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Thema: Chinesische Schachschule

  1. #1
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    Chinesische Schachschule

    Seitdem China, das Land des Xiangqi, auch unser Schach entdeckt hat, ist die Entwicklung in China rasant und vom Tempo her ungefähr mit den olympischen Sportarten vergleichbar, wo China, lange Zeit unter fernen Liefen stehend, bereits große Erfolge erzielt. Mit dem erst 23 Jahre alten Wang Hao stellen die Chinesen bereits einen Super-GM, Ding Liren gilt als ungeheuer talentiert, und bei den Frauen ist China bereits jetzt absolute Weltspitze. So war die erst 18jährige amtierende Weltmeisterin Hou Yifan mit erst 14 Jahren als Nachfolgerin des Philippinen Wesley So jüngster (Herren)-GM aller Zeiten, bis sie von Anish Giri in dieser Kategorie abgelöst wurde. Die gestiegene Bedeutung des Chinesischen Schachs läßt sich auch an den Ergebnissen der jüngst zuende gegangenen Schacholympiade in Istanbul herauslesen. Bei den Herren errang China den 4. Platz, und bei den Damen wurde China Zweiter.

    Was das Schach in China anbelangt, so steckt hinter allem also bereits eine spürbare Substanz. Daher meine Frage, kann man bereits von einer Chinesischen Schachschule sprechen mit eigenem Stil, eigenen Philosophien und eigenen Ausformungen, oder kopieren die Chinesen, was Schachtraining und Schachstrukturen angeht, eher als daß sie was eigenes kreieren? Wer weiß Bescheid?
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  2. #2
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    AW: Chinesische Schachschule

    Meiner Meinung nach gibt es auf ein Land bezogen nicht so etwas wie eine Schachschue mit eigenem Stil.
    Die typische russische Schachschule gab es doch auch nicht, jeder russische WM hatte seinen eigenen Stil.
    Kann mir nicht vorstellen dass in China der SChachstil gleichgeschaltet ist.

  3. #3
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    AW: Chinesische Schachschule

    Gleichschaltung muß ja nicht sein, es reichen ja eigene Akzente bzw. Ideen, die von dieser Schachschule als besonders wichtig erachtet werden oder sogar entwickelt wurden. Die Wiener Schachschule etwa war betont defensiv ausgerichtet, und auch wenn die Stile der sowjetischen Großmeister sehr vielfältig gewesen sind, so hat die Sowjetische Schachschule stark das Schöpfertum im Schach betont und hat dem Risiko gegenüber der Gefahrvermeidung generell den Vorzug gegeben. Wir wissen heute viel über die Sowjetische Schachschule Bescheid, weil wir von da viele gute Schachbücher kennen, die von uns übersetzt worden sind. Das Gleiche würde ich mir für China wünschen. Auf ein übersetztes Buch eines renommierten chinesischen Großmeisters, wäre ich neugierig. Vielleicht lernen wir von da ein paar Geheimnisse für den chinesischen Erfolg kennen, und der besteht aus mehr als "nur" aus Trainingsfleiß.
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  4. #4
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    AW: Chinesische Schachschule

    Ob die chinesischen Schachspieler(innen) tatsächlich anders spielen, kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen. Dafür fehlt mir die Erfahrung. Vom Gefühl her würde ich aber eher knallharten Drill vermuten, ähnlich wie im Sport.
    Sollte es tatsächlich eine eigene chinesische Schachschule bzw. -philosophie geben, dann würde ich das sehr begrüßen. Nicht, daß ich mir etwas unter "russischer" oder "westlicher" Schachschule etwas vorstellen könnte (dazu bin ich noch zu neu im Schach), aber Vielfalt ist immer zu begrüßen. Zumal asiatische Philosophien stets etwas Besonders an sich haben und sehr durchdacht und ausgefeilt sind. Wäre mit Sicherheit sehr interessant!
    Geändert von Kampfkeks (12.09.2012 um 23:34 Uhr)

  5. #5
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    AW: Chinesische Schachschule

    Die chinesische Weltmeisterin Hou Yifan meinte in einem Interview mit Adrian Michaltschischin in der Zeitschrift "Schach" aus der Augustauflage dieses Jahres zu der Frage, ob es eine chinesische Schachschule gebe:

    "Nein, ich denke nicht. China ist riesig, es gibt unterschiedliche Zentren, sie bilden keine einheitliche chinesische Schule. In jeder großen Stadt gibt es Trainer, die anders trainieren. Manchmal spielt vielleicht eine ganze Stadt die gleichen Eröffnungen."

    und weiterhin:

    "[...]Es gibt auch Computer und englische Bücher. Chinesische Schachbücher sind nach wie vor rar. Eigentlich gibt es nur ein gutes Buch, eine Sammlung der besten Partien der Weltmeisterin Xie Jun. Sie war ein Star in China.[...]"

