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Thema: Alexander Aljechin zwischen Opportunismus und Kollaboration

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    Alexander Aljechin zwischen Opportunismus und Kollaboration



    Alexander Aljechin könnte man am ehesten mit Robert James Fischer vergleichen. Ebenfalls „schachbesessen“, am Brett ein Genie und mit seinem Können und seiner Art, Schach zu spielen, stilprägend, bot auch sein Charakter immer wieder Anlaß für Kontroversen. War seine Schachkarriere reich an Skandalen - so sind bei Aljechin teilweise ungehemmter Alkoholkonsum und Ausrasten bei Niederlagen belegt (einmal zertrümmerte er sogar das Mobiliar in seinem Hotelzimmer) -, so wird ihm von vielen vor allem seine Kollaboration mit den Nazis übelgenommen. Aljechin spielte im Dritten Reich Schach und half deren irrige, antisemitische Theorie von dem „zersetzenden Einfluß“ des „jüdischen Schachs“ mit seinem unsäglichen Pamphlet weiterzuverbreiten.

    Freilich sind Vergleiche nie ganz korrekt, und einer der markantesten Unterschiede zwischen Robert Fischer und Alexander Aljechin scheint der zu sein, daß Fischer alles, was er tat, aus Überzeugung machte, während bei Aljechin der Opportunismus seine Triebfeder zu sein schien. Warum Aljechin sich für die Nazis, die fast den ganzen Erdball in einen Schlachthof verwandelten, so hergab, dafür ist wahrscheinlich seine Biographie bzw. sind die als junger Mensch erlitten Erfahrungen in seiner nachrevolutionären russischen Heimat verantwortlich. Aljechin erlebte den Ersten Weltkrieg sowie die nachfolgenden Zerstörungen von Revolution, Bürgerkrieg und Kriegskommunismus, er wurde abwechselnd von Roten und Weißen verhaftet und soll, einer Legende nach, nur seiner Hinrichtung entronnen sein, weil er in einer Schachpartie um Leben und Tod Revolutionsführer Leo Trotzki besiegte. Helmut Pfleger versucht diese Auswirkungen auf Aljechins Persönlichkeit folgendermaßen zu deuten:

    Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, daß er psychisch völlig entwurzelt gewesen sein muß: kein Rückhalt in der Familie, keine Weltanschauung, die ihm Halt gab. Sein späteres Verhalten deutet darauf hin, daß er die Welt als amoralisches Chaos begriff, in der es nur einen Fixpunkt gab: Schach. Erfolg und Vervollkommnung in diesem Spiel scheinen der einzige echte Wertmaßstab gewesen, den er je hatte, gewesen zu sein
    Helmut Pfleger/Gerd Treppner, Brett vorm Kopf, Leben und Züge der Schachweltmeister, C.H. Becksche Verlagsbuchhandlung (Oscar Beck), München 1994, S. 119

    Dieser Opportunismus wird erkennbar an Aljechins Verhalten, das er bei der Schacholympiade von 1939 in Buenos Aires, also nur zwei Jahre vor diesen Artikeln, an den Tag gelegt hatte und wo er alles dafür tat, der „großdeutschen“ Mannschaft Steine in den Weg zu legen, damit das „Großdeutsche Reich“ nicht Turniersieger wird. Vergleicht dazu bitte aus dem Brief von Delegationsleiter Albert Becker an Max Blümich:

    Dr. Aljechin arbeitete überhaupt in jeder Beziehung gegen uns, verbot seinen Leuten jeden Verkehr mit uns, war in Presse und Rundfunk unser Gegner, und schädigte uns bewußt weiterhin, indem er (für Frankreich) nicht gegen Polen und Argentinien antrat und ihnen so einen Punkt schenkte (der französische 5. Mann Dez war eigentlich kein Spieler, sondern nur Delegierter bei der FIDE)
    1939 war Frankreich eben noch die Heimat von Aljechin gewesen, er hatte auch längst die französische Staatsbürgerschaft erhalten und wirkte sogar in der Resistance als Übersetzer. Als nun seine antisemitischen Schach-Artikel erschienen, um genau zu sein im März 1941 in der Pariser Zeitung und im April in der Deutschen Zeitung in den Niederlanden, war seine neue Heimat Frankreich von den Nazis längst besetzt worden. Insofern könnten diese Artikel den Sinn gehabt haben, sich bei den Nazis wieder einzuschleimen, die sein Verhalten bei der Schacholympiade vor nicht einmal zwei Jahren natürlich nicht vergessen hatten.

