Die Elo-Inflation ist ein in der Schachwelt vieldiskutiertes Phänomen, das sich in verschiedenen Formen zeigt:

- So gab es 1950 nur 27 Großmeister, 1972 88, und 2008 schon über 1300 Großmeister. (Quelle: Wikipedia)
- Der inoffizielle Titel Super-GM wurde Anfang der 90er Jahre von 2600 Elopunkte auf 2700 Elopunkte angehoben
- Die 2800er Schallmauer haben bereits mehrere Großmeister in jüngster Zeit durchbrochen

Nun stellt sich die Frage, woran das liegt. Meiner Meinung nach liegt das primär daran, daß die Trainingsmöglichkeiten durch die fortschreitende Technisierung so gut sind wie nie zuvor. So stehen den Spielern heute Datenbanken zur Verfügung, durch die sie sich von nahezu allen wichtigen Partien in Kenntnis setzen und sich optimal auf den Gegner vorbereiten können, und sie haben durch den Computer bessere Trainingsmöglichkeiten, etwa bei der Eröffnungsvorbereitung oder in der Analyse eigener Partien. Auch die größere Turnierdichte, sowohl in der Spitze als auch in der Breite, dürfte dafür verantwortlich sein. Zudem hat sich der Charakter des Schachs in seiner Altersstruktur drastisch verändert. Während Schach früher als Erwachsenensport wahrgenommen wurde, der für die Männer reserviert war, während Kinder im Schachverein nichts zu suchen hatten, ist es heute selbstverständlich, auch schon die Kinder an das Schach heranzuführen. So können diese ihr Talent entfalten, zu einem Zeitpunkt, in dem das am günstigsten ist.

Welche Gründe seht ihr als ausschlaggebend für die Elo-Inflation an?