    China scheint sich also erst zu einer Schachnation hochzuarbeiten, es dominiert immer noch das "Chinesische Schach". Die Existenz einer expliziten chinesischen Schachschule (abgesehen vom Fleißaspekt) ist daher auch meines Erachtens unwahrscheinlich.

    Damit dürfte auch Kiffings Frage nach einem "Buch eines chinesischen Großmeisters" beantwortet sein.
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  6. #6
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    AW: Chinesische Schachschule

    Danke ficus für Deine Klarstellung. Glaube nun, daß in China nicht annähernd das heranwächst, was einst die Sowjetische Schachschule geleistet hatte. Sicherlich wollen die Chinesen überall hoch hinaus und ziehen das alles auch sehr professionell auf, mit viel Drill und Disziplin. Aber das europäische Schach ist da wohl nur eine der Sportarten von vielen und dient damit nicht als eine Art allumfassendes Kulturprodukt, was das Schach in der UdSSR einst gewesen ist. Ist ja auch kein Wunder, denn das eigentliche Schach ist in China das Xiangqi, also das Chinesische Schach.
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  7. #7
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    AW: Chinesische Schachschule

    Unabhängig davon, wie organisiert, zentralisiert und systematisiert das Schach in China mittlerweile geworden ist, bin ich fest davon überzeugt, daß das chinesische Schach das Weltschach um einen kulturellen Aspekt bereichern wird. Die Rede ist die vom Kulturvergleicher Geert Hofstede u. a. untersuchte "Longtermorientation" (LTO). Wir betrachten zu diesem Zweck einen Ländervergleich von China, den USA und Deutschland:

    In dieser, um es auf deutsch zu sagen, Langzeitorientierung, liegen die USA (29) und Deutschland (31) dicht beieinander. In China dagegen ist der Unterschied, um es vorsichtig zu formulieren, mit einem Wert von 118 auffällig. Auch wenn diese Studie 1967-1972 gemacht worden ist, gehe ich einmal davon aus, daß auch heute noch der Unterschied signifikant sein dürfte. Welche Folgen das für den Schachstil von chinesischen Schachspielern haben dürfte, dazu möchte ich die Partie des Inders Mir Sultan Khan gegen Jose Raul Capablanca posten. Auch wenn Mir Sultan Khan aus Indien und nicht aus China kam, zeichnete sich seine Gewinnführung doch durch eine völlige Abkehr von Ungeduld und kurzfristig orientierter Effekthascherei aus:
    [Event "Hastings 1930/31"]
    [Site "Hastings ENG"]
    [Date "1930.12.31"]
    [EventDate "1930.12.29"]
    [Round "3"]
    [Result "1-0"]
    [White "Mir Sultan Khan"]
    [Black "Jose Raul Capablanca"]
    [ECO "E12"]
    [WhiteElo "?"]
    [BlackElo "?"]
    [PlyCount "129"]
    1.Nf3 Nf6 2.d4 b6 3.c4 Bb7 4.Nc3 e6 5.a3 d5 6.cxd5 exd5 7.Bg5
    Be7 8.e3 O-O 9.Bd3 Ne4 10.Bf4 Nd7 11.Qc2 f5 12.Nb5 Bd6 13.Nxd6
    cxd6 14.h4 Rc8 15.Qb3 Qe7 16.Nd2 Ndf6 17.Nxe4 fxe4 18.Be2 Rc6
    19.g4 Rfc8 20.g5 Ne8 21.Bg4 Rc1+ 22.Kd2 R8c2+ 23.Qxc2 Rxc2+
    24.Kxc2 Qc7+ 25.Kd2 Qc4 26.Be2 Qb3 27.Rab1 Kf7 28.Rhc1 Ke7
    29.Rc3 Qa4 30.b4 Qd7 31.Rbc1 a6 32.Rg1 Qa4 33.Rgc1 Qd7 34.h5
    Kd8 35.R1c2 Qh3 36.Kc1 Qh4 37.Kb2 Qh3 38.Rc1 Qh4 39.R3c2 Qh3
    40.a4 Qh4 41.Ka3 Qh3 42.Bg3 Qf5 43.Bh4 g6 44.h6 Qd7 45.b5 a5
    46.Bg3 Qf5 47.Bf4 Qh3 48.Kb2 Qg2 49.Kb1 Qh3 50.Ka1 Qg2 51.Kb2
    Qh3 52.Rg1 Bc8 53.Rc6 Qh4 54.Rgc1 Bg4 55.Bf1 Qh5 56.Re1 Qh1
    57.Rec1 Qh5 58.Kc3 Qh4 59.Bg3 Qxg5 60.Kd2 Qh5 61.Rxb6 Ke7
    62.Rb7+ Ke6 63.b6 Nf6 64.Bb5 Qh3 65.Rb8 1-0
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  8. #8
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    AW: Chinesische Schachschule