    Wie perfide Aljechins Artikelserie unter den damaligen Umständen gewesen ist, dazu äußerte sich später Hans Kmoch:

    So ein Nonsens wäre es normalerweise nicht wert gewesen, gedruckt zu werden. Unter den wachsamen Augen der Gestapo konnten solche Äußerungen den Tod für die angegriffenen Juden und auch für ihre nicht jüdischen Angehörigen bedeuten
    Dieses Anliegen hatte allerdings keinen rechten Erfolg, denn die Serie wurde schnell darauf eingestellt. Der Hauptgrund dafür dürfte der sein, daß Aljechin bei seinen Rundumschlägen gegen jüdische Spitzenspieler geradezu peinliche Fehler unterliefen, die den Artikeln jedwede Seriosität nehmen sollten. So bezeichnete er den Sieg von Adolf Anderssen bei dem Turnier in London 1851 als „Niederlage des englisch-jüdischen Verteidigungsgedankens gegenüber der deutsch-europäischen Idee des Angriffskampfes“, obwohl der solcherart angeprangerte Howard Staunton kein Jude gewesen ist. Ebenso wenig ist der Gegner von Anderssen, Lionel Kieseritzky, ein Jude gewesen. Und auch mit seiner jüdischen Zuschreibung von Carl Schlechter, den Aljechin benützte, um die „negativen Auswirkungen“ der Weltmeisterschaft von Emanuel Lasker zu „beweisen“, hatte Aljechin kein Glück, denn auch Carl Schlechter war kein Jude, sondern Katholik. (Vgl. Das Schachspiel als Phänomen der Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhundert, Edmund Bruns, LIT-Verlag 2003, S. 209.

    Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Denn die peinlichen Fehler und damit falschen Anschuldigungen Aljechins, die natürlich schnell aufgeklärt werden konnten, sorgten auch bei den Offiziellen des Dritten Reichs für eine gewisse Verärgerung, und man entsann sich wieder schnell, wie der Autor dieser Peinlichkeiten die „Großdeutsche“ Mannschaft noch 1939 bei der Schacholympiade behandelt hatte (vgl. ebd. S. 210).

    Es paßt zu Aljechin und seinem Opportunismus, daß er nach Kriegsende, wegen seinen Taten zur Rechenschaft gezogen, nicht dazu stand, sondern behauptete, er habe unter den Nazis nur in Ruhe Schach spielen wollen, und er sei gar nicht der Urheber dieser antisemitischen Artikel gewesen. Weil Aljechin die Verantwortung für diese Artikel also leugnete, gibt es in der Schachwelt immer noch den Mythos, Aljechin sei unschuldig gewesen oder die Schuldfrage sei unklar. Der Schachhistoriker Dr. Edmund Bruns weist aber nach, daß Aljechin gelogen hat und „mit großer Sicherheit“ (S. 208) der Autor dieser Artikel gewesen ist.
    So gab Aljechin am 3. September 1941, der Informaciones, einer Madrider Tageszeitung, folgendes Interview:

    Mit welchem Thema werden sich die von ihnen besprochenen Vorlesungen beschäftigen?
    Die Evolution des Schachdenkens in der neuen Zeit und ihre Quellen. Ich habe sowohl die arischen als auch die jüdischen Schachtypen studiert. [...]In El Alcatar, einer anderen spanischen Tageszeitung, faßte der Journalist Lastanao die Aussagen Aljechins zusammen und schrieb: „Er fügte hinzu, daß in der Zeitschrift Deutsche Schachzeitung und in der deutschen Tageszeitung Pariser Zeitung, die jetzt in Paris gedruckt wird, er der erste war, der die Aufmerksamkeit auf den Rassenstandpunkt im Schach lenkte
    (ebd.)

