmeister aus diesem Club, die sogenannten „Plejaden“, haben dann sozusagen die Berliner Schachschule gegründet. Es waren die Berliner Schachmeister Ludwig Bledow, Karl Schorn, Bernhard Horwitz, Carl Majet, Wilhelm Hanstein, Paul Rudolph von Bilguer und Tassilo von Heydebrand und der Lasa. Sie trafen sich zweimal pro Woche zum Studium der Eröffnungstheorie und veröffentlichten ihre Erkenntnisse im sogenannten „Bilguer“, dem Handbuch des Schachspiels, das neben Eröffnungstheorie auch Schachgeschichte und Endspiele behandelte. Zwei bekannte Eröffnungen, die von den Plejaden bzw. der Berliner Schachschule entwickelt wurden, waren die Preußische Verteidigung (Zweispringerspiel im Nachzug) sowie die Berliner Verteidigung.
    Die Berliner Schachschule blieb dabei nicht nur im kleinen Zirkel, sondern besaß auch eine Strahlkraft, die andere Meister anzog. So arbeiteten Adolf Anderssen, Jean Dufresne, Carl Friedrich Jänisch und Max Lange mit den Berliner Meistern zusammen. Als Reaktion auf die von den Plejaden entwickelte Preußische Verteidigung erfand Max Lange ein interessantes Antidot, nämlich den Max-Lange-Angriff.

    Geändert von Kiffing (11.08.2014 um 22:40 Uhr) Grund: verschollenes Bild ersetzt
    Alles wartet auf das Licht
    Oh, ihr Menschen, fürchtet euch nicht

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