    Zitat Zitat von ficus Beitrag anzeigen
    ...
    Damit dürfte auch Kiffings Frage nach einem "Buch eines chinesischen Großmeisters" beantwortet sein.
    Als passende Ergänzung:

    Liu Wenzhe "The Chinese School of Chess"

    http://en.wikipedia.org/wiki/Liu_Wenzhe

    Und hier die Partie, mit der er in der Schachwelt bekannt und unsterblich wurde:

    [Event "Buenos Aires"]
    [Site "OL"]
    [Date "1978.??.??"]
    [EventDate "?"]
    [Round "?"]
    [Result "1-0"]
    [White "Liu Wenzhe"]
    [Black "Jan Hein Donner"]
    [ECO "B07"]
    [WhiteElo "?"]
    [BlackElo "?"]
    [PlyCount "39"]

    1. e4 d6 2. d4 Nf6 3. Nc3 g6 4. Be2 Bg7 5. g4 h6 6. h3 c5
    7. d5 O-O 8. h4 e6 9. g5 hxg5 10. hxg5 Ne8 11. Qd3 exd5
    12. Nxd5 Nc6 13. Qg3 Be6 14. Qh4 f5 15. Qh7+ Kf7 16. Qxg6+
    Kxg6 17. Bh5+ Kh7 18. Bf7+ Bh6 19. g6+ Kg7 20. Bxh6+ 1-0

  9. #9
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    AW: Chinesische Schachschule

    Jan Hein Donner hatte nach der Partie gescherzt, er ginge als chinesischer Kieseritzky in die chinesische Schachgeschichte ein. Denn so wie die Deutschen Lionel Kieseritzky immer mit dem Verlierer der Unsterblichen Partie gegen Adolf Anderssen (in einer freien Partie rund um London 1851) in Verbindung bringen (ein ähnliches Schicksal hatte auch Boris Spasski nach Reykjavik 1972 zu tragen), würden sich die Chinesen an ihn als den Verlierer dieser "Chinesischen Unsterblichen" erinnern.
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  10. #10
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    AW: Chinesische Schachschule

    In dem Chessbase-Artikel "Zahlenspiele" bestätigt sich das Bild mit China als aufstrebender Schachnation. Als wichtiges Indiz dafür sieht der Autor die Zahl der Ü2700-Spieler in der Altersgruppe U30 an. Dort hat China mit den teilweise deutlich jüngeren Spielern Ding Liren, Li Chao, Wei Yi, Wang Yue, Yu Yanghi und Wang Hao Rußland, das hier "nur" fünf Spieler aufbieten kann, mittlerweile überholt (die anderen Schachnationen folgen mit nur einem Vertreter). China stellt zudem mit Yifan Hou die mit Abstand stärkste Schachspielerin der Welt, die mit ihrer Weltranglistenposition bereits in die Fußstapfen von Judit Polgar getreten ist. Auch der Mannschaftssieg bei den Herren bei der Schacholympiade in Tromsö ging bekanntlich an die Chinesen, die auch bei den Frauen mit Platz 2 vorne dabei waren.