    Zudem weist Bruns darauf hin, daß Aljechin freiwillig aus dem neutralen Spanien in das besetzte Frankreich zurückkehrte, zwischen 1941 und 1943 an mindestens sechs NS-Turnieren teilnahm und eine makabere Freundschaft mit dem Generalgouverneur von Polen, Hans Frank, also jenem Kriegsverbrecher, der für den Tod von Hunderttausenden Menschen und die Deportation von etwa einer Millionen Menschen verantwortlich war, sowie dem Gouverneur von Warschau, Dr. Schmidt, pflegte. (Vgl. ebd.)

    Der englische Teilnehmer der Schacholympiade von 1939, Harry Golombek, der nach dem Ausbruch des Krieges das Turnier abbrach und sich daraufhin für kriegswichtige Aufgaben bereitstellte (so trug er wesentlich zur Entzifferung der deutschen Rotor-Schlüsselmaschine ENIGMA bei), meinte zu Aljechin: „ein glühender Patriot, solange Frankreich noch unbesiegt war, und ein Kollaborateur, als Deutschland triumphierte“. Der US-Schachspieler Anthony Saidy äußerte sich ähnlich: „Aljechins Motivation war ganz einfach – er hatte keine Moral“ (Pfleger/Treppner, S. 136).

    Die vielen unruhigen Jahre seines Lebens, mittendrin im Herz des „Zweiten Dreißigjährigen Krieges“ haben Aljechin jedenfalls geprägt, und er entschied für sich, wie er damit persönlich umging. Auch sein Schachstil war ein Zeugnis dieser Zeit. Kasparov führte dies in der Welt am Sonntag, Nr 14/1996, S. 63 aus, zitiert von Bruns:

    Aljechins Schachauffassung machte das Spiel zu einer Art psychologischer Aggression. Massive Vorbereitung, ein Ausbruch von Energie am Brett, ein manischer Wille, den Gegner zu zerstören, kombiniert mit einer großen kombinatorischen Phantasie – dieser Stil erinnert an die vernichtenden Militärgewalten, in deren Mitte er dem Spiel nachging
    Geändert von Kiffing (09.08.2014 um 16:47 Uhr) Grund: verschollenes Bild ersetzt
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  2. #2
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    AW: Alexander Aljechin zwischen Opportunismus und Kollaboration

    Kann man auf den eingangs erwähnten "ungehemmten Alkoholkonsum" vielleicht auch sein späteres Verhalten im Zusammenhang mit den Nationalsozialisten beziehen?
    Wikipedia schreibt:
    Aljechin, zwei Jahrzehnte lang französischer Staatsbürger, zeigte bereits bei Kriegsausbruch, während der Schacholympiade in Buenos Aires 1939, wo er Frankreich vertrat, seine anti-deutsche Haltung. Sobald er nach Europa zurückgekehrt war, betätigte er sich als Übersetzer für die französische Résistance. Doch änderte er seine Ansichten grundlegend, nachdem Deutschland 1941 die UdSSR angegriffen hatte.
    Er wurde plötzlich für die deutsche Propaganda anfällig und zeigte sich bereit, für die nationalsozialistische Ideologie, die den Bolschewismus bekämpfte, zu werben.
    Das macht auf mich so ein bisschen den Eindruck, als sei Aljechin ein wenig wankelmütig gewesen.

    Allerdings hätte er als russischer Adeligensohn in der Sowjetunion sicher nicht so besonders viel Spaß gehabt, und vielleicht sah er im Nationalsozialismus auch einfach die Alternative dazu. Was vielleicht ein bisschen verrückt klingt, mag sich damals für ihn vielleicht so dargestellt haben.
    Bevor man seinen Kopf schüttelt, vergewissere man sich, ob man einen besitzt.