    Insofern finde ich es interessant, wie sehr das durch die FIDE repräsentierte Schach bei den Chinesen, die immerhin für Jahrhunderte mit dem Xiangqi ausschließlich ein anderes Schach gespielt hatten, das im Gegensatz zu "unserem Schach" die chinesische Kultur mitgeprägt hat, auf Interesse stößt (wer beschäftigt sich in Deutschland, außer Dr. Robert Hübner, schon mit dem Xiangqi?). Für eine Beantwortung der Eingangsfrage, wie das chinesische Schach mit seiner möglichen speziellen Philosophie das Schach als Ganzes prägen und beeinflussen kann, wie es die Sowjetunion auch von ihren Gegnern unbestritten getan hatte, wäre ein wichtiger Ansatz, Spielstil und Schachauffassung der stärksten chinesischen Schachspielerinnen und -spieler zu untersuchen. Mir selbst fielen sie z. B., vor allem bei Wang Hao, durch einen ausgeprägt taktischen Stil auf. Aber das ist nur ein erster Schritt zu einer wirklich fundierten Analyse. Wer möchte darauf aufbauen?
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  11. #11
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    AW: Chinesische Schachschule

    Kinder, wie die Zeit vergeht! Wang Hao wird im August 26 Jahre alt und gilt beinahe schon als “chinesischer Veteran“, angesichts der nachwachsenden chinesischen Supertalente. Ding Liren, 22, hat ihm jedenfalls längst den Rang abgelaufen. Und der (fast) 16-jährige Wei Yi (von Insidern bereits als künftiger Carlsen-Herausforderer für das Jahr 2018 gehandelt) ist auch noch dazu gekommen und gerade dabei, bei der laufenden chinesischen Meisterschaft alles in Grund und Boden zu stampfen: http://de.chessbase.com/post/wei-yi-...-meisterschaft

    Kinder, wie die Zeit vergeht! Istanbul (4. Platz) ist lange her. Ja, die Schacholympiade 2014 in Tromsø sieht China bereits als Olympiasieger: https://chess24.com/de/lesen/news/sc...-gewinnen-gold

    Und – die Chinesen sind gerade erst Weltmeister geworden: https://chess24.com/de/lesen/news/ch...tmeisterschaft

    Kinder, wie die Zeit vergeht! Und war der alte und neue DSB-Präsident Herbert Bastian nicht jüngst in China: Um sich dort eine Scheibe abzuschneiden? Könnte es sein, daß die chinesische Schachschule längst dabei ist, dem Rest der Welt Rang und Namen abzulaufen? Die jüngsten Erfolge sprechen eindeutig dafür.

    Ich glaube schon, daß man bereits (längst) von einer Chinesischen Schachschule (mit eigenem Stil, eigenen Philosophien und eigenen Ausformungen) sprechen kann. Eigentlich schon seit gut 10 Jahren. www.de.wikipedia.org/wiki/Liu_Wenzhe

    Inzwischen spricht man gar schon vom Kampf der Schachschulen: https://chess24.com/de/lesen/news/ch...chachschulen-1


    Noch (k)ein Witz: Was ist der Unterschied zwischen den USA und China in Punkto Schach? Die Amerikaner kaufen ihre besten Spieler ein (Nakumara, So, Caruana), aber die Chinesen bringen sie selbst hervor! Wetten, daß die Amerikaner trotzdem nicht Olympiasieger und auch nicht Weltmeister werden, bei den nächsten Mannschaftskämpfen. Wer wettet mit? Und wetten, daß es wieder die Chinesen sein werden. Wer wettet mit?

  12. #12
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    AW: Chinesische Schachschule

    Danke für diese Darstellung, die auch ein Abbild über die reichhaltige Ideengeschichte Chinas gibt, denen sich die chinesischen Schachmeister im Spiel der Ideen bedienen können.

    In Deinem Link zu Liu Wenzhe, dem chinesischen Tschigorin, weil Vorreiter, der ja für seine Arbeit am Brett die chinesische Denktradition hervorgehoben hatte, findet sich auch eine Verknüpfung zur chinesischen Philosophie, mit der sich bereits Jörg Seidel in deren Bezug zum Schach auseinandergesetzt hat. Auf die Auseinandersetzung Seidels mit dem vom Exilchinesen Zhong Acheng herausgebrachten Ideendrama Das Tao des Schachs, in dem sich ein junger begeisterter Schachschüler durch das Verständnis der Yin-Yang-Lehre ganz nach oben kämpft, habe ich bereits aufmerksam gemacht. Wie der Daoismus das Denken chinesischer Meister im Schach formen kann, dazu gibt folgendes Zitat aus Seidels Metachess eine Vorstellung:

    In Laotses [Laotse hat den Daoismus entwickelt] Worten:
    das Dau gebar das eine
    das eine gebar die zweizahl
    die zweizahl gebar die dreizahl
    aus der dreizahl wurde die vielzahl
    der dinge vielzahl
    getragen vom Yin, umfangen vom Yang
    geeint werden sie durch den allumfassenden Krafthauch

    Nur das eine hat direkte Verbindung zum Tao [Tao=Dao], nur die Einfalt, nicht die heute so gelobte Vielfalt oder Pluralität, entspricht dem Tao, läßt den Dingen ihren Lauf, äußert sich in einer Gelassenheit. Das Schach selbst ist der primäre Ort der Gelassenheit, nicht nur in ihm soll der Lauf der Dinge gelassen werden, mehr noch, es selbst schafft den Raum der Gelassenheit. Hier findet der wahre Spieler die Harmonie mit sich selbst, mit den anderen, mit der Natur zu leben. Das ist weniger eine Flucht als ein Rückzug. Indem Wang spielt, entzieht er sich dem Wettlauf - dann vergißt er alles, dann sind seine Gegner Freunde - und erprobt ihn zugleich in seiner kleinen Welt, denn für den Taoisten ist klar, daß trotz aller Härte und Geschwindigkeit letztendlich die taoistischen Prinzipien siegen. Härte ist nur ein Zeichen von Schwäche
    Jörg Seidel, Metachess, Charlatan-Verlag, Rostock 2009, S. 343f.

    Den Taoismus bewertet Seidel übrigens höher als die neben dem Buddhismus andere große Denktradition Chinas (und anderer asiatischen Nationen), den bekanntlich stark sittlichkeitsbezogenen (und pragmatischen) Konfuzianismus, weil Seidel den Taoismus im Gegensatz zum Konfuzianismus als grundlegend einschätzt, der im Gegensatz zu diesem an die Wurzel gehe:

    Schon im Taoismus ist stets diese politische Komponente aktiv gewesen, da er sich seit je als Gegenentwurf zum Konfuzianismus verstand, dessen Hauptziel das Erreichen moralischer Vollkommenheit war; "Sittlichkeit", "Mitmenschlichkeit", "Pflichterfüllung" sind Zentralkategorien des Konfuzianismus und wurden vom Maoismus intensiv rezipiert. Demgegenüber vertritt der Taoismus einen amoralischen, einen prämoralischen Standpunkt, er ist also grundlegender: Jede Moral ist eine Domestikation, die versucht, das entlaufende Tier im Menschen einzuholen, um es ins Kulturgatter zu sperren. Das Entlaufen aber geht dem Einholen voraus; es hat also schon immer etwas nicht funktioniert, es hat etwas den natürlichen Lauf der Dinge verlassen, bevor ein Moralnetz gestrickt werden kann. Wer primär ethisch argumentiert, zu lösende Probleme unter ethischem Paradigma anzugehen versucht, was heute, wie die dauernde Leier vom Werteverfall ebenso wie der Ruf nach neuen Werten hinlänglich beweist, weitestgehend gesellschaftlichen Grundkonsens darstellt, vergißt zumeist oder weiß noch nicht mal, daß jegliche Ethik, jede Moraltheorie erst die Antwort, also der zweite Schritt ist, der auf ein verlorenes Gleichgewicht folgt.
    Ebd. S. 344

    Ein vom Taoismus geprägter Schachspieler hat dem zufolge ein anderes strategisches Spielverständnis als ein, sagen wir, westlicher Meister, Seidel:

    Aus diesem Grundlegenden wird auch deutlich, daß ein Begriff wie "Strategie" vollkommen anders belegt ist als im herkömmlichen Schachspielervokabular, er ist wesentlich abstrakter und beinhaltet wohl eher eine Lebenseinstellung, eine Metaphysik denn einen Plan nach beengtem Regelwerk entsprechend bestimmter Positionsbilder
    Ebd.

    Das Metachess kann ich übrigens nur empfehlen, weil der Autor die begnadete Fähigkeit besitzt, Themen tiefschürfend, aber auch sehr prägnant zu behandeln, so daß er in der Lage ist, sehr viele, interessante wie originelle Themen, auf gerade einmal 426 Seiten unterzubringen.

    Angefangen hat die tradierte chinesische Philosophie ja mit dem Yijing, dem Buch der Wandlungen, das ungefähr 1000 Jahre v. Chr. entstand. Und hier findet sich auch eine weitere Erklärung für die große Begeisterung der Chinesen für ihr Schach seit fast 2000 Jahren. Denn Grundlage des Yijing sind die ... 64 Hexagramme, seht selbst und staunt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Vierundsechzig_Hexagramme
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    AW: Chinesische Schachschule

    Zitat Zitat von Birliban Beitrag anzeigen
    Und der (fast) 16-jährige Wei Yi (von Insidern bereits als künftiger Carlsen-Herausforderer für das Jahr 2018 gehandelt) ist auch noch dazu gekommen und gerade dabei, bei der laufenden chinesischen Meisterschaft alles in Grund und Boden zu stampfen: http://de.chessbase.com/post/wei-yi-...-meisterschaft
    Und der 15jährige als zukünftiger Carlsenrivale gehandelte Chinese hat die Chinesische Meisterschaft tatsächlich gewonnen - trotz eines mäßigen Schlusses mit 1/3: http://de.chessbase.com/post/wei-yi-und-tan-zongyi

    Das Teilnehmerfeld, das sich bereits wie eine Prominentenliste liest, weist tatsächlich darauf hin, daß die Chinesischen Einzelmeisterschaften bald einen ähnlichen Status erlangen können wie die prestigeträchtigen Sowjetmeisterschaften, die bekanntlich auch im Westen unter Experten immer auf größtes Interesse stießen.
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  14. #14
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    AW: Chinesische Schachschule

    Danke für die Informationen und die interessanten Ausführungen! Ja, eine starke Leistung von Wei Yi. Damit hat er sich wohl selbst das schönste Geschenk gemacht, zu seinem heutigen 16. Geburtstag. Eine kurze Vorstellung des Chinesen ist hier zu finden: https://chess24.com/de/lesen/news/we...magnus-carlsen

    Schwer zu sagen, was wohl das genaue Erfolgsrezept der Chinesen ist. Zumal sie in Interviews nur Allgemeinplätze von sich geben (siehe auch das obige Interview von der Chinesin Hou Yifan in diesem Thread). Auch aus dem folgenden Interview (SCHACH 9/2014) mit dem Chinesen Ni Hua (er spielte am 4.Brett), nach dem Sieg bei der Schacholympiade 2014 in Tromsö, ist nur schwer etwas herauszulesen:

    Herzlichen Glückwunsch zum Olympiasieg! Was war der kritische Moment auf dem Wege dahin?

    Das war die zehnte Runde gegen Frankreich. Unser einziger Sieg in diesem Match kam in der Partie Fressinet – Yu Yangyi eher glücklich zustande, das Doppelturmendspiel war eigentlich remis. Wang Yue musste am Spitzenbrett ein schwieriges Endspiel gegen Vachier-Lagraves Läuferpaar verteidigen und die Begegnung Ding Lirens mit Bacrot war sehr kompliziert. Er glaubte besser zu stehen, aber zwischenzeitlich stand die Partie auf der Kippe. Statt des 2,5 : 1,5 für uns hätte der Kampf also auch schnell andersherum ausgehen können. Dann wären wohl die Franzosen Olympiasieger geworden, wir lagen vorher ja zusammen in Führung.

    Warum ist Bacrot auf die Zugwiederholung eingegangen und hat nicht auf Gewinn gespielt? Fressinet hatte seine Partie da schon verdorben.

    Ja, darüber waren wir auch etwas überrascht, aber vielleicht lag es daran, dass Bacrot in Zeitnot war und nicht sehen konnte, was an Brett drei passierte.

    Sie haben dreimal 2 : 2 gespielt, lief Ihre Mannschaft in keinem dieser Matches Gefahr, zu verlieren?

    Nein. Kritisch war die Lage eher noch gegen Aserbaidshan, in Runde acht. Wir gewannen 3 : 1, aber Yu Yangyis gegen Sarfali hätte remis enden sollen und ich hatte eine schlechte Stellung gegen Guseinow. Ich stand nicht auf Verlust, aber die Lage war schwierig. Und dann gab er mir einen Springer. (lacht)

    China hat schon lange eine starke Mannschaft, aber >mehr< als Silber sprang bisher bei großen Mannschaftswettbewerben nie heraus. Was haben Sie diesmal anders gemacht?