  3. #3
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    AW: Alexander Aljechin zwischen Opportunismus und Kollaboration

    Aljechin hatte die Nazis bekämpft, als er noch im sicheren Frankreich war. Sobald die Nazis aber Frankreich besetzt hatten, spielte er auf einmal deren Lieder. Diese schnelle Umpolung hat übrigens sogar die Nazis mißtrauisch gemacht, weswegen ich ja vermute, daß er sich den Mächtigen immer bereitwillig angedient hat, um aus seiner Lage den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Wie Pfleger und Treppner ja erwähnt hatten, schien er alles seinem Denksport untergeordnet zu haben. Und Anthony Saidy hat wohl Recht, daß dieser Mann, von der Menschheit vermutlich in jungen Jahren desillusioniert, keine Moral gehabt hatte. Die Welt ist amoralisch, also kann man in ihr wohl nur reüssieren, wenn man selbst amoralisch ist, so hat er vermutlich gedacht. Antipathien gegen die Sowjetunion spielen wahrscheinlich in seinem Verhalten mit hinein, aber die Gründe für sein Verhalten liegen tiefer.
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  4. #4
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    AW: Alexander Aljechin zwischen Opportunismus und Kollaboration

    Mannomann, Pfleger und Treppner haben sich da aber einen Sch... zusammengeschrieben.

  5. #5
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    AW: Alexander Aljechin zwischen Opportunismus und Kollaboration

    Zitat Zitat von whiteshark Beitrag anzeigen
    Mannomann, Pfleger und Treppner haben sich da aber einen Sch... zusammengeschrieben.
    Bezieht sich wohl auch oder vor allem auf:

    Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, daß er psychisch völlig entwurzelt gewesen sein muß: kein Rückhalt in der Familie, keine Weltanschauung, die ihm Halt gab. Sein späteres Verhalten deutet darauf hin, daß er die Welt als amoralisches Chaos begriff, in der es nur einen Fixpunkt gab: Schach. Erfolg und Vervollkommnung in diesem Spiel scheinen der einzige echte Wertmaßstab gewesen, den er je hatte, gewesen zu sein
    Helmut Pfleger/Gerd Treppner, Brett vorm Kopf, Leben und Züge der Schachweltmeister, C.H. Becksche Verlagsbuchhandlung (Oscar Beck), München 1994, S. 119

    Dazu muß ich sagen, daß ich schon immer von diesem Zitat beeindruckt gewesen war und welches mir den Anstoß gab, mich so intensiv mit diesem russischen Schachgenie zu beschäftigen. Leider fiel mir gegen diese Erwiderung lange Zeit nichts ein, aber ich hatte sie stets im Hinterkopf gespeichert. Manchmal muß gut Ding eben Weile haben. Endlich bin ich auf einen Beleg gestoßen, auf einen Beleg, wo die Quelle Alexander Aljechin höchstselbst ist, der im Juli 1944, also in einer Zeit, in der sich das Ende des Krieges bereits abzeichnete, an den Journalisten und Schachspieler Juan Fernandez Rua folgendes schrieb:

    Der beste Teil meines Lebens verging zwischen zwei Weltkriegen, die Europa verwüstet haben. Beide Kriege haben mich ruiniert, doch mit folgendem Unterschied: Am Ende des ersten Kriegs war ich 26 Jahre alt, mit grenzenlosem Enthusiasmus, über den ich jetzt nicht mehr verfüge. Wenn ich einmal meine Memoiren schreibe - was sehr gut möglich ist -, dann werden die Leute erkennen, dass Schach einen kleinen Teil meines Lebens ausgemacht hat. Es gab mir die Möglichkeit, nach etwas zu streben und zugleich überzeugte es mich von der Sinnlosigkeit dieses Strebens. Heute spiele ich weiterhin Schach, da es meinen Geist beschäftigt hält und mich davon abhält zu grübeln und in Erinnerungen zu verfallen.
    zit. aus André Schulz, Das große Buch der Schachweltmeisterschaften, New in Chess 2015, S. 111f.

    Natürlich tragen diese Zeilen die Handschrift eines schwer Depressiven. Doch der Inhalt dieser Zeilen, die Treppner und Pfleger ganz sicher bekanntgewesen waren, sprechen für genau diese Interpretation von Aljechins Persönlichkeit, der auch dort sein bestes, glanzvollstes, ja unsterblichstes Schach kreierte, wo die Welt völlig aus den Fugen geriet und der sich erfolgreich die Bedingungen kreieren konnte, wo dies trotz alledem noch möglich gewesen war.
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