    Ich glaube, wir sind einfach noch stärker geworden. Unsere Strategie bestand darin, an Brett eins und vier – Wang Yue und ich – stocksolide zu agieren. Das hat gut geklappt, unsere Partien waren mitunter fast langweilig, aber wir haben nur eine verloren. Wir Chinesen standen früher in dem Ruf, häufig scharfe und riskante Eröffnungen zu spielen. Das haben wir ganz bewusst geändert. Ding Liren und Yu Yangyi sollten die Punkte holen – und auch das hat wunderbar funktioniert. Erwähnt werden muss auch, dass wir nicht mit unserer stärksten Mannschaft gespielt haben. Mit Wang Hao, Bu Xiangzhi und Li Chao fehlten drei 2700er.

    Warum?

    Nur Wang Yue, Ding Liren und Wang Hao wurden fest nominiert. Die anderen mussten ein Qualifikationsturnier bestreiten, bei dem Bu Xiangzhi es nicht geschafft hat, Li Chao spielte gar nicht erst mit.

    Und warum hat Wang Hao nicht gespielt, obwohl er nominiert wurde? Er ist immerhin die chinesische Nummer zwei.

    Er hatte Probleme mit der Föderation. Ich glaube, sie konnten sich finanziell nicht einigen.

    Das ist für uns im Westen kaum vorstellbar. Ein chinesischer Spieler ist für die Nationalmannschaft nominiert und sagt aus finanziellen Gründen ab. Darf er das denn?

    Offenbar. Ich muss gestehen, dass wir auch ein bisschen gestaunt haben. (lacht)

    Wir leben in dem Glauben, dass bei Ihnen alles von staatlicher Seite straff organisiert ist, angefangen von gemeinsamen Trainingslehrgängen...

    Nein, die gibt es kaum noch. Ich spielte zum Beispiel als Vorbereitung ein paar Turniere in Europa. Jeder ist frei, seine eigenen Wege zu gehen, es gibt kaum Gelegenheit, zusammen zu trainieren. Gut, wir haben ein Schachzentrum in Peking, aber dort wohnen nicht alle Spieler.

    Werden Sie für Ihren Olympiasieg fürstlich belohnt?

    Nein, das glaube ich nicht. Es ist eine Ehre für uns, Gold für China zu holen, und es ist sehr wichtig für die weitere Entwicklung des Schachs in unserem Land.

    Aber Sie werden zu hochrangigen Mitgliedern der Staatsführung eingeladen?

    Ja, das ist gut möglich.


    Soweit das Interview mit Ni Hua. Etwas konkreter wurde Cheftrainer Ye Jiangchuan, der den Erfolg dem >neuen System< zu schrieb. Inzwischen sei es nicht mehr notwendig, Talente vom Chinesischen Schach abzuwerben. Die besten Kinder kommen mit neun, zehn Jahren nach Peking. Entweder ins Internat oder der Schachverband vermittelt den Eltern Jobs in der Hauptstadt. Wer es nicht ins Nationalteam schafft, hat die Wahl: ein Studienplatz an einer der drei besten Universitäten Chinas oder die Ausbildung zum Trainer. In fast allen großen Städten des Landes existieren inzwischen Kinderschachklubs, in denen straff organisiert Talente gesichtet werden. Für die Spitze gibt es eine Liga mit Klubs, die Gehälter zahlen, und regelmäßige Wettkämpfe gegen Russland und die USA. Anders als früher müssen die besten chinesischen Männer auch nicht mehr die Frauen trainieren. (Quelle: SCHACH 9/2014)
    Geändert von Birliban (07.06.2015 um 17:54 Uhr) Grund: neuer Link

  15. #15
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    AW: Chinesische Schachschule

    IM David Martinez hat sich in Chess24 einmal eingehender mit Wei Yi auseinandergesetzt und die Entwicklungskurve von Wei Yi mit der von Magnus Carlsen verglichen. Ergebnis ist, daß Carlsen zwar noch kurz vor seinem 14. Geburtstag vor dem Chinesen stand, dieser ihn in seiner Elozahlentwicklung aber seitdem überholt hat: https://www.schachburg.de/threads/92...e-Schachschule

    Währenddessen hofft das deutsche Schach auf Vincent Keymer, und 3-4 Jahre hinter Keymer steht bereits der nächste potentielle Carlsen-Verfolger in Lauerstellung, der Kerpener Max Pick.

    Zu Max Pick bitte dort weiterdiskutieren: https://www.schachburg.de/threads/1933-Max-Pick
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